Monatsarchiv für Oktober 2009

Not a crime: Fotografie ist kein Verbrechen

Freitag, den 30. Oktober 2009
Not a crime

Not a crime

Ein ernstes Anliegen, mit witzigen Fotos aufgepeppt: Not a crime ist eine Website des British Journal of Photography. Und die setzt sich mit der Tatsache auseinander, dass Fotografen aus den verschiedensten Gründen heutzutage eher kritisch beäugt werden.

Auch die Polizei, so heißt es auf der Website, würde zunehmend Anti-Terror-Maßnahmen für Fotografie-Verbote heranziehen und so die Arbeit der professionellen Fotografen erschweren. Aber auch Hobby-Fotografen kennen das Problem, dass sie kritisch beäugt werden, längst gibt es für alle Arten von Fotografen strikte Einschränkungen, oft auch aus kommerziellen Interessen (aber das ist ein anderes Thema).

Die Briten, die zu dem Schluss kommen, dass ihr land schon eine “no-photo-zone” geworden ist, gehen mit britischem Humor an die Sache ran: Sie haben eine Reihe von pfiffigen Selbst-Porträts zusammengestellt, die ihr Anliegen mit den Aussagen ‘Not a crime’ oder ‘I am not a terrorist’ unterstreicht.

FOTOBUCHTAGE 2010: Dicker Zuschuss

Dienstag, den 27. Oktober 2009
Fotobuch-Tage 2010 in Hamburg

Fotobuch-Tage 2010 in Hamburg

Wer schon immer mal seine schönsten Fotos dazu nutzen wollte, ein eigenes Fotobuch herauszugeben, bislang aber nicht das nötige Kleingeld dazu hat, der kann jetzt hoffen: Für die nächstes Jahr stattfindenden Fotobuch-Tage kann man ab dem 1. November einen “Dummy” einreichen, um eine Förderung von 25.000 Euro zu ergattern: Bei den FOTOBUCHTAGEN 2010, die vom 4. bis 6. Juni in Hambrug stattfinden, gibt es einen “getPublished Award”in dieser Höhe.

Auch sonst ist man dort wahrscheinlich gut aufgehoben, wenn man sich generell für das Thema Fotos und Fotobücher interessiert. Dann sollte man sich mal das reichhaltige Programm ansehen. Wenn ich das richtig verstehe, dann gehört dazu wohl auch die (öffentliche?) Sichtung der Dummies und evt. eine Beratung durch Experten. Kann sich also durchaus lohnen, wenn man nicht (wie ich) dazu durch die ganze Republik reisen müsste.

Unabhängig von der Ausschreibung zum Fotobuch-Award, kann man sich für eine Dummy-Sichtung anmelden. Man sollte dann aber entweder einen Dummy oder ein fertiges Konzept präsentieren, und nicht nur ein Portfolio.

Funk-Auslöser für Blitze

Freitag, den 23. Oktober 2009
Zweit-Blitz bringt Rosé zum Leuchten

Zweit-Blitz bringt Rosé zum Leuchten

Das Thema ist ja eigentlich schon alt, aber es tut sich doch immer wieder was Neues. So sind dieser Tage zum Beispiel auf mehreren Foto-Websites Berichte über neue Funk-Auslöser für Blitze, die YongNuo RF 602 aufgetaucht, zum Beispiel auch hier auf kwerfeldein.de oder bei canikon.de. Die Auslöser sollen etwas teurer sein als die über Ebay und einige Versender erhältlichen Cactus-Modelle aus China, dafür aber vielseitiger und zuverlässiger.

Sie eignen sich zum Beispiel auch dafür, die Kamera fern auszulösen und / oder die Geräte einer Studio-Blitzanlage. Sender und Empfänger sind nach meinem Empfinden auch etwas schicker. Was die Zuverlässigkeit der anderen Billig-Variante angeht habe ich eigentlich keine so schlechten Erfahrungen gemacht: Als mir Fehler aufgefallen sind habe ich die Batterien ausgetauscht und schon war wieder alles gut.

Was unbedingt für die jetzt beschriebenen neuen YongNuo-Modelle spricht ist die Möglichkeit, die Kamera fern auszulösen. Kleiner Wermutstropfen: Dafür müssen die Anschlüsse natürlich auf die Kameramodelle abgestimmt sein. Sprich: Da gibt es keine Universallösung mehr für alle Kameras.

Die Autoren der ersten Berichte geben sich etwas zurückhaltend mit den Bezugsquellen. Aus einem Kommentar habe ich dennoch eine herausgefischt. Das Sender-Empfänger-Paar gibts dort für rund 30 Dollar für meine Kameragehäuse Nikon D70s und Nikon D80 (es fallen keine Versandkosten an; Stand Oktober 2009). Das wesentlich interessantere Paket mit zwei Receivern habe ich nur bei einem Ebay-Anbieter gefunden für 60 Doller – da kann man sich ebenso gut zweimal das einfache Set kaufen und hat dann mehr davon.

Im Augenblick ist die Cactus-Lösung bei mir etwas in den Hintergrund gerückt, weil ich derzeit oft meinen neuen Nikon-Blitz SB 600 einsetze, der ja nicht nur eine Funkfernauslösung hat, sondern auch gleich mit der Belichtungssteuerung der Kamera zusammenarbeitet. Hier muss man nicht so lange ausprobieren und einstellen – wenn man erst mal alles über die Einstellung an Blitz und Kamera zum Laufen gebracht hat. Ohne die Handbücher gehr das meiner Einschätzung gar nicht.

Nachteil der CLS-Lösung von Nikon: Der zweite Blitz ist der auf der Kamera, der also immer direkt blitzt und dementsprechend auch meistens Reflexe erzeugt. Und natürlich ist der Nikon-Blitz relativ teuer.

Die “verhinderte” Neurodermitis-Creme

Donnerstag, den 22. Oktober 2009
WDR-Reportage: Heilung unerwünscht

WDR-Reportage: Heilung unerwünscht

Erst auf Umwegen bei Spiegel Online entdeckt: Reaktion auf TV-Bericht: Verschmähte Neurodermitis-Creme kommt auf den Markt. In meinen Augen sind das Sternstunden des Fernsehens. In einer Reportage schildert Klaus Mertens die Geschichte eines äußerst wirksamen, recht einfachen Medikaments gegen Neurodermitis und Schuppenflechte.

Besonders zwei Menschen haben sich jahrelang um eine Vermarktung bemüht – ein Naturwissenschaftler und der Patentinhaber – und sind gescheitert, auch mit schweren persönlichen Folgen. Das Medikament, so die Schlussfolgerung, ist zu gut: Jeder Pharmakonzern, bei dem die Entwickler anklopften (und später auch das Fernsehen) hatte eigene, wesentlich teurere und wahrscheinlich weniger gut wirkende Mittel mit größeren Nebenwirkungen im Programm, die er vermarkten wollte.

Ansehen kann man den Beitrag noch in der Mediathek: http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3161202

Jetzt ist er da: Der neue iMac auch in 27 Zoll

Dienstag, den 20. Oktober 2009
Der neue iMac

Der neue iMac

Ich habe ja schon auf ihn gewartet: Ich habe als Neuanschaffung schon vor Wochen auf den iMac 24 geschielt und plötzlich hieß es, es gibt was Neues. Pünktlich nach Veröffentlichung der jüngsten (äußerst positiven) Zahlen hat Apple nun den neuen iMac vorgestellt – in 21,5 und 27 Zoll Bildschirmgröße. Und mit einer neuen Magic Mouse, die mich wegen Umgewöhnung sicher Tage zurückwerfen wird – wenn ich ihn erst mal habe.

Standardmäßig sind jetzt Tastatur und Maus kabellos, was ich als ziemlich positiv empfinde (wenn das Batterie- oder Akkuproblem gut gelöst ist). Und es gibt einen SD-Kartenslot. Damit ist ein großer Teil des Kabel-Wirrwars auf dem Schreibtisch beendet.

Jetzt warte ich erst mal noch ein paar Tage bis die ersten Erfahrungsberichte kommen. Aber bislang gabs ja kaum mal etwas, was nachgebessert werden musste.


Eine Seite von Joachim Ott