Neulich am Kiosk entdeckt und gleich mitgenommen: Das Crema-Magazin. Sah auf den ersten Blick ganz flott aus, war nicht übermäßig teuer (3,80 Euro) und bestand offensichtlich nicht nur aus Werbeartikeln. Das ist für ein neues Magazin ja schon mal nicht schlecht.
Ehrlich gesagt habe ich ja auf so etwas gewartet. Wein-Zeitschriften und Fachzeitschriften lese ich ja nun schon länger. Und immer wieder gibt es einen Newcomer, der neues Publikum für sich ausmacht und wohl auch überleben kann. Aber zum Thema Kaffee gabs nix.
Ich habe das spätestens ab dem Zeitpunkt nicht verstanden, als in einem beliebigen Elektro-Markt gleich im Eingangsbereich 10 bis 20 unterschiedliche Kaffee-Vollautomaten stehen, die meisten in der Preisklasse 1000 bis 2000 Euro. Wir haben uns ja auch schon vor Jahren so ein Teil angeschafft, waren erst begeistert (von der Handhabung), dann enttäuscht (von Reperaturkosten und miesem Service) und sind dann doch noch einmal eingestiegen mit einer / „der“ anderen Marke.
Das Magazin rollt einen Markt auf, der bislang unbestezt war, das sieht man auch an den Anzeigen in der Erstausgabe. Es fehlt nicht an kleinen Artikeln und Ratgebern, Übersichten und Produktvorstellungen, die auf den ersten Blick auch kaum andere Funktion haben, als die Anzeigen zu stärken. Daneben gibts ein paar wenige ausführlichere Artikel (über Kaffeeanbau in Äthiopien), Bildstrecken (von Walter Vogel und über den Lavazza-Kalender) und Interviews (mit Andrea Illy). Alles in allem eine Mischung, die ein erstes Heft durchaus interessant macht.
Da mich Kaffee immer interessiert bin ich gespannt aufs nächste Heft. Und darauf, was sich im Zeitschriftenmarkt noch alles tut.



