Bessere iPhone-Videos – von den Profis lernen

Bessere iPhone-Videos brauchen nicht viel Zubehör oder Einarbeitung. Für einen professionelleren Look hilft es, auf die Arbeitsweise der Profis zu schauen.

Bessere iPhone-Videos brauchen nicht viel Zubehör oder Einarbeitung. Für einen professionelleren Look hilft es, auf die Arbeitsweise der Profis zu schauen.

Bessere iPhone-Videos erfordern keine professionelle Ausrüstung und Zubehör. Auch eine grundlegende Ausbildung oder technische Versiertheit ist nicht unbedingt nötig, um professionell aussehende iPhone-Videos zu bekommen. Im Prinzip genügen ein paar Arbeitsweisen und Grundregeln, an die sich auch viele Profis halten. Ein nicht verwackeltes Bild durch ein Stativ zum Beispiel, guter Ton und brauchbares Licht.

In diesem iPhone-Video zeige ich Dir, was mit dem iPhone möglich ist. Fast das gesamte Video wurde mit einem iPhone 6s gefilmt. Außer denjenigen Clips, in denen das iPhone selbst dargestellt wird. Die stammen von einer Canon EOS M6. Selbst das B-Roll Material, also diejenigen Szenen, die das rund 10minütige Video etwas auflockern sollen, wurden mit dem iPhone gefilmt. Die Möglichkeiten für Zeitraffer-Aufnahmen oder Zeitlupen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde sind ideal, um stimmungsvolle Bilder auch in eher dokumentarische iPhone-Videos oder Tutorials einzubauen. Weiterlesen…

Facebook-Tipps – zur Wiederbelebung

Facebook-Tipps: ein Blick in die Statistik hilft manchmal. Aber ich finde, man soll's nicht übertreiben...

Facebook-Tipps: ein Blick in die Statistik hilft manchmal. Aber ich finde, man soll’s nicht übertreiben…

Facebook-Tipps sind vielleicht nicht mehr so gefragt wie noch vor einigen Monaten. Inzwischen scheint erwiesen, dass ein nennenswerter Erfolg auf der bekanntesten aller Social-Media-Plattformen nur noch durch bezahlte Anzeigen möglich ist. Nichtsdestotrotz halten fast alle langjährigen Facebook-Anhänger an ihren Profilen und Unternehmensseiten fest. Auch wenn die Goldgräberstimmung vorbei ist, wo laufend propagiert wurde, wie man mit wenig Geld zu beachtlichen Reichweiten kommt: Dabei sein ist immer noch wichtig. Deswegen ein paar Tipps, für diejenigen, die dran bleiben wollen.  Weiterlesen…

Podcast und / oder Youtube-Kanal?

Podcast oder Youtube-Kanal? Im Idealfall klappt beides.

Podcast oder Youtube-Kanal? Im Idealfall klappt beides.

Youtube-Kanal oder Podcast? Diese Frage stellen sich einige Youtuber in diesen Tagen, denn Podcasts sind ein neuer Trend, an dem kaum jemand vorbei kommt. Die Zuhörerzahlen sind selbst bei jüngeren Podcasts schon recht gut. Und auch lange Beiträge von mehr als einer Stunde werden von den Zuhörern offensichtlich gerne akzeptiert.

Aber abgesehen von der Frage, ob man seine Plattform wirklich nach aktuellen Trends und Publikums-Lieblingen ausrichten soll, ergeben sich viele andere Fragen. Beiden Medien, Podcast und Youtube-Videos, ist gemein, dass längere Geschichten erzählt werden können. Dabei finden Monologe genauso Anhänger wie Interviews, durchgeplante Vorträge sind ebenso vertreten wie eher spontane Gedankensammlungen.

Podcast-Set: Die Basis-Ausstattung gibts für kleines Geld als Set.

Podcast-Set: Die Basis-Ausstattung gibts für kleines Geld als Set.

Podcast: Einstiegsschwelle niedrig

Meiner Ansicht nach kann jeder, der ein Blog schreibt oder einen Youtube-Kanal hat, auch einen Podcast produzieren. Das Handwerkszeug ist dasselbe. Letztlich ist der eigene Geschmack, die eigene Vorliebe entscheidend dafür, ob man die Audio-Plattform auch noch bedienen möchte. Oder besser gesagt war das einmal so. Denn immer häufiger findet man Podcasts auch als Video auf Youtube. Und das ist der Punkt, wo selbst „Augen-Menschen” wie ich Gefallen finden an Podcasts.

Als Journalist faszinieren mich vor allem Interviews, und es müssen gar nicht mal die großen Namen sein, wie man sie in Magazinen oder auch in Interview-Zeitschrift findet. Während mir das Anhören längerer Podcasts eher schwer fällt, bin ich von einigen Youtube-Podcasts (zB von Matt D’Avella) sehr angetan.

Hier hilft mir, dass ich beide Gesprächspartner im Video sehen kann. Man erkennt leichter Emotionen und was ein der Sprecher ausdrücken möchte. Auch die eher reduzierte Körpersprache in Interviews sagt noch immer viel aus, und ich bin gefesselt von diesen Beiträgen.

Warum also das eine oder das andere wählen, wenn man mit gleichen Fähigkeiten, gleicher Ausrüstung und guten Ideen beides machen kann? Vielleicht entdeckt man so ja ganz neue Möglichkeiten für sich.

Die Ausrüstung

Egal ob man seine Podcasts nun filmt und auch bei Youtube einstellt oder ganz auf Audio-Plattformen setzt. Die Audio-Technik ist in weiten Teilen  gleich und lässt sich mit wenig Aufwand und Geld realisieren.

Mikrofone sind die Basis: Selbst wer einen Recorder oder das Smartphone für Aufnahmen verwendet, sollte sich ein externe Mikro anschaffen.

Mikrofone sind die Basis: Selbst wer einen Recorder oder das Smartphone für Aufnahmen verwendet, sollte sich ein externe Mikro anschaffen.

Mikrofone

Die Kernfrage bei Video-Podcasts ist: Dürfen die Mikrofone im Bild sichtbar sein, oder nicht? Als versteckte Mikros eigenen sich Lavalier-Mikrofone. Die kann man mit Recordern auch einfach mit seinem Smartphone für eine Aufnahme verwenden. Es gibt etliche gute Anleitungen, wie man die Mini-Mikros dezent versteckt. Größere Mikro können außerhalb des Bildes an sogenannten Galgen (Stativ-Konstruktionen, die es auch recht preiswert gibt) montiert werden. Natürlich braucht man die Mikros nicht zu verstecken, erst recht nicht für den reinen Audio-Podcast. Im Trend liegen gute, teure Mikrofone an Mikroständern (die man gerne zeigt) mit Pop-Schutz. Und auch dass der / die Sprecher Kopfhörer tragen, prägt die Atmosphäre der Video-Podcasts. Bei reinen Audio-Podcasts ist das natürlich komplett egal.

Wenn zwei oder mehr Mikros im Einsatz sind und wenn man den Ton nicht direkt in ein Aufnahmegerät speist, sollte man nach einem Vorverstärker suchen. Hier lassen sich mehrere Eingänge kombinieren und evt. auch der Pegel für Kamera oder Recorder anheben.

Für wenig Geld bekommt man auch eine Komplett-Lösung mit Mikro, Aufnahme-Stativ, Pop-Schutz etc.

Aufnahmen kann man direkt in den Mac oder PC. Besser ist preiswerter Recorder in der 100-Euro-Klasse.

Aufnahmen kann man direkt in den Mac oder PC. Besser ist preiswerter Recorder in der 100-Euro-Klasse.

Aufnahmegeräte

Im Video-Podcasts sind die Aufnahmegeräte eigentlich die Kameras. Ein zweiter Blickwinkel ist bei jedem Video schön, deswegen sollte man mit mindestens zwei Kameras arbeiten. Wer alleine arbeitet, der kann auch sein Mikro direkt in ein günstiges Aufnahmegerät wie das Zoom H1 einstöpseln oder das Tascam DR-05 einstöpseln (das verwende ich; ist etwas solider, trotzdem preiswerter). Fast noch einfacher geht es, wenn man ein preisgünstiges USB-Mikro ohne Umwege direkt in einen Mac speist. Dort zeichnet man den Ton auf und kann ihn direkt über  Garageband (kostenlos) weiterverarbeiten und schneiden.

Oberklasse: Ein Podcast als Video kann eindrücklichere Erlebnisse vermitteln.

Oberklasse: Ein Podcast als Video kann eindrücklichere Erlebnisse vermitteln.

Video-Podcasts

Wer als Youtuber zum Podcast kommt, der hat die Video-Ausrüstung dafür schon beisammen. Ideal sind zwei Kameras (zB von Canon die EOS M 10 ohne Mikrofoneingang oder die EOS M6 mit Mikrofoneingang) und zwei Lichtquellen. Lichtstarke Objektive, die ein schönes Bokeh erzeugen, lassen den oder die Sprecher besser zur Geltung kommen. Und falls der Raum akustisch so gar nicht taugt, kann man mit provisorischen Vorhängen oder Schaumstoff- oder Styropor-Platten etwas nachbessern.

Das Vorgehen

Hier haben es die Video-Anhänger wiederum leichter. In der Regel hat man nach einigen Videos ein Gespür dafür, wie man eine Geschichte entwickelt. Fesselnder Einstieg, ein lockerer, mehrfach aufgelockerter Hauptteil und ein Abschluss, der Lust macht auf mehr, sind ideal. Auch ein schriftliches Konzept hilft, während Ablesen vorbereiteter Texte mit und ohne Kamera immer heikel ist.

Wer jetzt bereits eine knackige Idee für seine ersten Podcast hat, der sollte nochmal innehalten. Podcasts und Videos leben vom Seriencharakter. Ich rate dazu, mindestens für drei Themen und Projekte Material und Ideen zu sammeln, und dann erst loszulegen. Sich eng an seinem Lieblingsthema entlang zu hangeln ist ebenfalls ratsam. Vom Blog bis zum Youtube-Kanal finden vor allem Angebote mit einem knackscharfen Profil Anhänger. Statt über alles zu sprechen, ist es für die meisten von uns besser, sich auf ein Thema zu konzentrieren, wo wir uns wirklich zuhause fühlen.

Das Publikum

Die üblichen Kanäle zum Bekanntmachen eigener Angebote wirken auch hier. Blog, Social Media und fleißige Kommunikation mit allen, die in Deinem Themenbereich unterwegs sind, helfen sehr. Und wenn man es schafft einen der etablierten Podcasts / Youtuber auf sich aufmerksam zu machen, ist das wie ein Hauptgewinn.

Mein Fazit

Die Anschaffungen und der Aufwand für Podcasts sind sehr überschaubar. Wer Erfahrungen mit Videos hat, wird sich schnell einfinden, auch in die Audio-Bearbeitung. Langes freies Reden ist nicht jedermanns Sache, da entdeckt man seine eigenen Schwächen oft erst beim Ausprobieren. Spannender als Monologe finde ich Interview-Podcasts, die die Planung und Organisation freilich auf Dauer erschweren. Wer schon immer Lust hatte auf so etwas: Jetzt ist sicher ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen.

DSGVO-Änderungen im Blog – auch für Laien zu bewältigen?

DSGVO: Die Datenschutzgrundverordnung macht einige Arbeiten an Webseiten notwendig.

DSGVO: Die Datenschutzgrundverordnung macht einige Arbeiten an Webseiten notwendig.

Die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) tritt zum 25. Mai 2018 in Kraft und wirft seit einigen Monaten bereits ihre Schatten voraus. In diesem Fall waren es nach meiner Einschätzung wirklich Schatten, weil die Warnungen vor diesen Änderungen zumindest teilweise arg übertrieben daher kamen.

Inzwischen sind einige konkrete und wenig aufregende Handlungsanweisungen im Netz. Und damit wirkt die Aufgabe, entsprechende Änderungen rechtzeitig umzusetzen, in meinen Augen durchaus lösbar.

Weil ich meine Erfahrungen und Tipps jetzt schon relativ oft weiter gegeben habe, will ich an dieser Stelle mal einiges zusammenfassen. Wie immer gilt auch hier: Ich bin kein Rechtsanwalt, kann keine Rechtsberatung übernehmen und habe an dieser Stelle nur Infos zusammengetragen, die ich für nützlich und hilfreich halte.

DSGVO – die Änderungen

Inzwischen gibt es eine Reihe von brauchbaren und konkreten Anleitungen zur DSGVO im Netz, die man nutzen kann. Mir hat gut gefallen, wie die Informationen auf dieser Seite zusammengefasst werden.

Wer sich das aufmerksam durchliest, begreift sowohl das Konzept (Datensparsamkeit, Transparenz und Sicherheit) als auch, was er zu tun hat. Die eigene Webseite ist nach meiner Einschätzung nur von wenigen Punkten betroffen.

Aktualisieren der Datenschutzerklärung

Der Artikel empfiehlt eine Webseite für die Erstellung des Textes zum Datenschutz für die DSGVO. Das ist nach meiner Einschätzung aber nur ein Mustertext, der mir nicht vollständig erscheint.

Ich habe diverse Text-Generatoren ausprobiert und bin mit diesem ganz zufrieden:
https://dsgvo-muster-datenschutzerklaerung.dg-datenschutz.de

Über dem Formular ist auch ein kurzes Erklär-Video zur DSGVO und zum Formular, das ganz hilfreich ist. Wer eine WordPress-Webseite hat und sie selbst einrichtet und betreut, der sollte nach fünf Minuten einen fertigen Text haben. Den sollte man kopieren und als neue Datenschutz-Erklärung auf seiner Webseite veröffentlichen. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten keinen Datenschutzbeauftragten brauchen, als Analysetool Google Analytics benutzen.

Das Verhalten zu Internet-Werbung und Online-Marketing dürfte dagegen ganz unterschiedlich sein, ist aber durch die Auswahlmöglichkeiten nach meiner Einschätzung ganz gut abgedeckt. Etwas Arbeit dürften die WordPress-Plugins machen, dazu unten mehr.

Google Analytics

Wer den Dienst weiter nutzen möchte, der muss das bei der Erdstellung des Textes für den Datenschutz-Hinweis der DSGVO so angeben. Wenn das WordPress-Plugin ”Google Analytics opt-out“ installiert ist, können Benutzer per Mausklick die Erfassung durch diesen Statistik-Dienst ausschalten.

SSL und sichere Verbindung

Das dürfte seit längerem bekannt sein und ist nicht erst durch die DSGVO notwendig: Wenn Daten erhoben werden, ist eine sichere Verbindung (SSL) erforderlich. Für WordPress gibt es gute Anleitungen, wie man das umsetzt.Mit meinem Provider all-inkl geht das besonders einfach und kostenlos.

Videos

Wer Videos auf seinen Seiten eingebettet hat, der sollte darauf achten, dass das datenschutzkonform geschieht. Der heutige Button „Teilen” auf der Youtube-Seite erzeugt einen Code, der diese Bedingungen wohl erfüllt. Wer seine Videos schon vor längerem eingebettet hat, der muss hier wahrscheinich Änderungen vornehmen. Die Einbettung mit i-Frames ist aufwändiger. Wer nur den Video-Link benutzt hat, kommt vielleicht mit dem Einsatz eines Plugins aus. Für Vimeo ist mir keine datenschutzkonforme Einbettung gekannt.

WordPress-Plugins

Hier wartet noch viel Kleinarbeit. Etliche Webseiten haben bereits Listen veröffentlicht, welche WordPress-Plugins derzeit datenschutzkonform arbeiten. Da gibt es noch einigen Nachholbedarf. Im Zweifelsfall würde ich ein Plugin abschalten. Wer gute Nerven hat, der kann sich ja auch auf Ankündigungen verlassen, dass bis zum Stichtag konforme Versionen vorliegen sollen. (Ich als alter Schisshase schalte solange ab.)

Newsletter und Lead-Magneten

Kritisch sind auch etliche Newsletter-Plugins und Kontaktformulare, die einen Hinweis auf die Datenschutzbestimmungen enthalten sollen / müssen (?). Und Koppelungsgeschäfte sind nicht erlaubt. Noch streiten Experten, ob ein Koppelungsgeschäft zum Beispiel auch sein kann „Gib mir Deine Emailadresse und ich sende Dir ein kostenloses Goodie.” Eine saubere und transparente Formulierung ist nach meiner Ansicht nicht erst jetzt förderlich. Also nicht etwas versprechen und durch die Hintertüre ein Newsletter-Abo abschließen. Sondern klar formulieren: „Du abonnierst meinen Newsletter und erhältst mit der Anmeldung Das-und-Das.” Der Hinweis auf die Möglichkeit einer sofortigen Abbestellung ist ebenfalls hilfreich.

Datenverarbeitungsverträge

Die braucht man, wenn „Kundendaten” (oder die Daten der Webseiten-Besucher) an anderer Stelle verarbeitet werden. Damit dürften diese Verträge von Google und Newsletter-Service-Anbietern wie Mailchimp für viele obligatorisch sein. Beide kann man online abrufen.

Ausblick

In Zukunft werden immer wieder solche Änderungen und Anpassung auf uns zukommen. Um diese leichter zu bewältigen empfehle ich die Nutzung von WordPress. Meine Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass hier am schnellsten kostengünstige Lösungen verfügbar und umsetzbar sind.

 

Posting-Frequenz: Wie oft posten? Und wann und wo?

Posting-Frequenz: Wann ist der richtige Zeitpunkt für neue Texte und Bilder?

Posting-Frequenz: Wann ist der richtige Zeitpunkt für neue Texte und Bilder?

Die Posting-Frequenz ist ein Thema, das sich sich in ungezählten Ratgebern findet. Wie oft soll ich auf Twitter, Facebook 6 Co. posten? Und soll ich mich allen sozialen Netzwerken und meinem Blog gleichermaßen engagieren? Meistens kommen die guten Ratschläge von den Plattformen selbst oder von Menschen und Einrichtungen, die aus verschiedenen Gründen ein großes Interesse an reger Beteiligung haben.

Posting-Frequenz: gut gemeint…

Ich sollte eigentlich die Finger von diesem Thema lassen, weil ich mich nur an wenige dieser Regeln und Empfehlungen halte. Aber: Ich gehe davon aus, dass da draußen sehr viele Menschen ähnlich wie ich ihren Lebensinhalt nicht alleine im Posten von Bildern und Beiträgen und Videos sehen (können).

Die Crux an diesen besten Zeiten zum Posten von Beiträgen ist, dass diese Angaben zur Posting-Frequenz sehr theoretisch sind. Und dass diese Frequenzen für die meisten von uns maßlos überzogen sind. Erst recht, wenn man sich die Ratschläge für die Posting-Frequenz auf allen Plattformen ansieht, auf denen man vertreten ist. Pinterest steht aktuell mit 5 bis 30 Posts pro Tag bei den meisten Tipps zahlenmäßig ganz vorne. Selbst Twitter ist mit 3 bis 10 Beiträge pro Tag abgeschlagen.

Bei Facebook, Google und Instagram sollte man sich – je nach Ratgeber – noch 1 bis 3 Mal pro Tag zu Wort melden. Und das eigene Blog möglichst 3 oder 4 Mal pro Woche mit wertvollen Beiträgen füttern. Selbst die oft aufwändigeren Instagram Stories (weil meistens Videos) fordern noch zweimal die Woche ihren Tribut. Und bei Youtube sollte man unter der Schmerzgrenze von einem Video pro Woche gar nicht erst anfangen.

Wer das liest, kann jegliche anderen Aktivitäten erst einmal einstellen. Denn selbstverständlich fordert jede Plattform erstklassigen und einzigartigen Content, der die Zuschauer, Follower, Mit-Leser dazu veranlasst jeden Beitrag zu liken und zu teilen.

Dienste wie Buffer erleichtern die Planung und reduzieren den Arbeitsaufwand für die verschiedenen Social Media Kanäle ganz erheblich.

Dienste wie Buffer erleichtern die Planung und reduzieren den Arbeitsaufwand für die verschiedenen Social Media Kanäle ganz erheblich.

Kompromiss-Lösungen

Die Ansprüche an die Qualität setzen dem Ganzen zwar die Krone auf, aber die teile ich sogar am ehesten. Ganz seltsam dagegen wird es, wenn man noch versucht die Ratschläge zu den besten Zeiten der Postings zu berücksichtigen. Spätestens dann wird aus einem Blogger oder Webseiten-Betreiber ein hauptamtlicher Netzwerker.

Meine Einstellung als Journalist und Fotograf weicht bezüglich Posting-Frequenz von dem gängigen Muster in fast allen Bereichen ab. Das fängt schon damit, dass nach meiner Erfahrung die Sozialen Medien in vielen Fällen hilfreich sind, aber dennoch nur ein „gemietetes” Schaufenster für Dinge, die ich in meinem eigenen Laden anbiete.

Was auf jeden Fall hilft, egal ob fürs Blog oder die Sozialen Netzwerke, ist ein einfacher Redaktionskalender und ein Themenplan. Und ein gut geführtes Bildarchiv. Ich besitze zwar keine High-Tech-Kamera, aber mehrere lieb gewonnene Kameras und Objektive, die als Handwerkszeug viel Spass machen. Von meinen Bildern geht nix verloren. Und auch wenn das spontane Aufnehmen neuer Motive für einen Post wie diesen Spass machen, ein Archiv leistet unschätzbare Dienste.

My home is my castle

Anders ausgedrückt: Das eigene Blog, die eigene Webseite haben nach meiner Einschätzung absoluten Vorrang. Wer zusieht, wie Plattformen regelmäßig Bedingungen und Algorithmus ändern, wie sich Geschäftsmodelle unabhängiger irgendwelcher Beteuerungen in Richtung Anzeigenverkauf perfektionieren, der muss seine eigene Webseite einfach schätzen.

Natürlich kommt auch hier der meiste Besucherverkehr oft von einer Suchmaschine, und auch die kann die Regeln ändern. Aber Freiheiten und Chancen einer erfolgreichen Darstellung sind nach meiner Ansicht hier am besten.

Kontinuität ist natürlich auch hier wichtig. Aber ich denke, wer einmal pro Woche fundierte Inhalte präsentiert, informativ und bestenfalls sogar unterhaltend und gut illustriert, der ist ganz gut dabei.

Ausnahme Video:Hier ist wochentliches Veröffentlichen sehr gefragt.

Ausnahme Video:Hier ist wochentliches Veröffentlichen sehr gefragt.

Ausnahme: Videos

Die einzig mir bekannte Ausnahme, die ähnlich gut funktioniert, ist ein Youtube-Kanal. Auch hier sollte man sich einmal pro Woche mit guten Inhalten zu Wort melden. Auch hier hat man dadurch gute Chancen, wahrgenommen zu werden.

Social-Media: eine oder alle?

Was aber tun mit all den Social Media Accounts, die man ins Leben gerufen hat, die ständige Schwankungen in Nachfrage und Reichweite erfahren und die ebenfalls andauernd befeuert werden wollen? Ich kann nur dazu raten, sich bei Zeitnot neben seinem „Hauptkanal” auf eine weitere Plattform zu beschränken, die man „richtig” bedient. Wo man selbst gerne und oft aktiv ist, wo man kommentiert und viel Zeit verbringt.

Für alle anderen Plattformen, bei denen man jetzt schon dabei ist, würde ich einen Dienst wählen wie Buffer oder Later oder Hootsuite (es gibt noch etliche mehr), wo man entweder automatisiert oder mit Vorplanung seine Posts einstellt. Wo man also deutlich Zeit und Aufwand sparen kann.

Mein Fazit

Wenn es so ist, wie ich vermute, und da draußen nicht nur Haupt-Erwerbs-Blogger unterwegs sind, spielen die Fragen von Konzentration und Zeitersparnis eine wichtige Rolle. Gute Inhalte in regelmäßigen Abständen zu produzieren, scheint mir das wichtigste Ziel zu sein. Und der Ort dafür ist nach meiner Ansicht zuerst die eigene Webseite und dann vielleicht noch ein Soziales Netzwerk, auf dem ich mich am ehesten zuhause fühle.