Fotoprojekt für zuhause: die Home Story

Fotoprojekt zuhause: Home Story

Fotoprojekt zuhause: Home Story

Ein Fotoprojekt zuhause zu realisieren, das entspricht für die meisten von uns nicht den Idealvorstellungen vom Fotografieren. Die besten und schönsten Motive warten draußen, so zumindest die Erfahrung in vielen Fällen. Auch um Licht und Beleuchtung brauchen wir uns hier keine großen Gedanken zu machen. Wer jetzt längere Zeit zuhause verbringt, der hat wahrscheinlich die meisten nahe liegenden Lösungen schon erledigt: Das Bildarchiv auf Vordermann bringen, Lightroom aufräumen, ein paar Aufnahmen für Prints heraus suchen, die letzten Urlaubsbilder bearbeiten.

Aber der Wunsch nach der Kamera zu greifen wird allmählich doch ziemlich groß. Zeit also für ein Fotoprojekt zuhause. Deswegen hier ein Beispiel, wie Du auch zuhause wieder interessante Motive beim Blick durch den Sucher ausfindig machen kannst. Und mehr noch: Wie Du ein richtiges Fotoprojekt zuhause daraus machst.

Geschichten erzähllen mit Bildern: Das klappt auch in unaufgeregten Zeiten wie diesen, wenn man sich Zeit für ein Projekt nehmen kann.

Geschichten erzähllen mit Bildern: Das klappt auch in unaufgeregten Zeiten wie diesen, wenn man sich Zeit für ein Projekt nehmen kann.

Wichtig für Dein Fotoprojekt zuhause ist, dass Du das meiste dafür schon haben solltest. Und wenn Du je noch etwas einkaufen möchtest dafür, dann sollte es schnell zu bekommen sein und – aus Gründen – möglichst auch preiswert.

Erstes Fotoprojekt zuhause

In wenigen Jahren wird diese Zeit des Coronavirus (oder andere Zeiten, in denen zuhause förmlich angebunden warst) ein weißer Fleck sein. Weil keine Bilder davon existieren. Wer will sich und andere auch dauernd zuhause fotografieren, wenn nichts passiert? Aber eine Geschichte auch in diesen Zeiten nicht nur ausfindig zu machen, sondern sie auch ansprechend zu erzählen, das ist eine wichtige Grundlage für jeden, der gerne und viel fotografiert.

Denn darum geht es in diesem Fotoprojekt zuhause und letztlich bei allen unseren Bildern: Sie sollen eine Geschichte erzählen. Den großen Meistern gelingt das in einem Bild. Aber eine Bilderstory ist oftmals der bessere Weg, wenn man erst einmal weiß, was man erzählen möchte.

Home-Projekte aus der Küche, an die man sich erinnern möchte.

Home-Projekte aus der Küche, an die man sich erinnern möchte.

Stilfragen

Der Stil Deiner Story wird wahrscheinlich derjenige sein, der Deine Herangehensweise ans Fotografieren und Deine Bilder auch bisher prägte. Zum Beispiel dokumentarisch: In einer Art Tagebuch festhalten, was passiert – oder nicht passiert. Auch bei sachlichen Dokus kann man Dinge ins rechte Licht Licht rücken und Fotos ansprechend gestalten. Das können Dinge sein, die jetzt auf einmal zu Deinem Alltag gehören. Oder anders herum, Dinge, die Du vermisst.

...und dann haben wir ein Video für die Großeltern aufgenommen.

…und dann haben wir ein Video für die Großeltern aufgenommen.

Künstlerisch, in Szene gesetzt: Drama Baby! Dazu können Porträts und Selbstporträts gehören, schauspielerische Fähigkeiten und Ausdrucksstärke. Oder eben auch das Spielen mit Objekten und das Arrangieren verschiedener Dinge.

Experimentell, auf neuen Wegen: Neue Perspektiven kann man mit der Drohne im Wohnzimmer erreichen oder mit dem Tele imTreppenhaus. Doppelbelichtungen sind ein gutes Thema, um etwas einmal ganz anders darzustellen, Langzeitbelichtungen ebenfalls.

Auch wenn jede einzelne Aufnahme viel Aufmerksamkeit verlangt, solltest Du das Große und Ganze bei Deiner Home Story nicht aus dem Blick verlieren. Erzählen die Bilder wirklich eine Geschichte? Finde ich darin wieder, was die Zeit zuhause für mich bedeutet hat?

Ältere Objektive und längere Zeit nicht mehr verwendete Zubehör können die Fantasie für Home Stories anregen.

Ältere Objektive und längere Zeit nicht mehr verwendete Zubehör können die Fantasie für Home Stories anregen.

Und die Technik?

Prinzipiell lässt sich das alles ohne viel Technik umsetzen. Ein Smartphone mit Kamera genügt, eine einfache Kompaktkamera mit Standardzoom tut es auch. Aber wenn Du länger fotografierst stehen die Chancen gut, dass noch reichlich Technik verfügbar ist. Alte Stative können zusätzlich eingesetzt werden, um Dinge zu platzieren, auch Aufhell-Kartons oder Abschattungen. Blitzgeräte können ebenso gut zum Einsatz kommen, wie alte Objektive oder alte Kameras, die man lange nicht mehr genutzt hat.

Mein Fundus reicht zum Beispiel von einfachen analogen Film-Kameras aus Plastik über wirklich alte Foto-Apparate über Polaroidkameras bis zu Panoramaformat-Kameras und älteren digitalen Modellen. Und da gibst teilweise auch älteres Zubehör wie Drahtauslöser, Fernsteuerungen, Blitzkabel etc. Zeit für Neu-Entdeckungen.

Auch in den eigenen vier Wänden lassen sich Fotoprojekte finden.

Auch in den eigenen vier Wänden lassen sich Fotoprojekte finden.

Sammeln, Auswerten, Veröffentlichen

Auch wenn sich die meisten nach dem Spass beim Fotografieren zurücksehnen, die Nacharbeiten sind nicht unwichtig, damit ein abgeschlossenes Projekt draus wird. Im einfachsten Fall schlummert die Bildausbeute zur thematischen Zusammenstellung in Deinem Rechner. Im besten Fall wird ein kleines gedrucktes Werk draus. Ausgedruckte Bilder – und wenn sie nur von einem Mini-Drucker kommen, lassen sich als selbstklebendes Zink Fotopapier in Hefte oder Alben kleben. Und erklärende Texte tragen dazu bei, einen Teil der aktuellen Stimmung später wieder aufleben zu lassen.

 

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