
Darauf hat die Welt gewartet: Ein Scanner, mit dem man per iPhone seine Filme einscannen kann. Nicht wirklich, oder? Doch: Dieses Kickstarter-Projekt The Lomography Smartphone Film Scanner by Lomography hat auf Anhieb schon doppelt so viel Geld eingesammelt, wie benötigt. Und die Aktion läuft noch mehr als zwei Wochen.
Ich hätte da ja keinen Euro drauf gewettet, das so etwas läuft. Aber offensichtlich hat auch die iPhone Generation der Fotografen noch einen starken Bezug zur analogen Fotografie, der sich nicht nur in der Verwendung von Apps wie Instamatic oder Hipstamatic niederschlägt.
Nun sollte man meinen, dass sich jeder, der noch Filme benutzt auch einen der preiswerten Scanner dafür leistet. Aber der gebotene Vorverkaufspreis von 40 bzw. 50 US-Dollar hat wohl schon jede Menge Leute überzeugt. Dabei wirkt die Handhabung nach meiner ersten Einschätzung nicht besonders verlockend, und die Ergebnisse können qualitativ auch nicht so dolle sein. Genügt es den meisten Fotografen schon, alte oder alt wirkende Bilder auf dem Handy zu haben?
Des Rätsels Lösung für den Erfolg steckt sicher hinter der Adresse des Anbieters: Über Lomo kann man seit langem viele ältere analoge Kameras mit einfachster Technik bekommen – zu vernünftigen Preisen. Da ist es nur logisch, dass man nicht nur Laborarbeiten anbietet sondern auch eine Brücke schlägt zum digitalen Equipment der Kundschaft.
Lomo und Holge Kameras sind seit langem Klassiker, auch neue Modelle wie die Belair setzen auf die alte Technik. Die preiswerten Panoramakameras von Horizon sind Geheimtipps, der neuere Lomography Spinner die moderne und preiswerte Weiterentwicklung der Panoramafotografie.



