Posting-Frequenz: Wie oft posten? Und wann und wo?

Posting-Frequenz: Wann ist der richtige Zeitpunkt für neue Texte und Bilder?

Posting-Frequenz: Wann ist der richtige Zeitpunkt für neue Texte und Bilder?

Die Posting-Frequenz ist ein Thema, das sich sich in ungezählten Ratgebern findet. Wie oft soll ich auf Twitter, Facebook 6 Co. posten? Und soll ich mich allen sozialen Netzwerken und meinem Blog gleichermaßen engagieren? Meistens kommen die guten Ratschläge von den Plattformen selbst oder von Menschen und Einrichtungen, die aus verschiedenen Gründen ein großes Interesse an reger Beteiligung haben.

Posting-Frequenz: gut gemeint…

Ich sollte eigentlich die Finger von diesem Thema lassen, weil ich mich nur an wenige dieser Regeln und Empfehlungen halte. Aber: Ich gehe davon aus, dass da draußen sehr viele Menschen ähnlich wie ich ihren Lebensinhalt nicht alleine im Posten von Bildern und Beiträgen und Videos sehen (können).

Die Crux an diesen besten Zeiten zum Posten von Beiträgen ist, dass diese Angaben zur Posting-Frequenz sehr theoretisch sind. Und dass diese Frequenzen für die meisten von uns maßlos überzogen sind. Erst recht, wenn man sich die Ratschläge für die Posting-Frequenz auf allen Plattformen ansieht, auf denen man vertreten ist. Pinterest steht aktuell mit 5 bis 30 Posts pro Tag bei den meisten Tipps zahlenmäßig ganz vorne. Selbst Twitter ist mit 3 bis 10 Beiträge pro Tag abgeschlagen.

Bei Facebook, Google und Instagram sollte man sich – je nach Ratgeber – noch 1 bis 3 Mal pro Tag zu Wort melden. Und das eigene Blog möglichst 3 oder 4 Mal pro Woche mit wertvollen Beiträgen füttern. Selbst die oft aufwändigeren Instagram Stories (weil meistens Videos) fordern noch zweimal die Woche ihren Tribut. Und bei Youtube sollte man unter der Schmerzgrenze von einem Video pro Woche gar nicht erst anfangen.

Wer das liest, kann jegliche anderen Aktivitäten erst einmal einstellen. Denn selbstverständlich fordert jede Plattform erstklassigen und einzigartigen Content, der die Zuschauer, Follower, Mit-Leser dazu veranlasst jeden Beitrag zu liken und zu teilen.

Dienste wie Buffer erleichtern die Planung und reduzieren den Arbeitsaufwand für die verschiedenen Social Media Kanäle ganz erheblich.

Dienste wie Buffer erleichtern die Planung und reduzieren den Arbeitsaufwand für die verschiedenen Social Media Kanäle ganz erheblich.

Kompromiss-Lösungen

Die Ansprüche an die Qualität setzen dem Ganzen zwar die Krone auf, aber die teile ich sogar am ehesten. Ganz seltsam dagegen wird es, wenn man noch versucht die Ratschläge zu den besten Zeiten der Postings zu berücksichtigen. Spätestens dann wird aus einem Blogger oder Webseiten-Betreiber ein hauptamtlicher Netzwerker.

Meine Einstellung als Journalist und Fotograf weicht bezüglich Posting-Frequenz von dem gängigen Muster in fast allen Bereichen ab. Das fängt schon damit, dass nach meiner Erfahrung die Sozialen Medien in vielen Fällen hilfreich sind, aber dennoch nur ein „gemietetes” Schaufenster für Dinge, die ich in meinem eigenen Laden anbiete.

Was auf jeden Fall hilft, egal ob fürs Blog oder die Sozialen Netzwerke, ist ein einfacher Redaktionskalender und ein Themenplan. Und ein gut geführtes Bildarchiv. Ich besitze zwar keine High-Tech-Kamera, aber mehrere lieb gewonnene Kameras und Objektive, die als Handwerkszeug viel Spass machen. Von meinen Bildern geht nix verloren. Und auch wenn das spontane Aufnehmen neuer Motive für einen Post wie diesen Spass machen, ein Archiv leistet unschätzbare Dienste.

My home is my castle

Anders ausgedrückt: Das eigene Blog, die eigene Webseite haben nach meiner Einschätzung absoluten Vorrang. Wer zusieht, wie Plattformen regelmäßig Bedingungen und Algorithmus ändern, wie sich Geschäftsmodelle unabhängiger irgendwelcher Beteuerungen in Richtung Anzeigenverkauf perfektionieren, der muss seine eigene Webseite einfach schätzen.

Natürlich kommt auch hier der meiste Besucherverkehr oft von einer Suchmaschine, und auch die kann die Regeln ändern. Aber Freiheiten und Chancen einer erfolgreichen Darstellung sind nach meiner Ansicht hier am besten.

Kontinuität ist natürlich auch hier wichtig. Aber ich denke, wer einmal pro Woche fundierte Inhalte präsentiert, informativ und bestenfalls sogar unterhaltend und gut illustriert, der ist ganz gut dabei.

Hauptjob Bloggen und Social Media? Es muss auch anders gehen.

Hauptjob Bloggen und Social Media? Es muss auch anders gehen.

Ausnahme: Videos

Die einzig mir bekannte Ausnahme, die ähnlich gut funktioniert, ist ein Youtube-Kanal. Auch hier sollte man sich einmal pro Woche mit guten Inhalten zu Wort melden. Auch hier hat man dadurch gute Chancen, wahrgenommen zu werden.

Social-Media: eine oder alle?

Was aber tun mit all den Social Media Accounts, die man ins Leben gerufen hat, die ständige Schwankungen in Nachfrage und Reichweite erfahren und die ebenfalls andauernd befeuert werden wollen? Ich kann nur dazu raten, sich bei Zeitnot neben seinem „Hauptkanal” auf eine weitere Plattform zu beschränken, die man „richtig” bedient. Wo man selbst gerne und oft aktiv ist, wo man kommentiert und viel Zeit verbringt.

Für alle anderen Plattformen, bei denen man jetzt schon dabei ist, würde ich einen Dienst wählen wie Buffer oder Later oder Hootsuite (es gibt noch etliche mehr), wo man entweder automatisiert oder mit Vorplanung seine Posts einstellt. Wo man also deutlich Zeit und Aufwand sparen kann.

Mein Fazit

Wenn es so ist, wie ich vermute, und da draußen nicht nur Haupt-Erwerbs-Blogger unterwegs sind, spielen die Fragen von Konzentration und Zeitersparnis eine wichtige Rolle. Gute Inhalte in regelmäßigen Abständen zu produzieren, scheint mir das wichtigste Ziel zu sein. Und der Ort dafür ist nach meiner Ansicht zuerst die eigene Webseite und dann vielleicht noch ein Soziales Netzwerk, auf dem ich mich am ehesten zuhause fühle.

 

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

Analoge Objektive an modernen Kameras

Analoge Objektive können vergessene Schätze sein für Fotografen und Videofilmer.

Analoge Objektive können vergessene Schätze sein für Fotografen und Videofilmer. Links ein Nikon 1,8 / 85 mm mit AF, das manuell an Canon verwendet wird. In der Mitte eine vollständig manuelles Zeiss Planar 1,7 / 50mm und rechts ein modernes manuelles Objektiv, das Walimex 1,5 / 35 mm mit nicht klickendem Blendenring und integriertem Zahnkranz für Follow-Fokus.

Analoge Objektive liegen bei vielen Fotografen noch aus früheren Jahren herum. Kannst Du sie noch nutzen? Und warum solltest Du sie an einer modernen digitalen Kamera überhaupt verwenden? Wer Lust auf neue Erfahrungen hat und sich aus seiner Komfortzone heraus traut, für den haben die alten Schätze viele positive Überraschungen parat.

Analoge Objektive: nicht ausmustern

Der erste Gedanke bei dieser Kombination analoges Objektiv an moderner Kamera ist: Das passt doch gar nicht. Aber in den allermeisten Fällen kann man es passend machen. Es gibt unzählige Adapter für die Verwendung alter Linsen an neuen Kameras. Alte Objektive von Zeiss, Nikon, Canon, Minolta etc. fühlen sich im Vergleich zu vielen Plastik-Standard-Zooms nicht nur hochwertiger an. Sie sind meistens auch mit guten Gläsern versehen und – zumindest als Fest-Brennweiten – auch lichtstark. Das Standard-Objektiv mit 50 mm für Kleinbild kam oft mit Blendenöffnung 1,8, auch die 85-mm-Porträt-Brennweite. Und Weitwinkel mit Blende 2,0 sind ebenfalls mehr als brauchbar.

Die einfachsten Objektiv-Adapter sind billig zu haben, auch für exotischere Verbindungen. Hier Contax - Canon EF.

Die einfachsten Objektiv-Adapter sind billig zu haben, auch für exotischere Verbindungen. Hier Contax – Canon EF.

Was kostet der Spass?

Oft ist man mit 20 bis 30 Euro für einen Adapter dabei. Der Betrag richtet sich danach, ob man eine der häufigeren Kombinationen nutzen möchte und wieviel Komfort der Adapter bieten soll. Die einfachsten Adapter sind rein manuell, aber wen kümmerts? Die alten Linsen sind ja auch manuell. Wer heute alle Vorteile modernster Adapter für moderne Objektive nutzen will, der kann für einen Metabones Speedbooster auch schon mal 800 Euro hinlegen. Das gilt aber dann zum Beispiel für die Verwendung hochwertiger moderner, digitaler Objektive an der neuen digitalen Kamera. Das mag sinnvoll sein, wenn man einige hochwertige Objektive anderer Hersteller erst seit kurzer Zeit hat und das Angebot für die neue Kamera eben nicht die gewünschte Linse umfasst.

Ein ganz anderes Kaliber sind moderne manuelle Objektive. Einige von ihnen wurden speziell für Videoaufnahmen konzipiert. Sie haben einen nicht klickenden Blenden-Einstellring und der Fokussier-Ring ist bereits mit einem Zahnkranz für Follow-Focus versehen. Sie sind lichtstark, haben eine erstklassige optische Qualität und kosten im Vergleich zu den vollelektronisch gesteuerten Objektiven manchmal deutlich weniger – manchmal auch nicht. Ich verwende zum Beispiel das Walimex 1.5 35 mm.

Ein Fokussierring und Follow-Focus machen die lichtstarken Linsen gerade für Video-Aufnahmen sehr interessant.

Ein Fokussierring und Follow-Focus machen die lichtstarken Linsen gerade für Video-Aufnahmen sehr interessant.

Wann ist die Verwendung alter analoger Objektive sinnvoll?

Sinnvoll ist das immer dann, wenn die alte Linse etwas hat, was die neuen nicht haben. Idealerweise haben die älteren Objektive gutes Glas, keine Beschädigungen, Kratzer, Pilzflecken. Und wenn sie lichtstark sind zaubern sie ein Bokeh in meine Aufnahmen, das ich mit vielen anderen Linsen nicht hinbekomme.

Wer Videos macht und eine geringe Tiefenschärfe nutzen will, der freut sich über die langen Einstellwege beim Fokus. An einem modernen Objektiv steuern die Motoren den Fokussierring oft nur über eine Viertel Umdrehung. Manche alten analogen Objektive nutzen dagegen größere Verstellwege, da macht das Fokussieren wieder mehr Spass. Erst recht, wenn man eine recht preiswerte Follow-Focus-Lösung nutzen kann.

Alte Objektive sind preiswert, um nicht zu sagen billig. Das gilt nicht nur für die, die ich zuhause habe, sondern auch für viele, die ich mir gebraucht kaufen kann.

Auf was muss ich achten?

Zunächst sollte der Zustand gut, die Verstellungen leichtgängig sein. Als nächstes sollte man beachten, dass beispielsweise bei einer modernen digitalen Kamera mit APS-C Sensor sich die Brennweite um 1,5 oder 1,6 verlängert und bei Micro Four Thirds Kameras sogar um den Faktor 2.

Das bedeutet in der Praxis, dass vor allem lichtstarke weitwinklige analoge Objektive gut einsetzbar sind. Wer noch eine Porträt-Brennweite mit 85 mm 1,8 im Schrank hat, der ist nun bei einer Brennweite von etwa 130 mm oder gar 170 mm. Dafür wird der Einsatzbereich eher kleiner. Wer sich dagegen früher ein 1,7 35 mm Objektiv angeschafft hat, der hat nun für APS-C-Sensoren eine Standard-Brennweite, die den damaligen 50 mm am Kleinbild-Format entsprach. Und umgekehrt ist die alte lichtstarke 50-mm-Brennweite, die heute noch gerne als Standard empfohlen wird, für die meisten Kameras eher ein Tele, als wesentlich weniger universell nutzbar.

Die Nachteile

Mit dem Einsatz der alten analogen Objektive ist meistens eine Umstellung verbunden: Man muss tatsächlich wieder von Hand fokussieren. Wer eine moderne Kamera mit Fokussierhilfe besitzt, kann sich glücklich schätzen. Diese optische Markierung der scharf gestellten Kanten macht das Arbeiten viel flotter. Die Belichtung lässt sich oftmals auch weiter automatisch einstellen. Im Idealfall sucht die Kamera in einem Automatikprogramm die passende Verschlusszeit und den passenden ISO-Wert. Wenn man das so möchte.

Wenn ich volle Kontrolle über alle drei Faktoren haben will, muss ich alles von Hand einstellen und das Ergebnis im Sucher und mit Testaufnahmen kontrollieren. Meine Erfahrungen damit sind gut. Meine Canons (55oD mit Magic Lantern, EOS M und EOS M6) erlauben diese halbautomatischen Möglichkeiten. Gelegentlich muss man der Kamera noch über das Menü sagen, dass sie auch ohne automatische Blendensteuerung und Datenübertragung auslösen soll.

Mein Fazit

Die alten, guten Objektive für wenig Geld zu verkaufen habe ich noch nie übers Herz gebracht. Außerdem kann an diesen manuellen Linsen ja fast nicht kaputt gehen. Die Adapter erschließen für wenig Geld neue Möglichkeiten, die ich sonst vielleicht nur mit ziemlich teuren Objektiven hätte. Für Point-and-shoot-Fotografie sind die Oldies zu langsam und umständlich. Aber wer sich Zeit nimmt für seine Bilder oder gar mit Stativ unterwegs ist, dem machen die manuellen Linsen bestimmt viel Freude.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone: einfach und effektiv.

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone: einfach und effektiv.

Langzeitbelichtungen erfreuen sich unter Fotografen großer Beliebtheit. Kaum ein Instagram-Feed, der ohne Bilder von Wasserfällen mit Langzeitbelichtung auskommt oder von nächtlichen Straßen mit verwischten Scheinwerfer-Lichtern. Aber noch immer gibt es viele iPhone-Besitzer, die nicht alle Möglichkeiten ihrer Kameras ausgekundschaftet haben. Im Zweifelsfall greifen sie dann doch auf eine DSLR zurück. Hier gebe ich Dir drei Tipps, wie Du Langzeitbelichtungen mit dem iPhone gut hinbekommst.

Ausführlicher, mit mehr Bild-Beispielen und Eindrücken von den Aufnahme-Apps ist dieses Video. 

Das Smartphone bietet viele Möglichkeiten, ggf. auch den Schutz vor verwackelten Bildern. Für „richtige” Langzeitbelichtungen brauchts aber immer ein Stativ mit einer Smartphone-Halterung. Ich habe in einer Seitentasche meines Rucksacks oder einer Umhängetasche immer ein Mini-Stativ von Joby dabei, manchmal auch das etwas schwerere von Manfrotto (Pixi).  Auch die dazu entsprechende Halterung fürs iPhone braucht zusammen geklappt wenig Platz.

Langzeitbelichtungen mit der Kamera-App

Ja, das kann die vorinstallierte App auch. Allerdings musst Du hier einen kleinen Umweg gehen, weil Du nicht direkt eine lange Belichtungszeit wie 10 Sekunden einstellen kannst. Du aktivierst in  der Kamera-App das kreisrunde Symbol für eine Live-Photo. Auch dazu solltest Du die Kamera auf einem Stativ befestigen. Wenn Dir das (wie beim Joby) etwas zu wackelig erscheint, kannst Du das Live-Bild auch mit dem Selbstauslöser kombinieren. Oder Du verwendest einen billigen Bluetooth-Fernauslöser benutzen.

Die Umwandlung der kurzen Drei-Sekunden-Video-Clips (denn nichts anderes verbirgt sich hinter den Live-Photos) geschieht, wenn Du das Bild in den gespeicherten Bildern aufrufst. Du darfst nicht auf ‚Bearbeiten‘ klicken, sondern das Bild nach oben wischen. Dann erscheinen darunter drei Möglichkeiten der Weiter-Bearbeitung. Das Mittel der Wahl heißt „Langzeitbelichtung”. Damit entsteht der gewünschte Effekt und das Bild ist damit in dieser Form in der Foto-App gespeichert.

Nachteil dieser Methode: Richtig lange Belichtungen (lange Lichtstreifen auf einer nächtlichen Straße) und die damit verbundenen Effekte funktionieren damit nicht. Für fließendes Wasser wie an an einem Wasserfall reicht das aber durchaus.

Slow Shutter

Natürlich gibts für fast alles die passende App, auch für Langzeitbelichtungen. Slow Shutter Cam kostet derzeit 2,29 € und macht genau das, was sie soll. Darüberhinaus ist sie eine clevere kleine Foto-App, mit der man zum Beispiel Fokus- und Belichtungspunkt trennen kann, einen Selbstauslöser programmieren kann oder Intervalle bestimmen kann für die Auslösung.

Auch nach dem Verwendungszweck der Langzeitbelichtung fragt die App: Bewegungs-Unschärfe, Light-Trails oder Low Light mit (Rauschreduzierung). Merke Dir die Belichtungsdauer, denn eine Anzeige dafür gibt es beim Auslösen nicht. Du musst einfach abwarten, bis nach der Aufnahme unten das Menü zum Speichern oder Bearbeiten erscheint, dann ist die Aufnahme beendet.

Camera+

Und schließlich kann auch eine der Universal-Kamera-Apps, die ich hier schon vorgestellt habe, prima mit Langzeitbelichtungen umgehen. In Camera+ (Preis derzeit 3,49 €) erscheint unten im Aufnahme-Fenster eine Angabe von Belichtungszeit und ISO-Wert. Die Blende kannst Du übrigens niemals verändern beim iPhone, auch nicht mit einer App. Dort tippst Du drauf und kannst dann die Belichtungszeit fast beliebig verändern bis 30 Sekunden). Während der Aufnahme wird die Belichtungszeit sichtbar heruntergezählt.

Dieses Feature und die angenehmen anderen Dienste wie Trennung von Fokus- und Belichtungspunkt oder die Wasserwaage für horizontale / vertikale Ausrichtung machen diese App zur wohl komfortabelsten Lösung für Langzeit-Belichtungen.

Spannende Foto-Exkursionen mit Erfolgserlebnis

Mein Fazit: Die Lösung mit der installierten Kamera-App ist für erste Experimente ganz ok. Du musst auf jeden Fall mindestens ein Mini-Stativ dabei haben und eine Smartphone-Halterung, dann kannst Du das schon bei der nächsten Wanderung ausprobieren.

Richtig Spass macht das Unternehmen Langzeit-Belichtungen mit den beiden vorgestellten Apps (es gibt sicher noch mehr). Wenn Du dann noch ein nicht ganz so kleines Reise-Stativ dabei hast (bei mir ist es das Rollei C5i Carbon), dann kannst Du alles ziemlich perfekt einstellen. Die Ergebnisse sind verwacklungsfrei und die Bildqualität ist gut und reicht nicht nur für die Webseite und Deine Social Media Profile.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

Smartphone-Tasche: immer reisefertig

Smartphone-Tasche mit Platz und Fächern für den Kleinkram.

Smartphone-Tasche mit Platz und Fächern für den Kleinkram.

Eine Smartphone-Tasche ist ja eigentlich widersinnig: wieso ein extra Gepäckstück? Dafür hat man doch ein Smartphone, dass mein keine Fototaschen und Behältnisse mit sich herumschleift, oder? Die Antwort lautet (zumindest nach meiner Erfahrung): Ja, aber… Denn im Laufe der Zeit sammeln sich ein paar Utensilien an, die man nicht missen möchte. Und wieder andere, die man nur ab und zu dabei haben will. Also kann eine Smartphone-Tasche lohnend sein.

Die Methode, kurz vor der Abfahrt noch ein paar Utensilien in den Rucksack zu werfen, hat sich bei mir nicht bewährt. Seit einiger Zeit liegen die Sachen nicht nur an einem bestimmten Platz beisammen, sondern zum Teil auch schon in einer kleinen Tasche parat. Vielleicht hilft diese Methode dem einen oder anderen.

Smartphone-Tasche kompakt

Das Problem ist ja wie so oft nicht die eine fehlende Tasche fürs Handy. Sondern die passende Smartphone-Tasche, die auch das Zubehör aufnimmt. Als Fan von hochwertigen Taschen von Lowepro, Crumpler oder Dakine war das Ergebnis meiner früheren Recherche etwas überraschend. Ich bin bei einem Billig-Teil von Amazon Basic gelandet (um die 10 Euro). Das war 2015. Aber es gibt mittlerweile in dieser Machart ziemlich viele Variationen von Smartphone-Taschen auch von anderen Herstellern. Was sicher auch daran liegt, dass Powerbanks eine immer größere Rolle spielen und die ja auch irgendwo zusammen mit Kabeln verstaut werden sollen. Die meisten Taschen liegen in der Preisspanne zwischen 10 und 30 Euro.

Kostet wenig, bringt aber Ordnung in Zubehör von Ohrhörer bis zur Powerbank.

Kostet wenig, bringt aber Ordnung in Zubehör von Ohrhörer bis zur Powerbank.

Unabhängig von meiner Ausstattung gilt für die meisten, die mit dem iPhone fotografieren oder Videos machen, dass es oft eine Grund-Ausrüstung gibt. Dazu gehören neben der Powerbank und Kabeln und Ohrhörern oft auch kleine Vorsatzlinsen, Stativ-Halterungen und ein Mini-Stativ. Bei mir kommt für noch ein kleiner Bluetooth-Fernauslöser dazu sowie ein Lavalier-Mikrofon.

Das deckt bei mir mehr als 90 Prozent aller Situationen ab, in denen ich auch für ein paar Tage mit dem Smartphone unterwegs sein kann. Und anstatt jedes Mal im Rucksack herumzukramen komme ich in der kompakten und aufgeräumten Smartphone-Tasche schnell an das, was ich haben will.

Gut für drei bis vier Tage

Die meiste Zeit verzichte ich auf Netzteile oder auch auf das Ladegerät für die Powerbank. Das Smartphone ist meistens nicht da drin, sondern in meiner Hosentasche. Ich finde eine dezente Hülle ganz praktisch, die nicht auf den ersten Blick nach Wertsachen aussieht. Und inzwischen ist die Vielfalt bei dieser Art von Taschen so groß, dass man auch bei der Inneneinteilung für alle Eventualitäten vorsorgen kann.

Von den Produktfotos sollte man nicht leichtfertig auf die Größe schließen. Die genauen Maße sind recht hilfreich um festzustellen, ob die einzelnen Teile auch Platz finden.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

Mikrofone für Videos: besser externe Aufnahme

Mikrofone für Kameras: die externen sind meist die bessere Lösung

Mikrofone für Kameras: die externen sind meist die bessere Lösung

Mikrofone und das ganze Audio-Equipment sind nicht ganz so sexy, wie das Thema Kameras. Ständig werden neue Kamera-Modelle vorgestellt, von Bloggern beworben, den Youtubern der Mund wässrig gemacht. Aber Audio steht bei vielen Video-Filmern nicht ganz vorne auf der Liste. Dabei kann jeder aus leidvoller Erfahrung berichten, das schlechter Ton ein ansonsten gutes Video unbrauchbar machen kann.

Die Kameras und auch die Smartphones haben heute in der Regel recht gute eingebaute Mikrofone. Qualitativ ist nach meiner Erfahrung aber selbst ein richtig eingesetztes 10-Euro-Mikrofon diesen internen Lösungen überlegen. Welche Ausrüstung brauche ich wirklich, wieviel Aufwand ist nötig? Eine kurze Übersicht.

Mikrofone müssen nicht teuer sein

Natürlich bemerkt man den Unterschied zwischen sehr hochwertigen, teuren Mikrofonen und den billigen Lösungen. Aber dieser Unterschied ist bei weitem nicht so gravierend zwischen „keiner Lösung” (also der Verwendung des eingebauten Mikrofons) und einem preiswerten Mikrofon.

Sieht man mal von Umgebungsgeräuschen ab, liegt das gesprochene Wort an erster Stelle. Wer Leute vor der Kamera zu Wort kommen lässt oder selbst berichtet, der ist nach meiner Ansicht am besten mit einem preiswerten Lavalier-Mikrofon bedient. Wer einen Audio-Eingang an der Kamera hat und sich ein externes Aufnahmegerät sparen möchte, der kauft sich ein preiswertes Lavalier-Mikrofon mit längerem Kabel.

Lavaliermikrofone sind am dichtesten an der Schallquelle und liefern deswegen gute Ergebnisse.

Lavaliermikrofone sind am dichtesten an der Schallquelle und liefern deswegen gute Ergebnisse.

Lavaliermikrofone

Ich verwende das Audio-Technica ATR3350 entweder direkt an der Kamera, oder einem externen Recorder. Für Kameras aber auch speziell für Smartphones gedacht ist das BOYA BY-M1. Beide haben ein langes Kabel, so dass man vom Sprecher direkt zu Kamera / Smartphone verbinden kann. Vorteil dieser Lösung ist, dass der Ton zum Video schon synchronisiert ist. Nachteil ist, dass man keine Kontrolle über die Audioqualität hat, weil die meisten Kameras keinen Kopfhörer-Anschluss haben.

Die ganz billigen Lavalier-Mikrofone in der 10-Euro-Klasse haben meist ein kurzes Kabel, was den Einsatzbereich deutlich einschränkt. Sie sind aber noch immer besser als die internen Mikrofone.

Audiorecorder sind universell nutzbar und deswegen eine gute Investition.

Audiorecorder sind universell nutzbar und deswegen eine gute Investition.

Audio-Recorder

Sicherer, aber etwas umständlicher ist die Lösung, einen externen Recorder einzusetzen und den Ton später bei der Nachbearbeitung zu synchronisieren (was man automatisch und ziemlich exakt machen kann). Zwei gute Recorder in der 100-Euro-Klasse sind der sehr verbreitete Zoom H1 N oder das etwas preiswertere Vorgängermodell Zoom H1.Beide kann man übrigens auch wegen der geringeren Größe direkt auf die Kamera montieren, wenn man keine direkten Sprachaufnahmen macht. Aber dann ist man mit dem Mikrofon eben nicht so dicht an der Schallquelle.

Ebenfalls in dieser Preisklasse bewegt sich der Tascam DR 05. Er ist nicht ganz so kompakt, dafür aber etwas massiver und nach meinem Geschmack gut bedienbar.

Noch ein Wort zu Diktiergeräten: In der Regel haben diese Geräte eine automatische Aussteuerung und sind deswegen nicht geeignet für Audio-Aufnahmen zu Videos.

Auch Smartphone-Videos kommen durch ein externes Mikrofon zu besserer Tonqualität.

Auch Smartphone-Videos kommen durch ein externes Mikrofon zu besserer Tonqualität.

Video-Mikrofone

Die bessere Alternative zum Montieren eines Aufnahmegerätes auf der Kamera ist es, gleich ein Video-Mikrofon auf der Kamera zu benutzen. Auch hier gilt, es gibt keine direkte Kontrolle. Dafür ist diese Lösung sehr kompakt. Rode bietet eine breite Auswahl von Video-Mikrofonen und es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte dazu.

Ich benutze das Rode Videomicro (um die 50 Euro), das bereits mit einem Windschutz kommt. Wer nach vergleichbaren Lösungen sucht, der wird bereits bei 20 bis 30 Euro fündig, allerdings meistens ohne Windschutz. Nachteil dieser Rode-Lösung: Für die Verwendung am Smartphone braucht man ein spezielles (austauschbares) Kabel.

Und damit zum letzten, aber nicht unwichtigsten Thema. Wer Aufnahmen im Freien macht, der wird um einen Windschutz (Deadcat) nicht umhin kommen. Nichts ist ärgerlicher, als zuhause festzustellen, dass die Windgeräusche den Ton fast unbrauchbar machen. Und dass sich dieses Rauschen im Nachhinein nicht entfernen lässt.

Diese witzig aussehenden Fellbündel mit dem bezeichnenden Namen haben aber durchaus ihren Preis. Selbst die kleinsten und billigsten kosten schnell mal 10 Euro, für die größeren zahlt man auch mal 30 Euro. Ganz verzichten würde ich darauf auf keinen Fall. Es gibt übrigens sogar Lösungen für die eingebauten Mikrofone in den Kameras. Aber angesichts der Tatsache, dass diese Tonquelle sowieso schon nicht besonders gut ist, würde ich dafür auch nicht weiter investieren.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!