WordPress für Fotografen – kleine Extras

26. Juni 2020 | Wordpress

Wordpress für Fotografen - gerade für den Start eine gute Kombination.

WordPress für Fotografen – gerade für den Start eine gute Kombination.

WordPress für Fotografen, das ist eine oft gewählte Verbindung. Natürlich gibt es viele baukastenartige Systeme, mit denen man Webseiten erstellen kann. Eine eigene WordPress-Installation auf einem selbst gemieteten Serverplatz ist aber eine sehr kostengünstige und vor allem unabhängige Lösung. Im Vergleich zu vielen Website-Anbietern aber auch zu Alternativen wie einer Facebook-Seite oder einem Instagram Account gilt hier: My home is my castle. Als Website-Betreiber hast Du selbst die Kontrolle über Gestaltung und Rahmenbedingungen, Datenschutzfragen und Kosten, zum Beispiel für Erweiterungen.

Es wäre falsch, an dieser Stelle nicht auch auf die Kehrseite der Medaille hinzuweisen. Eigene Verantwortung für die Website bedeutet auch, dass man sich um etliche Sachen selbst kümmern muss. Ich arbeite als Journalist und Fotograf und betreue seit den Anfängen des Internet eigene und fremde Websites. Nach meiner Erfahrung sind viele Dinge heute sehr einfach geworden, so dass auch technische Laien ihre Wunsch-Website realisieren können. Baukasten-Systeme wie Divi, Elementor und Beaver Builder (sogenannte WordPress-Editoren) erlauben auch Laien, komplexere und optisch ansprechende Websites zu erstellen.

Im Folgenden geht es nicht um besondere Themes / Layoutpakete für Fotografen, um Galerien und Gestaltungsfragen. Sondern es geht um ein paar Aspekte, die man oftmals erst nach dem Einrichten einer Website entdeckt und die oftmals als notwenig empfunden werden, damit eine Fotografen-Website komplett ist.

Linkzentrale oder Link in bio - sieht meistens die Nutzung des einzigen Links zu, den Instagram zulässt.

Linkzentrale oder Link in bio – sieht meistens die Nutzung des einzigen Links zu, den Instagram zulässt.

Instagram-Anbindung

Fast jeder Fotograf hat heute einen Instagram-Account. Und jeder hadert mit dem gleichen Problem. Es gibt dort genau einen (!) Link, solange man nicht mehr als 10.000 Follower hat. Diesen Link nutzt man logischerweise für das Impressum, das ja zu den Pflichtangaben gehörtt. Aber die Wünsche an weitere Links sind groß. Statt dem Impressum wären Links zu aktuellen Arbeiten praktischer, vielleicht auch zum Youtube-Account oder zu anderen eigenen Angeboten.

Viele Anbieter haben diese Lücke erkannt und bieten unter Begriffen wie ‘link in bio’ ihre Dienste an – kostenlos oder gegen Gebühr. Der Besucher landet mit diesem Link auf einer fremden Website, wo meistens sehr übersichtlich und smartphone-gerecht die wichtigsten Links mit großen Buttons zu finden sind. Was diese ‘Vermittler’ solcher Link-Dienste mit den Daten machen, wissen die meisten nicht so genau (ich zumindest nicht).

Wer eine eigene Website betreibt und dafür ein Baukastensystem wie Divi benutzt, der kann sich mit WordPress für Fotografen so eine Seite leicht selbst gestalten. Und zwar auch so, dass sie auf dem Smartphone eine gute Figur macht. Wer sich also für Impressum und Datenschutz interessiert, der gelangt wirklich mit einem weiteren Klick dorthin. Und für die anderen Bereiche kann man an dieser Stelle die Weichen stellen.

Für meinen Instagram Account @joachimott habe ich eine solche ‘Linkzentrale‘ hier eingerichtet. Und für meinen Account @testschmecker kommt man ebenfalls zu einer solchen Linkzentrale, wenn man einem Hinweis in meinen Posts auf den ‘Link in bio’ folgt.

Auch seine Foto-Ausrüstung samt Affiliate-Links muss man nicht auf fremde Websites auslagern.

Auch seine Foto-Ausrüstung samt Affiliate-Links muss man nicht auf fremde Websites auslagern.

Kit.co & Co. & Affiliatelinks

Die Frage nach der Ausrüstung steht bei viele Fotografen und Videofilmern im Vordergrund. Und wenn sie das Thema nicht selbst aufgreifen, dann sorgen Nachfragen und Kommentare schnell dafür, das ein Gespräch über Technik entsteht. Lange Zeit war der Platzhirsch für solche Ausrüstungsseiten kit.co (früher kit.com). Dort legten auch die einflussreicheren Youtuber und Fotografen Accounts an. Es geht schnell, es kostet nichts, und das Affiliate-Einkommen geht direkt an den Account-Inhaber – ohne Abzug.

Inzwischen hat der Name des Angebots gewechselt, Betreiber und Inhaber zu erkennen ist für mich nicht ganz einfach. Es gibt den Hinweis ‘powered bei Geniuslink’, aber ich finde kein Impressum und keine Angaben zum Thema Datenschutz.

Auch hier lässt sich mit WordPress für Fotografen leicht eine ähnliche Informationsseite im Rahmen der eigenen Website gestalten. Mit Links und Affiliatelinks, mit Bildern und einem direkten Verweis auf den Anbieter, wo man diese Dinge (meistens Foto-Technik) erwerben kann. Ich habe meine Ausrüstungsseite innerhalb meiner Website eher spontan gestaltet, die ist noch ziemlich unfertig und ausbaufähig.

Ob es dagegen wirklich ein Vorteil ist, das im Rahmen einer großen Plattform wie kit.co zu präsentieren mit vielen prominenten Namen und Millionen Besuchern, halte ich für fraglich. Wer wegen einer Youtube-Berühmtheit auf die Plattformseite gelangt, der wird sich wahrscheinlich nicht auf meine Seite dort verirren.

Eine Landingpage soll den Weg zur Anmeldung beschleunigen.

Eine Landingpage soll den Weg zur Anmeldung beschleunigen.

Landingpages

Es gibt sicher einige Fotografen, die mit dem Begriff Landingpages noch nicht vertraut sind. In Google Analytics zum Beispiel werden damit diejenigen Seiten bezeichnet, auf denen Besucher vorzugsweise landen. Und das wiederum richtet sich meistens nach den verwendeten Suchbegriffen. Denn schließlich kommen die meisten Besucher der meisten Websites über die Suchmaschine.

Als Website-Inhaber meint man damit aber vorzugsweise Seiten, die einen Besucher direkt zu einer Art ‘Abschluss’ führen sollen. Das kann die Anmeldung zum Newsletter sein, die Bestellung eines E-Books, die Buchung eines Seminars etc. Dazu werden diese Seiten meistens so gestaltet, dass nur Texte und Bilder und mehrfach eingefügten Bestellformulare zu diesem Ziel führen. Alles was die Besucher ablenken könnte, der Header mit Navigation, der Fuß der Seite, evt. Sidebars lässt man weg.

Denn dieses eine Mal will man dem Besucher nicht alles zeigen, was man auf seiner Website zu bieten hat. Er soll ablenkungsfrei ans Ziel kommen. Um diese Seite gibt es einen gewissen Hype. Es gibt ungezählte Tutorials und viele professionelle Anbieter, die meistens auch eine monatliche Gebühr verlangen. Aber auch diese Seite kann man in der Regel mit einem der oben erwähnten Baukasten-System leicht selbst erstellen. Bei mir sind das zum Beispiel die Seite Newsletter (für die einfache Newsletter-Anmeldung), eine Seite für meinen populärsten PDF-Download (Langzeitbelichtungen mit dem iPhone) und einer zur Newsletter-Anmeldung mit dem deutlichen Hinweis auf kostenlose Downloads.

Die Newsletter-Anmeldung ist oft ein zentrales Ziel für Websites.

Die Newsletter-Anmeldung ist oft ein zentrales Ziel für Websites.

Newsletter

In dem Zusammenhang sei gleich noch darauf hingewiesen, dass jede Website einen Newsletter braucht. Und natürlich damit auch regelmäßige Infos. Für die rechtssichere Datensammlung von Adressen und die Versendung gibt es zahlreiche Anbieter. Ich nutze den Dienst Mailchimp, der bis 2000 Abonnenten kostenlos ist und leicht zu bedienen. In seine eigene WordPress-Seite kann man jede Newsletter-Anmeldung eines Dienstes integrieren, bei Mailchimp und anderen großen Anbietern hat man sogar die Auswahl zwischen verschiedenen Plugins.

Downloads, E-Books, Tutorials: Das sind meistens die Lead-Magneten, die eine Anmeldung zum Newsletter erleichtern sollen.

Downloads, E-Books, Tutorials: Das sind meistens die Lead-Magneten, die eine Anmeldung zum Newsletter erleichtern sollen.

Lead-Magneten Download

Auch das sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Lead Magneten sind Angebote wie kostenlose PDFs, Anleitungen, Tutorials, Video-Kurse, die man als kleines Dankeschön für die Anmeldung zum Newsletter einsetzt. Sie sollten einen konkreten Nutzwert für den Abonnenten haben. Und sie sollten sofort nach Anmeldung verfügbar sein. Auch das geht mit WordPress denkbar einfach.

Ich habe darüberhinaus auch eine (zugangsgeschützte) Bibliotheksseite mit diesen Angeboten eingerichtet. Denn im Laufe der Zeit kommen neue Angebote dazu und wer schon früher abonniert hat, der sollte nicht benachteiligt werden, finde ich.

Shopsysteme wie Woocommerce

Wer mit seiner Website auf Interesse verstößt, für den liegt es auch als Fotograf nahe, Dinge über diese Website zu verkaufen. Auch hier gibt es Fremdangebote, zum Beispiel Bilderdiensten, die man in WordPress integrieren kann. Oder externe Shopsysteme.

Wer noch nicht das Riesen-Angebot als Fotograf aufgebaut hat und zum Beispiel auch E-Books und Video-Tutorials anbieten möchte, der kann dazu zwar auch auf Anbieter wie Elopage oder Digimember zurückgreifen. Aber ein eigener und unabhängiger Woocommerce Shop ist schnell eingerichtet. Mit ‘Woocommerce germanized’ kann man ihn für deutsche Verhältnisse rechtssicher gestalten. Ich nutze dieses Shopsystem + Germanized für diverse Websites, die ich redaktionell betreue und bin sehr zufrieden damit. Wer digitale Produkte auch ins Ausland verkaufen will, der ist nach dem was ich recherchiert habe mit ‘German Market’ als Ergänzung (wegen der Steuersätze) zu Woocommerce gut bedient.

Mein Fazit

Man muss nicht alles selber machen, für alle Bereiche gibt es gute Service-Anbieter. Aber wer die ‘Kleinbeträge’ für Webseiten, für Dienste wie Landingpages und Newsletter und Shopsysteme zusammen rechnet, der kommt schnell auf ein paar hundert Euro im Monat. Gerade zu Beginn sind Besucherzahlen und Umsatz bei den meisten Fotografen wahrscheinlich noch nicht so berauschend, als dass man diese finanziellen Verpflichtungen eingehen möchte.

Wem also die Arbeit noch nicht über den Kopf wächst, der kann sich mit WordPress für Fotografen ganz gut behelfen. Und später bei wirtschaftlichen Erfolg noch immer kostenpflichtige Dienste in Anspruch nehmen.

 

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