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Fotos archivieren

Hannes und Gretel

Aus besonderem Anlass eine Ausnahme von der Regel: Keine Sonnenuntergänge, keine Bilder von meinen Kindern in diesem Blog. Naja, heute eben doch, aber so unscharf, dass ich mir treu bleibe. Anlass dafür sind außergewöhnliches Arbeiten am Wochenende. Ich fotografiere ja schon seit Jahren mit Begeisterung. Meine Familie hat es die meiste Zeit geduldig ertragen, meine Tochter will das in jüngerer Zeit nicht mehr haben. Seit der Geburt meiner Kinder gibts eine Flut von privaten Fotos, die eben nicht wie beruflich genutzte Bilder fein säuberlich archiviert wurden.

Sie waren bislang zu einem Größteil -ähem, also, naja: in Kartons untergebracht. Nicht alle, weil so zur Jahrtausendwende habe ich geahnt, dass ich die vergangenen zehn Jahre nur schwerlich so werde aufarbeiten können, wie ich das ursprünglich einmal vorhatte: mit liebevoll gestalteten, reichhaltig beschrifteten Alben in allen Variationen. Also kaufte ich beim Fotohändler meines Vertrauens (den es damals ja noch gab) ein paar Einsteckalben Marke Green Earth von Dürr und fortan waren die neuen Abzüge versorgt.

Seit etwa einem Jahr ist auch diese Lösung nicht mehr aktuell, weil neue Fotos zuallererst auf der Festplatte landen. Nach strenger Auswahl gibts dann themenbezogen entweder Fotohefte oder Fotobücher, das klassische Album wird nur mit wenigen Bildern weitergeführt. Der Rest ist auf meinem Bildschirm zu sehen.

Bleiben schlappe zehn Jahre (1990 bis 2000), die noch auf ihre Verarbeitung warten, also habe ich 10 weitere dieser Alben für je 300 Bilder bestellt (weil ich die anderen nicht im Versand finden konnte) und gestern war es soweit. Dank des großartigen Gedächtnisses meiner Frau („…das war 1990 bei unserem ersten Urlaub mit dem Campingbus in Porlezza…“ etc) gings auch recht rasch voran. Nach nur etwa vier Stunden hatten wir gerade mal drei der zehn Alben voll. Das macht Hoffnung.

Jetzt die schlechte Nachricht: Neben den Farbabzügen fürs Album gibts noch etliche Diafilme und – worauf ich immer wieder stolz bin – wenige hundert Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Von Hand vergrößert auf Baryt-Papier, hochglanzgetrocknet. Es bleiben also noch einige Sonntage übrig…

Erste Erkenntnis nach Durchsicht vieler Bilder: „Highlights“ sind oft unplanbare Schnappschüsse, da braucht man also keine guten Vorsätze zu fassen. Glückssache. Hohen Stellenwert haben aber auch Fotos (viel zu wenige), für die man auch im privaten planmäßig vorging oder was Neues ausprobierte: Tagebuchartiges fotografieren zum Beispiel, eine komplette Bildergeschichte chronologisch festhalten. Oder experimentieren mit mehreren, ferngesteuerten Blitzen, Bewegungsunschärfe oder – total peinlich und lästig für alle Beteiligten – gestellten Fotos und Gruppenfotos. Sie hassen Dich dafür, in dem Augenblick, wo Du das Theater veranstaltest. Aber Du musst nur 10 oder 20 Jahre warten…

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Projekt „Time for Video“

Ein Video als Gegenleistung für Ihre Zeit als Interview-Partner. Etliche Fotografen bieten Models, die sich für Porträtfotos zur Verfügung stellen, als Gegenleistung die Nutzung der Fotos an (Time for Prints =TFP). Das Gleiche möchte ich mit Videos (Time for Videos=TFV) machen. Wer für ein kurzes Porträt- und Interview-Video zur Verfügung steht, kann dieses Video auf seiner Website und in den Sozialen Medien nutzen. Mehr Infos hier…

Joachim Ott

Journalist & Fotograf

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