Timelapse-Tipps für schnelle Zeitraffer-Aufnahmen

Drei schnelle Timelapse-Tipps

Drei schnelle Timelapse-Tipps

Hier meine drei Timelapse-Tipps um ein bißchen Zeit zu sparen. Denn die Zeitraffer-Aufnahmen braucht jeder, der Videos macht – irgendwann mal. Und wahrscheinlich braucht sie auch fast jeder, der irgendeinen Social Media Account hat. Denn sie sind umkompliziert zu machen, sie lockern jeden Inhalt und jeden Account auf und sie fesseln alle Besucher – denn losreißen kann man sich davon kaum. Dazu trägt auch bei, dass man um die Kürze dieser Filmschnipsel weiß.

Das wars denn auch schon mit den Vorteilen, denken sich jetzt manche kritischen Geister, die bislang von den Zeitraffer-Videos lieber die Finger gelassen haben. Denn tatsächlich haben die attraktiven Video-Schnipsel auch ihre Schattenseiten. Da ist zunächst der Zeitaufwand. Für zehn Sekunden Timelapse sitzt man in der Regel rund 21 Minuten neben seinem Stativ. Das kann entspannend sein – aber auf die Dauer auch ganz schön langweilig. Außerdem kann man nicht einfach auf den Knopf drücken: Jedes Timelapse braucht zumindest eine minimale Berechnung, damit ich weiß, wie lange ich Fotoreihen oder Videoaufnahmen machen muss, damit ich nachher – wieviele? – Sekunden fertiges Material erhalte. Und dann sind da noch die Tücken der Technik: Eine Timelapse-Aufnahmen kann flickern, der Weißabgleich ändert sich und / oder die Belichtung. Und dann kommen keine harmonischen 10 Sekunden Videomaterial dabei heraus.

Deswegen hier meine drei Timelapse-Tipps für die einfachsten und komfortabelsten Timelapse-Aufnahmen. Aber vorher noch eine kurzer Tipp, wie man die Aufnahmedauer abschätzen kann: In der Regel geben 25 Frames pro Sekunde eine Sekunde Video.  Für mich als praktisch erwiesen haben sich sechs Sekunden Timelapse. Das sind 150 Bilder insgesamt, und bei einem Aufnahme-Abstand von 1 Sekunde dauert die Aufnahme dann 150 Sekunden = 2,5 Minuten. Ein Sekunde Abstand ist zum Beispiel ganz gut für Autoverkehr. Langsamere Bewegungen wie Wolken brauchen eher 5 Sekunden Abstand, also 5 mal soviel Zeit, also 12,5 Minuten. An diesem Raster kann man sich schnell entlang hangeln, wenn man nicht jedes Mal mit dem Smartphone die Zeiten berechnen will.

Das Raster kann man sich auch für 10-sekündige Videoschnipsel berechnen und merken. Wichtig ist nur, dass Du nicht trippelnd neben Deinem Stativ stehen musst, sondern Deine 12 oder 20 oder 50 Minuten irgendwie anders nutzen kannst.

Timelapse-Tipp: Dein Video einfach beschleunigen

Experten raufen sich dabei die Haare, aber ja, es geht in jedem einfachen und kostenlosen Schnitt-Programm wie zum Beispiels iMovie. Du nimmst einfach ein paar Minuten ”normales” Video auf und beschleunigst nachher in der Software die Wiedergabe. Das geht in einfachen Schritten, zum Beispiel 2x, 4x, 10x. Manchmal auch mit eleganten Übergängen oder einem einem Wechsel von Zeitraffer zu Zeitlupe. Bei dieser Methode kannst Du auch ganz einfach berechnen, um wieviel Deine Aufnahmezeit sich im Vergleich zur Wiedergabezeit verlängert.

Fürs große Abendkino eignet sich die Methode nicht, aber sie hat durchaus auch qualitative Vorteile. So kannst Du ganz normale 4k-Videos machen und erhältst nacher 4k-Zeitrafferaufnahmen. Und die beinhalten sogar die Möglichkeit, dass Du ins Bild hineinzoomst, wenn Du Dein 4K-Material später mit normaler HD-Auflösung (1920 x 1080) wiedergibst. Das bedeutet Vergrößerungen von bis zu 200 Prozent ohne Qualitätsverlust. Und vor allem auch eine dynamische Komponente durch die vermeintliche Kamerabewegung. Denn durchs Zoomen kommt eine Bewegung ins Bild, die Du sonst nur durch viel Technik erreichst.

Nutze eine Actionkamera

GoPro und Konsorten können Timelapse ziemlich gut. Gerade auch die älteren Modelle, die noch kein fertiges Timelapse-Material erzeugen, sondern nur eine große Menge an Bildern. Die kostenlose Schnittsoftware zur GoPro erlaubt eine ziemlich gute Bearbeitung. Du kannst auch hier die Bilder bearbeiten, den Ausschnitt festlegen und verändern. Und dadurch erhältst Du ebenfalls die Möglichkeit zum Ein- oder Auszoomen und den genannten dynamischen Effekt. Das klappt auch hier qualitativ ohne Einbußen, weil die Einzelbilder wesentlich größer sind, als die 4K-Auflösung (3840×2160 Pixel).

Du sparst auch mit diesem Timelapse-Tipp Zeit, denn die weitwinklige GoPro-Aufnahme ist eher ein Goodie, eine Dreingabe. Die entsteht sozusagen nebenher, während Du mit einer anderen Kamera oder Deinem Smartphone Fotos oder Timelapse-Aufnahmen machst.

Kombiniere Deine Kameras

Die Zeit für die Zeitraffer kann ziemlich lang werden. Erst recht, wenn es nicht bei einer Aufnahme bleibt. Und wenn Du eine moderne Kamera hast, die diese Funktion eingebaut hat, dann sparst Du zwar etwas Zeit bei den Einstellungen, musst aber dennoch viel Zeit „Absitzen”. Deswegen lautet mein Rat: Aktiviere Deine alten Kameras!

Meine Hauptkameras zum Beispiel, die Lumix LX100 und die Canon EOS M6 können Timelapse-Aufnahmen nicht nur steuern, sondern auch kameraintern bearbeiten und fertigstellen. Mit einer preiswerten Fernsteuerung kannst Du aber auch Deine alte DSLR – ohne integrierte Zeitraffer-Funktion – für Timelapse nutzen. Danach musst Du Deine Bilder eben selbst in ein Timelapse-Video verwandeln, aber dafür findest Du viele Anleitungen, zum Beispiel für Lightroom. Und diese Bearbeitung geht in der Regel schneller, als die oben im Beispiel erwähnten 20 Minuten für eine weitere Zeitraffer-Aufnahme von 10 Sekunden Länge.

Mit einem zweiten Stativ, einem Gorilla-Pod oder einem Mini-Stativ kannst Du vor allem auch Dein Smartphone oder Deine Actionkamera zusätzlich einsetzen. Damit bist Du schon bei vier verschiedenen Aufnahme, die Du am besten mit vier verschiedenen Blickwinkeln machst. Spätestens wenn Du bei Aufnahmezeiten von 20 Minuten pro Clip angelangt bist, lohnt sich jeder weitere Kamera, die Du nutzen kannst. Auch zwei Smartphones bringen einen bedeutenden Zeitvorteil. Und im Zweifelsfall kannst Du auch „unechte” Zeitraffer, wie die oben beschriebenen beschleunigten Videos nutzen, wenn Du noch eine weitere Videokamera hast.

Mein Fazit

Wenn Du erst richtig auf den Geschmack gekommen bist, wirst Du bald viel Zeit in Zeitraffer-Aufnahmen investieren. Für den schnellen Erfolg, für das Sammeln von Erfahrungen und für B-Roll-Material für Dein nächstes Videos solltest Du diese Timelapse-Tipps ausprobieren, damit Du schnelle und gute Ergebnisse erzielst.

 

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