Panoramafotos mit Drohne (DJI Mavic Air)

Panoramafotos mit der Drohne

Panoramafotos mit der Drohne

Panoramafotos mit Drohne (in meinem Fall mit der Mavic Air) bringen einen Vorteil mit sich, den viele Panoramafotografen lange vermisst haben. Der erhöhte Standpunkt bringt den Breitwand-Bildern eine ganz neue Perspektive. Etliche Drohnen können diese Panoramaaufnahmen aus mehreren zusammengesetzten Einzelaufnahmen erzeugen. Hier ist die Variante beschrieben, die mein Favorit ist und die für mich gute Ergebnisse erbracht hat.

Die Höhe machts: Dieses Foto ist vom fast gleichen Ort, aber aus größerer Höhe aufgenommen.

Die Höhe machts: Gleiches Motiv, andere Entfernung und Höhe.

Der größte Reiz der Drohnen liegt für fast alle Benutzer in den Videos. Auch ich habe die Foto-Funktionen erst einmal hinten angestellt. Außerdem führt der Wechsel der verschiednen Modi in der Luft gerade auch am Anfang dazu, dass man sich im Menü verheddert. Dann beendet man seine Foto-Aufnahmen und kehrt vermeintlich zum Videomodus zurück. Aber den muss man – ebenso wie nach den Automatik-Video Funktionen – erst wieder einschalten.

Ich habe deswegen am Anfang zumindest für eine Akkuladung in der Luft an einem Modus festgehalten. Mit zunehmender Vertrautheit wechselt man später auch leicht zwischen allen Spielarten der möglichen Aufnahmen, Fotos und Videos, aus der Luft.

Panorama-Varianten mit der DJI Mavic Air

Die vier Panorama-Varianten der DJI GO4 App für die Mavic Air.

Die vier Panorama-Varianten der DJI GO4 App für die Mavic Air.

In meiner App DJI Go4 gibt es derzeit vier verschiedene Einstellmöglichkeiten für Panorama-Aufnahmen.

  • Sphäre: Damit nimmt die Drohne insgesamt 43 Einzelaufnahmen auf, die für ein Kugelpanorama verwendet werden können. Da ich die Kugeldarstellung nicht mag (unter anderem wegen der Verzerrung und weil man sich hier durch ein Bild navigieren muss), verwende ich dieses Modus gar nicht. Diese Bilder sind nachher 32 Megapixel groß und lassen sich auch nicht einfach so wie ein Foto betrachten. Es braucht vielmehr einen speziellen Viewer. Die Einzelbilder lassen sich auch in anderen Programmen zum Kugelbild zusammensetzen.
  • 180: Dies ist meine derzeitige Lieblingsvariante. Sie ähnelt stark den beiden bisher von mir bevorzugt verwendeten Panarama-Mthoden (siehe unten). Hier werden 21 Einzelaufnahmen gemacht, die zusammen ein 180-Grad-Bild ergeben. Diese Variante ist mein Favorit, auch weil das dazu gehörige Panoramafotos gleich aus den Einzelbildern zusammengesetzt wird. Der Breitenumfang ist enorm, dafür leidet dieses Pano ebenso wie früher die Aufnahmen, die mit einer schwenkbaren Kamera gemacht wurden, unter den Verzerrungen. Man braucht nachher keine zusätzliche Software, um das Panorama selbst zusammen zu setzen. Da die Einzelaufnahmen ebenfalls abgespeichert werden, bleibt es jedem selbst überlassen, später das von der App fabrizierte Bild zu verwenden, oder sich mit der passenden Software selbst am Panoramabild zu erproben.
  • Vert.: Erstellt ein Vertikales Panorama. Auch diese Variante erschein mir nicht besonders reizvoll. Da die Gimbalkamera nicht senkrecht nach oben fotografieren kann, sondern nur senkrecht nach unten, gibt es für diesen Zweck hier deutliche Einschränkungen.
  • Horiz: Hier werden 9 Einzelaufnahmen verwendet, aus denen ein Weitwinkel Foto im Format 16:9 zusammengesetzt wird. Der Blickwinkel und die Gesamtbildgröße sind hier also deutlich kleiner als beim 180-Grad-Panorama. Dafür gibt es weniger Verzerrungen.
Den Verlauf von eigentlich geraden Linien sollte man schon bei der Aufnahme berücksichtigen.

Den Verlauf von eigentlich geraden Linien (die Straße) sollte man schon bei der Aufnahme berücksichtigen.

Meine Tipps für die 180-Grad-Panoramen

Dafür ist es eigentlich egal, ob man sich bei seinen Panoramafotos mit Drohne mit der aus der App erzeugten Panorama-Version zufrieden gibt, oder ob man selbst mit einer Software aus den Einzelbildern ein Panorama zusammenfügt.

Gleichmäßige Himmelstöne

Wer einen 180-Grad-Radius mit der Kamera beschreibt, der hat oft genug auch die Sonne im Bild. Diese starken Kontrast führen dazu, dass später Teile des Bildes „ausgefressen“ sind.  Ein Stück weit kann man auch in der Nachbearbeitung die Kontraste ausgleichen, bei direktem Sonnenlicht von vorne klappt das allerdings meistens nicht mehr. Ideal ist ein blauer, gerne auch wolkenreicher Himmel ohne direkten Blick auf die Sonne.

Ausreichend Höhe

Unser Blickwinkel am Boden unterschiedet sich oft nur wenig davon, wenn wir eine Landschaft aus 10 Metern Höhe fotografieren. Um einen besseren Überblick zu bekommen und auch Dinge erscheinen zu lassen, die sich vielleicht hinter der nächsten Bildreihe verstecken, sollte man die Höhe ausnutzen. Drohnen dürfen bei uns normalerweise bis zu 100 Meter hoch fliegen. Irgendwo zwischen 60 und 100 Metern bekommt man dann wirklich neue Einblicke.

Gerade Straße in der Bildmitte: unproblematisch.

Gerade Straßen / Linien in der Bildmitte sind unproblematisch.

Verzeichnungen beachten

Geringfügige Verzeichnungen sind bei Panorama-Aufnahmen eigentlich keine große Beeinträchtigung. Je nach Motiv können sie bei Panoramafotos mit Drohne aber dennoch Irritationen hervorrufen, weil sie hier deutlich wahrnimmt. Führt zum Beispiel eine gerade Straße in der Bildmitte geradeaus von uns wenig, dann bleibt das auch im Bild so. Berge und Wälder am linken und rechten Bildrand wirken normalerweise auch noch mit den Verzeichnungen recht normal. Kniffliger wird es, wenn eine gerade Straße im Vordergrund ins Bild läuft und verzerrt wird. Dieser Schlenker kann schon recht absurd wirken.

Einfache Pano-Variante: mit dem iPhone.

Einfache Pano-Variante: mit dem iPhone.

Andere Panorama-Methoden

Lässt man die aufwändige Methode von gleichmäßig versetzten Bildern und der Zusammenführung durch spezielle Software mal außen vor, bleiben zumindest in meinem Repertoire drei gebräuchliche Methoden für Panoramabilder.

Die erste ist die Panoramafunktion meines iPhones. Das funktioniert tadellos, auch die Zusammensetzung. Kleine Stufen am oberen oder unteren Bildrand lassen sich später leicht abschneiden.

Die zweite Methode ist fast schon banal. Weitwinkelaufnahmen mit einem 11-mm-Objektiv ergeben einen recht großen Umfang. Für Panoramaaufnahmen mache ich daraus Bilder im Seitenverhältnis 3:1. Es gibt keine Übergänge, die Schärfe ist optimal, die Belichtung sehr ausgewogen.

Die dritte Methode ist deutlich ‚old school‘. In Zeiten der Fotografie auf Film gab es einige wenige Spezialkameras für Panoramen. Zum Beispiel die Hasselblad XPAN für Kleinbildfilm,  die man heute noch gebraucht bekommt. Sie ist immer noch sehr teuer und hat einen vergleichsweise kleinen Panoramawinkel, weil sie nur ein weitwinkliges unbewegliches Objektiv besitzt.

Preiswerter waren und sind die russischen Horizon 202. Oder die teurere Widepan, die 140-Grad-Aufnahmen auf Rollfilmen erzeugte. Ich besitze aus dieser Zeit noch die Noblex der Kamerawerke Dresden, die früher auch die speziellen Panorama-Abzüge angeboten haben. Bei diesen Kameras bewegt sich das Objektiv in einem annähernden Halbkreis während der Belichtung.

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