Preiswerte Kamerataschen: Foto-Einsatz undercover

1. Oktober 2021 | Photos, Video

Kameratasche oder Foto-Rucksack: Praktikabel solle es sein.

Kameratasche oder Foto-Rucksack: Praktikabel solle es sein.

Wer geht heute schon noch mit Kameratasche aus dem Haus? Inzwischen, so hat man den Eindruck, hat fast jeder ambitionierte Fotograf oder Videofilmer so viel Ausrüstung, dass er mindestens einen Foto-Rücksack braucht. Man will ja schließlich für alles gerüstet sein. Und erfahrungsgemäß vermisst man gerade das schmerzlich, was man jetzt nicht dabei hat. Für jede Situation kann man sich sicher nicht das richtige Behältnis zulegen. Mit den hier gezeigten Lösungen von Kamerataschen komme ich im Alltag gut (und unauffällig) zurecht.

Soll man noch mehr Zeug kaufen, damit man das andere Zeug gut verstauen kann? Eigentlich nicht. Ich empfehle meine Artikel über minimalistische Foto-Ausrüstung und Video-Ausrüstung. Diese Ausstattungen kann man wirklich immer dabei haben und sie reichen für die Mehrzahl der Aufgaben. Auch das Festlegen auf eine Kamera und ein Objektiv (Normalobjektiv) ist eine gute Sache – und mehr als eine Notlösung.

Aber trotzdem meine Kameras in den letzten Jahren immer kompakter geworden sind, von der DSLR zur spiegellosen Systemkamera wie der Panasonic Lumix G81 oder der Canon EOS M6 und schließlich (mit leichtem Zuwachs an Gewicht und Volumen) zur Canon EOS RP, hat der große Foto-Rucksack noch nicht ausgedient. Schadet ja auch nicht, für die wirklich nötige große Ausrüstung auch ein praktikable große Tasche zu haben. Als Journalist und Fotograf stelle ich mein „Päckchen” für jeden Anlass immer ziemlich individuell zusammen. Mein Favorit sind kleine leichte Fototaschen.

Die Umhängetasche – leichtes Foto-Gepäck

KameratascheJa, statt dieser Umhängetasche könnte man auch eine “richtige” Fototasche als Kameratasche nehmen. Eine schicke, von einem renommierten Hersteller. Wasserdicht, stoßfest, genial eingeteilt. Der Sinn davon, keine Fototasche zu benutzen, liegt eben darin, dass man keine Fototasche benutzt – und sie nicht als Kameratasche erkennbar ist.

Man muss dazu gar nicht undercover unterwegs sein. Aber eine Fotoasche weckt manchmal Begehrlichkeiten. Und in Großstädten richten sich sicher mehr Augen auf die bekannten Hersteller-Logos und den vermuteten Inhalt, als einem lieb sein kann. Mein erstes Aha-Erlebnis zu den eher unscheinbaren Behältnissen, hatte ich in frühen Jahren. Wir waren zu Fuß mit Zelt und Rucksack unterwegs. Und ich vergaß beim Auschecken am Campingplatz meine unscheinbar grüne Umhängetasche mitsamt der Spiegelreflex.

Alte KameratascheVielleicht waren die Zeiten damals anders. Aber auf jeden Fall lag die etwas abgeranzte Tasche eine halbe Stunde später, als ich das Malheur bemerkte und zurückkehrte, noch immer dort, an einem Platz mit viel Publikumsverkehr. Und in meine Erleichterung mischte sich die Erkenntnis, dass in dieser Tasche wohl niemand etwas halbwegs Wertvolles vermutet hatte.

Bis heute habe ich solche Taschen im Einsatz, sie wirken aber nicht mehr ganz so herunter gekommen. Ich habe das schon etwas ältere Modell von dieser Tasche, aber die gibt es so oder ähnlich von allen möglichen Herstellern. Ein paar kleine Taschen und Fächer, ein großes Hauptfach. Sie hat Platz für eine kompakte Kamera, Wechselobjektive für kompakte (!) Kameras, Adapter, Filter, Mini-Stativ. Dazu noch Geldbeutel, iPhone, Papiere.

Klar: Auf die Linse kommt ein Objektivdeckel zum Schutz, die Gehäuse bekommen vielleicht im Lauf der Jahre ein paar Kratzer ab. Nötigenfalls hilft auch ein Tuch als Schutz. Natürlich wirkt das Fototaschen-Modell vom gleichen Hersteller viel praktikabler, mit Einteilung und Regenschutz. Dafür ist es auch auf Anhieb als Fototasche erkennbar, oder?

Kamertasche „Undercover”: Darf ruhig etwas abgenutzt aussehen.

Kamertasche „Undercover”: Darf ruhig etwas abgenutzt aussehen.

Der Foto-Einsatz – die Undercover-Lösung

Das ist eine eigene Kategorie. Die Lösung wird dadurch zu etwas Besonderem, dass man sie in ungezählten Varianten gestalten kann und fast beliebig anpassen kann. Als Tasche dient eine einfache Tasche, die kann auch gerne aus Baumwolle sein. Teures High-Tech-Gewebe ist nicht notwendig, weil der Inhalt ja durch den Einsatz geschützt ist. Ich weiß von Kollegen, die gerne ausgemusterte Bundeswehr-Taschen nehmen. Je schlichter der optische Eindruck (um nicht zusagen: herunter gekommen), umso besser.

Worauf es ankommt ist das Innenleben. Und das gestaltet man mit Hilfe dieser Foto-Einsätze. Als ich vor längerer Zeit das erste Mal so etwas suchte, war die Auswahl sehr überschaubar. Heute gibt es Angebote in allen Größen und Qualitätsstufen, mit allen Möglichkeiten der Inneneinrichtung – auch von den Fototaschen-Herstellern.

Diesen Einsatz (oben) hatte ich mir bei einem Kollegen ausgeguckt, der sehr zufrieden mit dieser Lösung war. Man kann diese Fotoeinsätze auch im Rucksack verwenden, oder in einer Einkaufstasche oder für den Reisekoffern benutzen. Mein aktueller Einsatz ist ein No-Name-Produkt aus dem Internet. Wichtig sind mir Stabilität und gute Riemen, damit nichts auseinander fällt oder auf dem Boden landet.

Wer sich als „Hülle” so eine einfache Baumwoll-Umhängetasche für rund 15 € zulegt (es gibt noch viele weitere und billigere), der wird nicht den Eindruck erwecken, als ob es bei ihm viel zu holen gäbe. Mehr Auswahl und originellere Modell findet man auch bei Etsy oder Ebay.

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