Nie wieder langweilige Sommer-Fotos!

13. August 2021 | Photos

Sommer-Fotos: Strahlende Sonne ist nicht immer die beste Voraussetzung.

Sommer-Fotos: Strahlende Sonne ist nicht immer die beste Voraussetzung.

Sommer-Fotos können das Highlight des ganzen Jahres werden. Und erwartet man oft auch. Schließlich sind die Bedingungen ideal. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, und zumindest in den Sommerferien hat man ja ausreichend Zeit zum Fotografieren. Stellt man zuhause dann einige Bilder für Freunde und Bekannte zusammen oder will gar ein Fotobuch damit bestücken, kommen erste Zweifel. Blauer Himmel und schöne Landschaft sind auf Dauer kein Erfolgsgarant.

Viele Fotografen (mich eingeschlossen) mögen die Sommer-Monate am wenigsten zum Fotografieren. „Gutes” Wetter ist eben für jeden etwas anderes. Und die anderen Jahreszeiten haben meist noch einen besonderen Kick, der den blauen August-Himmel einfach aussticht. Aber generell sind die Voraussetzungen ja nicht schlecht: Du hast Zeit zum Fotografieren und das Wetter hindert Dich zumindest auch nicht. Hier meine Tipps, damit Du neben den klassischen Schönwetter-Ansichten noch mehr Abwechslung in Deine Foto-Erinnerungen bringst.

Sonnenstern im Mittelpunkt

Natürlich kannst und sollst Du viele Schönwetterbilder nach Hause bringen, auch gerne mit Sonne drauf. Meistens schlägt sich der kräftige Sonnenschein aber nur in einem ausgebleichten Himmel nieder. Und wenn Du das gute Wetter oder die Hitze betonen möchtest, dann stell die Sonne doch bewusst in den Mittelpunkt. Sie darf heute ruhig im Bild erscheinen, beim Fotografieren mit Film war das früher etwas schwieriger.

Deine Digitalkamera zeigt Dir gleich an, ob das Bild gnadenlos unterbelichtet wurde, und Du kannst das mit der nächsten Aufnahme korrigieren. Im Display siehst Du auch, ob Schattenbereiche vorhanden sind, die total schwarz erscheinen. Dann versuche Deinen Bildausschnitt so zu legen, dass alle Bildteile in etwa gleich stark ausgeleuchtet und belichtet werden.

Und wenn Deine Kamera die Sonne mit einem schönen Sonnenstern versieht, dann ist das ein besodnres Glanzlicht (das klappt nicht bei allen Kameras und Objektiven).

Blauer Himmel ist bei manchen Motiven einfach langweilig.

Blauer Himmel ist bei manchen Motiven einfach langweilig.

Himmelsbedeckung ohne Wolken

Wir lieben den Sommerhimmel schön blau und wolkenlos. Und weil wir bei gutem Wetter besonders gerne fotografieren, bedeckt der blaue Himmel bei so vielen Bildern die obere Bildhälfte, dass es auf Dauer etwas langweilig wird. Jetzt ist Stellungsspiel gefragt. Irgendetwas in Deiner Umgebung wird es geben, was den Himmel verdeckt und dabei noch gut aussieht.

Vorzugsweise Bäume oder große Äste können dafür sorgen, die einheitliche Blaufläche zu unterbrechen. Aber auch ohne Bäume findet man eigentlich fast immer ein geeignetes Objekt: Einen Sonnenschirm, eine Sonnenblume oder einfach etwas, Du mit der anderen Hand ins Bild hältst.

Perspektive & Stellungsspiel

Viele Sommer-Fotos zeigen einen ähnlichen Bildaufbau. Unten die Landschaft, oben der Himmel, ein waagrechter Horizont. Der Reiz der schönen Landschaft erschließt sich später nicht immer, steckt vielleicht auch vor allem in den Erinnerungen, die damit verbunden sind. Und Du sollst ja auch gar nicht aufhören, die schöne Landschaft zu fotografieren.

Perspektive und Stellungsspiel bringen die interessantesten Ansichten.

Perspektive und Stellungsspiel bringen die interessantesten Ansichten.

Mehr Leben ins Spiel bringt die Ansicht, genauer die Perspektive. Zu viel gerade Linien können auch langweilig sein. Ein tieferer Kamerastandpunkt bringt mehr Dynamik. Objekte im Vordergrund, eine Haus, eine Person, müssen ja gar nicht störend sein. Es kommt drauf an, was man von ihnen zeigt, wie man sie in Szene setzt.

Abstand & Ausschnitt

Vor allem im Sommer-Urlaub ist man ja dankbar für das Standardzoom, das man mit der Kamera gekauft hat. Ein größerer Brennweitenbereich verändert unsere Bilder ganz einfach, wenn wir am Zoomring drehen. Erst zuhause fällt uns vielleicht auf, dass die Ansicht ja trotzdem die ganze Zeit gleich geblieben ist. Da hätten wir die Zoomeinstellung auch leicht mit einer einfachen Bildbearbeitung aus der Gesamtansicht herausholen können.

Bewegung wirkt da wahre Wunder und bringt mehr – und Du kannst Dein Zoom sogar noch besser nutzen. Näher dran gehen sorgt dafür, dass Dein Motiv ganz anders zur Geltung kommt. Und die Weitwinkeleinstellung aus der Nähe ergibt vielleicht ein viel schöneres Bild, als die Teleeinstellung aus der Ferne. Jede Bewegung, auch zur Seite, sorgt für ganz andere Bilder mit einem neuen frischen Blick auf Dein Motiv.

Und auch störende Elemente bekommt man so am ehesten aus dem Bild: Wenn man seinen Standort so wählt, dass der Ausschnitt nur das zeigt, was wir wollen.

Details liegen im Schatten

Ebenfalls erst viel später merkt man, dass man sich in Landschaften und Total-Ansichten verloren hat. All die Kleinigkeiten, die eine Stimmung ausmachen, haben wir für selbstverständlich genommen. Ein Detail an einem Haus, sprudelndes Wasser an einem Brunnen oder auch vielleicht nur eine originelle Eintrittskarte oder ein Wanderschild – solche Motive beleben unsere Erinnerung.

Unschärfe am hellen Tag, das funktioniert im Schatten oder mit einem ND-Fader.

Unschärfe am hellen Tag, das funktioniert im Schatten oder mit einem ND-Fader.

Viele Details wirken bei praller Sonne wenig reizvoll: Details lieben diffuses, gleichmäßiges Licht. Und das finden wir auch bei strahlendem Sonnenschein – im Schatten. Auch den beschatteten Bereichen genügt die Lichtmenge für tolle Aufnahmen. Die geringere Helligkeit ist sogar hilfreich, weil Du die Blende weiter öffnen kannst. Das sorgt dafür, dass Dein Motiv scharf bleibt und die anderen Bildbereiche eher unscharf werden.

Offene Blende auch bei Sonne

Diesen Effekt der offenen Blende an einer Automatik-Kamera zu erzielen, das ist manchmal eine Herausforderung. Manuelle Einstellungen oder zumindest eine automatischeZeiteinstellung bei vorgewählter fixer Blende sind da hilfreich. Wenn Du auch damit an Deine Grenzen stößt, dann hilft ein Graufilter, am besten ein stufenlos verstellbarer ND-Fader.

Dieses Teil solltest Du Dir am besten vor einer Reise zuhause kaufen. Dann kannst Du Preis und Qualität vergleichen. Vielleicht ist auch ein Kombi-Filer mit Graustufen-Verstellung plus Polfilter geeignet für Dich. Wenn Du eine preiswerte Kamera benutzt, bist Du hier sogar mal im Vorteil. Gerade Standardzooms haben einen relativ kleinen Front-Durchmesser – und kommen deswegen mit einem kleineren und preiswerteren Filter aus.

Auf jeden Fall nimmt der ND-Fader so viel Licht weg, dass Du mit offener Blende einen schönen Unschärfebereich erzielst, den Du für Porträts und Detailaufnahmen gut nutzen kannst.

Tagebuch-Effekt: auch Kleinigkeit bringen schöne Erinnerungen.

Tagebuch-Effekt: auch Kleinigkeit bringen schöne Erinnerungen.

Tagebuch-Fotos

Sonne und gutes Wetter fangen wir am besten mit schönen Ansichten ein: Landschaften, Denkmäler, schöne Häuser. Und natürlich sind das alles Hingucker. Dass auch die auf Dauer langweilig werden liegt an mangelnder Abwechslung. Und wir merken ja selbst, dass Aufnahmen, wie man sie zum Beispiel für ein Tagebuch machen würde, ganz andere Emotionen und Erinnerungen wecken. Man muss sicher nicht jeden Tag sein Frühstück fotografieren, aber mehr Aufnahmen vom Alltag machen solche Eindrücke lebendiger. Und ganz nebenbei schulen diese Aufnahmen das Fotografieren deutlich mehr, als die einfachen Schönwetter-Landschaftsfotos.

Familien- und Gruppen-Selfies

Noch mehr Selfies? Davon haben wir doch alle schon genug, oder? Aber es muss ja nicht immer das klassische Selfie sein, mit dem Smartphone am ausgestreckten Arm vor schöner Kulisse. Man kann diese Selbstbildnisse auch in Szene setzen. Und man muss dazu nicht die klassischen Sehenswürdigkeiten “besetzen” und sich bei anderen Reisenden unbeliebt machen.

Die “Szene”, die man sich schafft braucht meist keine bekannten Ansichten für ein eindrucksvoll Selbstporträts. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man nicht sich nicht scheut, etwas zu arrangieren. Dann ist es hilfreich, etwas zu arrangieren. Und das richtige Licht zu nutzen. Morgends und Abends findet man das schönste Licht um Menschen, Dinge und Landschaften in Szene zu setzen.

Foto-Apps

Fast jedes Fotos kann man durch Bildbearbeitung besser machen. Die grundsätzlichen Fragen sind: Wie weit will ich den Charakter der Aufnahme verändern / erhalten? Und: Wieviel Aufwand treibe ich finanziell / zeitlich mit der Nachbearbeitung. Die großen Software-Lösungen sind sicher ideal für viele Fotografen, aber eben nicht für alle ideal.

Wa gibt ziemlich viele kleine Apps, die Deinen Bildern einen speziellen Look geben können. Ich würde auf ein paar grundsätzliche Dinge achte: Die App ist bestenfalls kostenlos oder kostet nur einen einmaligen Kaufpreis. Der Look der Bild gefällt mir und lässt sich steuern. Und der Export der bearbeiteten Bilder erfolgt ohne Werbung und in voller Auflösung.

Fürs Smartphone bietet sich hier Snapseed an. Es ist einfach zu bedienen, vielfältig und bietet eine ganze Palette von Möglichkeiten. Die Standard-Einstellungen sind ein bißchen heftig, aber die angewendeten Effekte lassen sich skalieren. Wenn ich einen bestimmten Look ausgesucht habe, kann ich ihn quasi soweit herunter dimmen, dass er noich erkennbar ist, aber den Charakter des Bildes nicht komplett verändert. Weitere gute Apps sind zum Beispiel Lens Distortions, Tilt Shift und VSCO.

 

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