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Foto Mini-Zines ohne Werkzeug

Mini Zines sind schnell erstellt, ohne viel Werkzeug. Und sie eignen sich gut zum Verschenken.

Mini Zines sind schnell erstellt, ohne viel Werkzeug. Und sie eignen sich gut zum Verschenken.

Wenige gute Fotos, ein guter Farbdrucker oder ein preiswerter Online-Fotoservice: das sind die Voraussetzungen für schnelle Mini Zines. Die achtseitigen kleinformatigen Hefte entstehen durch das Falten eines DIN A4 Blattes. Der einzige weitere Eingriff: ein kleiner, sauberer Schnitt in der Mitte des Blattes.

Für die Verteilung und Ausrichtung der Bilder auf dem DIN A4 Blatt gibt es Downloads zur Veranschaulichung. Wer einige Dollar dafür ausgeben möchte, der findet auch einen kostenpflichtigen Download einer Photoshop-Vorlage mit acht Ebenen. Das DIN A4 Blatt wird nach dem Bedrucken folgendermaßen gefaltet: Einmal entlang der langen Seite in zwei Hälften, dreimal entlang der kurzen Seite (ergibt vier gleiche Spalten).

Hier eine ungenaue und nicht maßstäbliche Skizze, wie die Bilder verteilt werden sollten.

Lineal, Falzbein und ein scharfes Messer genügen für die Herstellung der Mini Zines.

Lineal, Falzbein und ein scharfes Messer genügen für die Herstellung der Mini Zines.

Die Online-Lösung

Wer es ganz komfortabel mag, der kann die Website dirtylittlezine.com nutzen. Hier geschieht die Anordnung der Bilder automatisch. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind eingeschränkt. Aber der Charme der Mini Zines liegt ja eben auch darin, dass sie nicht zu sehr aufgehübscht werden. Dennoch lassen sich mit der Online-Plattform (die keine Daten außerhalb des eigenen Rechners speichert, völlig kostenlos ist und auch auf eine Anmeldung verzichtet) einige praktische Gestaltungsmöglichkeiten nutzen. So kann man zwei Bilder im Querformat auf einer Seite platzieren oder ein Bild für eine Doppelseite nutzen. Schriftarten und -größen sind eingeschränkt anpassbar, ebenso deren Platzierung.

Maximale Darstellungsoption ist die Mini-Doppelseite. Überhaupt lebt das Format nach meiner Einschätzung von formatfüllenden Bildern.

Maximale Darstellungsoption ist die Mini-Doppelseite. Überhaupt lebt das Format nach meiner Einschätzung von formatfüllenden Bildern.

Wer die fertige Vorlage auf dem eigenen Drucker ausgeben möchte, sollte auf einen randlosen Druck achten. Kniffliger wird es, wenn man einen Online-Dienst für die Anfertigung der Prints nutzen möchte. Denn Abzüge im DIN A4 Format werden nur selten von Online-Laboren angeboten (und wenn, dann zu ziemlich hohen Preisen). Verbreiteter sind Angebote, einen Farbausdruck auf DIN A4 vorzunehmen, zum Beispiel in Copyshops und Drogeriemärkten mit Selbstbedienungs-Terminal. Gute Labore verlangen schon mal 5 bis 10 Euro für einen DIN A4-Ausdruck.

Alternativ kann man auf das Format 20×30 cm ausweichen. Das ist zwar nah dran – aber eben nicht das Maß, das man für die Gestaltung genutzt hat. Füllt man alle acht Fotofelder, spielt das abweichende Format kaum eine Rolle. Nur wer zum Beispiel zwei Bilder auf einer Seite platziert, erhält nachher abweichende Randgrößen, was unschön aussieht.

Die eigentliche Herstellung des Foto Mini Zines geschieht nach dem Druck durch einfache Handgriffe. Praktisch sind ein Metall-Lineal, ein scharfes Schneidemesser und ein Falzbein.

Mini Zines in SW aus dem Laserdrucker: Für Fotos gut, mit wenigen Anpassungen. Oder als kleine Hefte mit Texten und Grafiken zu einem eng eingegrenzten Thema.

Mini Zines in SW aus dem Laserdrucker: Für Fotos gut, mit wenigen Anpassungen. Oder als kleine Hefte mit Texten und Grafiken zu einem eng eingegrenzten Thema.

Andere Formate

Auf dirtylittlezine.com kann man das Format US Letter wählen, DIN A4 oder DIN A3. Alle drei sind praktikbel, wenn man über einen eigenen Drucker verfügt. Wer keinen Drucker besitzt, der kann bei Onlinediensten das preiswerte Format 20×30 cm nutzen, zum Beispiel bei Drogeriemärkten. Der dm in meinem Städtchen verlangt für ‚Große Fotos‘ gerade mal 49 Cent, Versandkosten fallen bei Abholung keine an. Die andere Alternative für das Format 20×30 cm ist, eine eigene Photoshop-Maske zu erstellen, mit mehreren Fenstern, verschiedenen Ebenen und Ausrichtungen.

Da die Online-Lösung so einfach in der Bedienung ist und für mich die Darstellung von einem seitenfüllenden Hochformatbild sowie die attraktivste Lösung ist, verzichte ich vorläufig darauf. Etwas experimentieren muss man mit dem verwendeten Papier. Glänzend kann je nach Ausführung etwas unschön wirken, wenn nach dem Falten alle Fingerabdrücke zu sehen sind (das ist aber nicht bei jedem glänzenden Papier der Fall). Die Dicke des Papiers kann dazu führen, dass die gefalteten Mini Zines sich aufblättern wie eine Ziehharmonika.

Aufbewahrung

Wer einige Mini Zines gedruckt hat, für den lohnt sich eine weitere Bastelarbeit: Eine Hochformatschachtel aus Karton nimmt drei bis vier der Mini Zines auf. Eine grobe Anleitung folgt hier.

DIN A4 Karton zuschneiden auf 16 cm x 28 cm. Im Hochformat hinlegen und horizontal falzen von oben bei 3,0 cm – 14,0 cm – 17,0 cm – 28,0 cm. Vertikale Falzlinien entlang der kurzen Seite bei 3,0 cm links und 3,,0 cm rechts. Die Innenseite der Schachtel hat dann eine Größe von 11,0 cm breite mal mal 8 cm Breite im Hochformat. Die Tiefe beträgt 3,0 cm. Zum Vergleich: Das Format DIN A/ (das entsteht, wenn man DIN A4 jeweils auf die Hälfte der lange Seite faltet ist 7,4 x 10,5. Es bleibt also etwas Luft.

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Projekt „Time for Video“

Ein Video als Gegenleistung für Ihre Zeit als Interview-Partner. Etliche Fotografen bieten Models, die sich für Porträtfotos zur Verfügung stellen, als Gegenleistung die Nutzung der Fotos an (Time for Prints =TFP). Das Gleiche möchte ich mit Videos (Time for Videos=TFV) machen. Wer für ein kurzes Porträt- und Interview-Video zur Verfügung steht, kann dieses Video auf seiner Website und in den Sozialen Medien nutzen. Mehr Infos hier…

Joachim Ott

Journalist & Fotograf

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