Die Crux mit Social Media Fotos: Planung hilft

Social Media Fotos lassen sich am leichtesten für den Instagram-Account vorausplanen, können aber nur übers Smartphone und zum aktuellen Zeitpunkt hochgeladen werden.

Social Media Fotos lassen sich am leichtesten für den Instagram-Account vorausplanen, können aber nur übers Smartphone und zum aktuellen Zeitpunkt hochgeladen werden.

Immer mehr Blogger, Website- und Shop-Betreiber versuchen mit dem rasant wachsenden Tempo bei den Sozialen Medien mitzuhalten. Und dazu muss man ständig neue Mitteilungen und Social Media Fotos veröffentlichen. Oft geht es nicht mehr nur um Kontaktpflege bei Facebook und Google plus, auf Instagram oder Twitter. Es geht auch meistens nicht mehr nur um eigene, private Anliegen, die eigene Website, sondern auch um die Firmen-Website, den Shop. Und Posts mit guten Social Media Fotos  werden öfters geöffnet. Woher also nur all die tollen Fotos bekommen – und nicht stehlen? Wer relativ viel Zeit in den sozialen Netzwerken verbringt, für den lohnt sich etwas Planung, um gute Bilder zu bekommen.

Früher war das ganz nett: Man teilte ein schönes Foto, das man am Wochenende gemacht hatte, auf Facebook und bekam positive Rückmeldungen. Toll. Heute versuchen viele, mindestens einmal am Tag zu posten, um in den schnellebigen Feeds nicht unterzugehen. Die Ideen für neue Posts werden knapp, Bilder sind schwer zu finden oder selbst zu machen.

Anbei ein par Tipps für all diejenigen, die nicht nur Freunde und Bekannte auf dem Laufenden halten möchten. Der Beitrag richtet sich vor allem diejenigen, die ziemlich oft mit interessanten und guten Beiträgen und guten Social Media Fotos auf sich aufmerksam machen wollen.

Was man auf keinen Fall tun sollte

Bilderklau geht gar nicht. Auch die Hoffnung, das könnte unentdeckt bleiben, sollte man schnellstmöglich begraben. Wer seinen Feed zum Beispiel bei Instagram mit tollen Bildern aufmöbeln möchte kann noch am ehesten andere Beiträge teilen, die schön bebildert sind.

Auch die Notlösung: „Ich habe kein Foto, aber ich mache dafür eine Grafik mit Text drin“ läuft sich schnell tot. Das funktioniert, wenn überhaupt, nur begrenzte Zeit und mit sehr originellen, griffigen Texten.

Ebenfalls zum Scheitern sind viele spontane Aktionen nach dem Motto: „Ich sehe mal nach, was ich auf dem Handy habe” sind ermüdend und meistens wenig erfolgreich.

Was hilft für gute Social Media Fotos

Gute Fotos zu machen hilft, ein gutes Archiv zu haben hilft ebenfalls um gute Social Media Fotos zur Hand zu haben, wenn man sie braucht. Aber wer hat das schon? Was fast jeder hat: Smartphone und einen Computer.

Den perfekten Post mit einem knappen, pfiffigen Text und dem dazu passenden eindrucksvollen Foto  bekommt man ab und zu hin. Die Profis in den Sozialen Netzwerken sind da besser ausgestattet und können mehr Aufwand treiben. Aber eine „kleine“ alltagstaugliche Lösung ist für fast alle möglich.

„Symbol-Fotos” heißen die eher universell verwendebaren Bilder bei Journalisten, es lassen sich leicht verschiedene Bezüge herstellen.

„Symbol-Fotos” heißen die eher universell verwendebaren Bilder bei Journalisten, es lassen sich leicht verschiedene Bezüge herstellen.

Fotografieren und Archivieren

Die Scheu, in allen passenden und unpassenden Situationen das Handy für ein Foto zu zücken, ist heute verflogen. Im Restaurant wird das eigene Essen aus allen Perspektiven abgelichtet. Im Kaufhaus fotografiert man Etikett und Preis, um online nach niedrigeren Preisen zu suchen. Das nervt und ich möchte nicht dazu raten, das auf alle Lebensbereiche auszudehnen.

Aber es gibt genügend Situationen, an die man meist erst hinterher zurückdenkt: Hätte ich davon ein Bild gemacht, könnte ich jetzt meinen Post damit illustrieren – und müsste nicht lange nach Social Media Fotos suchen.

Da helfen zwei Dinge: Erstens, sich eine Liste machen von den Situationen, von denen man jetzt gut ein Foto brauchen könnte. Wer ein Anliegen hat, für das er in den Sozialen Medien wirbt, hat auch ein Thema. Das grenzt die Situationen zum Fotografieren deutlich ein. Zweitens: In ähnlichen Situationen gezielt fotografieren. Das muss gar nicht nervend sein für andere: Wer kurz zum Handy greift und gezielt zwei, drei Schüsse macht, fällt nicht weiter auf. Formatfüllend sollten die Bilder sein und gut belichtet. Das soll reichen.

Schon ein kleines Foto-Archiv ist Gold wert

Einmal in der Woche sollte man sich hinsetzen, und die in irgendeiner Weise brauchbaren Fotos herausfiltern. „Brauchbar” meint: Ich kann ein Thema auch illustrieren mit einem Bild, das nicht genau die Situation zeigt, die ich gerade poste. Für allgemeine Themenbereich genügen meist allgemeinere Fotos mit einem passenden Text. Wer zum Beispiel Dienstleistungen anbietet, der kann mit allgemeinen Fotos – vom Sonnenuntergang über einen Wochenmarkt oder einen Arbeitsplatz mit Computer bis zum Straßenverkehr – ziemlich viele Bezüge herstellen.

Am leichtesten lässt sich das Archiv mit Alltagsfotos füllen, die man immer wieder machen und auch öfters verwenden kann.

Am leichtesten lässt sich das Archiv mit Alltagsfotos füllen, die man immer wieder machen und auch öfters verwenden kann.

Wers konkreter braucht, bewegt sich meist sowieso in einem konkreteren Umfeld: Ein Winzer, der einen Weinshop betreibt, kann so ziemlich alle Situationen seines Arbeitslebens mal ins rechte Licht rücken. Verbraucher sind an fast allem interessiert, was zu diesem Arbeitsalltag gehört. Wer Produkte anbietet kann – statt immer nur sein Produkt zu zeigen – möglichst viele Situationen ablichten, in denen das Produkt zum Einsatz kommt, selbst wenn es nicht mit abgelichtet ist.

Wichtig ist, dass man die besten Bilder griffbereit hat: Im richtigen Format, im richtigen Ausschnitt, in einem Ordner auf den ich jederzeit zugreifen kann, mit passendem Titel und Datum. Reicht das aus? Nein, aber es ist eine gute Basis.

Dramatische Lichtstimmung kommt immer gut. Wichtiger ist langfristig ein eigener Stil, denn nur Drama hält man nicht durch.

Dramatische Lichtstimmung kommt immer gut. Wichtiger ist langfristig ein eigener Stil, denn nur Drama hält man nicht durch.

Drama, Baby

Will man seine Bilder ohne allzu großen Aufwand verbessern, gibt es vor allem zwei Aspekte. Da ist zum einen der Ausschnitt. Standardfehler ist ein zu großer Abstand und oft auch ein zu geradliniger Ausschnitt oder Blickwinkel. Beides kann man mit einfachen Bildbearbeitungsprogrammen leicht nachbessern. Zumal die Auflösung auch der Bilder aus einem Smartphone viel Spielraum lässt, erst recht wenn es nur um die Bildschirmauflösung geht.

Der andere Aspekte betrifft Lichtstimmungen. Auch hier sind schnelle Korrekturen, möglichst auch mit Voreinstellungen, kein Hexenwerk. Die App Snapseed bringt mehr Drama auf Knopfdruck, ermöglicht aber auch Feintunig und Ausschnittwahl. Andere Nutzer setzen auf Photoshop, Gimp oder Lightroom. Wichtig ist es, ein paar Routinen /Arbeitsschritte zu kennen, man muss für die Fotos in den Sozialen Medien nicht das ganze Programm beherrschen.

Feinschliff

Sieht man sich die großen Accounts mit guter Optik auf, fallen zwei Dinge auf: Erstens sind die Bilder abwechslungsreich. Hier mal ein Ausschnitt, da eine Totale, monochrom und bunt, Landschaft und Porträt. Überblickt man seinen Auswahl-Ordner erkennt man schnell, ob es an Alternativen noch mangelt und kann nachbessern. Zweitens haben viele Bilder eines Accounts einen eigenen Stil. Das muss nichts exotisches oder herausragendes sein. Aber es gibt einen Wiedererkennungseffekt, der beim Durchlaufen des Feeds innehalten lässt. Die einfachste Methode dafür ist für die Verwendung auf Facebook, Instagram, Twitter & Co. kein künstlerisches Gesamtkonzept, sondern zum Beispiel die Einschränkung auf drei bis vier Filter.

Bei manchen Themen sollte man etwas mehr Aufwand für gute Fotos treiben: Foodies lieben gute Bilder.

Bei manchen Themen sollte man etwas mehr Aufwand für gute Fotos treiben: Foodies lieben gute Bilder.

Planung & Fazit

Das sieht zunächst nach noch mehr Arbeit aus. Letztlich sollte die Methode mit dem Mini-Archiv aber Zeit sparen – vor allem im Vergleich zum unbefriedigenden Herumstöbern auf der Suche nach Motiven. Routine sorgt außerdem nach kurzer Zeit dafür, dass man die Arbeiten schneller von der Hand gehen. Manche der guten Bilder kann man sicher auch mehrmals verwenden.

Eine wesentliche Zeitersparnis ist es, neben der Vorauswahl und Bearbeitung der Bilder auch gleich die Planung – beispielsweise für eine Woche – zu machen. Im Facebook-Profil geht das beispielsweise mit Buffer, Hootsuite etc., auf der Facebook Page kann man es direkt in Facebook vorausplanen. Für Instagram gibts Later.com und Twitter geht wieder mit Buffer, Hootsuite und anderen.

Und dann sieht man die gut eine Stunde Vorarbeit pro Woche doch gleich in einem ganz anderen Licht: Die Zeit, die man mit den einzelnen Beiträge und der Bildersuche sonst verbringen würde ist um ein Mehrfaches höher.

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360 Grad Fotos für Facebook erstellen

Panoramafoto

Zum Thema 360 Grad Fotos bei Facebook hätte ich gerne einen interessanten Artikel mit vielen konkreten Tipps geschrieben: Zu Panorama-Fotos, wie man sie leicht mit dem Handy machen kann und bei Facebook als Panorama einbinden kann.

Dumm ist nur: Es funktioniert nicht. Zumindest geht das Erstellen der 360 Grad Fotos für Facebook nicht so, wie es soll. Nämlich direkt aus einer Pano-Anwendung auf dem iPhone heraus. Aber immerhin gibt es eine Lösung.

Bei mir sieht das Ergebnis dann so aus (Facebook-Link).

Das ist das Bild in groß, im Post eingebetettet wirkt es besser, finde ich.

360 Grad Fotos für Facebook: was nicht funktioniert

Vielleicht geht es dieses Mal anders herum und jemand weiß mir einen Tipp oder eine konkrete Anleitung. In etlichen Artikeln im Netz wird das Erstellen und Hochladen der Panos mit verschiedenen Apps für iOS beschrieben. Zum Beispiel hier: Anleitung: 360 Grad Fotos für Facebook erstellen.

Einer der Kernsätze geht etwa so, dass Facebook automatisch das Panorama-Format erkennt und einbindet. Also so, dass ein Ausschnitt gezeigt wird, den man dann scrollen kann.

Dumm nur, dass genau das nicht funktioniert. Vom iPhone aus hochgeladen werden einige 360 Grad Fotos bei Facebook einfach als Panorama-Streifen dargestellt. Ziemlich unnütz, da man auf den etwa 1 Zentimeter hohen Aufnahmen gar nix erkennt, geschweige denn, dass sich etwas bewegt. Da macht es auch keinen Unterschied, ob ich Aufnahmen hochlade, die ich mit der Pano-Funktion des iPhone erstellt habe oder welche, die ich mit Cardboard, der Google-App, gemacht habe.

Die ebenfalls oft empfohlene Google Street View App verwende ich nicht, weil die Abbildung von Boden und Himmel meiner Meinung nach nur in den seltensten Fällen einen Sinn ergibt. Und weil Rundum-Schüsse viel einfacher und schneller gehen und montiert werden.

Das, was am nähesten an eine Panorama-Darstellung dran kommt, ist der Upload direkt aus Cardboard übers iPhone auf Facebook. Dann wird ein Ausschnitt gezeigt, der sich allerdings auf Facebook auch wieder nicht scrollen lässt. Statt dessen landet man mit einem Klick auf das Bild auf einer Google-Seite, wo das Pano dann formatfüllend in Bildschirmgröße angezeigt wird – aber eben nicht in Facebook.

Interessanterweise wird dasBild übrigens bei vr.google.com hochgeladen und bleibt auch dort, nachdem ich meinen fehlerhaften Facebook-Eintrag gelöscht habe. Offensichtlich habe ich mit den Nutzungsbedingungen auch meine Nutzungsrechte zumindest teilweise an Google abgetreten.

Was funktioniert

Eine Lösung gibt es noch, um Panos so hochzuladen, dass sie von Facebook auch als Pano erkannt und richtig eingebudnen werden. Ich kann sie vom Computer hochladen. Allerdings auch nicht über den Dialog Fotos und Hochladen, sondern direkt mit dem Rüberziehen des Panso aus einem Verzeichnis in das Facebook-Fenster. Das ist für mich verschmerzbar, weil ich meine Posts sowieso am Computer verfasse. Gedacht war die Lösung aber doch wohl anders.

Und dass Google mein Pano-Foto auf seinem Server behält, ohne die Möglichkeit, dass ich es dort wieder löschen kann, begeistert mich auch nicht gerade.

Ich habe ziemlich früh mit Stitching-Software Panos erstellt und im Web veröffentlicht. Deswegen habe ich mich über die vermeintlich einfache Möglichkeit gefreut. Vielleicht bin ich ja auch der Einzige, bei dem der einfache Weg übers Handy nicht klappt. Oder mein iPhone 6s ist schon wieder veraltet. Oder oder oder…

Über Tipps und Rückmeldungen in den Kommentaren würde ich mich freuen!

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Gimbal fürs iPhone: eine lohnende Anschaffung?

Vor wenigen Tagen hat Videofilmer Philip Bloom ein Handy-Video veröffentlicht. Wahrscheinlich eine Auftragsproduktion für Werbezwecke für den Handy-Hersteller. Das einminütige Video zeigte nicht so sehr die Vorzüge des Handys als vielmehr den sinnvollen Einsatz eines Gimbals: Diese Handheld-Geräte sind inzwischen für 200 bis 300 Euro zu haben, gleichen Wackler in drei Ebenen aus und erlauben auch sehr sanftes Schwenken.

Wie alle, auch die kleineren Videos, zeigt dieser Film, dass jemand mit soviel Erfahrung wie Bloom und einem Gespür für Bilder mit fast allem ansprechende Darstellungen kreieren kann.

Verwendet wurde dabei wohl ein eher preiswertes Gimbal von Zhiyun, preislich liegt das derzeit so um die 200 Euro.

Wenig später liefen die ersten Berichte und Videos ein von einem neuen Produkt des Drohnen-Herstellers DJI. Dort hatte man das an der Drohne eingesetzte Gimbal bereits zuvor mit der auch im Fluggerät verbauten 4K-Kamera angeboten. Mit 500 bis 600 Euro war diese Lösung wohl weniger massentauglich. Jetzt wurde zur IFA ein neues Gimbal vorgestellt, das DJI Osmo mobile.

Es kann mit Smartphones eingesetzt werden und eine App zaubert all die beeindruckenden Fähigkeiten der Drohnen-Kamera aufs Handy. Preisangabe derzeit 330 €, allerdings ist das Gimbal derzeit nur direkt beim Hersteller erhältlich.

Wer bereits ein gutes Handy für Video-Aufnahmen nutzt der erhält damit wohl eine der besten Lösungen, auf schnellem Weg unverwackeltes Material in guter Qualität zu bekommen.

Hier zwei Produktvorstellungen in englisch und deutsch. (Nein, das ist keine bezahlte Werbung.)

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Videos für Soziale Medien wie Instagram und Facebook

Dieses Video des Youtube-Kanals „The Edit Room“ zeigt recht anschaulich, wie man quadratische Videos fürs Social Web in Final Cut Pro X erstellt. Ich habe diese Anleitung auch benutzt, um ein Outdoor-Kaffee-Video für Instagram und Facebook aus dem vorhandenen Material zu erstellen. Warum brauchts dieses spezielle Format?

Instagram hat jetzt Stories, Facebook wird nicht müde, die Verwendung von Videos zu propagieren: Zwei der Großen setzen – wie alle anderen – auf Videos im News Feed, haben aber auch besondere Regeln. Snapchat und Beme lassen wir mal außen vor, die haben ganz eigene Regeln und Zielgruppen. Für die anderen lohnt sich, etwas mehr Aufwand für maßgeschneiderte Videos in guter Qualität zu treiben.

Wobei jetzt nicht alle erschrecken müssen, die ihre Video-Schnipsel locker aus der Hand mit dem Smartphone schießen. Alles ist gut so, wenn man es selbst schön findet und auch positive Rückmeldungen bekommt. Viele haben über die Jahre einen immer höheren Aufwand getrieben, um im Social Web mit guten Fotos zu beeindrucken. Die wollen jetzt logischerweise auch mit den Videos Erfolg haben. Vielleicht hilft das andere Format?

Es gibt andere Werte für soziale Kommunikation, das kann man sich auch sagen. Aber wenn man mit guten Bildern seine Anhängerschaft verwöhnt, will man auch mit Videos eine ansehnliche Reichweite. Dass gut gemachte Mini-Videos in astronomische Höhen (bei den Zuschauerzahlen und Likes) vordringen, belegen am besten die so beliebten Food-Mini-Videos. Meistens wird dort eine Anleitung auf wenige Sekunden zusammengepresst. Mit Zeitraffer und schnellen Schnitten wird in ein bis zwei Minuten gezeigt, wie eine Rezept umgesetzt wird.

Die Video-Zahlen sprechen für sich

Schönes Beispiel ist das Food-Blog pinchofyum.com: Die quadratischen Klein-Videos in dessen Instagram-Account erreichen teilweise höhere Zuschauerzahlen als die Followerzahl, bis zu 274.000. Nun ist die Website schon kein gewöhnliches Food-Blog, der Aufwand in jeder Hinsicht professionell und die Kommerzialisierung sehr effektiv. Das merkt man auch den Videos an.

Für Foodblogger, die deutlich weniger Aufwand treiben stellt sich schon die Frage, ob sich ein solcher Aufwand lohnt. Zumal jeder Trend eine begrenzte Lebensdauer hat. Dieser hier könnte länger andauern. Aber ich zum Beispiel überspringe animierte Bilder oder solche Kurzvideos in meinem Instagram-Feed inzwischen. Denn sie kosten im Endeffekt auch den Zuschauer viel Zeit. Und sie sind (für mich) entbehrlich. Wer etwas nachkochen möchte, der sucht letztlich nach einem Rezept und einer Anleitung. Und die wählt man nicht zwangsläufig dort aus, wo man das Mini-Video gesehen hat.

Quadratisches Format ist besser

Wer mit Videos ein bißchen Erfahrung hat, dem hilft das obige Video vielleicht weiter. Denn oftmals kommt man als Ungeübter schon ins Grübeln, wenn es darum geht ein quadratisches Video zu erstellen, das nicht viel Speicherplatz braucht.

Das quadratische Format eignet sich für Instagram und Facebook in meinem Augen auch besser als jedes andere. Es ist immer noch ein Hingucker, nutzt die Anzeigefläche auch der Smartphones gut aus und zeigt mehr, als das Standardformat.

Zum Einsatz von Videos in den Sozialen Medien gibts einige Beiträge im Netz, die weiterhelfen. Sie lassen sich freilich nicht nur im Food-Bereich gut verwenden, aber dort sind sie derzeit besonders hoch im Kurs. Grund dafür ist sicher, weil man von vorneherein weiß, dass es einen konkreten Inhalt und ein Ziel gibt. Wer den wackeligen Videoschnipseln auf Instagram folgt, die oft auch im Profil verknüpft sind, der durchleidet oftmals viele langweilige Zufalls-Aufnahmen, die auch durch Schrift und Grafik nicht wirklich verbessert werden.

Generelle Tipps für Social Media Videos

Ein paar generelle gute Tipps sind für mich, …

– dass man sich gut überlegen sollte, ob man das ganze Video in den Sozialen Medien einstellt. Vielleicht reicht ein Appetithappen, um Besucher auf die eigene Website zu ziehen

– dass man auf den Ton getrost verzichten kann. Denn die meisten Facebook-Besucher schalten den (aus Gründen) sowieso ab.

– und dass man nicht den gleichen aber einen ähnlichen Effekt auch mit animierten GIFs erreichen kann. Dabei ist egal ob man sie manuell zusammensetzt oder mit einer App aus einem Video-Abschnitt erzeugt.

Instagram-Videos kommen gut an: 274.00 Besucher interessierten sich dafür, wie man eine Avocado-Rose schneidet

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Fotos und Fernbedienungen: mehr Möglichkeiten für wenig Geld

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Wo liegt nochmal die Fernbedienung? Die kleinen handgerechten Strahler mit der direkten Verbindung zum nächsten technischen Gerät können Segen sein – und Fluch: Schnell hat man zu viele davon, dann sind bei einigen die Battterien leer, andere sind störungsanfällig. Und jetzt soll man sich das auch noch für Fotos und Videos antun? Ja, warum eigentlich nicht?

Spätestens seit WLAN auch bei Kameras verfügbar ist, sollte das Strippen legen ein Ende haben. Ältere Semester erinnern sich noch schaudernd an Kabel-Fernauslöser von Canon und Nikon, für deren Anschaffungspreis man heute auch kleine Kameras bekommt. Gar nicht zu reden von Blitzgeräten, die man mit Kabeln verbunden hat, um sie synchron auslösen zu können. Heute sind kabellose Verbindungen bei Kameras ein Standard (auch wenn der noch nicht von allen Geräten und Herstellern erfüllt wird).

Hier ein paar Beispiele (gratis oder für wenig Geld), wo man auf die kabellose Fernbedienung nicht verzichten sollte, sofern nicht schon eine WLAN-Lösung des Herstellers „eingebaut” ist.

1. GoPro-Kameras

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Diese Action-Kameras sollen klein und kompakt sein. Also verzichtet man nur zu gern auf die Ausführungen mit einem Display auf der Rückseite. Spätestens wenn man zigmal den Horizont bei der Nachbearbeitung ausgerichtet hat und / oder feststellen musste, dass der Ausschnitt nicht stimmt, ergibt man sich der GoPro-App, die in diesem Fall die Fernsteuerung mittels eigenem (!) WLAN darstellt, kostenlos.

Kleiner aber akzeptabler Nachteil: Das Herstellen der WLAN-Verbindung ist etwas knifflig und die der Dauerbetrieb mit Smartphone saugt an der Batterie des Handys. Und: Die WLAN-Verbindung mit der GoPro muss in den Einstellungen aufgerufen werden und löst damit die Verbindung ins heimische WLAN-Netz erst einmal ab.

2. (Ältere) DSLRs ohne WLAN-Funktionen

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Die älteren Modelle haben oft noch kein WLAN, sind aber dennoch kabellos steuerbar und zwar sowohl für Fotoauslösungen als auch für Video-Aufnahmen. Zum Beispiel die Canon-Modelle mit der Fernbedienung RC-6 (oder zahllosen Nachahmer-Geräten, die den Amazon Rezensionen oft funktionieren, manchmal auch nicht). Die RC-6 arbeitet auch mit älteren Canon-Modellen zusammen wie der Canon 550D, die bei mir noch immer zum Einsatz kommt. Und sie arbeitet sogar mit der alten EOS M zusammen. Das kleine Teil hat einen noch kleineren Ein- und Ausschalter, den man benutzen sollte, damit die Knopfzelle nicht zu schnell leer ist.

Die Verbindung wird über Infrarot hergestellt, also wie bei vielen älteren Modellen der TV-Fernbedienung. Das Original ist meistens für unter 20 Euro zu haben.

3. Handys wie das iPhone 6s

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Diese Fernauslöser werden von Fremdherstellern angeboten, viele sind im absoluten Billig-Segement – funktionieren aber dennoch ganz prächtig. Natürlich auch hier für Foto und Video (je nachdem, was am Handy voreingestellt ist). Auch dieses quietschbunte Teil hat einen Ein- und Ausschalter und funktioniert über Bluetooth.

Dieses hier ist erhältlich in verschiedenen Farben für etwa 8,50 Euro.

4. Kombinierte Auslöser für ferngesteuerte Blitze und Kameras

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Wer mit mehreren Blitzgeräten fotografiert und wem die originalen Funk-Auslöser der Kamerahersteller zu teuer sind, der erhält mit einigen Abstrichen mit den Yongnuo-Funkfernauslösern eine brauchbare Alternative. Natürlich wird hier nichts an Daten übermittelt, es geht lediglich ums zeitgleiche Auslösen der Blitze und oder der Kamera.

Mit zwei Geräten, einem Sender und einem Empfänger, steckt man den Sender auf den Blitzschuh der Kamera und verbindet ihn über das Kabel mit der Kamera. Der Empfänger kommt unter das Blitzgerät und löst über den Blitzschuh aus. Steuern muss man die Blitze manuell oder – sofern vorhanden – über eine Automatikfunktion des Blitzes, die sich aber einzig an der Helligkeit orientiert. Im Zeitalter der digitalen Fotografie aber kommt man mit ein paar Probe-Auslösungen auch recht schnell ans Ziel und kann so auch gleich verschiedene Effekte testen (wenn die Blitze unterschiedlich weit entfernt sind vom Objekt, auf verschiedene manuelle Leistungen eingestellt wurden oder verschiedene Diffusoren vorgesetzt sind).

Einsatzzwecke

Die Einsatzzwecke sind vielfältiger, als man zunächst denkt. Neben dem Hauptgrund, dem klassischen Selfie, gibt es eine ganze Reihe weiterer Situationen, die man sich mit den kleinen Helfern für Foto- und Video-Aufnahmen erschließen kann.

– Die Kamerauslöser sind immer dann unverzichtbar, wenn die Kamera gerade nicht erreichbar ist: Eine GoPro auf dem Kotflügel kann man schlecht während der Fahrt kontrollieren.

– Sind mehrere Kameras im Einsatz verlangt die Situation manchmal, dass man nicht dauernd zwischen seinen Kameras hin- und hergeht. Beispiel: Eine Video-Aufnahme mit zwei Kameras, zwei Perspektiven. Bei einem Interview ohne jeden Zeitdruck kann man beliebig oft hin- und herlaufen oder auch die Kamera durchlaufen lassen. Angenehmer auch für den Interviewten istd ie Fernsteuerung (und die Tatsache, dass nicht wirklich jeder Satz des Gesprächs zwischen den Szenen aufgenommen wird).

– Wer unabhängig vom klassischen Selfie-Porträt zum Beispiel Landschafts-Aufnahmen machen möchte, auf denen er selbst drauf ist, gerät mit dem Selbstauslöser schnell in Verzweiflung. Die kleinen Sender lassen sich unauffällig betätigen. Die Reichweite in freier Landschaft ist ziemlich groß, wenn man in die richtige Richtung auslöst.

Mein Fazit:

Am meisten Spass machen die kleinen, recht preiswerten Ein-Knopf-Fernsteuerungen. Apps für Kameras, die über die Einrichtung eines WLAN gehen, sind oft etwas kniffliger. Und wenn man sie nicht regelmäßig benutzt endet das Ganze nach wenigen erst einmal mit der Suche nach dem Handbuch. Doch wie immer beim Fotografieren (und allen anderen Fertigkeiten): Üben hilft. So wie man die Funktionen seiner Kamera nur lernt, wenn man sie regelmäßig verwendet, so klappt auch die WLAN-Geschichte, wenn man ein paar Tage lang ausprobiert  und nicht nur einmal nach dem Kauf testet, ob das wirklich funktioniert.

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Tipp:

Die genialste Kombination ist meiner Meinung nach die des iPhones mit dem Mini-Sender und einem kleinen Stativ, wie dem Joby Gorillapod mini. Diese Kombination enthält die komplette Ausrüstung für gute Fotos und Videos bis 4k mit absolutem Mini-Packmaß. Und wer zum Beispiel nicht viel Speicher im Handy hat, der ist froh, wenn nicht die Szenenlänge durch Aufstellen – Einschalten – Weglaufen – Zurückkommen – Ausschalten aufgeblasen wird.

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