Gimbal fürs iPhone: eine lohnende Anschaffung?

Vor wenigen Tagen hat Videofilmer Philip Bloom ein Handy-Video veröffentlicht. Wahrscheinlich eine Auftragsproduktion für Werbezwecke für den Handy-Hersteller. Das einminütige Video zeigte nicht so sehr die Vorzüge des Handys als vielmehr den sinnvollen Einsatz eines Gimbals: Diese Handheld-Geräte sind inzwischen für 200 bis 300 Euro zu haben, gleichen Wackler in drei Ebenen aus und erlauben auch sehr sanftes Schwenken.

Wie alle, auch die kleineren Videos, zeigt dieser Film, dass jemand mit soviel Erfahrung wie Bloom und einem Gespür für Bilder mit fast allem ansprechende Darstellungen kreieren kann.

Verwendet wurde dabei wohl ein eher preiswertes Gimbal von Zhiyun, preislich liegt das derzeit so um die 200 Euro.

Wenig später liefen die ersten Berichte und Videos ein von einem neuen Produkt des Drohnen-Herstellers DJI. Dort hatte man das an der Drohne eingesetzte Gimbal bereits zuvor mit der auch im Fluggerät verbauten 4K-Kamera angeboten. Mit 500 bis 600 Euro war diese Lösung wohl weniger massentauglich. Jetzt wurde zur IFA ein neues Gimbal vorgestellt, das DJI Osmo mobile.

Es kann mit Smartphones eingesetzt werden und eine App zaubert all die beeindruckenden Fähigkeiten der Drohnen-Kamera aufs Handy. Preisangabe derzeit 330 €, allerdings ist das Gimbal derzeit nur direkt beim Hersteller erhältlich.

Wer bereits ein gutes Handy für Video-Aufnahmen nutzt der erhält damit wohl eine der besten Lösungen, auf schnellem Weg unverwackeltes Material in guter Qualität zu bekommen.

Hier zwei Produktvorstellungen in englisch und deutsch. (Nein, das ist keine bezahlte Werbung.)

Videos für Soziale Medien wie Instagram und Facebook

Dieses Video des Youtube-Kanals „The Edit Room“ zeigt recht anschaulich, wie man quadratische Videos fürs Social Web in Final Cut Pro X erstellt. Ich habe diese Anleitung auch benutzt, um ein Outdoor-Kaffee-Video für Instagram und Facebook aus dem vorhandenen Material zu erstellen. Warum brauchts dieses spezielle Format?

Instagram hat jetzt Stories, Facebook wird nicht müde, die Verwendung von Videos zu propagieren: Zwei der Großen setzen – wie alle anderen – auf Videos im News Feed, haben aber auch besondere Regeln. Snapchat und Beme lassen wir mal außen vor, die haben ganz eigene Regeln und Zielgruppen. Für die anderen lohnt sich, etwas mehr Aufwand für maßgeschneiderte Videos in guter Qualität zu treiben.

Wobei jetzt nicht alle erschrecken müssen, die ihre Video-Schnipsel locker aus der Hand mit dem Smartphone schießen. Alles ist gut so, wenn man es selbst schön findet und auch positive Rückmeldungen bekommt. Viele haben über die Jahre einen immer höheren Aufwand getrieben, um im Social Web mit guten Fotos zu beeindrucken. Die wollen jetzt logischerweise auch mit den Videos Erfolg haben. Vielleicht hilft das andere Format?

Es gibt andere Werte für soziale Kommunikation, das kann man sich auch sagen. Aber wenn man mit guten Bildern seine Anhängerschaft verwöhnt, will man auch mit Videos eine ansehnliche Reichweite. Dass gut gemachte Mini-Videos in astronomische Höhen (bei den Zuschauerzahlen und Likes) vordringen, belegen am besten die so beliebten Food-Mini-Videos. Meistens wird dort eine Anleitung auf wenige Sekunden zusammengepresst. Mit Zeitraffer und schnellen Schnitten wird in ein bis zwei Minuten gezeigt, wie eine Rezept umgesetzt wird.

Die Video-Zahlen sprechen für sich

Schönes Beispiel ist das Food-Blog pinchofyum.com: Die quadratischen Klein-Videos in dessen Instagram-Account erreichen teilweise höhere Zuschauerzahlen als die Followerzahl, bis zu 274.000. Nun ist die Website schon kein gewöhnliches Food-Blog, der Aufwand in jeder Hinsicht professionell und die Kommerzialisierung sehr effektiv. Das merkt man auch den Videos an.

Für Foodblogger, die deutlich weniger Aufwand treiben stellt sich schon die Frage, ob sich ein solcher Aufwand lohnt. Zumal jeder Trend eine begrenzte Lebensdauer hat. Dieser hier könnte länger andauern. Aber ich zum Beispiel überspringe animierte Bilder oder solche Kurzvideos in meinem Instagram-Feed inzwischen. Denn sie kosten im Endeffekt auch den Zuschauer viel Zeit. Und sie sind (für mich) entbehrlich. Wer etwas nachkochen möchte, der sucht letztlich nach einem Rezept und einer Anleitung. Und die wählt man nicht zwangsläufig dort aus, wo man das Mini-Video gesehen hat.

Quadratisches Format ist besser

Wer mit Videos ein bißchen Erfahrung hat, dem hilft das obige Video vielleicht weiter. Denn oftmals kommt man als Ungeübter schon ins Grübeln, wenn es darum geht ein quadratisches Video zu erstellen, das nicht viel Speicherplatz braucht.

Das quadratische Format eignet sich für Instagram und Facebook in meinem Augen auch besser als jedes andere. Es ist immer noch ein Hingucker, nutzt die Anzeigefläche auch der Smartphones gut aus und zeigt mehr, als das Standardformat.

Zum Einsatz von Videos in den Sozialen Medien gibts einige Beiträge im Netz, die weiterhelfen. Sie lassen sich freilich nicht nur im Food-Bereich gut verwenden, aber dort sind sie derzeit besonders hoch im Kurs. Grund dafür ist sicher, weil man von vorneherein weiß, dass es einen konkreten Inhalt und ein Ziel gibt. Wer den wackeligen Videoschnipseln auf Instagram folgt, die oft auch im Profil verknüpft sind, der durchleidet oftmals viele langweilige Zufalls-Aufnahmen, die auch durch Schrift und Grafik nicht wirklich verbessert werden.

Generelle Tipps für Social Media Videos

Ein paar generelle gute Tipps sind für mich, …

– dass man sich gut überlegen sollte, ob man das ganze Video in den Sozialen Medien einstellt. Vielleicht reicht ein Appetithappen, um Besucher auf die eigene Website zu ziehen

– dass man auf den Ton getrost verzichten kann. Denn die meisten Facebook-Besucher schalten den (aus Gründen) sowieso ab.

– und dass man nicht den gleichen aber einen ähnlichen Effekt auch mit animierten GIFs erreichen kann. Dabei ist egal ob man sie manuell zusammensetzt oder mit einer App aus einem Video-Abschnitt erzeugt.

Instagram-Videos kommen gut an: 274.00 Besucher interessierten sich dafür, wie man eine Avocado-Rose schneidet

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Storytelling-Website: „She Explores” über Women on the road

She-Explores-Website

Wenn es um das Thema Outdoor geht, um Campervans und um Abenteuer, die man auf Achse erlebt, dann sind meistens die Männer im Blickpunkt. Typische Abenteurer eben. Frauen tauchen meistens als „die Frau an seiner Seite” auf. Dabei gibt es ganz offensichtlich auch etliche Frauen, die mit einem Van oder einem Wohnmobil (oder Vergleichbarem) unterwegs sind – für eine bestimmte Zeit oder dauerhaft.

Die Website Women on the Road — She Explores: Women in the outdoors. zeigt einige Beispiele. Mit Interviews, schönen Bildern und aussagekräftigen Texten. Das Spektrum reicht von der großen Reise im alten VW-Bus über Expeditionen im Spezial-Fahrzeug bis zu denjenigen Frauen, die ihren Lebensstil radikal geändert haben und nun in ihrem Haus auf Rädern leben.

Zu den spannenden Geschichten gehören nicht nur die Abenteuer, die sie erleben. Es geht auch um ganz praktische Dinge, die das Leben unterwegs betreffen oder um den Ausbau des auserwählten Vehikels, das sie auf ihren Reisen begleiten soll.

So weit ich das übersehen kann, spielen alle Beispiele in Amerika oder anderen „großen” Ländern mit viel Platz, auch für Individualisten auf Achse. In vielen europäischen Ländern ist solch ein Leben nur schwer vorstellbar. Aber für Reisen jeder Art enthalten die spannenden Geschichten auf jeden Fall genügend Anregungen.

Die Seite „She Explores” sieht sich als „… a growing resource for the creative outdoors woman.” Dahinter stecken die Gründerin Gale Straub sowie die Redakteurin Jaymie Shearer und etliche Mitarbeiterinnen bzw. Autoren.

Interviews mit reisenden Frauen

Bei großer Hitze: In die Wutachschlucht

Eines unserer Standard-Vorhaben, wenn es im Sommer in der Rheinebene recht heiß zu werden droht: In den Schwarzwald flüchten, für eine Wanderung in schattigen, kühlen Wäldern. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass diese Pläne bislang selten aufgegangen sind: Meistens war es auch dort sehr, sehr heiß. Und die Wanderung verlief natürlich nicht immer im Schatten. Und die größten Steigungen sind – man ahnt es schon – in der prallen Sonne. Die einzige verlässliche Ausnahme war die Wutachschlucht: garantiert kühl und schattig. Wer nicht die gleiche Strecke wieder zurücklaufen möchte (oder gar oben in der Sonne den Rückweg antreten will), der sollte morgens den Hinweg vom Parkplatz mit dem Bus bewältigen und dann zurück durch die Schlucht laufen.