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Weinflaschenfotos und Produktfotos für Shops und Ebay (2)

Aufbau für Flaschenfotos

[Für größere Ansichten auf die kleinen Bilder klicken ]

Nachdem ich hier (Aufbau siehe oben) schon einmal beschrieben habe, wie man mit überschaubarem Aufwand zu brauchbaren Produktfotos kommt (am Beispiel von Weinflaschen, aber das gilt natürlich für fast alles, was man in einen Shop stellen oder bei Ebay verkaufen möchte), kommt hier der zweite Teil.

Ich hatte ja angekündigt, dass man das ggf. auch mit weniger Aufwand machen kann und immer noch zu akzeptablen Bildern kommt. Hier die Unterschiede in Ausrüstung und Fotos. Das ist zB der neue Aufbau mit Lichtzelt:

Fotos mit einem Lichtzelt

Technikliste:

  • Die im ersten Beitrag angesprochene DSLR (wegen des X-Synchronanschlusses) wäre natürlich hier immer noch ganz nett. Ersatzweise tuts eine kompakte Digitalkamera mit einem Blitzschuh.
  • Alternativ: Digitalkamera ohne Blitzschuh, X-Synchronisation etc.
  • Bei Kameras mit Blitzschuh leistet zB dieser hier beschrieben Blitzsklave gute Dienste.
  • Wers komfortabler mag, der nutzt ein oder zwei alte Blitzgeräte, die er entweder mit optischen Blitzauslösern betätigt, die reagieren (nicht sehr zuverlässig) auf den Hauptblitz der Kamera. Oder er sucht bei Ebay nach Flash Trigger, zB von Gadget Infinity. Dort habe ich meine her, wie ich hier auch schon beschrieben habe.
  • Die weißen Hintergründe und Lichtkuppeln werden hier ersetzt durch ein Lichtzelt. Meines stammt von Pearl, Foto Brenner und andere Versender haben aber auch so etwas im Angebot.

Das Lichtzelt

Das Vorgehen ist nicht ganz so diffizil wie im ersten beschriebenen Fall: Das Lichtzelt – schwuppdiwupp – entfaltet sich selbst. Meines hat einen eigens mit Klettverschlüssen zu befestigenden Hintergrund, den man einhängen kann. Sonst sieht man die Kanten des Würfels.

Und statt des Blitzbelichtungsmessers tut es in diesem Fall die Methode Versuch und Irrtum. Die Ergebnisse sind im unten stehenden Bild zu sehen: Links das Foto aus dem Lichtzelt, rechts das Bild aus dem ersten Aufbau. Beide Aufnahmen entstanden mit der Nikon D70S.

Zweimal die gleiche Flasche

Die Lichtverteilung ist nicht so schön, man sieht auch den etwas knittrigen Untergrund, den man auch mit mehr Sorgfalt nie so glatt bekommt, wie die Kunststoffplatten. Trotzdem ist das Ergbnis nicht so schlecht, und wer mit Photoshop noch etwas nachhilft, der kann noch mehr rausholen.

Auf jeden Fall ist hier nicht nur der Aufwand geringer, auch die Kosten sind deutlich niedriger: Digitalknipse und ein oder zwei alte Blitzgeräte müssten verfügbar sein. Die Slave-Auslöser (optisch oder per Funk) sind für wenig Geld zu bekommen, das Lichtzelt gabs ab 30 Euro. Die oben verwendeten Blitzschirme sind nicht unbedingt nötig und statt mit speziellen Blitzstativen kann man sich sicher am Anfang auch erst mal anders behelfen.

Viel Spaß beim Experimentieren!

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Joachim Ott

Journalist & Fotograf

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