Instagram Stories: Hashtags und Engagement

28. Januar 2020 | Instagram, Photos, Social Media

Instagram Stories: Hashtags und Engagement

Instagram Stories: Hashtags und Engagement

Instagram Stories sind für viele Fotografen eine Spielwiese: Der eigentliche Feed, das was man auch gerne die ‘Galerie’ nennt, bleibt davon optisch unberührt. Also nutzt man gerne die zahlreiche Möglichkeiten, um aus dem engen Korsett für eine gute Darstellung der Bild auszubrechen. Dabei sind die Instagram Stories mindestens genauso wichtig, um mehr Engagement bei Deinen Followern zu bekommen. Ein Potenzial, das viel zu oft verschenkt wird.

Die Zahl engagierter Fotografen auf Instagram ist riesig. Doch während der Feed der Fotos auf der eigenen Startseite gehütet wird wie ein Augapfel, sehen manche Instagram Stories ganz anders aus. Da werden Sticker auf schöne Bilder gepflastert, die Vorschau zum neuen Bild im Feed ist möglichst klein und mit vielen ablenkenden / verdeckenden Grafiken. Und wenn man die Bilder gerade ‘übrig’ hat, dann schickt man auch gleich mal 10 oder 20 Fotos in die Instagram Stories.

Dabei bietet das üppige Hochformat so viele Möglichkeiten, die eigenen Bilder noch besser rauszubringen. Trotz der begrenzten Lebensdauer auf 24 Stunden. Der Plan, mit möglichst vielen anderen Bild-Elementen die Follower auf den eigenen Foto-Feed auf der Hauptseite zu schicken sorgt eher für geringere Aufmerksamkeit und weniger Engagement.

Ich betreibe als Fotograf und Journalist den Account @joachimott, für mein Foodblog testschmecker.de findest Du den passenden Account bei @testschmecker. Ich beziehe mich hier vor allem auf die Accounts derjenigen, die sich für gute Fotos engagieren – und das sind ziemlich viele. Ich halte nicht viel von Tricks und vermeintlichen Geheimrezepten, um auf Instagram Spass zu haben und Follower zu finden. Ich denke, mit guten Inhalten und den ‘Bordmitteln’ von Instagram kommt man recht weit. Die Ausrüstung, ob Kompaktkamera wie meine Canon EOS M6 oder iPhone, spielt meiner Ansicht nach weniger eine Rolle,

Instagram Stories: mehr Reichweite

Die Tatsache, dass vorerst nur die eigenen Follower Deine Instagram Stories sehen, sollte Dich nicht nachlässig werden lassen. Natürlich kannst Du neue Follower vor allem über die Fotos in Deinem Feed gewinnen. Dorthin können Besucher auch über Hashtags, oder indem sie nachsehen, wem ihre Follower sonst noch so folgen.

Bei den Instagram Stories sind Deine Möglichkeiten begrenzt: Wenn Du 100 Follower hast, könnten höchstens 100 Menschen Deine Stories sehen. Die realen Zahlen sind aber deutlich geringer, bei mir liegen sie bei etwa 30 Prozent. Wenn Du es mit einer Story auf die ‘Explore’-Seite von Instagram schaffst, kannst Du hingegen wesentlich größere Reichweiten erzielen. Dann können auch Nicht-Follower sehen, was Du hier bietest. Und die Chancen sind gut, dass einige als neue Follower hängen bleiben.

Mehr Engagement durch gute Instagram Stories?

Im Bemühen, möglichst viele Menschen zum Foto-Feed auf ihrer Accountseite  zu locken, gehen auch Fotografen mit geschultem Gestaltersinn eher seltsame Wege.  Umfragen, animierte Bildchen sowie Frage-und-Antwort-Spielchen sind sicher eine gut gemeinte Kontaktaufnahme zu Deinen Followern. Aber die Chancen stehen gut, dass Deine Follower vor allem gute Bilder von Dir sehen mögen – möglichst unbeeinträchtigt von ablenkendem Drumherum.

Es spricht wohlgemerkt nichts dagegen, auch diesen Strom von Bildern gelegentlich zu unterbrechen durch die oben genannten Möglichkeiten. Oftmals hat man aber den Eindruck, gerade Fotografen wollen in den Stories ihre Bilder nicht in voller Pracht zeigen, sondern nur Neugierde wecken auf den Haupt-Feed.

Zumindest bei mir als Follower funktioniert das nicht. Wenn eine Vorschau-Story vollgepflastert ist mit Schriftzügen ‘New Post’ und animierten Grafiken, verlasse ich den Stream guter Story-Bilder trotzdem nicht. Wenn Du Dich bei einem Dutzend anderer Instgramer für ein Like bedankst, indem Du ein Bild von Ihnen postest, bleibe ich trotzdem bei meinen Stories. Neue interessante Accounts suche ich aktiv und finde sie eher woanders. Und auch Collagen mit mehreren Bildern wirken auf mich nicht so anziehend, wie ein großes gutes Hochformat-Foto.

Einen Bezug zum aktuellen Foto im Haupt-Feed (Bild links) finde ich wichtig.

Einen Bezug zum aktuellen Foto im Haupt-Feed (Bild links) finde ich wichtig.

Ansprüche an die Bilder eines Fotografen

Deine Beobachter erwarten von Dir natürlich qualitativ gute Bilder. Ein weiteres Kriterium, das man manchmal aus den Augen verliert, ist wie authentisch Deine Bilder wirken. ‘Eigene’ Bilder haben in der Regel einen höheren Stellenwert, als fremde Bilder, die repostet werden. Ein weiteres Qualitätsmerkmal neben der Authentizität ist ‘Frische’. Die Bilder sollten einen aktuellen Bezug haben, müssen aber nicht vom gleichen Tag sein. Sommerbilder im Winter wirken aber tatsächlich so, als plündere jemand sein Archiv ziemlich wahllos.

Instagram Stories, die wirken

Womit kannst Du man bei denDeinen Stories dann echte Verbesserungen erreichen? Das fängt bei ganz banalen Dingen an. Auf die allgemeine Explore Seite schaffst Du es auch mit sehr guten Fotos nur selten. Aber auf eine Hashtag-Seite kommst Du meinem guten Story-Bild oder -Video schon wesentlich leichter.

Hashtags auf Instagram Stories unterzubringen ist gar nicht so schwer – und sie stören dort auch nicht das Erscheinungsbild Deiner Fotos. Im Gegensatz zum Feed, in dem Du 30 Hashtags unterbringen kannst (und das auch tun solltest), werden bei den Stories nur 10 Hashtags akzeptiert. Am besten bringst Du sie nicht über das Hashtag-Feld unter, das ist nur für einzene Hashtags gedacht.

Du kannst aber ganz normal Text eingeben, also jedes Wort mit dem Hashtag-Zeichen davor. Weil Du am besten gleich drei oder vier thematisch zugehörige Storybilder posten solltest (die optimalerweise auch thematisch zum aktuellen Bild Deines Feeds passen sollten), wählst Du diese Hashtagfolge nach der Eingabe aus und wählst dann kopieren. So kannst Du sie in die anderen Story-Bilder einfügen. In diese Hashtags baue ich übrigens auch die Ortsangabe / Location ein und spare mit damit auch diesen Sticker.

Der Hashtag-Trick für Stories

Weil dieser unförmige Text aber Deine Bildwirkung ziemlich zunichte macht, solltest Du zwei Dinge tun. Erstens wählst Du für diesen Hashtag-Text den Farbwähler aus und nimmst dann mit der Pipette die Farbe in einem Teil Deines Storybildes auf, das eine  eine Fläche mit einheitlicher Farbe aufweist. Ideal ist es, wenn diese Fläche noch leicht strukturiert ist.

Dann tippst Du rechts oben in der Texteingabe auf ‘Fertig’. Nun kannst Du mit einem Pinch durch zwei Finger den Hashtag-Text stark verkleinern. Und ich meine: sehr stark. Wenn nur noch ein kleiner farbiger Klecks übrig bleibt, ziehst Du ihn in die ausgewählte Farbfläche Deines Bildes. Und oh Wunder: Die Hashtags sind unsichtbar – und trotzdem noch vorhanden. Den erkannt werden sie immer noch.

Wenn Du Deine Hashtags gut gewählt hast, stehen die Chancen gut, dass es Dein Storybild auf eine Ergebnis-Seite des zugehörigen Hashtags schafft. Für diese Hashtagauswahl ist es also wichtig, dass das Bild ein Volltreffer ist. Und dass die Konkurrenz nicht zu groß ist. Ich verwende deutsche Begriffe und vorwiegend solche, die Hashtag-Treffer im unteren bis mittleren Bereich erzielen.

Die Statistik (Insights) Deines Business Accounts hilft Dir weiter.

Die Statistik (Insights) Deines Business Accounts hilft Dir weiter.

Rechenaufgabe: Wieviele Treffer sollen es sein?

Nun weißt Du nicht, wie groß die Trefferzahl Deines Hashtags ist – bis Du es ausprobiert hast. Dazu gibst Du auf Deiner Startseite in das Suchfeld oben / oder mit Klick auf die Lupe unten de ersten Buchstaben Deines Hashtags ein. Schreibst Du #schwarzwald, erscheint das Wort an erster Stelle mit 868.351 Treffern. Das ist ziemlich viel, die Konkurrenz ist ziemlich groß. Bei #schwarzwaldliebe sind sind es noch 52.034 Treffer. Und wenn Du an der #schwarzwaldhochstraße unterwegs warst, dann gibt es dazu 9.270 Treffer.

Ich denke, alles was im unteren bis mittleren Tausender-Bereich ist (also vierstellig) bietet einen guten Kompromiss aus einem interessanten Suchwort und mäßiger Konkurrenz. Wenn Du meinst, dass Dein Bild auch gegen 50 Millionen anderer Bilder bestehen kann, dann kannst Du freilich auch die großen und sehr populären Hashtags aus Deinem Themenbereich benutzen.

Was ist noch wichtig?

Ich achte darauf, dass die Bilder in den Stories zum aktuellen Bild meines Feeds passen, meistens sind sie zur gleichen Zeit am selben Ort aufgenommen worden. Schön finde ich, wenn die Storybilder die Geschichte des ‘Hauptbildes’ im Feed weiter erzählen. Das Drumherum zeigen, andere Perspektiven, vielleicht auch mal sein Selfie.

Ich vermeide allerdings, lauter ähnliche Motive dort zeigen. Das wirkt, als hätte man vom gleichen Motiv noch jede Menge Bilder übrig, die man jetzt auch irgendwie zeigen will. Und ich halte eine überschaubare Zahl von Storybildern für wichtig, damit die Besucher nicht rasch weiter wischen, also ein bis vier Fotos.

Die Mischung machts

Das oben kritisierte Aufpeppen mit Grafiken, Textstickern, Umfragen kannst Du natürlich immer noch behutsam bei einem Bild in dieser Bildermischung unterbringen. Noch dezenter sind in meinen Augen kleine Texte zum Bild. Die verlangen zwar keine Interaktion vom Betrachter, verlängern aber seinen Aufenthalt in Deinem Bilderfeed.

Und das wiederum mag der Instagram Algorithmus. Denn weder die Bilder in Deinem Feed noch die in Deinen Stories werden jedes Mal alle Deine Follower zu sehen bekommen. Instagram versucht zu bewerten, wie gut Deine Bilder ankommen und lange Aufenthalte in Deinen Stories sind da ein gutes Zeichen.

Mehr Engagement seiner Follower erreicht man erfahrungsgemäß auch dadurch, dass man sich selbst mehr engagiert. Die oben angezeigten Stories also regelmäßig zu durchforsten und gerne Mal einen Kommentar oder eine Bewertung zu hinterlassen ist also eine gute Idee.

Kontrolle hilft

Und schließlich ist es auch hilfreich, die Storybilder ebenso wie die Bilder in Deinem Feed zu kontrollieren. Die Statistik ist zwar bei den Stories etwas mager. In den Insights Deines Business-Accounts findest Du die Reichweite einzelner Storybilder für maximal die letzten 14 Tage. Du erkennst in der Regel schnell, welche Bilder erfolgreicher waren als andere.

Etwas ausführlicher werden die Infos, wenn Du die Bilder einzeln aufrufst und nach oben wischst. Dann siehst Du auch Profilaufrufe, kannst im Einzelnen nachsehen, wer Deine Stories gesehen hat und erkennst, wie oft Deine Besucher auf Zurück, Weiter, Nächste Story gegangen sind oder die Stories verlassen haben. Am aussagekräftigsten ist dabei sicher der Schritt ‘Zurück’, weil das bedeutet, dass jemand Dein Bild länger betrachten wollte als die üblichen 15 Sekunden.

 

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