Weitwinkel-Empfehlung: Tokina 11-16mm / 2,8

Weitwinkel-Zoom Tokina 11-16mm, 2,8

Weitwinkel-Zoom Tokina 11-16mm, 2,8

Nachdem ich mich eine Weile lang eingehend mit dem Thema Weitwinkel-Zooms beschäftigt habe, habe ich mich nun doch den positiven Test- und Erfahrungsberichten gebeugt. Meine Neuanschaffung ist das Tokina AF 11-16mm/2.8. Das klingt zunächst nicht so überschwänglich freudig, aber das liegt einzig und alleine am Preis. Wenn die Linsen fast genauso teuer wie die Kamera sind (Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Gehäuse), muss ich mir das schon zweimal überlegen.

Aber das ist auch schon der einzige Wermutstropfen. Die ersten Fotos und Videos haben – ganz ohne wissenschaftliche Tests und Auswertungen – dem Augenschein nach gute Ergebnisse gebracht (betrachtet und vergrößert auf einem 27-Zoll-Monitor). Und das vorwiegend bei offener Blende. Die durchgehende Lichtstärke von 2,8 war schon auch ein Kaufargument.

Die Linste kommt komplett mit einer Sonnenblende, was Canon beim EF-S 10-22mm/1:3,5-4,5 USM Objektiv wohl nicht fertig bringt.

Ungewohnt ist die Umstellung auf manuellen Fokus, die nicht wie bei Canon-Objektiven durch einen kleinen Schiebeschalter erfolgt. Vielmehr wird der Fokusring nach vorne bewegt und rastet dort ein. Keine schlechte Lösung, den Fokusring hat man dann ja sowieso in der Hand, wenn man auf manuell umschalten will und man muss die Kamera nicht absetzen. Durchdacht ist selbst der Objektivdeckel, den man normalerweise ganz schlecht abnehmen kann, wenn die Sonnenblende aufgesetzt ist. Dieser muss nicht am Rand angefasst werden, sondern hat zwei kleine Griffschalen in der Mitte, an die man gut herankommt.

Das Gewicht des Objektives ist in der Regel kein Problem, obwohl es mit einem starken Pfund schon ein ziemlicher Brocken ist.

Ich hatte mir das Objektiv nicht zuletzt für Aufnahmen mit einem Schwebestativ gekauft. Je kürzer dort die Brennweite, destow machen sich eventuelle Wackler bemerkbar. Wenn man zum Austarieren auf seiner Flycam noch mal ein paar Gewichte drauflegen muss, dann summiert sich das schon. Aber auch das ließ sich gut bewältigen, ohne dass ich jetzt mit Krafttraining beginnen muss. Und die Aufnahmen mit 11 mm Brennweite in Bewegung, beispielsweise in engen Räumen oder Durchgängen, wirken halt schon noch mal deutlich besser, als mit dem Standardobjektiv, das bei 18 mm Brennweite anfängt.

Kurzum: Ich sehe mein Geld gut angelegt und sehe einmal mehr meine Auffassung bestätigt, dass man sich nicht nur auf die Testergebnisse verlassen kann sondern auch die Bewertungen, die es bei den großen Versendern gibt (sofern eine ausreichende Zahl vorhanden ist). Einsatzzweck bei mir ist vor allem Foto und Video im Bereich Architektur, Panoramafotos (es muss nicht immer die Noblex sein) und es wird auf Reisen wohl den Platz des Zweitobjektives einnehmen, Zusammen mit dem Canon EF-S 17-85mm/ 4,0-5,6/ IS USM Objektiv (67 mm Filtergewinde, bildstabilisiert, Original Handelsverpackung) kann ich zumindest auf Reisen dann auf ein Tele verzichten (wird in meinen Augen sowieso stark überschätzt).

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