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Panoramabilder zur Geltung bringen

Panoramafotos richtig zur Geltung bringen

Panoramafotos: Das besondere Format am besten zur Geltung bringen

Für viele Landschaftsfotos bietet sich ein Panoramaformat einfach an: Nur so lässt sich manchmal die gesamte Ansicht oder Aussicht mit vollem Blickwinkel wiedergeben. Will man besonders schöne Panoramabilder dann auch genauso beeindruckend an die Wand bringen, stellt die Vielzahl der Möglichkeiten manchmal ein Problem dar. Ideal ist es, wenn man die des extra breiten Formats schon bei der Aufnahme berücksichtigt. Aber wann wird eine Aufnahme eigentlich zum Panoramafoto? Wie sieht das ideale Seitenverhältnis aus und was muss ich tun, damit ich diese Eigenschaft am besten zur Geltung bringe?

Panoramaformate richtig wählen

Auffallendstes Merkmal der Panorama-Ansichten: Sie sind wesentlich breiter als hoch. Ein normaler Bilderrahmen wird der Ansicht nicht gerecht. Wer schon bei der Aufnahme das Panoramaformat einplant, muss seine Sehweise anpassen. Oben und unten erfolgt dazu meist ein Beschnitt, Himmel und Vordergrund werden dabei reduziert. Übrig bleiben sollte der bildwichtige Teil, und damit ein Motiv, das zum Beispiel bei einem Seitenverhältnis von 3:1 gut zur Geltung kommt.

Das passende Seitenverhältnis und die richtige Präsentation machen das Panoramafoto zu beherrschenden Bild im Raum.

Das passende Seitenverhältnis und die richtige Präsentation machen das Panoramafoto zum beherrschenden Element im Raum.

Das praktikabelste und sicher auch häufigste Format ist ein Bild mit dem Verhältnis 3:1. Hierfür findet man bei vielen größeren Laboren preiswerte Angebote und muss zum Beispiel bei einem 60 Zentimeter breiten Bild nicht oben und unten selbst jeweils 10 Zentimeter abschneiden, um ein 60×40 Standradformat-Foto auf ein 60×20 cm Foto zu reduzieren. Wer für das Standardformat 60×40 sehr günstige Angebote findet, kann dennoch diese Lösung wählen und für zwei saubere Schnitte selbst Hand anlegen. Voraussetzung ist, dass man ein scharfes Cuttermesser besetzt, ein Metall-Lineal mit passender Länge und eine brauchbare Unterlage.

Das Gleiche gilt auch für andere Panoramaformate: Beliebt ist auch das Seitenverhältnis 2:1, bei der oben beschriebenen Göße wäre das dann das Format 60×30 cm. Gut zur Geltung kommen auch Bilder, die man ’stückelt‘ in drei Mal ein Hochformatbild: ein Triptychon 3×1. Aus einem gelungenen Querformat kann man gut drei hochformatige Bilder passgenau ausschneiden. Wählt man dann noch eine gängige und preisgünstige Größe für die Abzüge, zum Beispiel DIN A4 oder 20×30 cm, dann kreiert man mit diesem einfachen Kniff ebenfalls einen echten Hingucker.

Extreme Blickwinkel?

Wer nach Panoramaformaten sucht, der stößt auch auf wesentlich drastischere Darstellungen. Ein Seitenverhältnis von 4:1, 5:1 oder 6:1 ist technisch möglich, auch manche Labore bieten diese Formate an. Ich selbst kann mit diesen sehr schmalen und langen Panoramabildern meist wenig anfangen. Langgezogene Bergketten eines Alpenpanoramas lassen sich so vielleicht vollständig wiedergeben. Aber für mich entspricht das nicht mehr der normalen, eher weitwinkligen menschlichen Sicht. Und mir fallen auch wenige Motive ein, die sich dafür eignen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Verarbeitung der Bilder vom Abzug bis zum fertigen Bild ist die DIY-Lösung. In der Regel werden Fotografen, die ihre Bilder selbst vergrößern, auf Tintenstrahldrucker zurückgreifen. Hier gibt es für große Bilder etliche gute technische Lösungen mit hervorragenden Druckergebnissen. Die wichtigste Voraussetzung sind sicher ausreichend große Tintentanks. Wem nach 90 Prozent eines großen Bildes eine der Farben ausgeht, verliert Zeit und Geld.

Beliebt unter ambitionierten Landschaftsfotografen ist zum Beispiel der Epson EcoTank ET-8550 Tintentankdrucker für die Größe A3+ mit großen Tintentanks. Es gibt von den großen Herstellern wie Epson auch  Rollenpapier, das man leicht selbst auf die richtige Länge bringen kann. Ich habe das früher selbst benutzt. Aber das Selbstdrucken ist ein eigenes Thema, auf das ich hier nicht weiter eingehen möchte.

Triptychon: Bildaufteilung in drei Hochformatbilder für Panoramaeffekt.

Triptychon: Bildaufteilung in drei Hochformatbilder für Panoramaeffekt.

In Szene setzen

Die oben genannte Methode der Stückelung in ein Triptychon löst auch fast schon das Problem, wie man Panoramabilder am besten und einfachsten an die Wand und zur Geltung bringt. Denn in diesem Fall sind drei Rahmen – mit oder ohne Rand – preiswert und fast überall zu bekommen. Auf ein Passepartout verzichtet man wegen des besseren Übergangs der drei Bilder besser. Kniffliger wird es bei dieser 3×1-Lösung, wenn man beispielsweise drei kleine Leinwandbilder nebeneinander hängen möchte. In diesem Fall muss bei der Fertigung der Abzüge einberechnet werden, dass bei Landwandbildern in der Regel ein Teil des äußeren Randes umgeklappt wird, damit der Holzrahmen der Leinwandkonstruktion verdeckt ist.

Lösungen wie das Aufziehen auf einen festen Untergrund erfordern hingegen eine Rechenarbeit, das kann man auch selbst erledigen. Man erhält diese Ausführung aber auch relativ preiswert in seinem Labor. Am oberen Ende der Preisskala steht die Möglichkeit, einen Fotoabzug hinter Acrylglas in seinem Labor anfertigen zu lassen. Die Kosten sind hier aber relativ hoch.

Fertige Lösungen sparen Zeit

Das gleiche Vorgehen gilt für die Bildformate mit einem Seitenverhältnis von 3:1 oder 2:1. Hier gibt es eine Reihe preiswerter Lösungen für passende Rahmen (zB 2:1). Am besten informiert man sich vor dem Auftrag ans Labor, welche Kosten noch für den Rahmen anfallen. Wer handwerklich begabt ist und das passende Werkzeug zuhause hat, der kann auch auf eine DIY-Lösung setzen. Anleitungen finden sich reichlich. Allerdings kann es manchen Fotografen schwerfallen, das hohe Qualitätsniveau der eigenen Bilder auch bei den Arbeiten am Rahmen zu halten. Und wer richtet schon gerne die Aufmerksamkeit von Besuchern auf die Bilder, wenn beim näheren Hinsehen auch kleinere Mängel am Rahmen auffallen?

Die Feinheiten

Meine favorisierte Lösung zumindest für die Formate 3:1 und 2:1 sind passende Rahmen (zB 3:1), am liebsten noch ergänzt durch echte Schrägschnitt-Passepartouts. Auf ‚richtiges‘ Glas muss man dabei in der Regel verzichten. Meistens wird Antireflex Acrylglas eingesetzt, was eine praktikable Lösung ist. Auch die edlen Passepartouts mit der schrägen Kante kann man selbst herstellen. Allerdings ist das Besorgen des passenden Kartons etwas aufwendiger. Und das Schneidewerkzeug für Amateure und die DIY-Lösung erfordert viel Sorgfalt und hat zumindest bei mir auch kleine Schwächen im Ergebnis gezeigt.

Preiswerte Rahmen im Panoramaformat findet man oft auch in Möbelhäusern. Dieser hier stammte von IKEA und bot ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Preiswerte Rahmen im Panoramaformat findet man oft auch in Möbelhäusern. Dieser hier stammte von IKEA und bot ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Andere wichtige Aspekte sind Materialfragen für eigene Rahmenleisten, die man in verschiedensten Profilen aber in fast jedem Baumarkt erhält. Hier kann man auch küstengünstig Hintergründe erstehen. Wer nicht abschätzen kann, ob das Material stabil bleibt, plant stabilisierende Leisten auf der Rückseite ein.

(K)eine Frage der Hängung

Normalerweise stellt sich die Frage nach der Hängung von Panoramabildern erst spät – meistens dann, wenn man schon mehrere Bilder gerahmt hat. Die meisten Panaromabilder sind Solitäre: Fotos in diesem Format hängen vor allem in den größeren Formaten nicht nebeneinander. Mit zunehmender Zahl an Panoramabildern kommen meistens auch kleinere Formate zum Einsatz. Ich habe lange Zeit die preiswerten IKEA-Rahmen (Ribba) benutzt, davon ließen sich gleich neun auf einer Wandfläche unerbingen und es kostete nicht die Welt. Das Nachfolge-Modell des Rahmens IKEA Rödalm erscheint mir aber nicht mehr so robust, so dass diese Lösung ausgesetzt ist.

Sofern die Aufhängungen an den Rahmen nicht vorhanden sind oder man eine Ergänzung der selbst gefertigten Ramen braucht, reichen in den meisten Fällen an der Rahmenseite die kleinen klassischen Ösen wie diese hier. Für schwerere größere Bilder bieten diese Zackenleisten die Möglichkeit, kleinere horizontale Korrekturen vorzunehmen.

An der Wandseite vertraue ich bei größeren Rahmen nicht auf einfache Nägel, sondern setze gerne auf die sogenannten Floreathaken, die von zwei oder drei kleinen Zylinderkopfnadeln gehalten werden. Wer öfter Bilder in verschiedenen Formaten auswechselt, der sollte über eine Lösung mit Galerieschienen nachdenken. Die gibt es von verschiedenen Herstellern in vielen verschiedenen Formaten und Ausführungen. Mich schreckt allerdings die Vorstellung, dass eventuell mehrere Perlonschnüre an einer Bilderwand störend wirken könnten.

Kleinere Panoramabilder machen auch in größerer Zahl einen guten Eindruck.

Kleinere Panoramabilder machen auch in größerer Zahl einen guten Eindruck.

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