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Belichtungsmessung mit dem iPhone

Belichtungsmessung mit dem iPhone für Aufnahmen mit Film. Mein Favorit ist die minimalistische App Lightmate.

Belichtungsmessung mit dem iPhone für Aufnahmen mit Film. Mein Favorit ist die minimalistische App Lightmate.

Belichtungsmessung mit dem iPhone kann auch heute noch (oder wieder) eine gute Sache sein. Das trifft natürlich vor allem für Film-Fotografen zu. Also all diejenigen, die noch mit einer analogen Kamera Kleinbildfilme oder Rollfilme belichten. Bei mir ist es eine alte Panoramakamera der Marke Noblex, der eine App – sehr elegant – auf die Sprünge hilft.
Wie immer auch in diesem Artikel: Keine Werbung, kein Sponsoring oder bezahlte Partnerschaft.

Für Filmfotografie hat die ISO-Vorgabe Priorität. Dank 1/3-Abstufung geht auch ISO 160.

Für Filmfotografie hat die ISO-Vorgabe Priorität. Dank 1/3-Abstufung geht auch ISO 160.

Meine Panoramakamera war lange nicht in Betrieb, dann musste sie nach einem ersten Versuch repariert werden. Vor dem Testfilm, der die kurzzeitige Rückkehr zur analogen Fotografie markieren sollte, stand die Suche nach einer Belichtungsmesser-App. Denn den alten Gossen wollte ich nicht mehr mit mir herumtragen.

Zur Wahl standen für diese etwas spezielle Art der Panoramafotografie (es gibt modernere und einfachere Wege) das Mitnehmen einer modernen Digitalkamera wie der Canon EOS M6, um damit die Belichtung zu messen. Und das Installieren einer App auf dem iPhone.

Doch die erste Auswahl an Apps war zumindest in optischer Hinsicht für mich eher unbefriedigend. Das Design gefiel mir oft nicht, die Kosten dagegen (wenige Euro) hätte ich nicht gescheut. Meine Wahl fiel letztlich auf die App Lightmate.

Eigentlich fürs Hochformat gedacht. Aber bei Panoramafotos ist die Handhabung im Querformat nützlicher.

Eigentlich fürs Hochformat gedacht. Aber bei Panoramafotos ist die Handhabung im Querformat nützlicher.

Minimalistisch und schön

Das Design ist schlicht und schön, um nicht zu sagen minimalistisch. Das ganze Display zeigt das aufzunehmende Motiv, wahlweise durch die Front- oder die Rückkamera.

Die eingeblendeten Zahlenwerte beschränken sich auf Zeit, Blende und ISO. Beim Antippen eines der Werte lassen sich mit einem Schieberegler die Werte verändern, worauf sich logischerweise erst einmal einer der anderen Werte veränderte.

Wenn man also die Blende weiter öffnet, verändert sich der Wert für die Verschlusszeit und umgekehrt. Der ISO-Wert bleibt erst einmal gleich. Was nur logisch ist. Schließlich verwendet man die App wahrscheinlich mit einer analogen Filmkamera und da kann man nicht einfach den ISO-Wert ändern, wenn der Film eingelegt ist.

Spot-Messung und Feinjustierung

Besondere Bonuspunkte gibt es nach meinem Empfinden für eine Art Spot-Messung. Erfolgt die Belichtungsmessung zunächst über das ganze Motiv, kann man mit einem Finger-Tipp auf eine Stelle des Displays die Belichtungszone eingrenzen.

Und ebenfalls sehr löblich sind die wenigen, aber wichtigen Einstellmöglichkeiten der App über die Apple Einstellungen des iPhone. Hier kann man die Belichtungsstufen für Zeit, Blende und ISO auf volle, halbe und Drittel Stufen einstellen. Damit erhält auch mein Kodak Portra 160 die richtige Basis für die Belichtungsmessung.

Screenshots als Notizen

Es kommt selten vor, dass man bei einfachen, minimalistischen Lösungen kein Aber hat: Aber man könnte doch noch dieses oder jenes Feature hinzufügen. Von mir gibt es in diesem Fall kein Aber. Diese App ist genauso, wie ich sie haben möchte. Und ich finde die Darstellung so gelungen, dass ich bei etlichen Messungen auch gleich Screenshots gemacht habe.

Weil das Display so schön aussieht. Und weil ich später die vergrößerten Panorama-Abzüge und ihre Aufnahmedaten mit den Aufnahmen meiner Canon EOS M6 vergleichen möchte (da stehen die Aufnahmedaten in den Meta-Daten).

Kostet nix, taugt trotzdem was und sieht auch noch gut aus: Lightmate.

Kostet nix, taugt trotzdem was und sieht auch noch gut aus: Lightmate.

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Joachim Ott

Journalist & Fotograf

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