Instagram Foto-Stories ohne Vorlagen

Instagram Foto Stories ohne Vorlagen: Viel lässt sich mit Textelemente machen, wenn man einen Stil für die Darstellung erst einmal festgelegt hat.

Instagram Foto Stories ohne Vorlagen: Viel lässt sich mit Textelemente machen, wenn man einen Stil für die Darstellung erst einmal festgelegt hat.

Instagram Stories mit Fotos zu gestalten geht vermeintlich leichter mit Instagram Vorlagen. Apps wie Unfold oder Storyluxe bieten sogenannte Templates für die Hochformatbilder an, die den Gestaltungs-Aufwand verringern sollen. Diese Apps und Instagram Vorlagen haben viele Fürsprecher. Und tatsächlich stößt man immer wieder auf Foto-Stories, die ganz offensichtlich unter Verwendung solcher Instagram Vorlagen gestaltet wurden und ziemlich schick aussehen. Aber wie so oft haben einfache Lösungen auch Nachteile. Nach meiner Erfahrung geht gerade die Gestaltung etlicher Stories in einem Rutsch ohne Instagram Vorlagen manchmal auch einfacher – ohne Einbußen an Qualität und Originalität.

Einer der möglichen Nachteile von halbfertigen Lösungen durch Instagram Vorlagen ist die mangelnde Individualität. Natürlich sind auch die Gestaltungsmöglichkeiten der Storyfotos in der Instagram App eingeschränkt. Insofern spielt das für viele Instagramer nicht die entscheidende Rolle. Aber gerade wer seinen Instagram Account als Schaufenster für seine Fotos und / oder für seine Gestaltung nutzt, der wird bei Verwendung des immer gleichen Stils etwas Bauchgrimmen haben.

Vorzugsweise Fotografen wollen natürlich ihre Bilder im besten Licht darstellen. Die Verwendung von Templates, die man über zahlreiche Accounts hinweg immer wieder findet und auch leicht erkennt, schmälern etwas den künstlerischen Anspruch. Die App-Anbieter wollen dem vorbeugen, in dem sie verschiedene Design-Pakete für Instagram Vorlagen im Angebot haben, von denen es einige gratis gibt, andere muss man zukaufen.

Instagram Vorlagen – leicht wieder erkennbar

Wer die Templates einige Zeit selbst genutzt hat, der erkennt leicht das Muster von Rahmen, der Anordnung mehrere Bilder auf einer Seite und diversen Schriften.  Und weil Fotografen sehr viel Zeit mit Programmen wie Photoshop verbringen, erkennen sie schnell nicht nur die Machart, sondern wissen auch gleich, wie man das am eigenen Rechner selbst so oder ähnlich gestalten kann.

Der Nachbau von Templates ist wenig sinnvoll. Aber wer die – nach seinem eigenen Geschmack – schönsten Stories analysiert, der kommt oft zu einfachen und ansprechenden Anregungen, wie man den eigenen Stil am besten ausdrückt.

Instagram Foto Stories „naked”: Derzeit meine favorisierte Lösung sind Bilder ohne jegliche ablenkende Elemente.

Instagram Foto Stories „naked”: Derzeit meine favorisierte Lösung sind Bilder ohne jegliche ablenkende Elemente.

Naked – die schlanke Lösung: nur Fotos

Fotografen schauen sich Stories sicher anders an, als andere Nutzer. Das Bild steht im Mittelpunkt und sollte den eigenen Stil transportieren. Durch Gestaltung und Bildaufbau, durch ganz bestimmte „Moods“, Lichtstimmungen und Farbpaletten, die die eigenen Bilder dominieren. In diesem Fall ist weniger auch mal mehr: Statt eingeklinkter Texte, Emojis und Gifs, die uns immer für mehr Engagement bei unseren Followern ans Herz gelegt werden, sprechen gute Bilder für sich. Und wer statt einem Foto gleich drei oder auch mehr Fotos in seine Story einbindet, der hat gute Möglichkeiten, diesen Stil auch ohne weitere Elemente zu verdeutlichen. Derzeit sind Bilder „ohne Alles” mein Favorit.

Gestaltungsmittel Schrift

Sicher geht es nicht nur mir so, dass die verfügbaren Grafiken, Emojis und GIFs bei guten Fotos als eher störend empfunden werden. Wem das Vertrauen auf den eigenen Bildstil alleine nicht ausreichend erscheint, der sollte als erstes und wichtigsten Gestaltungsmittel Schriften verwenden. Und wer mit der Schriftauswahl der Instagram App nicht zu frieden ist (und wer ist das schon?), der kann kann eigene nutzen. Der Text ist dann für Instagram nicht „lesbar sondern verpixelt, und nur ein optisches Element. Aber mit Hashtags, Erwähnungen und Standort bleiben ja die wichtigsten inhaltlich Angaben in der App nutzbar (man kann sie verstecken und sie sind trotzdem nutzbar!).

Wie bei anderen Gestaltungsfragen, zum Beispiel bei Printprodukten oder Webseiten, ist die richtige Auswahl und Kombination von Schriften schon die halbe Miete. Ich finde eine sachliche Schrift mit klaren Linien, mit oder ohne Serifen, wichtig für Infos. Und eine weitere Schrift, die einer Handschrift ähnelt, sollte die persönliche Ansprache übernehmen, die eigenen Empfindungen ausdrücken und etwas Persönliches rüberbringen.

Mehr braucht es meiner Ansicht nach nicht. Und auch bei den Farben schätze ich Zurückhaltung. Ein dunkler und ein heller Farbton sind je nach Motiv zutreffend und ausreichend.

Mit Presets kannst Du den eigenen Stil auf verschiedene Bildmotive übertragen.

Mit Presets kannst Du den eigenen Stil auf verschiedene Bildmotive übertragen.

Gestaltung durch Bildstile und Presets

Sogenannte Presets in Photoshop und Lightroom bilden einen ganz persönlichen Farbstil und eine eigene Stimmung ab. Im Gegensatz zu den Templates halte ich Presets für wirklich sinnvoll, um seinem Instagram Account einen durchgängig eigenen Stil zu verleihen.

Apps und Programme

Ein großer Vorteil individueller Gestaltung der Story-Fotos ist in meinen Augen die „Massenverarbeitung”. Die App mit Preset erleichtert es zwar, den Stil der Bilder von gestern und vorgestern leicht zu wiederholten. Wer in einem Rutsch aber drei oder zehn oder 30 Bilder verarbeitet, der kommt mit seinen Routinen am Rechner oder Smartphone oft schneller voran.

Mit einfachem Copy und Paste von formatierten Stellvertreter-Texten, die man für jedes Bild individuell anpasst, spart man viel Zeit. Wer im Story-Format von 1080 x 1920 Pixeln gleich mehrere Fotos unterbringen möchte, der kann sich dafür leicht eine Maske erstellen. Um flott voran zu kommen bieten sich die favorisierte Bildverarbeitung auf dem Desktop-Rechner an. Oder die Nutzung eines Online-Dienstes wie Canvas.

Hilfreich ist es, nicht nur das fertige Maß für die Story-Fotos stets vor Augen zu haben (1080 x 1920 Pixel), sondern auch Hilfslinien oben und unten zu verwenden, damit sich die anderen Elemente der Story-Seite nicht mit den wichtigen Inhalten des Story-Fotos überschneiden. Zunehmend beliebt ist es auch, das eigene Logo, eine Unterschrift oder einen Copyrightvermerk ins Bild einzublenden. In meinen Augen ist das nicht nur die effektivste Art, Bildwirkung zu zerstören.

Auch der Effekt bei den Followern ist meist nicht wie gewünscht: Aha, jetzt schaue ich mir Werbung für einen Fotografen an. Und die vermeintliche Schutzwirkung existiert schlicht nicht, weil sich das leicht entfernen lässt. Das Urheberrecht ist übrigens so eindeutig, dass diese Hinweise meiner Ansicht nach unnötig sind.

Templates – da, wo es nötig ist

Dass Templates dennoch ihre Vorteile haben ist klar. Und spätestens, wenn man die Stories für Werbung nutzt, gewinnen die Apps mit Templates wieder an Attraktivität. Zwar lassen sich auch Anzeigen im Story-Format wie oben geschildert selbst darstellen. Um mit wenig Aufwand den etwas „polierten” Look zu erreichen, sind einige Lösungen doch sehr brauchbar.

Hier spielt in meinen Augen auch eine wichtige Rolle, dass es bei Anzeigen und Werbung eben oft nicht in erster Linie um Authentizät und Individualität geht, wie bei einem Fotografen-Account. Sondern um den professionellen Eindruck von Verkaufen und Organisieren. Wenn ich meine Bilder veröffentliche, dann will ich meine eigene Handschrift zeigen. Und wenn ich eine Anzeige schalte – auch als Fotograf – dann geht es eher um die Zuverlässigkeit des Shop-Anbieters. Kreative Lösungen sind da nicht so vertrauenerweckend, wie eine gut geölte Verkaufsmaschine.

 

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