Zweitkamera: eine Actionkamera

Zweitkamera: Eine sollte immer dabei sein, die GoPro (auch ein älteres Modell) bietet sich da an.

Zweitkamera: Eine sollte immer dabei sein, die GoPro (auch ein älteres Modell) bietet sich da an.

Jeder braucht eine Zweitkamera. Also zumindest jeder, der mit großer Sicherheit brauchbare und abwechslungsreiche Fotos nach Hause bringen will. In früheren Zeiten habe ich in meiner DSLR-Ausrüstung stets ein zweites Gehäuse der gleichen Marke mitgeschleppt. Falls die Hauptkamera mal ausfällt, so die gängige Begründung. Das ist das Sicherheits-Argument.

Tatsächlich machte sich das Zweit-Gehäuse aber viel öfters nützlich, als nur in Notfällen (die es nur sehr sehr selten gab). Da war es zum Beispiel hilfreich, eine Zweitkamera dabei zu haben, die eine andere Brennweite verwendet. Oder eine, die man irgendwo abstellt und die dann automatisch Videos oder Zeitraffer-Aufnahmen machen lässt. Oder eine, die man mal mit Saugnapf auf die Motorhaube montiert, ohne dass man gleich den finanziellen Ruin riskiert.

Heute bin ich mit Minimal-Ausrüstung unterwegs. Aber eine Zweitkamera dabei zu haben – auch eine mit geringerer Auflösung – erweist sich immer noch als praktisch. Meistens übernimmt diese Rolle es das Smartphone, das ebenfalls brauchbare Bilder und Videos liefert. Aber manchmal finde ich  es auch verlockend, meine alte GoPro Hero 3 einzustecken, mit etwas Zubehör wie diversen Befestigungsteilen und der Fernbedienung.

Hier meine wichtigsten Gründe, warum die GoPro – oder auch eine andere Action-Kamera – als Zweitkamera hilfreich ist. Und das gilt vor allem für ältere Modelle, die man preiswert erstehen kann und mit denen man auch etwas risikofreudiger arbeiten kann.

Eine App hilft bei der Bedienung, wenn kein Display vorhanden ist.

Eine App hilft bei der Bedienung, wenn kein Display vorhanden ist.

Robuste Zweitkamera

Wann hat man das schon mal als Fotograf, dass einem eine Kamera auch mal runterfallen kann? Oder dass man sie einfach in einen vollen Rucksack stopft? Die GoPro übersteht das – auch wegen dem Schutzgehäuse – meistens gut. Spritzwasser ist ja sowieso kein Thema. Aber selbst Sand, den ich wirklich bei meinen Kameras fürchte, ist kein Problem. Einfach die Kamera im Gehäuse danach unters Wasser halten – fertig.

Im Normalfall fällt einem Fotografen ja wirklich sehr selten einmal eine Kamera aus der Hand. Aber mit einer robusten Actionkamera traut man sich schon auch mal, während des Radelns zu filmen oder Fotos zu machen.  Oder irgendwo am Berg noch ein paar Schüsse aus der Hüfte zu machen. Oder die Kamera aus dem fahrenden Auto oder Zug zu halten. Da kann die Zweitkamera manchmal mehr, als die (teurere) Hauptkamera.

Als Zweitkamera erlaubt eine Actionkamera wie die GoPro auch ungewöhnliche Blickwinkel.

Als Zweitkamera erlaubt eine Actionkamera wie die GoPro auch ungewöhnliche Blickwinkel.

Der besondere Bildwinkel

Wer eine Zweitkamera vor allem wegen des anderen Blickwinkels braucht, der wird mit einer GoPro zufrieden sein. Den Fischaugen-Effekt erreicht man mit kaum einem Objektiv an seiner Kamera. Aber wem das zuviel Weitwinkel ist, der kann das schon bei der Aufnahme durch die Einstellmöglichkeiten deutlich reduzieren. Auch in der Nachbearbeitung geht das einfach, sogar ohne zusätzliche Software. Die hauseigene GoPro-Bildbearbeitung macht das per Mausklick.

Dafür erhält man Weitwinkelaufnahmen, die in den allermeisten Fällen gut belichtet sind. Von den Schwächen bei wenig Licht mal abgesehen produzieren die kleinen Foto-Würfel erstaunlich gute Ergebnisse, die auch großzügigen Beschnitt erlauben. Und die Linsen bringen erstaunliche Blickwinkel zustande. Das Weitwinkel kann kurz über dem Boden eingesetzt, oder im Auto, im Zelt. Und mit einem Seflie-Stick auch in luftiger Höhe.

Auf dem Wasser sind die kleinen Kameras besonders praktisch.

Auf dem Wasser sind die kleinen Kameras besonders praktisch.

Wasserfestigkeit

Klar, die Wasserfestigkeit ist das Argument für Actionkameras schlechthin. Aber wie hilfreich ist das wirklich, wenn man nicht in glasklarem Wasser schnorcheln geht? In welchen Situationen lässt sich das noch einsetzen? Die Bandbreite ist erstaunlich groß. Sie reicht von Schnee, Regenfällen und Gewitter über Bäche, Flüsse und Seen bis hin zu diversen Flüssigkeiten, die man nur des Effekts wegen einsetzt. Ob das nun ein Bierglas ist, das man füllt oder eine Badewanne, ob man sie in der Autowaschstraße oder in einer Spülmaschine – für verblüffende Effekte sind die Kameras immer gut.

Die Autobefestigung macht die Actionkameras zu idealen Reisebegleitern.

Die Autobefestigung macht die Actionkameras zu idealen Reisebegleitern.

Sie ist autotauglich

Actionkameras wie die GoPro sind wohl auch fast die einzigen Kameras, die man sich traut, außen an einem Auto befestigen. Erst recht, wenn man ein älteres Modell preiswert gebraucht erstanden hat, wächst die Risikobereitschaft. Zum umfangreichen Zubehör für die Actionkameras gehören kleine Saugnapf-Halterungen, die erstaunlich zuverlässig sind – die aber auch wenig Gewicht halten müssen.

Für den Preis einer modernen GoPro bekommt man leicht mehrere ältere Modelle wie die 3er oder 4er-Versionen. Die Zubehörteile gibt es ebenfalls günstig in großen, variantenreichen Zusammenstellungen. Also spricht auch nichts dagegen, mehrere Kameras außen und / oder innen zu befestigen. Durch das Zusammenschneiden der unterschiedlichen Kameraperspektiven erhält man professionell aussehendes Foto- und Videomaterial.

Auch Video - sogar mit gutem Ton - ist kein Problem.

Auch Video – sogar mit gutem Ton – ist kein Problem.

Die Zeitraffer- und Videoqualität

Die GoPro als Zweitkamera ist auch eine praktikable Videokamera. Selbst wenn das Modell noch keine 4K-Qualität aufweist, so haben doch schon ältere Modell deutlich größere Auflösung als HD. Und wenn man die Mini-Kameras für Zeitrafferaufnahmen nutzt, kann man einen noch größeren Bereich zum Einzoomen verwenden. Möglich machts nicht etwa teure Bildbearbeitungs- und Schnitt-Software, sondern die hauseigene, kostenlose Software.

 

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