Winterfotos ohne Schnee und Sonne: drei Tipps für gute Aufnahmen

Langzeitbelichtungen lassen bewegtes Wasser weicher, das Bild harmonischer.

Langzeitbelichtungen lassen bewegtes Wasser weicher, das Bild harmonischer.

Winterfotos können ein besonderes Erlebnis sein: Schnee und Sonne machen aus fast allem ein tolles Motiv. Was wir derzeit haben, das nennt man wohl die trübe Jahreszeit: Wochenlang kein richtiger Sonnenschein, generell wenig Licht, viele Wolken. Hier sind drei Tipps, wie man sich nicht nur motiviert, wieder zur Kamera oder zum Smartphone zu greifen. Sondern wir man als Winterfotos auch interessante Bilder erhält.

Langzeitbelichtung

[Achtung: Es gibt einen eigenen ausführlichen Artikel und ein Video zum Thema Langzeitbelichtungen mit dem iPhone]

Wie soll eine trübe Landschaft durch Langzeitbelichtung besser werden? Da gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Mit zu den beliebtesten Motiven gerade für Winterfotos gehören Bäche, Seen und Wasserfälle. Durch eine Langzeitbelichtung erreicht man diesen fast magischen Effekt, dass Bewegungen verschwimmen. Ein anderer schöner Effekt sind die Leuchtspuren von Autoscheinwerfern, die auch sonst weniger ansprechenden Stadt-Szenen einen gewissen Zauber verleihen.

Du brauchst dafür neben dem Stativ eine Möglichkeit für längere Belichtungszeiten. Bei DSLR Kameras ist das die Einstellung Bulb. Der Verschluss bleibt solange offen, wie Du den Auslöser gedrückt hältst. Etwas komfortabler sind Fernauslöser oder Timer. Hast Du beides nicht, empfiehlt sich die Auslösung per Selbstauslöser, damit nichts verwackelt. Bei Tageslicht sind Graufilter, vor allem als stufenlos verstellbarer ND-Fader hilfreich.

Leuchtspuren lassen sich mit längeren Belichtungszeiten realisieren.

Leuchtspuren lassen sich mit längeren Belichtungszeiten realisieren.

Nachtaufnahmen

Auch das sind Langzeitaufnahmen, auch die kommen als Winterfotos sehr wohl in Frage. Allerdings sprechen wir hier von richtig langen Belichtungszeiten. 30 Sekunden kannst Du den Verschluss da schon mal offen halten. Erst recht, wenn Du für mehr Tiefenschärfe abgeblendet hast.

Zusätzlich zur oben genannten Ausrüstung solltest Du noch ein Licht einpacken, wenn Du mit diesen Winterfotos Akzente setzen willst: Du kannst entweder den Lichtstrahl als grafisches Element nutzen (eher bei Landschaftsaufnahmen, die generell dunkler sind). Oder Du kannst während der langen Belichtungszeit Motivteile dezent „nachbelichten” mit einer Taschenlampe.

Makro: einfach mal ausprobieren. Zwischenringe gibts ab 20 Euro.

Makro: einfach mal ausprobieren. Zwischenringe gibts ab 20 Euro.

Makroaufnahmen

Eine völlig neue Sicht auf die Dnge erlauben Lupen. oder in unserem Fall Makro-Objektive. Die haben in der Regel eine lange Brennweite, sind lichtstark, schwer und teuer. Zwei preiswerte Alternativen sind Vorsatzlinsen, die Du auf Dein normales Objektiv schraubst. Das ist zusätzliches Glas und es hat meistens nicht die Qualität, wie das Deines Objektives.

Anders funktionieren Zwischenringe oder Extension Tubes. Sie verlängern schlicht den Abstand des Objektivs und übertragen nur die elektrischen Kontakte, zum Beispiel für Belichtungssteuerung und Fokus. Die Qualität Deines Objektivs ändert sich dadurch nicht, allerdings musst Du mit den Eigenheiten von Makro-Aufnahmen rechnen: sehr geringe Abstände, lange Belichtungszeiten, sehr geringe Tiefenschärfe.

Die Makro-Aufnahmen sind eigentlich nicht typische Winterfotos. Aber eben auch eine gute Möglichkeit, in eher tristen Winterlandschaften noch ein interessantes Motiv zu entdecken. Wer auf seiner Tour für Landschaftsfotos keine tollen Ergebnisse erzielt hat, der kann in der Makro-Welt meist immer noch interessante Motive entdecken.

 

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