
Ein Wow-Effekt beim morgendlichen Lesen meiner Emails. Über einen Blurb-Link bin ich eher zufällig auf das Buch und später auch auf die Website des amerikanischen Fotografen Eric Curry gestoßen. Seine Lichtbilder sind eher Licht-Gemälde: Diffizil in Szene gesetzte künstliche Arrangements mit komplizierter Ausleuchtung, geplant bis ins letzte Detail.
Auf seiner Webvsite American Pride and Passion sieht man seine eindrucksvollen Aufnahmen, dazu gibts meistens noch ein „Making-of-Video“, ein Interview mit dem Meister und / oder schriftliche Erläuterungen. Den neuesten Foto-Bildband mit seinen Aufnahmen kann man übrigens bei Blurb kaufen – für stolze 75 Dollar (was auch beim derzeit günstigen Wechselkurs immer noch 57 Euro sind).
Ich muss allerdings zugeben, dass der erste, gewaltige Eindruck durch diese Fotos im Laufe des Website-Studiums etwas der Ernüchterung gewichen ist: Das ganze Arrangement wirkt schon auf den ersten Blick etwas künstlich oder ge-photoshoped. Wenn man aber in seinem Video-Tutorial mitbekommen hat, welchen Aufwand Eric bei der Ausleuchtung seiner Szenen betreibt, dann wirkt das schon etwas ernüchternd, finde ich.
Nicht, dass die Bilder deswegen weniger beeindruckend wären. Aber ähnlich wie bei stark am Bildschirm manipulierten Aufnahmen schwindet doch der Eindruck, dass man hier Ausschnitte aus dem richtigen Leben sieht.
Ganz nebenbei finde ich es auch ziemlich ernüchternd, dass ein Fotograf, der bei Blurb veröffentlicht, mit einem Preis von 75 Dollar für seinen 80seitigen (!) Bildband etwas chancenlos dasteht gegenüber Verlagsprodukten. Das Blurb-Buch gibt es übrigens hier.




