Instagram-Pausen – ohne negative Folgen

Instagram-Pause: Lässt sich schadlos überstehen.

Instagram-Pause: Lässt sich schadlos überstehen.

Instagram-Pausen sind etwas, was sich viele Instagramer nicht trauen: Jeden Tag ein neues Instagram-Foto – und am besten gleich mehrere Story-Bilder, weil die so erfolgreich sind. Und natürlich auch Videos, auf der Seite und in den Stories. Bei einer Pause, wegen Stress bei der Arbeit oder einem Urlaub, befürchten viele, dass ihnen die Follower davon laufen. Wohlgemerkt: Warum das alles nicht ganz so wild ist und ein bißchen Entspannung auch bei Instagram nicht verkehrt ist, darum geht es in diesem Artikel. 

Wir reden hier nicht davon, den Instagram Account zu deaktivieren. Sondern nur darüber, dass man für eine oder zwei Wochen – wegen eines Urlaubs oder auch wegen Stress im Job – nicht zum posten kommt. Aber Instagram kann süchtig machen: Viele wollen täglich mehr Follower gewinnen, mehr Likes pro Beitrag. Das ist ein großer Antrieb. Die Google-Suchen zeigen, dass viele Instagramer ständig nach Wegen suchen, ihren Erfolg auf Instagram zu steigern – oder einen Misserfolg zu verhindern.

Keine Angst vor Instagram-Pausen

Auch wenn viele diese statistischen Entwicklungen als Bedrohung empfinden: Mit etwas Abstand betrachtet gibt es viele gute Gründe, zumindest zweitweise etwas kürzer zu treten und eine Instagram-Pause einzulegen. (Wenn Du wirklich nur zwei oder drei Tage aussetzen möchtest, kannst Du auch gut die Instrumente zur Vorausplanung nutzen.)

Instagram-Posts aus dem Urlaub? Besser nur dann, wenn die Bilder zum Thema Deines Accounts passen. Oder wenn Dein Account sowieso sehr privat ist.

Instagram-Posts aus dem Urlaub? Besser nur dann, wenn die Bilder zum Thema Deines Accounts passen. Oder wenn Dein Account sowieso sehr privat ist.

Weniger Posts können mehr sein

Lange Zeit lautete ein genereller Ratschlag, möglichst oft, zumindest aber täglich auf Instagram zu posten.  Und weil viele ihr Engagement auf Instagram sehr wichtig nehmen, befolgt man gern auch Ratschläge, die sich an Profis richten. Also an Menschen, die Ihr Geschäft auf diese Plattform verlegt haben, dort ihr Geld verdienen wollen.  Für die meisten von uns trifft das aber nicht zu und eine Instagram-Pause ist durchaus vertretbar.

Ich habe festgestellt (und habe das auch von einigen anderen so erfahren), dass heute der Rat zu einem Post am Tag eher kontraproduktiv ist. Wenn ich jeden Tag ein Foto poste, dann „kannibalisiere” ich damit meine eigenen Beiträge. Was heißt das? Lasse ich meinen aktuellen Post zwei Tage stehen, dann entwickeln sich die Likes auch (deutlich abgeschwächt) weiter. Am Ende des Monats habe ich dann halb so viele Posts, die aber haben im Schnitt deutlich mehr Likes, als wenn ich jeden Tag poste.

Statt mit einem neuen Bild pro Tag versuche ich das Engagement auf Instagram eher dadurch anzustoßen, dass ich jeden Tag kommentiere und like und neuen Accounts folge. In meinen Augen ist die Zeit, die ich sonst für Bildbearbeitung, Auswahl und posten verwenden würde, auf diese Weise besser genutzt.

Und wenn ich verreise habe ich zwar zumindest meine kleine Allround-Kamera dabei und natürlich das iPhone. Aber da Urlaubsbilder nicht unbedingt zum Thema meines Profils passen, verzichte ich darauf, Urlaubsbilder zu posten.

Qualität statt Quantität

Wir alle kennen das Phänomen, das erfolgreiche Bilder in vielen Accounts öfters auftauchen. Da nicht alle Instagramer jeden Tag mit der Kamera oder dem Smartphone unterwegs sind, ist es ganz natürlich, dass die Zahl der guten und sehr guten Bilder begrenzt ist.

Hinzu kommt, das ich von einem Foto-Ereignis, einer Instagram-Mission, ja auch Motive für die Stories nutze. Theoretisch bräuchte ich also gegenüber früher heute ein Mehrfaches an Bildern. Und / oder ein Mehrfaches an Foto-Unternehmungen, um gute Bilder zu machen.

Außerdem habe ich festgestellt, dass ich nicht jeden Tag das Hammer-Foto brauche, um gute Rückmeldungen zu bekommen. Oft genug sind es auch die Texte zu den Fotos oder in den Stories, die Reaktionen hervorrufen. und auf die kommt es ja an. Nicht nur für mich steht dieser Austausch mit anderen Instagramern hoch im Kurs. Auch der Instagram Algorithmus bewertet höheres Engagement besser als häufigere Posts.

Keine Posts, keine Unfollows

Auch wenn das so nicht hundertprozentig richtig ist: Im Prinzip stimmt das. Denn die ”normalen” Unfollow-Klicks erfolgen in der Regel ja dann, wenn eines meiner Bilder bei jemandem auf der Seite auftaucht. Erst dann bewertet derjenige vielleicht meine Bilder und die Tatsache, dass er mir folgt, neu. Und meldet sich dann vielleicht bei mir ab.

Die anderen Unfollower, die jeden Tag bei uns nervigerweise auftauchen und nach kürzester Zeit wieder verschwinden, können wir getrost außer Betracht lassen. Die entfolgen sowieso, oftmals auch automatisch.

Besser ist doch dann, zum Beispiel während einer Woche Urlaub ganz auf das Posten zu verzichten. Fast jeder hat doch seinen eigenen Rythmus, seine eigene Routine. Und die kommt im Urlaub oft abhanden. Statt nun seine freien Tage wieder nach dem Zeitschema von Instagram auszurichten, tut man meiner Meinung nach besser das, was man im Urlaub eben macht: Entspannen, sich mit Familie und Freunden beschäftigen.

Ausnahme ist natürlich, wenn Du als Urlaub eine Foto-Reise machst, jeden tag unzählige Aufnahmen machst und am gleichen Tag noch bearbeitest. Dann kannst Du auch Deinen Instagram Workflow aufrecht erhalten.

Abstand gewinnen

Statt dem Motto zu folgen immer besser, immer schneller, immer mehr sollte man es auch auf Instagram von Zeit zu Zeit ruhiger angehen lassen. Zu den oben aufgeführten Aspekten kommt nämlich noch einer, der für alle kreativen Tätigkeiten eine wichtige Rolle spielt: Abstand. Von Zeit zu Zeit einmal einen Schritt zurück zu treten, sich selbst zu beobachten und zu fragen, was mache ich hier eigentlich? Das kann die Perspektive schon positiv beeinflussen.

Und es muss nicht der Anfang vom Ende sein. Sondern eher ein Anlauf zu neuen, kreativen Konzepten und Ideen.

Instagram ist kein stressiger Job und kein Hamsterrad. Die meisten von uns werden hier nicht ihren Lebensunterhalt verdienen und auch in Zukunft eher den Spass am Fotografieren fördern wollen und den Austausch mit anderen Instagramern suchen.

 

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