Smartphone-Gimbal: meine Tipps

Smartphone-Gimbal: kompakte Modelle sind praktisch.

Smartphone-Gimbal: kompakte Modelle sind praktisch.

Ein Smartphone-Gimbal sorgt dafür, dass Du Dein iPhone für Fotos und vor allem für Videos viel besser und vielfältiger nutzen kannst. Die Preise für die diese Technik sind heute sehr moderat, der Einsatzzweck breit gefächert. Wenn Du ein paar Dinge beachtest, macht sich der Aufwand schnell bezahlt, um solch ein weiteres Stück Technik in Deine Fototasche oder Deinen Rucksack zu legen.

Generell konkurriert ein Smartphone-Gimbal heute einerseits mit modernen Kameras, die eine zweifache Stablisierung im Objektiv und Gehäuse haben. Und andererseits werden kleine Actionkameras wie die GoPro 7 Black oder die brandneue DJI Osmo Action immer attraktiver für solche bewegten und unverwackelten Aufnahmen. Solche Anschaffungen bedeuten aber immer auch einen Griff die Foto-Kasse und / oder zusätzliche Kameras, Objektive und mehr Gewicht, das Du mit Dir rumschleppen musst.

Smartphone-Gimbals gibt es in verschiedenen Ausführungen: prüfen und vergleichen.

Die Gimbals gibt es in verschiedenen Ausführungen: prüfen und vergleichen.

Smartphone-Gimbal: besser kompakt

Die Konstruktion des Smartphone-Gimbal schien unveränderbar: Ein stabiler Griff, darauf aufgesetzt die Ausgleichstechnik, die Dein iPhone in der Schwebe hält und alle Bewegungen ausgleicht. Daran hat sich wenig geändert. Wohl aber an der Konstruktion und wie man die sperrigen Gerätschaften zumindest für den Transport kleiner zusammenpacken kann.

Wer einmal versucht hat, das Osmo Mobile 2 oder vergleichbare Gimbals in einer Umhängetasche oder in seiner Fototasche unterzubringen, der weiß, was ich meine. Aber auch hier hat sich was getan. Mit dem Snoppa Atom Gimbal 3 gibt es ein zusammenklappbares Smartphone-Gimbal, das deutlich weniger Platz braucht. Der Aufbau geht flott vonstatten. Und selbst wenn man für das Aufklappen etwas mehr Zeit einrechnet, spart man auf der anderen Seiten durch de Tatsache, dass dieses Modell nicht mehr ausbalanciert werden muss.

Der leistungsstarke Akku ist praktisch, das lange Kabel weniger.

Der leistungsstarke Akku ist praktisch, das lange Kabel weniger.

Akku-Laufzeit ist nicht alles

Smartphone-Gimbals haben in der Regel einen großen Akku, der den Einsatz für einen kompletten Arbeitstag erlaubt. Das lässt viele aufatmen und sie wagen die Anschaffung. Zumindest bei mir folgte daraufhin schnell die Ernüchterung. Der Gimbal würde wohl einen ganzen Tag durchhalten. Mein iPhone dagegen machte nach einer Stunde schon schlapp. Vor allem die hohe Auflösung und Zeitlupenaufnahmen schienen mir an der Batterie zu saugen.

Nun ist eine Stunde reichlich Zeit für ein paar kurze Clips mit dem iPhone. Aber wer unterwegs oder im Urlaub damit filmt, der hat danach ein Smartphone, das bei 15 oder 20 Prozent dümpelt und nach Aufladung lechzt. Die Lösung liefern die meisten Gimbalhersteller heute gleich mit. Mit einem Verbindungskabel kann man sein iPhone am Gimbal aufladen. Oder zum Beispiel auch gleich mit Kabelverbindung filmen.

Dazu brauchts das richtige Kabel, nicht zu kurz und nicht zu lang. Mit Kabel muss das Gimbal oft neu ausbalanciert werden. Ein passendes kurzes Mini-Kabel ist nicht selbstverständlich im Lieferumfang. Beim Osmo Mobile 2 muss man das ausprobieren, weil sich der Anschluss nicht mitdreht. Beim Snoppa ist ein sehr kurzes Kabel dabei. Hier dreht sich auch der Teil mit der USB-Buchse mit, so dass der Abstand Kamera-Buchse immer gleich bleibt.

So geht es auch: DIe USB-Buche bewegt sich mit, kein Kabelgewirr.

So geht es auch: DIe USB-Buche bewegt sich mit, kein Kabelgewirr.

Eine App – oder mehrere?

Die Verbindung scheint logisch. Wenn der Hersteller eine App anbietet, dann nutzt man zum Fotografieren und Filmen auch die App. Oft genug aber hat diese App schwächen. Die „Super-Zeitlupe“ von 120 Bildern pro Sekunde beim iPhone zum Beispiel erreicht man in den DJI-Einstellungen der App zum Osmo Mobile 2 nicht. Da taucht sie schlicht nicht auf.

Was man oft nicht im Blick hat ist die Tatsache, dass die App sehr wohl das Smartphone-Gimbal steuert. Aber es spricht nichts dagegen, währenddessen eine andere App zu öffnen und mit der zu filmen. In meinem Fall war das oft genug die Apple Kamera App oder die Moment App, die ebenfalls über umfangreiche Einstellmöglichkeiten verfügt.

Das einzige Risiko besteht darin, dass man eventuelle Abstürze der Gimbal-App nicht bemerkt. Und dann verwandelt sich die intelligent gesteuerte Ausgleichsvorrichtung zu einem normalen Handgriff, in dem das Smartphone schlaff und relativ nutzlos herum hängt.

Stativ und Timelapse-Zeiten

So schön und unbeschwert das Filmen aus der Hand auch ist, viele der tollen Funktionen wie Timelapse oder Motionlapse brauchen einen stabilen Stand von Kamera und Smartphone-Gimbal. Zwar kann man sich an Hyperlapse-Aufnahmen auch freihändig versuchen und wird damit auch ganz gute Ergebnisse bekommen.

Die beiden anderen programmierbaren Timelapse-Varianten aber brauchen ein Stativ. Und ein Mini-Stativ ist da wegen der geringen Höhe oft nur ein Notbehelf.

Im übrigen gilt, was für alle Timelapse-Aufnahmen gilt: Der Zeitaufwand sollte nicht unterschätzt werden. Timelapse-Aufnahmen machen sich meistens nicht alleine in zwei oder drei Minuten. Und auf dem Handy rumdödeln kann man in dieser Zeit auch nicht.

Ein kleiner Standfuß kann das Stativ ersetzen.

Ein kleiner Standfuß kann das Stativ ersetzen.

Vorsicht Timelapse-Falle

Als kurzes Rechenbeispiel: Wer einen nur 6-sekündigen Timelapse-Clip erstellen will, der braucht sechs mal 25 Bilder pro Sekunde. Für 150 Bilder mit einem Abstand von jeweils einer Sekunde zwischen den Aufnahmen sind das 150 Sekunden, also 2,5 Minuten. Wer jetzt nicht gerade Fußgänger oder andere relativ schnell bwegende Objekt fotografiert, sondern zum Beispiel vorbei ziehende Wolken, der verlängert den Abstand zwischen den Einzelbildern auf 2, 3 oder 5 Sekunden. Und bei einem 5-Sekunden-Abstand sind es 12,5 Minuten, in der man sich irgendwie still beschäftigen muss.

Zum Ausprobieren ist das ok, im Urlaub und auf Reisen sowieso, da sollte die Zeit dafür da sein. Wer ernsthafter dran geht, der sollte überlegen, ob er nicht mehrere Kameras für Timelapse-Aufnahmen einsetzen kann. Eine Kompaktkamera mit Timelapse-Automatik wie die Lumix LX 100 auf einem Ministativ und eine alte GoPro mit einem Joby Gorillapod sind gute Ergänzungen. Und wer statt dreimal 12,5 Minuten nur einmal diese Zeit benötigt, der wird zudem noch mit mehreren Perspektiven belohnt.

Übrigens erleichtert ein kleiner Standfuß für das Smartphone-Gimbal, das kostenlos im Lieferumfang dabei ist, die Handhabung und kann als Ersatz für ein größeres Stativ dienen.

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