So hätte ich mir das früher nicht träumen lassen. Da brauchte es einen gut ausgestatteten Rechner, um Bilder zu Papier zu bringen oder zu einem Buch zu verarbeiten. Heute gibts von verschiedenen Herstellern kostenlose und einfach zu bedienende Software, mit der man aus seinen digitalen Bildern ein Fotobuch oder Fotoheft machen kann. Meine Vision für die kommenden Jahre: Wahrscheinlich wird man schon bald kaum mehr Einzelbilder bestellen sondern bekommt seine Fotos entweder automatisch im Album zusammen gestellt. Oder man arbeitet mit einer weiter entwickelten Software, die gleich fertige Alben vorschlägt und schiebt vielleicht nur noch das eine oder andere Bild woanders hin.
Fotobuch.de gehört zu denen, die schon länger am Markt sind mit Ihrer Software. Die hat inzwischen schon einige Auflagen und Verbesserungen erlebt, inzwischen gibts auch eine ansehnliche Zahl von Layoutvorlagen und Hintergrundbildern.
Die Software gibts – wie bei den anderen auch – nur für Windows-Rechner. Die Bedienung erfolgt fast schon intuitiv, ansonsten hilft die fundierte Handbuch- bzw. Hilfedatei. Man wählt zunächst aus den verschiedenen Formaten (Quadratisch, A4, Querformat usw.) und legt eine Seitenzahl fest (kann man nachher alles wieder ändern). Dann entscheidet man sich für die verschiedenen Seitenlayouts mit Bild- und Textrahmen und zieht die Bilder in die Kästchen – fertig.
Schriften und Farben kann man wählen aus einem Standardsortiment. Aber es geht noch mehr: Man kann sogar selbst Hintergrundbilder fertigen. Und im Profimodus kann man jedes Detail verändern: Textrahmen platzieren und verändern, natürlich auch die Bildrahmen. Einzig bei dem Versuch, den Bildern eine dünne Rahmenlinie zu verpassen, bin ich gescheitert. Und die Hintergrundbilder gibts nur für A4, sonst kann man eben nur die Farbe raussuchen.
Die Bücher kommen solide gebunden und gedruckt nach ein bis zwei Wochen. Preise beginnen bei 12,90 Euro, der Seitenumfang variiert zwischen 12 und 96 Seiten.
Wer nach einer preisgünstigeren Möglichkeit sucht stößt auf ein das Fotoheft von www.pixelspeed.de. Das Verfahren ist so ähnlich: Die Software gibts umsonst, allerdings fehlen der Profimodus und damit die Gestaltungsmöglichkeiten im Detail. Dafür sind ausreichend Layoutvariationen vorhanden und in einer halben Stunde kann man locker aus 100 Urlaubsbildern die besten für ein 16-seitiges Heft aussuchen und einbauen. Schriften, Farben und Hintergründe sind ebenfalls variierbar, aber Text- und Bildrahmen kann man nicht mehr verändern in Position und Umfang.
Dafür ists etwas billiger, die Preise beginnen bei 2,90 Euro und alle Größen sind als Heft (mit Klammern wie bei einer Zeitschrift) günstiger als bei den Fotobüchern. Auch die Verarbeitungszeiten sollen flotter sein, nur das Druckergebnis halte ich (noch) nicht in Händen und kann deswegen nix zur Qualität sagen.
Fazit: Beide Varianten sind relativ schnelle und kostengünstige Lösungen, wenn man seine Bilder – beispielsweise von Familienfesten – in ordentlicher Form an mehrere Leute verteilen möchte. Als generelle Archivlösung für digitale Aufnahmen ist sicher auch das Fotoheft noch einen Tick zu teuer, wenn es ein paar tausend Bilder pro Jahr sind. Konzentriert sich das Ganze auf ein paar klassische Termine (Geburtstage, Ferien, Feiertage), dann sind Buch und Heft sicher schon jetzt eine Überlegung wert.








