Timelapse-Tipps für schnelle Zeitraffer-Aufnahmen

Drei schnelle Timelapse-Tipps

Drei schnelle Timelapse-Tipps

Hier meine drei Timelapse-Tipps um ein bißchen Zeit zu sparen. Denn die Zeitraffer-Aufnahmen braucht jeder, der Videos macht – irgendwann mal. Und wahrscheinlich braucht sie auch fast jeder, der irgendeinen Social Media Account hat. Denn sie sind umkompliziert zu machen, sie lockern jeden Inhalt und jeden Account auf und sie fesseln alle Besucher – denn losreißen kann man sich davon kaum. Dazu trägt auch bei, dass man um die Kürze dieser Filmschnipsel weiß.

Das wars denn auch schon mit den Vorteilen, denken sich jetzt manche kritischen Geister, die bislang von den Zeitraffer-Videos lieber die Finger gelassen haben. Denn tatsächlich haben die attraktiven Video-Schnipsel auch ihre Schattenseiten. Da ist zunächst der Zeitaufwand. Für zehn Sekunden Timelapse sitzt man in der Regel rund 21 Minuten neben seinem Stativ. Das kann entspannend sein – aber auf die Dauer auch ganz schön langweilig. Außerdem kann man nicht einfach auf den Knopf drücken: Jedes Timelapse braucht zumindest eine minimale Berechnung, damit ich weiß, wie lange ich Fotoreihen oder Videoaufnahmen machen muss, damit ich nachher – wieviele? – Sekunden fertiges Material erhalte. Und dann sind da noch die Tücken der Technik: Eine Timelapse-Aufnahmen kann flickern, der Weißabgleich ändert sich und / oder die Belichtung. Und dann kommen keine harmonischen 10 Sekunden Videomaterial dabei heraus.

Deswegen hier meine drei Timelapse-Tipps für die einfachsten und komfortabelsten Timelapse-Aufnahmen. Aber vorher noch eine kurzer Tipp, wie man die Aufnahmedauer abschätzen kann: In der Regel geben 25 Frames pro Sekunde eine Sekunde Video.  Für mich als praktisch erwiesen haben sich sechs Sekunden Timelapse. Das sind 150 Bilder insgesamt, und bei einem Aufnahme-Abstand von 1 Sekunde dauert die Aufnahme dann 150 Sekunden = 2,5 Minuten. Ein Sekunde Abstand ist zum Beispiel ganz gut für Autoverkehr. Langsamere Bewegungen wie Wolken brauchen eher 5 Sekunden Abstand, also 5 mal soviel Zeit, also 12,5 Minuten. An diesem Raster kann man sich schnell entlang hangeln, wenn man nicht jedes Mal mit dem Smartphone die Zeiten berechnen will.

Das Raster kann man sich auch für 10-sekündige Videoschnipsel berechnen und merken. Wichtig ist nur, dass Du nicht trippelnd neben Deinem Stativ stehen musst, sondern Deine 12 oder 20 oder 50 Minuten irgendwie anders nutzen kannst.

Timelapse-Tipp: Dein Video einfach beschleunigen

Experten raufen sich dabei die Haare, aber ja, es geht in jedem einfachen und kostenlosen Schnitt-Programm wie zum Beispiels iMovie. Du nimmst einfach ein paar Minuten ”normales” Video auf und beschleunigst nachher in der Software die Wiedergabe. Das geht in einfachen Schritten, zum Beispiel 2x, 4x, 10x. Manchmal auch mit eleganten Übergängen oder einem einem Wechsel von Zeitraffer zu Zeitlupe. Bei dieser Methode kannst Du auch ganz einfach berechnen, um wieviel Deine Aufnahmezeit sich im Vergleich zur Wiedergabezeit verlängert.

Fürs große Abendkino eignet sich die Methode nicht, aber sie hat durchaus auch qualitative Vorteile. So kannst Du ganz normale 4k-Videos machen und erhältst nacher 4k-Zeitrafferaufnahmen. Und die beinhalten sogar die Möglichkeit, dass Du ins Bild hineinzoomst, wenn Du Dein 4K-Material später mit normaler HD-Auflösung (1920 x 1080) wiedergibst. Das bedeutet Vergrößerungen von bis zu 200 Prozent ohne Qualitätsverlust. Und vor allem auch eine dynamische Komponente durch die vermeintliche Kamerabewegung. Denn durchs Zoomen kommt eine Bewegung ins Bild, die Du sonst nur durch viel Technik erreichst.

Nutze eine Actionkamera

GoPro und Konsorten können Timelapse ziemlich gut. Gerade auch die älteren Modelle, die noch kein fertiges Timelapse-Material erzeugen, sondern nur eine große Menge an Bildern. Die kostenlose Schnittsoftware zur GoPro erlaubt eine ziemlich gute Bearbeitung. Du kannst auch hier die Bilder bearbeiten, den Ausschnitt festlegen und verändern. Und dadurch erhältst Du ebenfalls die Möglichkeit zum Ein- oder Auszoomen und den genannten dynamischen Effekt. Das klappt auch hier qualitativ ohne Einbußen, weil die Einzelbilder wesentlich größer sind, als die 4K-Auflösung (3840×2160 Pixel).

Du sparst auch mit diesem Timelapse-Tipp Zeit, denn die weitwinklige GoPro-Aufnahme ist eher ein Goodie, eine Dreingabe. Die entsteht sozusagen nebenher, während Du mit einer anderen Kamera oder Deinem Smartphone Fotos oder Timelapse-Aufnahmen machst.

Kombiniere Deine Kameras

Die Zeit für die Zeitraffer kann ziemlich lang werden. Erst recht, wenn es nicht bei einer Aufnahme bleibt. Und wenn Du eine moderne Kamera hast, die diese Funktion eingebaut hat, dann sparst Du zwar etwas Zeit bei den Einstellungen, musst aber dennoch viel Zeit „Absitzen”. Deswegen lautet mein Rat: Aktiviere Deine alten Kameras!

Meine Hauptkameras zum Beispiel, die Lumix LX100 und die Canon EOS M6 können Timelapse-Aufnahmen nicht nur steuern, sondern auch kameraintern bearbeiten und fertigstellen. Mit einer preiswerten Fernsteuerung kannst Du aber auch Deine alte DSLR – ohne integrierte Zeitraffer-Funktion – für Timelapse nutzen. Danach musst Du Deine Bilder eben selbst in ein Timelapse-Video verwandeln, aber dafür findest Du viele Anleitungen, zum Beispiel für Lightroom. Und diese Bearbeitung geht in der Regel schneller, als die oben im Beispiel erwähnten 20 Minuten für eine weitere Zeitraffer-Aufnahme von 10 Sekunden Länge.

Mit einem zweiten Stativ, einem Gorilla-Pod oder einem Mini-Stativ kannst Du vor allem auch Dein Smartphone oder Deine Actionkamera zusätzlich einsetzen. Damit bist Du schon bei vier verschiedenen Aufnahme, die Du am besten mit vier verschiedenen Blickwinkeln machst. Spätestens wenn Du bei Aufnahmezeiten von 20 Minuten pro Clip angelangt bist, lohnt sich jeder weitere Kamera, die Du nutzen kannst. Auch zwei Smartphones bringen einen bedeutenden Zeitvorteil. Und im Zweifelsfall kannst Du auch „unechte” Zeitraffer, wie die oben beschriebenen beschleunigten Videos nutzen, wenn Du noch eine weitere Videokamera hast.

Mein Fazit

Wenn Du erst richtig auf den Geschmack gekommen bist, wirst Du bald viel Zeit in Zeitraffer-Aufnahmen investieren. Für den schnellen Erfolg, für das Sammeln von Erfahrungen und für B-Roll-Material für Dein nächstes Videos solltest Du diese Timelapse-Tipps ausprobieren, damit Du schnelle und gute Ergebnisse erzielst.

 

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Instagram Foto-Stories – drei Tipps

Instagram Foto-Stories

Instagram Foto-Stories

Instagram Foto-Stories waren ja einige Zeit lang offensichtlich nicht so attraktiv für einige Instagramer wie  Instagram Video-Stories auf dieser Plattform. Mit dem neuen Instagram-Ableger IGTV hat sich das für den einen oder anderen Videofilmer etwas verändert und er weicht dorthin aus. Zumindest mein Eindruck ist, dass die Instagram Foto-Stories immer besser und beeindruckender werden. Wie Du als Fotograf in den Stories Deine Bilder am besten zur Geltung bringst, das beschreibe ich Dir hier mit ein paar grundsätzlichen Tipps (die natürlich zuallererst meine persönliche Meinung wiedergeben).

Vorbereitung

Als Vorarbeit für die Instagram Foto-Stories würde ich zuerst einmal eine Anzahl von Bildern auswählen, die für die Story verwendet werden sollen. Dabei ist zumindest für mich egal, ob die Bilder mit dem Smartphone aufgenommen worden sind und auch dort archiviert sind. Ich verwende auch Bilder meiner Kameras (Canon und Lumix), die auf meinem iMac liegen. Ich würde nicht mehr als 6 bis 8 nehmen. Wenn Du Deine Bilder bearbeitest, dann kannst sie im Format 1080 x 1920 Pixel abspeichern und ggf. vom Desktop-Rechner aufs Handy schicken. Am Iphone geschieht das am einfachsten mit AirDrop. Und weil Du sie gerade neu erstellt hast, erscheinen Sie unter den Aufnahmen der letzten 24 Stunden.

Und ich würde gleich noch ein Highlight-Cover gestalte, das beschreibe ich unten.

Instagram Foto-Stories – pur

Wenn Du viel Herzblut in Deine Bilder investierst, dann geht es Dir wahrscheinlich auch so: All die Buttons und GIFs und Schriften mögen ja gut und schön sein und auch Aufmerksamkeit wecken. Wer seine Fotos liebt, der klebt aber in der Regel keine Sticker drüber. Deswegen ist mein erster Tipp für die Instagram Foto-Stories, von fast allen Beschriftungen mit Buttons abzusehen. Auch anderen Text solltest Du sparsam und sehr gezielt einsetzen.

Font-Auswahl: Stil bewahren

Wenn Du auf Deiner Webseite bewusst Schriften gewählt hast, die gut zu Deinem Stil passen, dann sind das auch diejenigen, die Du am ehesten in Deinen Stories verwenden solltest. Die meisten Fotografen bevorzugen zu ihren Fotos sehr klare, minimalistische Schriften und / oder aktuell sogenannte Brush-Fonts, die einer Handschrift nachempfunden sind. Wenn Du Dich hier festlegst, dann solltest Du das für einige Zeit und etliche Storys durchhalten. Damit auch die Highlights einheitlich aussehen.

Schrift-Ausnahme 1: Geo-Tag

Ja, man kann auch Geotags und Hashtags in Fotos verwenden, ohne dass es optisch zur Katastrophe wird. Den Geo-Tag kannst Du nur einmal vergeben. Und es empfiehlt sich hier einen Begriff zu wählen, der eine Region eher eingrenzt. Also eher die Stadt als das Land, oder eher den Stadtteil als die Stadt etc.

Jetzt hast Du aber doch diesen hässlichen Button im Bild. Muss nicht sein. Wenn Du auf fertig geklickt hast, kannst Du mit zwei Fingern den Button so weit verkleinern, dass er nicht einmal mehr als Punkt im Bild sichtbar ist.

Schrift-Ausnahme 2: Hashtags

Genauso geht es im Prinzip mit dem Hashtag. Auch hier hast Du nur einen Button – aber vielleicht möchtest Du mehrere Hashtags nutzen. Dann nutzt Du am besten nicht den Hashtag-Button, sondern das Symbol Aa für Schrifteingabe. Dort gibst Du Deine Hashtags nach dem Muster #hashtag1 – Leerstelle – #hashtag2 – … ein. Das braucht ziemlich viel Platz auf Deinem Bild. Aber auch hier verkleinerst Du das Ganze, bis es im Bild nicht mehr erkennbar ist.

Highlight-Cover

Deine Story ist gut geworden und jetzt möchtest Du sie archivieren und unter Deinen Highlights veröffentlichen. Aber zu Deinen schönen Bildern sollte ein ebenso schönes Highlight-Cover kommen. Im Netz finden sich etliche Anleitungen für solche Cover mit fertigen Icons und Grafiken.

Aber weil Du als Fotograf in Bildbearbeitung geübt bist, kannst Du das ganz schnell selbst machen. Du legst ein neues Bild mit 1080 x 1920 Pixeln bei 72 dpi, Hintergrund. Den Hintergrund kannst Du mit einer Farbe Deiner Wahl füllen. Entweder Du verwendest von jetzt an immer die gleiche Farbe, oder Du legst gleich eine Reihe von Farben fest, die gut zusammen passen (Stichwort: Colorscheme; da gibt es etliche Online-Dienste und Apps, die Dir was passendes Vorschlagen).

Du legst zwei Hilfslinien an, die jeweils mit der Mitte der Breite und der Höhe Deines Bildes legen (also bei 960 Pixel Höhe und bei 540 Pixel Breite). Wo die sich schneiden, platzierst Du ein Logo oder Icon. Wenn Du gerade einen schönen Brush-Font für Deine Stories ausgewählt hast, kannst Du hier in die Mitte auch den Titel schreiben. Die genau Größe ist weniger wichtig, denn nachher kannst Du das zentrale Motiv beliebig verkleinern.

Story-Routine

Der Rest ist Routine und ab hier kannst Du den Verlauf wahrscheinlich. Du beginnst eine neue Story, lädst das erste Bild hoch und versiehst es wie oben beschrieben mit Deinen Tags. Das Cover-Bild mit Schrift oder Logo wählst Du ebenfalls hoch. Dann fügst Du eine neues Highlight dazu. Als Titelbild wählst Du Dein Cover-Bild und kannst jetzt die Größe von Schrift oder Logo anpassen.

Für mich ist die Sache rund, wenn die Fotos gut zusammen passen und ein Thema umschreiben, die Schriften dezent bleiben und zum gesamten Erscheinungsbild (Instagram und Blog) passen.

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Zweitkamera: eine Actionkamera

Zweitkamera: Eine sollte immer dabei sein, die GoPro (auch ein älteres Modell) bietet sich da an.

Zweitkamera: Eine sollte immer dabei sein, die GoPro (auch ein älteres Modell) bietet sich da an.

Jeder braucht eine Zweitkamera. Also zumindest jeder, der mit großer Sicherheit brauchbare und abwechslungsreiche Fotos nach Hause bringen will. In früheren Zeiten habe ich in meiner DSLR-Ausrüstung stets ein zweites Gehäuse der gleichen Marke mitgeschleppt. Falls die Hauptkamera mal ausfällt, so die gängige Begründung. Das ist das Sicherheits-Argument.

Tatsächlich machte sich das Zweit-Gehäuse aber viel öfters nützlich, als nur in Notfällen (die es nur sehr sehr selten gab). Da war es zum Beispiel hilfreich, eine Zweitkamera dabei zu haben, die eine andere Brennweite verwendet. Oder eine, die man irgendwo abstellt und die dann automatisch Videos oder Zeitraffer-Aufnahmen machen lässt. Oder eine, die man mal mit Saugnapf auf die Motorhaube montiert, ohne dass man gleich den finanziellen Ruin riskiert.

Heute bin ich mit Minimal-Ausrüstung unterwegs. Aber eine Zweitkamera dabei zu haben – auch eine mit geringerer Auflösung – erweist sich immer noch als praktisch. Meistens übernimmt diese Rolle es das Smartphone, das ebenfalls brauchbare Bilder und Videos liefert. Aber manchmal finde ich  es auch verlockend, meine alte GoPro Hero 3 einzustecken, mit etwas Zubehör wie diversen Befestigungsteilen und der Fernbedienung.

Hier meine wichtigsten Gründe, warum die GoPro – oder auch eine andere Action-Kamera – als Zweitkamera hilfreich ist. Und das gilt vor allem für ältere Modelle, die man preiswert erstehen kann und mit denen man auch etwas risikofreudiger arbeiten kann.

Eine App hilft bei der Bedienung, wenn kein Display vorhanden ist.

Eine App hilft bei der Bedienung, wenn kein Display vorhanden ist.

Robuste Zweitkamera

Wann hat man das schon mal als Fotograf, dass einem eine Kamera auch mal runterfallen kann? Oder dass man sie einfach in einen vollen Rucksack stopft? Die GoPro übersteht das – auch wegen dem Schutzgehäuse – meistens gut. Spritzwasser ist ja sowieso kein Thema. Aber selbst Sand, den ich wirklich bei meinen Kameras fürchte, ist kein Problem. Einfach die Kamera im Gehäuse danach unters Wasser halten – fertig.

Im Normalfall fällt einem Fotografen ja wirklich sehr selten einmal eine Kamera aus der Hand. Aber mit einer robusten Actionkamera traut man sich schon auch mal, während des Radelns zu filmen oder Fotos zu machen.  Oder irgendwo am Berg noch ein paar Schüsse aus der Hüfte zu machen. Oder die Kamera aus dem fahrenden Auto oder Zug zu halten. Da kann die Zweitkamera manchmal mehr, als die (teurere) Hauptkamera.

Als Zweitkamera erlaubt eine Actionkamera wie die GoPro auch ungewöhnliche Blickwinkel.

Als Zweitkamera erlaubt eine Actionkamera wie die GoPro auch ungewöhnliche Blickwinkel.

Der besondere Bildwinkel

Wer eine Zweitkamera vor allem wegen des anderen Blickwinkels braucht, der wird mit einer GoPro zufrieden sein. Den Fischaugen-Effekt erreicht man mit kaum einem Objektiv an seiner Kamera. Aber wem das zuviel Weitwinkel ist, der kann das schon bei der Aufnahme durch die Einstellmöglichkeiten deutlich reduzieren. Auch in der Nachbearbeitung geht das einfach, sogar ohne zusätzliche Software. Die hauseigene GoPro-Bildbearbeitung macht das per Mausklick.

Dafür erhält man Weitwinkelaufnahmen, die in den allermeisten Fällen gut belichtet sind. Von den Schwächen bei wenig Licht mal abgesehen produzieren die kleinen Foto-Würfel erstaunlich gute Ergebnisse, die auch großzügigen Beschnitt erlauben. Und die Linsen bringen erstaunliche Blickwinkel zustande. Das Weitwinkel kann kurz über dem Boden eingesetzt, oder im Auto, im Zelt. Und mit einem Seflie-Stick auch in luftiger Höhe.

Auf dem Wasser sind die kleinen Kameras besonders praktisch.

Auf dem Wasser sind die kleinen Kameras besonders praktisch.

Wasserfestigkeit

Klar, die Wasserfestigkeit ist das Argument für Actionkameras schlechthin. Aber wie hilfreich ist das wirklich, wenn man nicht in glasklarem Wasser schnorcheln geht? In welchen Situationen lässt sich das noch einsetzen? Die Bandbreite ist erstaunlich groß. Sie reicht von Schnee, Regenfällen und Gewitter über Bäche, Flüsse und Seen bis hin zu diversen Flüssigkeiten, die man nur des Effekts wegen einsetzt. Ob das nun ein Bierglas ist, das man füllt oder eine Badewanne, ob man sie in der Autowaschstraße oder in einer Spülmaschine – für verblüffende Effekte sind die Kameras immer gut.

Die Autobefestigung macht die Actionkameras zu idealen Reisebegleitern.

Die Autobefestigung macht die Actionkameras zu idealen Reisebegleitern.

Sie ist autotauglich

Actionkameras wie die GoPro sind wohl auch fast die einzigen Kameras, die man sich traut, außen an einem Auto befestigen. Erst recht, wenn man ein älteres Modell preiswert gebraucht erstanden hat, wächst die Risikobereitschaft. Zum umfangreichen Zubehör für die Actionkameras gehören kleine Saugnapf-Halterungen, die erstaunlich zuverlässig sind – die aber auch wenig Gewicht halten müssen.

Für den Preis einer modernen GoPro bekommt man leicht mehrere ältere Modelle wie die 3er oder 4er-Versionen. Die Zubehörteile gibt es ebenfalls günstig in großen, variantenreichen Zusammenstellungen. Also spricht auch nichts dagegen, mehrere Kameras außen und / oder innen zu befestigen. Durch das Zusammenschneiden der unterschiedlichen Kameraperspektiven erhält man professionell aussehendes Foto- und Videomaterial.

Auch Video - sogar mit gutem Ton - ist kein Problem.

Auch Video – sogar mit gutem Ton – ist kein Problem.

Die Zeitraffer- und Videoqualität

Die GoPro als Zweitkamera ist auch eine praktikable Videokamera. Selbst wenn das Modell noch keine 4K-Qualität aufweist, so haben doch schon ältere Modell deutlich größere Auflösung als HD. Und wenn man die Mini-Kameras für Zeitrafferaufnahmen nutzt, kann man einen noch größeren Bereich zum Einzoomen verwenden. Möglich machts nicht etwa teure Bildbearbeitungs- und Schnitt-Software, sondern die hauseigene, kostenlose Software.

 

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Außenaufnahmen: Produktfotos draußen

Außenaufnahmen: Produktfotografie draußen macht oft nicht nur mehr Spass, sondern bietet auch viel mehr Möglichkeiten.

Außenaufnahmen: Produktfotografie draußen macht oft nicht nur mehr Spass, sondern bietet auch viel mehr Möglichkeiten.

Gute Produktfotos braucht heute fast jeder irgendwann – für die Webseite, einen Shop, ein Angebot bei Ebay oder für die Sozialen Medien. Deswegen hatte ich hier schon mal beschrieben, wie Du ohne großen Aufwand zuhause zu guten Bildern kommst.

Hier gehts zum Video:

In meinen Augen wird die Sache deutlich spaßiger und vielfältiger, wenn Du mit Deinem Produkt und einer kleinen Foto-Ausrüstung nach draußen gehst. Hier bei den Außenaufnahmen kannst Du natürliches Licht nutzen – in allen Variationen. Du kannst verschiedene Hintergrund nutzen. Und Du kannst alleine schon durch die Wahl der Umgebung wählen, ob Du Dein Produkt in einer ähnlichen Umgebung fotografierst. Also zum Beispiel technische Dinge umgeben von anderen Technik-Dingen. Glattes, schnörkelloses Design zusammen mit alten rostigen Gegenständen, was einen netten Kontrast bilden kann.

Und Du kannst bei Außenaufnahmen mit Abständen spielen. Das klingt zunächst nicht besonders prickelnd, hat aber viel Einfluss auf die Bildwirkung. Und für größere Abstände brauchst Du eventuell mehr Platz, als Du zuhause zur Verfügung hast.

Angepasste Umgebung

Was Du zuhause vielleicht nur mit Mühe und vielen Requisiten hin bekommst, das gelingt bei Außenaufnahmen oftmals leichter. Du kannst also Reise-Utensilien zum Beispiel an Bahnhöfen oder Flughäfen aufnehmen. Ein Autozubehör vor schicken Autos. Oder Sportgeräte (Skier, MTBs, etc.) vor einem eher sportlichem Hintergrund.

Aber selbst Allerwelts-Artikel profitieren bei Außenaufnahmen von einer schönen Location. Also Dinge, die in jeder Umgebung gut und passend wirken, wie eine Kamera, sehen im Einsatz attraktiver aus, als auf einem Wohnzimmer-Tisch. Ich finde, dass die richtige Umgebung auch mehr Lust und Interesse weckt. Wenn ich sehe, was ich mit dem Produkt machen kann, ist das ein zusätzlicher Anreiz.

Produktfotos: Außenaufnahmen mit dem Standard-Objektiv

Meine Vorgabe war auch hier (wie drinnen) eine Standard-Ausrüstung. Das ist eine Kamera ohne High-end-Features, also gerne eine einfache Systemkamera, Kompaktkamera oder auch eine DSLR. Und dazu ein Kit-Objektiv. In der Regel sind das Standard-Objektive mit einem geringen Zoom-Bereich. Umgerechnet auf das Kleinbildformat sind das Brennweiten von zB 35 bis 70 Milimetern.

Der Vorteil ist- und deswegen werden diese Objektive so gerne im Paket mit dem Kameragehäuse verkauft: Mn hat Variationsmöglichkeiten mit dem Bildausschnitt. Und wenn man mit Standard-Programmen fotografiert ist in der Regel einfach alles scharf. Das ist für viele Standard-Situationen hilfreich. Zum Beispiel im Urlaub, bei Familienfotos, bei Ausflügen.

Produkt-Darstellungen profitieren aber oft davon, wenn man sie sprichwörtlich in den Fokus stellt. Das bedeutet, dass die Umgebung unscharf abgebildet ist und der Blick auf das Produkt gelenkt wird. Dabei helfen Dir im Wesentlichen drei Dinge.

Offene Blende

Je weiter die Blende geöffnet ist, desto geringer ist die Schärfentiefe. Das hat manchmal auch Nachteile. Wenn Du ein Porträtfoto machst und die Nasenspitze ist scharf, die Augen aber schon nicht mehr, dann ist das nicht hilfreich. So dramatisch ist der Effekt aber nur bei sehr großen Blendenöffnungen wie etwa 1,4 oder 1,7. Bei Deinem Zoom-Objektiv liegt die größte Blendenöffnung wahrscheinlich irgendwo zwischen 3,5 und 5,6. Das reicht nur sehr bedingt zum Freistellen.

Weitwinkel-Einstellung

Weitwinkel-Einstellung

Zoom-Einstellung

Zoom-Einstellung

Zoom-Einstellung

Ein anderer Aspekt lässt die Tiefenschärfe ebenfalls schrumpfen. Je länger die Brennweite ist, dsto geringer wird dieser Schärfebereich. Aber auch hier ist Dein Zoomobjektiv mit etwa 70 Milimetern eher am unteren Rand der Möglichkeiten. Eine gute Brennweite für Porträts sind zum Beispiel 85 Milimeter, am besten noch in Verbindung mit einer großen Blendenöffnung. Bei 135 oder gar 200 Milimetern reciht dagegen auch eine kleine Blendenöffnung schon für diesen Schärfe-Unschräfe-Effekt.

Aber es gibt noch eine dritte Einstellung, die diese beiden Effekte von Blendenöffnung und Zoom verstärkt.

Standard-Zoom-Manko: Fast alles ist scharf.

Standard-Zoom-Manko: Fast alles ist scharf.

Abstände sind wichtig.

Abstände sind wichtig.

Die Abstände

Kurz gesagt reagiert Dein Objektiv sehr viel feinfühliger auf Fokus (also Entfernungseinstellung), wenn Du näher an Deinem Objekt dran bist. Bei alten, manuellen Objektiven hat man das schon sehr gut an den Einstellringen gesehen. Da entspricht zum Beispiel ein Verstellweg von drei Milimetern im Nahbereich einem Unterschied von 30 zu 35 Zentimetern. Und im Fernbereich deckt das vielleicht einen Bereich von drei Metern bis unendlich ab.

Das machst Du Dir zu nutze, in dem Du den Abstand zu Deinem Produkt möglichst gering hältst. Liegt Deine Naheinstellgrenze bei 30 Zentimetern, dann sollte ziemlich genau dort Dein Produkt platziert sein. Der erkennbare Hintergrund in Deinem Foto (zum Beispiel eine Wand) sollte jetzt möglichst nicht bei 40 oder 50 Zentimetern beginnen, sondern eher zwei Meter entfernt sein.

Auf manuellen Objektiven sieht man genau den Spielraum bei Fokus und Blendenöffnung.

Auf manuellen Objektiven sieht man genau den Spielraum bei Fokus und Blendenöffnung.

Und das ist auch schon der Grund, warum Du im Freien sehr viel mehr Spielraum für detailscharfe Aufnahmen hast, als zuhause. Wenn Du jetzt noch die Tele-Einstellung Deines Zoomobjektives benutzt, dann liegt eine gute Naheinstellung vielleicht bei etwa einem Meter. Und der Hintergrund kann gerne drei oder vier Meter weit weg sein.

Und Zack, da ist er: Der Freistellungs-Effekt mit einem Standard-Objektiv ohne alle zu große Lichtstärke. Das einzige, was Du jetzt noch gut brauchen kannst ist eventuell ein Stativ, für wiederholbare Einstellungen. Und wenn die Umgebung sehr hell ist, kann ein Graufilter hilfreich sein. Aber wenn Du die Blende ganz aufmachst und die Verschlussgeschwindigkeit dafür kürzer wird, dann fotografierst Du eben mit einem Tausendstel. Auch Kompaktkameras kommen heute auch auf sehr viel kürzere Verschlusszeiten.

 

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Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtungen

Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtungen malen Leuchtspuren ins Bild.

Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtungen malen Leuchtspuren ins Bild.

Über Langzeitbelichtungen und Nachtaufnahmen hatte ich hier schon mal geschrieben und gezeigt, wie einfach das mit dem iPhone geht. Und dass die Ergebnisse überraschend gut sind. Die Einschränkungen, so hatte ich damals geschrieben, liegen einzig und allein in dem kleinen Sensor. Der hat beim Smartphone nun einmal bei schlechtem Licht ein gewisses Bildrauschen. Und zwangsläufig aufgrund der Größe des Sensors eine geringere Auflösung.

Aber wer von seiner ersten Foto-Pirsch für Nachtaufnahmen mit guten Ergebnissen nach Hause gekommen ist, der will vielleicht nun doch auch die großen Abzüge haben von seinen guten Bildern. Und schielt deswegen auf Kameras mit größeren Sensoren wie MicroFour Thirds, APS-C oder gar Vollformat.

Das Vorgehen ist auch hier nicht besonders knifflig. Um aber nicht gleich die ersten Stunden in dunkler Nacht komplett zu verschwenden, hier ein paar Tipps.

Was sind Nachtaufnahmen?

Nachtaufnahmen sind zumindest nach meiner Definition alle Aufnahmen, die ich nicht mehr verwacklungsfrei aus der Hand machen kann. Und dabei ist diese Grenze in den vergangenen jahren beständig ausgeweitet worden. Die Sensoren haben einen größeren Dynamikumfang, die Objektive und Kameras habe (manchmal beide) eine Bildstabilisation, die ein paar Blendenstufen ausmachen kann.

Andererseits wird es richtig spannend ja nicht an der Grenze von Freihand- zu Stativ-Aufnahmen (die vielleicht bei maximal einer Sekunde liegen kann). Eindrucksvollere Ergebnisse gibt es in einer Spannweite von etwa 5 bis 30 Sekunden. Das ist der Bereich (ab 5 Sekunden), wo Bewegungen im Bild richtig gut sichtbar werden. Andererseits liegt die maximale automatische Belichtungszeit bei vielen Kameras bei 30 Sekunden. Wer länger belichten will, der muss auf Fernsteuerungen zurückgreifen oder mit der Stoppuhr in der Hand in der Einstellung ‚Bulb‘ herunterzählen.

Mittlere Blendenwerte

Manchmal ist es einfach nicht dunkel genug, um vor allem in Städten auf lange Belichtungszeiten von 30 Sekunden oder mehr zu kommen. Und die brauchst Du zum Beispiel für Nachtaufnahmen mit schönen Leuchtspuren. Mit zwei Sekunden gibts nicht viele Spuren. Einfach zu lösen, sollte man meinen: Du blendest einfach ab. Aber bei sehr hohen Blendenwerten werden Deine Bilder nicht schärfer, sondern unschärfer. Abblenden für mehr Schärfe funktioniert, wenn Du von offener Blende wie 1,7 um zwei Stufen abblendest. Bei ganz hohen Werten dagegen sorgt die Lichtbeugung für unscharfe Kanten (Beugungsunschärfe). Also doch besser Graufilter nehmen.

Bildrauschen

Es ist wie früher bei den hochempfindlichen Filmen: Je höher die Empfindlichkeit des Films war, desto mehr Korn hast Du gesehen. Bei digitalen Kameras ist das ganz genau so – und noch schlimmer. Bei langen Belichtungszeiten kommt auch bei ISO 100 immer Bildrauschen dazu. Das kannst Du hinterher zum Beispiel in Lightroom mildern.

Mir gefallen die Ergebnisse besser, die meine Kamera (Canon EOS M6) mit ihren Einstellungen hin bekommt. Dort kann ich eine Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen einschalten. Und / oder High ISO Rauschreduzierung. Kleiner Nachteil ist, dass die Bilder in der Kamera gleich nach der Kamera nachbearbeitet werden. Du musst also ein paar Sekunden abwarten, bis das Bildverarbeitet ist. Da Nachtaufnahmen meistens keine Serienaufnahmen sind und auch sonst keine Eile haben, kann ich damit leben.

Mein Favorit ist Mischlicht: Das letzte Tageslicht plus Beleuchtung.

Mein Favorit ist Mischlicht: Das letzte Tageslicht plus Beleuchtung.

Das brauchst Du für Nachtaufnahmen

1. Stativ

Eine Selbstverständlichkeit. Dabei ist es in den meisten Fällen und gerade zu Beginn egal, ob es ein Mini-Stativ ist, ein kompaktes Reisestativ oder ein Profi-Gerät. Die Zeiten haben sich allerdings dahingehend geändert, dass heute auch Profis kaum mehr gewillt sind, zusätzlich zu Kamera-Ausrüstung auch noch 5 Kilo Stativ mitzuschleppen.

2. Kugelkopf oder Video-Neiger

Viele empfinden den Video-Neiger als komfortabler. Er lässt sich in jeder Ebene getrennt verstellen. Ein Kugelkopf schwenkt nach Lösen der Arretierung in alle Richtungen. Ich plädiere schon aus Gewichtsgründen für einen qualitativ guten kleinen Kugelkopf, wie er in guten Reisestativen verbaut ist.

3. Kamera

Die Kamera sollte Belichtungszeiten automatisch bis zu 30 Sekunden nutzen können. Das ist gerade bei kompakten Kameras nicht immer der Fall. Dort geht die Maximal-Einstellung bis zu einer Sekunden, danach kommt mit T eine ‚Bulb‘-Einstellung, bei der man selbst und manuell Anfang und Ende der Verschlusszeit festlegt. Ggf. findet man je nach Modell einen Fernauslöser und Intervall-Auslöser, der sich auch gut für Timelapse-Aufnahmen einsetzen lässt.

Während bei Leuchtspuren gilt ‚je länger desto besser‘ sollte man bei Aufnahmen des Sternehimmels vorsichtiger zu Werke gehen. Nach meiner Erfahrung sind 20 Sekunden ein gutes Limit, damit die Sterne durch die Bewegung am Himmel nicht unscharf werden. Außer natürlich, man will genau diese Bewegung zeigen.

Außerdem sollte die Kamera einen Selbstauslöser haben. Sie sind ein Garant dafür, dass die Berührung der Kamera beim Auslösen keine Verwacklungen verursacht. Praktisch sind Einstellungen nicht nur für längere Zeiten (10 Sekunden) sondern kurze (ab etwa 2 Sekunden). Je nach Situation und Zahl der Aufnahmen kann es elend sein, jedes Mal noch lange auf die Auslösung zu warten.

4. Funk-Fernauslöser

Davon gibt es heute eine Vielzahl von Modellen, auch ganz preiswerte. Sie sind der komfortable Ersatz für den Selbstauslöser an der Kamera, denn sie erlauben berührungsfreies Auslösen.

5. Objektiv

Am sichersten haben sich bei mir lichtstarke Weitwinkel-Objektive erwiesen. Sie lassen mit Blenden ab 2,8 Raum bei den Belichtungszeiten und ISO-Werte. Und Weitwinkel-Aufnahmen sind relativ unempfindlich gegen Verwacklungen. Normal- und Tele-Brennweiten dagegen reagieren oft schon empfindlich auf stärkeren Wind.

6. ND-Filter

Egal wie man zu Filtern steht. Ein Graufilter oder ND-Fader (der sich stufenlos verstellen lässt) hilft ungeheuer. Vor allem, wenn man seine Langzeitbelichtungen nicht bei Dunkelheit sondern schon in der Dämmerung machen möchte. Leuchtspuren durch die Lichter von Autos beispielsweise wirken meiner Meinung anch besonders gut, wenn man die Landschaft noch im Dämmerlicht erkennen kann.

Geisterzug: Bewegte Dinge wie Fußgänger, Autos, Züge kann man auf diese Art gespenstisch ausblenden.

Geisterzug: Bewegte Dinge wie Fußgänger, Autos, Züge kann man auf diese Art gespenstisch ausblenden.

7. Extras

– Zusätzliche Akkus. In kalten Nächten saugen die Langzeitbelichtungen besonders am Akku. Wer schon einen oder zwei Standorte für Aufnahmen hinter sich hat, der sollte darauf gefasst sein, dass je nach Kameramodell der Akku in die Knie gehen kann. Übrigens: Bei Kameras mit kleinen Sensoren halten die Akkus meist länger, als bei großen Sensoren.

Sucherabdeckung. Die spielt bei klassischen Spiegelreflexkameras eine Rolle. Denn hier kann auch durch den Sucher Licht einfallen. Die Kleinteile gehen besonders gerne verloren, erst recht bei Nachtaufnahmen. Billigen Ersatz findet man bei Fremdherstellern, so dass man sich schmerzfrei auch eine Abdeckung in Reserve kaufen kann.

– Brille / Lupe. Zumindest bei mir als Brillenträger verschlechtert sich die Sehfähigkeit vor allem bei Dunkelheit. Aber auch bei Tageslicht habe sich Displaylupen als hilfreich erwiesen. Meist werden sie über die Stativhalterung oder einen Magnetrahmen am Display befestigt.

Taschenlampe / App. Zuerst brauchst Du die ganz banal, weil Du in manchen Situationen in der Dunkelheit einfach nichts mehr an Deiner Kamera erkennst. Gut, das Display leuchtet und führt Dich durch das Menü. Aber die Knöpfe und Rädchen haben sich ergonomisch ins Gehäuse eingefügt, sind schwer zu ertasten. Und wer sein Kameragehäuse noch nicht in- und auswändig kennt, tut sich schwer (Geht mir auch so, obwohl ich dachte, ich kenne meine Kameras.)

– Noch mehr Licht. Wer hat sich das noch nicht gewünscht, dass in einer dunklen Umgebung eben doch ein Detail herausgehoben werden sollte. Zum Beispiel einen Gegenstand anstrahlen, eine Person aufhellen, Bäume oder Häuser ausleuchten. In der Nachbearbeitung sind die Möglichkeiten beschränkt. Wer eine Taschenlampe oder eine Stirnlampe dezent einsetzt, der kann Personen oder Gegenstände damit sprichwörtlich ins rechte Licht setzen. Um allerdings das richtige Maß zu finden und eine Überbelichtung zu vermeiden, muss man einige Testaufnahmen einplanen – und üben.

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