Blog-Fotos: authentisch und selbst gemacht

Bessere Blog-fotos: zum Artikel gehört auch ein 4seitiges PDF mit Tipps und Anleitungen!

Bessere Blog-Fotos: zum Artikel gehört auch ein 4seitiges PDF mit Tipps und Anleitungen!

Blog-Fotos können heute schnell darüber entscheiden, ob ein Post gut ankommt oder nicht. Kann sich noch jemand vorstellen, einen Artikel ganz ohne (gute) Bilder zu veröffentlichen? Wohl kaum. Die jahrelang von vielen Bloggern praktizierte Lösung, sich über das Netz ein kostenloses passendes Bild zu suchen, ohne auf Urheberrechte zu achten, dürfte mittlerweile ganz allgemein als untauglich erkannt sein. Aber wo bekomme ich ein Bild her, das genau den Sachverhalt beschreibt, den ich schildere? Und das authentisch ist? Die großen Bildarchive sind dafür in meinen Augen nicht die beste Lösung, aber Du kannst Dir leicht selbst helfen.

Wichtige Ergänzung: Hier erhältst Du den 4seitigen Leitfaden für zum Thema als Download!

Nach meiner Erfahrung gibt es für Bilder, vor allem für Fotos, viele Kriterien. Das Urheber-Recht zum Beispiel, die Bildgestaltung, ist es ansprechend oder gar ein echter Hingucker und passt es zum Stil meines Blogs? Mit eines der wichtigsten Kriterien ist nach meiner Erfahrung Authentizität. Immer dann, wenn ich erkenne, dass ein Bild aus einem großen Archiv, von einer Bildagentur stammt, werde ich ein bißchen misstrauisch.

Denn in vielen Bereichen schreiben heute Menschen über Themen, mit denen sie nie wirklich zu tun hatten. Schlimmer noch: Mit denen sie sich nicht einmal ernsthaft beschäftigt haben. Wie glaubhaft ein Bild ist, ist also ein weiteres Kriterium. Aber wie löse ich das Problem, meinen Artikel passend und authentisch zu illustrieren? Hier meine Vorschläge.

Eigene Fotos sind unverwechselbar und authentisch.

Eigene Fotos sind unverwechselbar und authentisch.

Blog-Fotos erste Wahl: selber machen

Das klingt jetzt einfacher als es ist. Mir haben zugegebenermaßen die Arbeit in Redaktionen und die Leidenschaft fürs Fotografieren geholfen. Aber heute, wo viele erstklassige Foto-Technik in Form eines Smartphones mit sich führen, sind die Bedingungen ja viel besser. Die eigenen, selbst gemachten Bilder sind authentisch, meist origineller, emotionaler, bestenfalls zeigen sie auch eine persönliche Handschrift.

Natürlich spielt das Thema des Blogs eine Rolle, der spezielle Artikel, um den es geht. Und der Zeitdruck. Denn auch der existiert bei Bloggern. Hilfreich ist es deswegen, seine Artikel zu planen. Und mit ein paar Tagen Vorlaufzeit habe ich nicht nur Gelegenheit, mir Motive auszudenken. Ich kann es oft noch einrichten, Dinge zu arrangieren für ein Foto oder mir notwendige Kleinigkeiten besorgen.

Fototechnische Dinge will ich hier gar nicht aufführen, es geht in diesem Artikel um die Idee und eine rasche, praktikable Umsetzung. Details, zum Beispiel zu den verschiedenen Bildgrößen der Sozialen Netzwerke kannst Du leicht recherchieren (achte auf aktuelle Informationen). Weitere Details gibts in dem Leitfaden, den Du als PDF kostenlos herunterladen kannst.

Generell gilt: Geht es bei Deinem Blog-Artikel und damit beim Blog-Foto um Produkte, ist die Sache einfach. Geht es um Situationen, wird es oft schon kniffliger. Ganz schwierig werden abstrakte Themen, wie Social Media, oder Ehrgeiz oder Verhaltensfragen.

Produkte in Szene setzen ist oftmals die leichtere Übung. Symbolfotos zum Beispiel sind kniffliger. 

Produkte in Szene setzen ist oftmals die leichtere Übung. Symbolfotos zum Beispiel sind kniffliger.

Blog-Fotos von Produkten

Die gehören zu den eher einfachen Übungen. Wenn ein Produkt in Szene setzen willst, wirst Du es aber wahrscheinlich nicht nur auf den Tisch legen und abfotografieren. Ein paar Tipps aus früheren Blogposts findest Du hier und hier. Wichtig sind im Normalfall gutes Licht, also draußen oder an einem großen Fenster. Und ein interessanter Blickwinkel. Spannender sind Produktfotos dann, wenn man die Produkte benutzt. Das kannst Du selbst sein oder ein Freund oder Bekannter.

Über Produkt-Fotos habe ich eigene Artikel veröffentlicht. Du findest die aktuellsten hier und hier.

Blog-Fotos, einfach und schnell, variantenreich und ansprechend.

Blog-Fotos, einfach und schnell, variantenreich und ansprechend.

Situationen

Die höchste Stufe ist erreicht, wenn Du eine Situation abbilden  kannst, in dem jedem klar ist, um welches Thema oder welches Produkt es geht, selbst wenn man die wichtigen Details selbst nicht sieht. Wenn es zum Beispiel um Kameras geht, dann spricht schon die Haltung eines Fotografen für sich. Wir wissen, was er macht, auch wenn wir die Kamera nicht sehen. Wenn Du in Deinem Food-Blog ein Rezept beschreibst und verpasst hast, das Foto bei der Zubereitung zu schießen, dann zeige die Hauptzutat in einem originellen Bild. Die Karotte in der Hand, die bemehlte Arbeitsfläche und einige benutzte Gerätschaften für den Teig etc.

Symbolfotos stellen einen Bezug zum Thema oft durch Assoziation her.

Symbolfotos stellen einen Bezug zum Thema oft durch Assoziation her.

Abstrakte Situationen

Bei der Tageszeitung nannten wir typische Bilder für abstrakte Situationen Stellvertreter-Fotos oder Symbolfotos. Noch heute siehst Du Unfallberichte, auf denen nur ein Blaulicht und ein unscharfer Hintergrund abgelichtet ist. Die Assoziation ist klar, die Universal-Lösung ist besser als ein Text ganz ohne Bild.

Ähnlich ist  es, wenn Du heute über Social Media Themen schreibst, über die Planung von Blog-Posts, über kontinuierliches Veröffentlichen von Artikeln. Assoziationen sind Deine Helfer: Welches Bild hast Du vor Augen, wenn Du Deine Geschichte Revue passieren lässt? Dir fällt beim Thema Zeitdruck Dein voller Terminkalender ein? Dann fülle eine Kalenderseite mit Einträgen (weil Du Deine Termine wahrscheinlich alle auf dem Smartphone verwaltest) und fotografiere die. In der Aufnahme oder in der Nachbearbeitung sorgst Du dafür, dass nur ein Eintrag scharf und lesbar ist, der Rest verschwimmt in gnädiger Unschärfe.

Kleine Helfer: Apps

In einigen Fällen ist das Ergebnis vielleicht noch nicht ganz so, wie Du es Dir vorstellst. Auch wenn viele ambitionierte Fotografen davon abraten, sind Apps mit Filtern und Voreinstellungen durchaus hilfreich, um Dein Foto hervorzuheben. In diesem Post habe ich fünf aufgelistet, Snapseed solltest Du auf jeden Fall im Repertoire haben.

Ein Screenshot plus Text ist oft die einfachste Lösung, kann aber auf Dauer nicht mit der Attraktivität ”richtiger” Fotos mithalten.

Ein Screenshot plus Text ist oft die einfachste Lösung, kann aber auf Dauer nicht mit der Attraktivität ”richtiger” Fotos mithalten.

Nachhelfen durch Text

Nicht immer wirst Du mit den spontan selbst gemachten Fotos zufrieden sein. Im Laufe der Zeit kannst Du das perfektionieren. Wenn Du jetzt auf Nummer sicher gehen willst, dass Dein improvisiertes Bild in den richtigen Bezug gesetzt wirst, dann helfe nach. Ich bin kein Fan von sogenannten Text-Bildern, in denen nur Schrift auf einfarbigem Hintergrund den Bildinhalt ersetzt. Auch wenn das als grafisches Element im Einzelfall funktionieren kann.

Eine Beschriftung kann weiter helfen. Und sie wirkt umso persönlicher, individueller, wenn auch die Schrift individuell ist. Das kannst Du mit erreichen, in dem Du zum Beispiel in Photoshop und / oder auf einem Tablet handschriftlich etwas in ein Bild einfügst. Oder in dem Du eine der Handschrift / Script gekennzeichneten Fonts einsetzt, die es teilweise auch kostenlos gibt. Wenn Du kein teures Bildbearbeitungsprogramm hast, gibts auch hier kleine Apps fürs Smartphone oder für Deinen Desktop-Rechner.

Ungewöhnliche Blickwinkel plus eingefügte Schrift wecken Aufmerksamkeit.

Ungewöhnliche Blickwinkel plus eingefügte Schrift wecken Aufmerksamkeit.

Und hier noch der Tipp für Fortgeschrittene. Mit der Methode Text in Bildern kannst Du Dir lange Zeit interessante Blog-Fotos zusammenstellen. Falls Du dauerhaft damit arbeiten möchtest, dann achte schon beim Fotografieren darauf, dass es bildunwichtige(!) Teile in Deinem Bild gibt. Ein unscharfer Vordergrund zum Beispiel, eine blanke Fläche etc. Wenn Du Deine Motive nämlich formatfüllend aufnimmst, dann zerstörst Du mit der später eingefügten Schrift die Bildwirkung. Für Texte in Fotos solltest Du also so fotografieren, wie Du es normalerweise nicht machst: mit Freiraum.

Gezielte Schärfe lenkt den Blick.

Gezielte Schärfe lenkt den Blick.

Fallstricke

Bei aller Lust am kreativen Prozess und am Improvisieren, ein paar Dinge, solltest Du im Hinterkopf haben. Wann immer Du zum Beispiel Produkte ablichtest, solltest Du mit Logos vorsichtig sein. So ist ein Logo auf Deinem Sportschuh, den Du abgelichtet hast, sicher kein Problem. Anders ist es, wenn Du das Logo in Deinen Artikel einklinkst. Dann könnte jemand im Unternehmen des Herstellers auf die Idee kommen, Du maßt Dir einen Vertretungsanspruch an, der Dir nicht zusteht.

Ganz schlecht ist auch die Idee, andere Fotos in die eigenen Bilder einzubinden. Oder künstlerisch ein fremdes Bild etwas zu verfälschen und es dann als eigenes Werk darzustellen.

Wann immer Du jemanden ins Bild holen kannst, solltest Du das tun: Menschen im Bild sind immer gut (Kinder und Tiere sind noch besser). Und bei Freunden und Bekannten, die wissen, um was es geht, solltest Du auf der sicheren Seite sein. Aber auch wenn Streetfotografie derzeit hoch im Kurs steht: Leute ohne ihre Erlaubnis zu fotografieren verletzt in vielen Fällen Persönlichkeitsrechte und kann teuer werden.

Hinweis: Bei gekennzeichneten Amazon-Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

Leave a Comment.