Bildbearbeitungs-Apps fürs iPhone

Bildbearbeitungs-Apps fürs iPhone - meine Auswahl

Bildbearbeitungs-Apps fürs iPhone – meine Auswahl

Zwischen diesem unbearbeiteten Originalbild und dem Titel liegt genau ein Finger-Tipp.

Zwischen diesem unbearbeiteten Originalbild und dem Titel liegt genau ein Finger-Tipp.

Bildbearbeitungs-Apps fürs iPhone sind in der Regel eine lohnende Anschaffung. Meist erhält man für wenig Geld eine Fülle von Funktionen, die man sonst vielleicht nur am Schreibtisch-Rechner hat. Und mit Software, die sich in ganz anderen Preiskategorien bewegt. Diese Auswahl bewegt sich in der Preisklasse zwischen kostenlos und wenigen Euro. Und In-App Käufe oder monatliche Beiträge sind bei diesen Apps (bislang) entweder nicht vorhanden, oder sie sind nach meiner Meinung nicht nötig für einen brauchbaren Funktionsumfang.

Mit dieser kleinen Auswahl an Bildbearbeitungs-App ist für jeden etwas dabei, um auf die Schnelle am Smartphone Bilder zu optimieren. Die ersten beiden bieten komfortable und sehr vielfältige Basis-Möglichkeiten. Die nächsten beiden sind ein bißchen manipulativ, aber mit Fingerspitzengefühl gut nutzbar. Die letzte fällt eher in die Kategorie spaßig.

Wer noch keine Erfahrungen mit Bildbearbeitung am Smartphone hat, der holt sich das kostenlose Snapseed. Die Chancen stehen gut, dass es die erste und einzige App ist, die er braucht. Und selbst wer alle fünf Apps herunterlädt ist insgesamt mit etwas mehr als acht Euro dabei. Viel Spass für wenig Geld. 

Die Zahl der Bildbearbeitungs-Apps für iOS ist jetzt schon gewaltig und sie wächst ständig. Sie ist für Fotografen mit iPhone schlichtweg zu übersichtlich. Dazu kommt, dass es etliche Apps gibt, die einfach den Namen oder das Konzept einer erfolgreichen App kopieren. So steht man nach einer Empfehlung oftmals vor dem Shop und weiß nicht, welche nun die richtige, das Original ist.

Etliche Bildbearbeitungs-App haben als Fallstricke die eigentlich recht sinnvollen In-App-Käufe. Die App selbst ist kostenlos, was sehr löblich ist. Aber ohne In-App-Käufe ist sie oft weinfach wertlos. Oder sie macht keinen Spass. Und dann haben viele Apps noch den klitzekleinen Nachteile, dass sie dazu verführen, Bilder in einem Maß aufzupeppen, dass sie zwar aus dem Rahmen fallen. Aber für die meisten ist dieser Effekt dann einfach zu viel des Guten.

Nach meiner Einschätzung ist die Unsitte fast verschwunden, dass Bilder nach der Bearbeitung in einer App nur noch in geringerer Auflösung gespeichert werden können. Auch das macht eine App in meinen Augen weitestgehend wertlos.

Bildbearbeitungs-Apps iOS – die Auswahl

Es fehlen in dieser Mini-Übersicht Klassiker wie VSCO. Eine App, deren Fotos gerade auf Instagram sehr große Verbreitung haben. Dass sie fehlt  hängt zum einen am Preismodell. Zum anderen auch daran, dass ich bei einer App fürs Smartphone eine überschaubare Zahl von Funktionen oder in diesem Fall von Filtern erwarte. Zumal man ja die meisten Filter sowieso noch anpassen kann. Auf einem Bildschirm die Wirkung von 12 verschiedenen Filtern zu beurteilen, fällt mir schwer. Aber das ist Geschmackssache und wer nach diesem Artikel auf den Geschmack gekommen ist, der findet nach kurzer Suche viele weitere Empfehlungen im Netz.

Snapseed iOS App

Snapseed iOS App

Snapseed – Der Klassiker

(Kostenlos) Der zeitlose Klassiker unter den Bildbearbeitungs-App, mit den wohl schönsten Effekten und der größte Palette. Snapseed kann sich nach meiner Einschätzung zugute halten, vor etlichen Jahren die erste Apps zur Bildbearbeitung geschaffen zu haben, die wirklich für die Verwendung auf kleinen Bildschirmen ausgelegt war. Die Möglichkeiten sind beeindruckend und für meinen Geschmack durchaus ausreichend.

Noch immer kommt es vor, dass ich ein Bild auf Instagram posten möchte und trotz vorheriger Bearbeitung am Schreibtisch-Rechner denke, da geht noch etwas mehr. Die Bedienung ist intuitiv, jeder findet seine „Favoriten” der Bildbearbeitung. Bei mir sind es Details und Drama.

Afterlight 2 iOS App

Afterlight 2 iOS App

Afterlight 2 – erweiterte Basics

(3,49 €) Auch diese App ist ähnlich wie Snapseed ideal für Anfänger und Profis. Und auch sie ist nahezu perfekt auf die Bedienung am Smartphone zugeschnitten. Eigentlich sind es vor allem die klassischen Einstellungen, die man verändert: Farbe, Belichtung, Schärfe und Bildzuschnitt. Aber für die Fortgeschrittenen /(und zu denen gehört man bald) haben noch die Mögllichkeit, mit Kurven zu arbeiten. Oder selektive Farbe zu nutzen.

Darüberhinaus kann man auch Grafiken und Texte nutzen. Und man kann Doppel-Belichtungen erzeugen, was nicht jede Kamera kann. Auch in der Bildbearbeitung ist das teilweise etwas knifflig. Aber mit den Ergebnissen hier war ich recht zufrieden.

Touch Retouch iOS App

Touch Retouch iOS App

Touch – Retouch – entfernen was stört

(2,29 €) Bei diesem Thema bin ich etwas gespalten, muss ich zugeben. Als Journalist neige ich dazu, an meinen Bildern bestenfalls etwas an der Stimmung zu verändern. An den Farben, der Belichtung, dem Bildausschnitt. Generell will ich nicht wegmachen, was dort vorkommt. Wenn mich eine Leitung oder ein Papierkorb im Bild stören, dann suche ich vorher einen Blickwinkel, mit dem ich das ausblenden kann. Oder ich muss damit leben.

Ich verstehe aber, dass man seinen Freunden auf Instagram oder bei Facebook einen Schnappschuss zeigen möchte, bei dem solche störenden Elemente nicht vorkommen. Das Tool arbeitet auch nicht so perfekt, dass man damit einen Redakteur täuschen kann. Oder eine Bildreportage faken kann. Und um komplexere Strukturen zu entfernen, braucht es vielleicht mehrere Anläufe.

Aber generell erfüllt es seinen Zweck und das leichter und billiger als die teuren Bildbearbeitungsprogramme am Schreibtisch-Rechner. Die will wahrscheinlich auch kaum jemand für ein schnelles Bild aus dem Urlaub in Anspruch nehmen.

Lens Distortion iOS App

Lens Distortion iOS App

Lens Distortions – zaubern mit Licht

(kostenlos) Gleiches Thema: Lichtflecken und Sonnenstrahlen im Bild, das macht sich optisch gut. Aber man bekommt es halt vor Ort nicht immer hin. Mit der App kann man das nachträglich einfügen und macht damit leicht aus einem durchschnittlichen Bild einen echten Hingucker.

Auch hier gilt das oben gesagte über Bild verfeinern und verfälschen. Wer auf Instagram ein Bild postet, bei dem solch ein Lichteinfall bei einem bekannten Motiv unmöglich ist, der hat zwar etwas einzigartiges geschaffen, um sich aus der Masse hervor zu heben. Er muss aber auch mit bösen Kommentaren rechnen.

Am besten setzt man diese App so ein, dass sie sie Dinge verstärkt. Also wenn die Sonne knapp hinter den Wolken hervorlugt, dann kann man die Strahlen nachträglich einfügen. Und wo immer das Licht da ist, aber nicht den gewünschten Effekt zeigt, kann man nachhelfen.

Tilt Shift iOS App

Tilt Shift iOS App

Tilt Shift – Miniatur-Wunderwelt

(2,29 €) Den Effekt muss man mögen: Wenn Objekte im Foto wie aus einer Spielzeugwelt erscheinen, dann sind meistens ein ausgeprägter Unschärfebereich dafür verantwortlich und stark gesättigte Farben. Mit der App kann man diesen Eindruck einer Miniaturwelt fast perfekt erzeugen, ohne lange Bildbearbeitung. In wenigen Schritten kommen auch Laien zu einem verblüffenden Ergebnis.

Wie immer bei exotischen Bildern gibt es zwei Erfolgs-Strategien. Entweder man nutzt diesen Effekt nur ab und zu, zum Beispiel in seinem Instagram Account. Oder man macht es zu seinem Markenzeichen. Ansonsten gibt es nach meiner Erfahrung – ähnlich wie beim ständigen Posten von Hundebildern oder Sonnenuntergängen – Ermüdungserscheinungen bei den Betrachtern.

Als Hingucker finde ich die Miniatur-Effekte eine gute Abwechslung, die man ruhig ab und zu einsetzen kann. Erst mit zunehmender Routine entwickelt man auch ein Gespür dafür, welche Motive sich für dieser Art der Bearbeitung besonders gut eignen. Und dann kann man auch gezielt dafür fotografieren.

 

 

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