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Buchprojekt und PR: Elementare Missverständnisse

Zur Zeit arbeite ich an einem Buchprojekt, mit dessen Redaktion mich ein Verlag beauftragt hat. Das bedeutet viele Kontakte nach außen, viele Anfragen, meistens sehr nette Gespräche und auch Hilfsbereitschaft – in Maßen.

Da ist zum einen die Tatsache, dass viele Gemeinden auf redaktionelle Anfragen nicht vorbereitet sind. Es gibt kein Material, manchmal nicht mal einen konkreten Ansprechpartner. Aber oft viel guten Willen und die Bereitschaft zu helfen. Das ist fein.

Über eine Sache bin ich aber jetzt gleich mehrfach gestolpert, die mich nicht loslässt. Da wird eine redaktionelle Anfrage freundlich aber entschieden abgelehnt, weil man eine eigene Veröffentlichung plane. Hallo?

Liebe Kollegen da draußen, mal abgesehen davon, dass das nicht kollegial ist: Was treibt euch dazu? Die Angst vor der Konkurrenz? Welche Konkurrenz könnte ein Beitrag in einem 240seitigen Buch sein für eine Veröffentlichung, die sich nicht auf einer Doppelseite sondern ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt? Und wie kommen berühmte Autoren dazu, Vorabdrucke sozusagen zu verschenken? Weil es das Interesse für ein Thema steigert.

Es ist ja nicht so, dass man einen Beitrag in einem Buch mit dem „Scoop“ einer Tageszeitung vergleichen könnte, der ganz großen topaktuellen und exklusiven Geschichte, die man vor den Mitbewerbern bis zur Veröffentlichung geheim halten muss. Und die dann alle anderen Berichte in den Schatten stellt.

Noch immer ist es so, dass jede Veröffentlichung – sei sie nun in den Augen der Betroffenen positiv oder negativ – letztlich eine Werbung für eine Sache macht. Weswegen sich ja auch kritische Journalisten ja nicht überlegen, eine Sache zu kritisieren. Kritik ist immer noch viel positive Zuwendung.

Nein, die wirkliche Strafe unter Medienschaffenden ist die Nicht-Beachtung, das Nicht-Schreiben über ein Thema. Ziemlich obskur, wenn gerade dieses Nicht-Schreiben von Leuten eingefordert wird, die auf der anderen Seite in irgendeiner Funktion für eine Gemeinde, für eine Einrichtung, einen Verband im Dienste der Öffentlichkeitsarbeit tätig werden. Da ist wohl noch einiges an Aufklärung nötig über die Welt der Medien…

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Projekt „Time for Video“

Ein Video als Gegenleistung für Ihre Zeit als Interview-Partner. Etliche Fotografen bieten Models, die sich für Porträtfotos zur Verfügung stellen, als Gegenleistung die Nutzung der Fotos an (Time for Prints =TFP). Das Gleiche möchte ich mit Videos (Time for Videos=TFV) machen. Wer für ein kurzes Porträt- und Interview-Video zur Verfügung steht, kann dieses Video auf seiner Website und in den Sozialen Medien nutzen. Mehr Infos hier…

Joachim Ott

Journalist & Fotograf

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