Timelapse Aufnahmen mit dem iPhone

Timelapse-Aufnahmen sind der Hingucker: In jedem Video, auf jeder Webseite, in jedem Social Media Account ziehen die Zeitraffer-Aufnahmen die Aufmerksamkeit auf sich. Es gibt ungezählte Anleitungen, wie man Timelapse Aufnahmen am besten macht, welche Ausrüstung man braucht, wie man die Aufnahmen weiter verarbeitet.

Aber selbst Profis geben zu, dass es kaum einen einfacheren Weg zu guten Timelapse Aufnahmen gibt, als die eingebauten Funktionen des iPhone. Wenn Du nur weinge, einfache Dinge beachtest, kommst Du damit zu guten Ergebnissen, die Du oft und vielseitig verwenden kannst. Ich mache meine Timelapse-Aufnahmen mit einem nicht mehr ganz aktuellen iPhone 6s, aber jedes aktuell auf dem markt befindliche iPhone funktioniert genauso.

Die Basics für Timelapse Aufnahmen

Der deutsche Name Zeitraffer-Aufnahme für Timelapse Aufnahmen sagt es schon: Es sind Aufnahmen, über einen längeren Zeitraum (von etwa einer Minute Aufnahmedauer bis zu fast drei Stunden), für die Technik des iPhone ausgelegt ist. Zwar fällt die ganze Berechnung und Nachverarbeitung der Aufnahmen für Dich weg. Aber auf etwas kannst Du nicht verzichten: einen festen und unveränderlichen Halt für Dein iPhone für die gesamte Aufnahmedauer.

Nun kannst Du erfinderisch an die Sache dran gehen, Dein iPhone gegen ein Fenster legen, auf die Scheibenwischer an der Frontscheibe Deines Autos oder es mit Klebeband irgendwo befestigen. Aber wenn Du ein wenig Geld in die Hand nimmst, und Dir ein Ministativ oder ein Reisestativ gönnst, wirst Du das nicht bereuen. Und weil man das iPhone nicht so ohne weiteres auf einem Stativ befestigen kannst, brauchst Du für Deine Timelapse Aufnahmen noch eine Halterung für das iPhone. Ich verwende diese, aber es gibt sie in vielen Variationen und Preisklassen. Und sie sind meistens auch problemlos an alle Geräte und Variationen (mit / ohne Bumper / Hülle / Zusatzobjektiv) verwendbar.

Wichtig bei Timelapse Aufnahmen: Das "Verriegeln" von Fokus, Belichtung und Weißlichtabgleich.

Wichtig: Das „Verriegeln“ von Fokus, Belichtung und Weißlichtabgleich.

Die Aufnahme

Gleich kanns losgehen. Zu den minimalen Vorbereitungen gehört noch, dass Du in den Einstellungen Benachrichtigungen deaktivierst und den Flug-Modus aktivierst. Wenn eine Drei-Minuten-Aufnahme abgebrochen wird, weil Du ans Telefon gehst, mag das noch angehen. Aber falls die Aufnahme nach einer halben Stunde abgebrochen wird, ist das ärgerlich.

Wenn Du die Kamera montiert und ausgerichtet hast, öffnest Du die Kamera-App, die zu den Bord-Werkzeugen jedes iPhone gehört. Es gibt zahlreiche andere Apps, kostenpflichtig und gratis. Aber mit den Ergebnisse dieser vorinstallierten App kannst Du schon ziemlich gute Ergebnisse produzieren.

Hältst Du Dein iPhone im Querformat, dann ist neben dem roten Aufnahmeknopf standardmäßig die Einstellung „FOTO“ aktiviert. Du streichst mit dem Finger in der Bildfläche nach unten, bis nach Video und Slo-Mo die Einstellung „ZEITRAFFER“ erscheint.

Eine zweite wichtige Sache ist der AE/AF-Lock. Wenn Du an einem bildwichtigen Teil Deines Bildes den Finger auflegst, erscheint nach kurzer Zeit das kleine gelbe Quadrat, in dem Belichtung, Fokus und Weißabgleich eingestellt werden. Dazu der Hinweis: AE/AF-SPERRE. Damit sind diese drei genannten Einstellungen fixiert und ändern sich nicht mehr, über die gesamte Zeitraffer-Aufnahme hinweg. Das ist in fast allen Fällen richtig so, denn diese Einstellungen sollen sich bei Zeitraffer-Aufnahmen auch dann nicht ändern, wenn sich das Licht ändert.

Timelapse Aufnahmen mit dem iPhone: Einfach und immer erfolgreich, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Timelapse-Aufnahmen mit dem iPhone: Einfach und immer erfolgreich, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Der Rundum-Sorglos-Prozess

Das wars auch schon. Du startest die Aufnahme über den roten Knopf und beendest sie damit. Aber erst dann, wenn Du meinst, Du hast genügend Bewegung und Veränderung in Deinem Clip festgehalten. Denn das ist natürlich die Magie in dieser Geschichte. Du brauchst langsame Bewegungen, die entweder kaum wahrnehmbar sind (zum Beispiel Wolkenbewegungen). Oder einfach unspektakulär wirken (zum Beispiel Autoverkehr) zu beschleunigen.

Oben im Fenster wird Dir die gesamte Aufnahmedauer angezeigt. All die Kleinigkeiten wie Intervall, Belichtungszeiten, Blende, Zeit, Dauer, steuert das iPhone selbsttätig. Und das bedeutet, dass automatisch auch die Einstellungen je nach länge des Clips verändert werden. So wird eine kurze Aufnahmen beispielsweise um das 15fache beschleunigt wiedergegeben, eine 30minütige Aufnahme wird auf das 60fache Tempo beschleunigt. Und eine Aufnahme von bis zu zwei Stunden 40 Minuten (das Maximum), wird um den Faktor 240 beschleunigt.

Diese Automatik hat viele Vorteile. Wenn ich bei einer normalen Zeitraffer-Aufnahme an meiner Kamera alle Einstellungen für fünf Minuten Aufnahme einstelle, habe ich meist kurze Intervalle und damit vergleichsweise viele Bilder.  Verlängere ich das nun auf zwei Stunden, dann erzeuge ich eine gigantische Datenmenge. Und der Clip wird dann auch noch in der beschleunigten Version sehr lang.

Ein schöner Standort und ein Motiv mit Bewegung sind wichtig für Timelapse Aufnahmen: zB Wolken.

Ein schöner Standort und ein Motiv mit Bewegung sind wichtig: zB Wolken.

Nachbearbeiten?

Und das wars. Das iPhone speichert nicht die Einzelbilder, sondern nur den Zeitraffer-Clip. Das geschieht mit einer akzeptablen Datenmenge und einer für meinen Geschmack „runden“ und weichen Wiedergabe. Wer noch etwas verbessern will, der kann in iMovie oder FCPX (als Mac-Benutzer) die Länge und Geschwindigkeit beeinflussen. Besser investiert wäre die Arbeitszeit nach meiner Ansicht – wenn überhaupt – ggf. in eine Farb-Korrektur.

Was geht noch?

Nichtsdestotrotz gibt es noch immer Möglichkeiten, auch diesen Prozess zu verbessern. Man kann andere Apps nutzen, die erweiterte Einstellungen ermöglichen, wie zum Beispiel Filmic Pro. Damit kann ich auch 4K-Aufnahmen erzeugen oder ich kann eine Bewegungsunschärfe erzeugen. Und wenn ich ein Gimbal nutze für eine Stablisierung des iPhones, dann sind auch bewegte Aufnahmen drin. Dazu bewege ich entweder das Gimbal oder es steuert selbsttätig die Ausrichtung der Kamera.

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Posting-Frequenz: Wie oft posten? Und wann und wo?

Posting-Frequenz: Wann ist der richtige Zeitpunkt für neue Texte und Bilder?

Posting-Frequenz: Wann ist der richtige Zeitpunkt für neue Texte und Bilder?

Die Posting-Frequenz ist ein Thema, das sich sich in ungezählten Ratgebern findet. Wie oft soll ich auf Twitter, Facebook 6 Co. posten? Und soll ich mich allen sozialen Netzwerken und meinem Blog gleichermaßen engagieren? Meistens kommen die guten Ratschläge von den Plattformen selbst oder von Menschen und Einrichtungen, die aus verschiedenen Gründen ein großes Interesse an reger Beteiligung haben.

Posting-Frequenz: gut gemeint…

Ich sollte eigentlich die Finger von diesem Thema lassen, weil ich mich nur an wenige dieser Regeln und Empfehlungen halte. Aber: Ich gehe davon aus, dass da draußen sehr viele Menschen ähnlich wie ich ihren Lebensinhalt nicht alleine im Posten von Bildern und Beiträgen und Videos sehen (können).

Die Crux an diesen besten Zeiten zum Posten von Beiträgen ist, dass diese Angaben zur Posting-Frequenz sehr theoretisch sind. Und dass diese Frequenzen für die meisten von uns maßlos überzogen sind. Erst recht, wenn man sich die Ratschläge für die Posting-Frequenz auf allen Plattformen ansieht, auf denen man vertreten ist. Pinterest steht aktuell mit 5 bis 30 Posts pro Tag bei den meisten Tipps zahlenmäßig ganz vorne. Selbst Twitter ist mit 3 bis 10 Beiträge pro Tag abgeschlagen.

Bei Facebook, Google und Instagram sollte man sich – je nach Ratgeber – noch 1 bis 3 Mal pro Tag zu Wort melden. Und das eigene Blog möglichst 3 oder 4 Mal pro Woche mit wertvollen Beiträgen füttern. Selbst die oft aufwändigeren Instagram Stories (weil meistens Videos) fordern noch zweimal die Woche ihren Tribut. Und bei Youtube sollte man unter der Schmerzgrenze von einem Video pro Woche gar nicht erst anfangen.

Wer das liest, kann jegliche anderen Aktivitäten erst einmal einstellen. Denn selbstverständlich fordert jede Plattform erstklassigen und einzigartigen Content, der die Zuschauer, Follower, Mit-Leser dazu veranlasst jeden Beitrag zu liken und zu teilen.

Dienste wie Buffer erleichtern die Planung und reduzieren den Arbeitsaufwand für die verschiedenen Social Media Kanäle ganz erheblich.

Dienste wie Buffer erleichtern die Planung und reduzieren den Arbeitsaufwand für die verschiedenen Social Media Kanäle ganz erheblich.

Kompromiss-Lösungen

Die Ansprüche an die Qualität setzen dem Ganzen zwar die Krone auf, aber die teile ich sogar am ehesten. Ganz seltsam dagegen wird es, wenn man noch versucht die Ratschläge zu den besten Zeiten der Postings zu berücksichtigen. Spätestens dann wird aus einem Blogger oder Webseiten-Betreiber ein hauptamtlicher Netzwerker.

Meine Einstellung als Journalist und Fotograf weicht bezüglich Posting-Frequenz von dem gängigen Muster in fast allen Bereichen ab. Das fängt schon damit, dass nach meiner Erfahrung die Sozialen Medien in vielen Fällen hilfreich sind, aber dennoch nur ein „gemietetes” Schaufenster für Dinge, die ich in meinem eigenen Laden anbiete.

Was auf jeden Fall hilft, egal ob fürs Blog oder die Sozialen Netzwerke, ist ein einfacher Redaktionskalender und ein Themenplan. Und ein gut geführtes Bildarchiv. Ich besitze zwar keine High-Tech-Kamera, aber mehrere lieb gewonnene Kameras und Objektive, die als Handwerkszeug viel Spass machen. Von meinen Bildern geht nix verloren. Und auch wenn das spontane Aufnehmen neuer Motive für einen Post wie diesen Spass machen, ein Archiv leistet unschätzbare Dienste.

My home is my castle

Anders ausgedrückt: Das eigene Blog, die eigene Webseite haben nach meiner Einschätzung absoluten Vorrang. Wer zusieht, wie Plattformen regelmäßig Bedingungen und Algorithmus ändern, wie sich Geschäftsmodelle unabhängiger irgendwelcher Beteuerungen in Richtung Anzeigenverkauf perfektionieren, der muss seine eigene Webseite einfach schätzen.

Natürlich kommt auch hier der meiste Besucherverkehr oft von einer Suchmaschine, und auch die kann die Regeln ändern. Aber Freiheiten und Chancen einer erfolgreichen Darstellung sind nach meiner Ansicht hier am besten.

Kontinuität ist natürlich auch hier wichtig. Aber ich denke, wer einmal pro Woche fundierte Inhalte präsentiert, informativ und bestenfalls sogar unterhaltend und gut illustriert, der ist ganz gut dabei.

Hauptjob Bloggen und Social Media? Es muss auch anders gehen.

Hauptjob Bloggen und Social Media? Es muss auch anders gehen.

Ausnahme: Videos

Die einzig mir bekannte Ausnahme, die ähnlich gut funktioniert, ist ein Youtube-Kanal. Auch hier sollte man sich einmal pro Woche mit guten Inhalten zu Wort melden. Auch hier hat man dadurch gute Chancen, wahrgenommen zu werden.

Social-Media: eine oder alle?

Was aber tun mit all den Social Media Accounts, die man ins Leben gerufen hat, die ständige Schwankungen in Nachfrage und Reichweite erfahren und die ebenfalls andauernd befeuert werden wollen? Ich kann nur dazu raten, sich bei Zeitnot neben seinem „Hauptkanal” auf eine weitere Plattform zu beschränken, die man „richtig” bedient. Wo man selbst gerne und oft aktiv ist, wo man kommentiert und viel Zeit verbringt.

Für alle anderen Plattformen, bei denen man jetzt schon dabei ist, würde ich einen Dienst wählen wie Buffer oder Later oder Hootsuite (es gibt noch etliche mehr), wo man entweder automatisiert oder mit Vorplanung seine Posts einstellt. Wo man also deutlich Zeit und Aufwand sparen kann.

Mein Fazit

Wenn es so ist, wie ich vermute, und da draußen nicht nur Haupt-Erwerbs-Blogger unterwegs sind, spielen die Fragen von Konzentration und Zeitersparnis eine wichtige Rolle. Gute Inhalte in regelmäßigen Abständen zu produzieren, scheint mir das wichtigste Ziel zu sein. Und der Ort dafür ist nach meiner Ansicht zuerst die eigene Webseite und dann vielleicht noch ein Soziales Netzwerk, auf dem ich mich am ehesten zuhause fühle.

 

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Blog-Planung: Der richtige Blogpost zur richtigen Zeit

Blog-Planung: Neben der Themenfindung ist auch der richtige Zeitpunkt für die Veröffentlichung wichtig.

Blog-Planung: Neben der Themenfindung ist auch der richtige Zeitpunkt für die Veröffentlichung wichtig.

Blog-Planung ist mehr als nur das Abarbeiten einer Themenliste, die man mal erstellt hat. Natürlich solltest Du nicht irgendwelchen Trends hinterherlaufen und / oder versuchen, etwas ‚Virales‘ zu machen. Aber wahrscheinlich kennst Du das, zumindest aus der Anfangszeit Deiner Internetaktivitäten, dass ein Blogpost ist erfolgreicher als andere. Das findest Du in Deiner Statistik heraus. Aber warum ist das so? Erst im Nachhinein dämmert Dir, dass Du damit eine aktuelle Frage, ein aktuelles Problem getroffen hast, einen Nerv getroffen hast.

Das kann ganz banale Ursachen haben. Vielleicht bechreibst Du eine Fehlfunktion in einer neuen App, die nach und nach auch andere Benutzer entdecken. Oder vielleicht wurde zeitgleich ein anderer Artikel eines erfolgreichen Bloggers publik, oder ein Stichwort, das Du auch als Suchbegriff verwendest, erschien immer wieder in den Nachrichten. Oder Du hast einfach zum richtigen Stichtag das richtige Thema erwischt.

Blog-Planung: manchmal ganz banal

Nein, so einfach, wie als Food-Blogger vor Weihnachten ein Rezept für Gänsebraten zu posten, ist es nicht. Aber gute Blog-Planung geht in diese Richtung. Da ich einige Websites anderer Leute betreue, habe ich früher in Newslettern auf wichtigen Termine für eine Branche hingewiesen. Seltsamerweise wurde das nur von wenigen dankbar (und erfolgreich) aufgegriffen. Dafür gibt es immer auch Kunden, die mich drei Tage vor Heilig Abend bitten, ihr Weihnachtsangebot in Shop und Blog zu posten. Dann weiß ich, dass meine Botschaften noch nicht von allen richtig verstanden wurden.

Dabei erkennt man in jedem Geschäft irgendwann einen Rhythmus. Egal ob jahreszeitlich, wöchentlich oder monatlich, für die Blog-Planungist er wichtig. Denn wenn Du Dich darauf verlässt, dieses punktuelle Interesse auch zu erkennen und ’spontan‘ bedienen zu können, dann klappt das oft nicht. Du hast vielleicht gerade dann keine Zeit für einen fundierten Artikel, Du hast nicht die passenden Bilder oder Du hast eine Entwicklung eben mal ganz einfach verschlafen.

Trend oder Aktualität

Ich plädiere nicht dafür, auf jeden fahrenden Zug aufzuspringen. Trends zu erkennen ist schön, aber man muss ihnen nicht immer folgen. Aber wenn Du Blog-Planung betreibt, und sei es nur mit einer Stichwortliste, dann wäre es doch blöd ein gutes Thema gerade dann zu präsentieren, wenn alle anderen damit schon durch sind. Aktualität ist nach meiner Meinung die wichtigere Bedingung.

Wenn Du für Deine Unternehmens-Webseite schreibst oder bloggst, dann hast Du sicher schon Erfahrungen damit, wie sich das Interesse Deiner Kunden oder Interessenten, Deiner Website-Besucher verändert. Dann brauchst Du nur für Deine Blog-Planung nur noch einen Redaktionskalender und etwas Disziplin, um die richtigen Geschichten zum richtigen Zeitpunkt auf den Weg zu bringen.  Schwieriger ist es, wenn Du für Dein privates Blog schreibst und kein ‚Geschäft‘ im eigentlichen Sinn dahinter steckt. Dann erhältst Du wahrscheinlich nur indirekt Rückmeldungen darüber, was gerade ein beliebtes Thema ist – oder war.

Hier ein paar Tipps, die Dir zumindest in den Anfangszeiten Deiner Aktivitäten für eine Unternehmensseite, ein Blog oder Deine Social Media Kanäle weiterhelfen können.

Google Analytics

Wahrscheinlich nutzt die Google Analytics oder etwas Vergleichbares, auf jeden Fall solltest Du das tun. Die eigenen statistischen Angaben sind nicht immer sehr aussagekräftig, vor allem nicht kurz nach dem Start. Wenn Du schon so lange dabei bist, dass Du ein Jahr zurückblicken kannst, dann schau nach, wen gut und was schlecht lief. Und überlege, ob ein ‚gutes‘ Thema vielleicht noch besser laufen könnte, wenn Du es zu einem anderen Zeitpunkt, mit einer anderen Variante nochmal aufgreifst.

Google Trends

Auch wenn ich hier bei Google Trends nicht so oft fündig werde, Trends erkennt man hier ganz gut. Allerdings muss man in der  Ergebnisliste schon etwas stöbern, damit man zu relevanten Themen für Blogs und Unternehmensseiten gelangt. Zunächst suchst Du im Kopf der Seite ein passenden Kategorie heraus. Falls das noch zu allgemein ist, verwendest Du eigene Suchbegriffe.

Beispiele der sehr allgemeinen Art: Bloggen als Suchbegriff und als Thema hat seine Spitzen (in Deutschland) im Januar, wenn alle mit neuen Plänen und guten Vorsätzen starten. Tiefpunkt ist über die Weihnachtsfeiertage, wenn andere Interessen im Vordergrund stehen.

Blog-Archiv

Sicher kennst Du Kollegen, als Blogger, Unternehmer, Freiberufler, die in Deinem Themenbereich schon länger unterwegs sind. Wenn ihre Seiten auf WordPress basieren, stehen die Chancen gut, dass Du beispielsweise die Blogposts eines bestimmten Zeitraums (November 2016) aufrufen kannst. Nicht und niemals um Ideen zu klauen! Aber vielleicht haben erfahrenere Kollegen sich schon früher an diesen speziellen ‚Rhythmus‘ der Themen in Deiner Branche angepasst. Oder sie haben ein bessere Gespür entwickelt, was wann auf größeres Interesse stößt. WordPress bietet die Möglichkeit ein Archiv für die Besucher anzubieten. Bei mir ist das in der Seitenleiste als Aufklapp-Menü. Wenn man die WordPress-Struktur kennt und die Link-Zusammensetzung, die der Blogger gewählt hat, dann hilft auch so etwas wie https://www.joachimott.de/journal/2016/11/. Aber das ist eher Versuch und Irrtum.

Mein Tipp

Am besten ist es, von den eigenen Interessen auszugehen. Das ist sicher auch die Leitlinie für Deine Themenfindung. Wenn Du nicht nur zum Vergnügen bloggst, ist ein Themenplan und Redaktionskalender ganz wichtig für Dich. Und wenn Du schließlich Schwerpunkte im Jahresverlauf ausgemacht hast, dann solltest Du vielleicht nicht nur einen Blogpost zu diesem Termin zeitnah veröffentlichen. Versuche ein paar Blopposts thematisch drumherum zu platzieren. Nicht so, dass es nervt und nach Wiederholung aussieht. Aber doch so, dass man es auch dann wahrnimmt, wenn man nur gelegentlich auf Dein Blog schaut.

Je nachdem in welcher Branche, welchem Themenbereich Du unterwegs ist, kann es auch eine gute Idee sein, sich dem Print-Bereich zu widmen. Zeitschriften und Magazine haben einen langen Vorlauf. Und natürlich eine fundierte Themenplanung. Bei den Themen Food und Fotografie weiß ich, dass die Ausgabe des nächsten Monats sehr früh erscheinen. Das kann für eine Orientierung im aktuellen Monat hilfreich sein. Ebenso wie die Vorschau auf das nächste Heft, die ebenfalls schon vorausschauend Themen nennt.

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Newsletter-Themen finden

Newsletter-Themen: Geht es nur um Angebote oder um nützliche Informationen?

Newsletter-Themen: Geht es nur um Angebote oder um nützliche Informationen? Beispiel Weingut: Weintrinker haben stets ein großes Interesse daran, was im Weingut passiert, wie dort gearbeitet wird. 

Was kann schon schwer daran sein, Newsletter-Themen zu finden? Das denken sich viele Blogger, Selbständige und Shop-Betreiber, wenn sie sich bei einem der Dienste wie Mailchimp oder Aweber anmelden. Der regelmäßige Newsletter, so liest man in ungezählten Ratgebern, kann ganz prima fürs Verkaufen genutzt werden. Also preist man mit den Newsletter-Themen einfach seine Waren und Dienstleistungen an. Oder ist es vielleicht nicht ganz so einfach?

Newsletter-Themen: Segen oder Plage

Ich versende häufig Newsletter: eigene und fremde im Auftrag. Aber reine Verkaufs-Newletter akzeptiere ich nur in ganz geringer Zahl. Auch wenn ich den Newsletter selbst abonniert habe: Nur Werbung, Angebote, Rabatte und Preise sind mir etwas zu wenig.

Mir geht es bei den abonnierten Newsletter auch darum, etwas über die Unternehmen und Anbieter zu erfahren. Bei Weingütern freue ich mich, wenn ich etwas über die Arbeitsweise erfahre. Bei Foto-Angeboten bin ich dankbar für Tipps zum Fotografieren oder schöne Foto-Stories.

Wenn ich dieses weiter gehende Interesse nicht habe, genügt mir ein Lesezeichen im Browser für den Online-Shop. Dann gehe ich gezielt dorthin. Was also sollen Newsletter-Themen aufgreifen, wenn es nicht nur um Angebote geht? Diese Frage stellen mir auch viele Betriebe, denen ich einen Newsletter ans Herz lege.

Hier deswegen ein paar Tipps zur Themenfindung. Denn die Ausrede „Bei uns passiert ja nichts, was Außenstehende interessiert” gilt nicht.

Themen mixen: Verkaufen und Erzählen

Jemand, der immer nur verkaufen möchte, nervt. Das ist bei jeder Veranstaltung so, bei privaten Kontakten, in den Medien. Andererseits hat kaum jemand was dagegen, wenn er von jemandem, der ihm regelmäßig interessante Neuigkeiten berichtet, auch mal ein Angebot bekommt.

Generell gilt, dass ein Newsletter ein gutes Mittel ist, um die Beziehung zu Interessenten zu festigen. Dazu kann man aus seiner Arbeit berichten, oder auch mal etwas Persönliches schildern. Wer es schafft, durch die Berichte in seinem Newsletter auch seinen Status als Experte in einem Bereich zu dokumentieren, der erwirbt damit auch das Vertrauen seiner Leser. Von daher ist es nicht verkehrt, sachkundig und unterhaltsam über seine Arbeit zu berichten.

Was interessiert meine Leser?

Ziemlich sicher interessieren sich die meisten für die Geschichten hinter einem Produkt oder einer Dienstleistung. Das können die eigenen Erfahrungen mit einem Artikel sein, die allerdings sehr ehrlich beschrieben werden sollten. Das können aber auch Hintergründe der eigenen Arbeit sein: Warum macht er das genau so und nicht anders? Und das können sogar die Schwierigkeiten sein, mit denen man zu kämpfen hat – wenn man positiv bleibt und nichts ins Jammern verfällt. Private Geschichten sind nicht tabu, wenn sie meinen Lesern genauso passieren könnten und zudem noch unterhaltsam geschrieben sind.

Die wichtigsten Angebote aus meiner Sicht als Kunde sind übrigens meist nicht Rabatte oder Sonderaktionen. Sondern Tipps und Anleitungen, die ich kostenlos bekomme, die mir weiter helfen. Und das sollte in der Regel auch der Bereich sein, wo jeder Newsletter-Schreiber aus dem Vollen schöpfen kann.

Tipp: Normalerweise hält man sich in seiner Branche selbst auch auf dem Laufenden. Es schadet nichts, andere Newsletter aus dem eigenen Themenbereich zu abonnieren. Anregungen sammeln ist gut, Kopieren und Klauen ist tabu.

Themen-Routine

Die richtigen Themen zu finden ist auch eine Routine-Sache. Wer zum Beispiel regelmäßig Besucher durch sein Weingut führt, der weiß ziemlich genau, wann welche Fragen gestellt werden. Wer wenig direkten Kontakt zu Kunden und Lesern hat, der kann zur Orientierung ja mal auf die Statistik seiner Webseite schauen. Was ist die am häufigsten aufgerufene Seite?

Und wenn das eigene Angebot an Informationen vielleicht (noch) nicht ganz so groß ist, kann die Suchmaschine helfen. Gib den ersten Begriff ein, der Dir zu deinem Angebot einfällt, und schon schlägt Google verschiedene Suchanfragen vor, die damit verbunden sind. Wer es noch genauer wissen will, nutzt ein Tool für die sogenannte Keyword-Planung, wie es bei Google Adwords aber auch bei anderen Anbietern zu finden ist.

Besser nicht…

Bis hierhin war das eine ganz positive Liste. Und vielleicht denkt schon der eine oder andere: Newsletter-Themen zu finden ist ja einfach. Ein bißchen aus meinem Leben erzählen und schon sind meine Leser glücklich. Tatsächlich flüchten sich viele Newsletter-Schreiber in Allgemeinplätze, um die Seite zu füllen.

Wenn man eine Liste von möglichen Themen gefunden hat, sollte man sehr selbstkritisch weitermachen. Und sich bei jedem möglichen Thema fragen: Was ist der konkrete Nutzen für meinen Leser? Welchen Vorteil hat er, wenn er weiter liest? Wer mit einiger Mühe ein Dutzend Newsletter-Themen gefunden hat, der sollte sich nicht scheuen, viele davon wieder zu verwerfen. Zum Beispiel dann, wenn er sich nicht zutraut, daraus eine gute Geschichte zu machen. Eine, die seinen Lesern was bringt, die informiert und unterhält. Die konkret ist und aktuell.

Witzigerweise hat fast jeder, der sich Themen ausdenkt die Angst: Beim nächsten Mal fällt mir wieder nichts ein. Also hebe ich meine Themen – die ja bis jetzt eigentlich nur eine Ideensammlung sind – alle auf und arbeite die ab. Nur die besten und überzeugendsten zu verwenden ist viel Erfolg versprechender. Und wenn Du befürchtest, dass Dir die Ideen ausgehen, kannst Du ja trotzdem einen Vorrat anlagen – aber mit System.

Kreislauf-Denken

Das Problem mit dem Finden von von Newsletter-Themen ist, dass man jedes Mal wieder bei Null anfängt. Und wenn man dann eine Idee umsetzt, seufzt man auf und verschiebt den Rest aufs nächste Mal. Oft ist es einfacher, seine Newsletter-Themen im Zusammenhang zu planen.

In fast jeder Arbeit gibt es einen Zyklus, oft auch jahreszeitlich. Wer dran bleibt und gleich sechs oder 12 Themen im Zusammenang kreiert, der kann thematisch einen Bogen schlagen, das Große und Ganze aufzeigen. Und meistens gewinnst Du  beim Schreiben schon weitere Ideen für die nächsten Themen, wenn Du weißt, was noch alles auf Deiner Liste steht.

Wichtig ist, dass man dabei die Perspektive seiner Leser im Auge behält. Sonst wird aus der Themensammlung schnell eine fachliche Abhandlung. Aber der Leser will auch unterhalten werden. Nur Kompetenz zeigen ermüdet auf die Dauer.

Im Prinzip kann man dafür die gleichen Werkzeuge nutzen, die man zum Beispiel für seine Redaktionskalender für die Webseite verwendet.

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Du oder Sie – die Anrede in Blogposts und auf Webseiten

Wie rede ich meine Leser an? Du oder Sie? Ab jetzt: Du.

Wie rede ich meine Leser an? Du oder Sie? Ab jetzt: Du.

Welche Anrede nutze ich für meine Leser: Du oder Sie? Über dieses Thema kann man stundenlang sinnieren – und dennoch zu keinem klaren Ergebnis kommen. Als Journalist, der auch auf anderen Webseiten und für anderer Leute Inhalte produziert, war die Sache für mich klar. Ich habe in den letzten Jahren in allen Artikeln alle ge-siezt – und gleichzeitig in Kommentaren und Antworten freundlichst ge-duzt.

Man merkt schon, das ist eine eigene Logik. Aber etwas anderes als die Sie-Form kam mir widersinnig vor. Zumal ich ja in Print-Texten und in Texten für meine Kunden auf jeden Fall die Anrede in der Höflichkeitsform benutzen muss.

Das habe ich durchgehalten, bis ich auf meinem Blog testschmecker.de als „goodie” für die Newsletter-Anmeldung einige PDFs geschrieben habe. Spätestens beim vierten („Ein Food-Blog starten”) war klar, dass ich mich ja ausschließlich an Blogger wende. Also bin ich vom Sie zum Du gewechselt.

Vom Sie zum Du

Mittlerweile stelle ich das generell in meinem Blogs und in den Sozialen Medien um. Das geschieht schweren Herzens, weil ich ja teilweise etliche sehr alte, noch immer nachgefragtere Artikel in jedem Blog führ. Und die will und werde ich nicht alle umarbeiten. Aber in dem Maße, in dem in den Inhalten hier zunehmend Tipps und Ratschlägen vorkommen, finde ich die Anrede mit Du einfach passender. Meine Rolle als Journalist tritt da zunehmend in den Hintergrund, und als Blogger (auch wenn ich diese Bezeichnung eher weniger mag) ist das „Du” schon passend finde ich.

Und weil ich eine klare Linie brauche, trenne ich fortan zwischen allem, was auf meinen Blogs und den dazu gehörigen Sozialen Medien veröffentlicht wird (Du) und allem, was anderswo, oder auch in Printform veröffentlicht wird (Sie). Die generelle Frage, die sich die meisten Menschen mit einem Blog ja wohl auch schon gestellt haben lautet: Was ist richtig?

Man kann es nicht richtig machen

Das wird wohl so sein: Es wird immer Menschen geben, das hat auch, aber nicht nur mit dem Alter zu tun, die finden es distanzlos, von einem „fremden” Menschen geduzt zu werden. Und sie haben ja auch recht. Die Situationen, wo ich in der Regel unbedenklich Fremde duze, sind überschaubar: beim Sport zum Beispiel, bei Festen oder großen Veranstaltungen, wo es ein Zusammengehörigkeitsgefühl gibt.

Man kann es nicht falsch machen

Andererseits ist Frage nach der passendsten und höflichsten Anrede zwar eine wichtige Sache. Noch wichtiger aber sind die Inhalte: Wenn meine Artikel jemandem einen Mehrwert bieten, werden sie gelesen. Wenn nicht, dann nicht. Da kann man schon mal über Du oder Sie hinwegsehen, finde ich. Generell, so ist meine Erfahrung, überwiegt in den Blogs ja ein Gemeinschaftsgedanke: Da haben die meisten Menschen die gleichen Interessen und tauschen sich aus.

Wer an der Diskussion mit einer förmlichen Anrede teilnehmen will kann das tun, und wird freundlich zurück gesiezt. Für mich soll es – wie im richtigen Leben – keine Unterschiede geben bei Herzlichkeit und Höflichkeit, die von Formalien herrühren.

Klare Regeln?

Gibt es wohl eher nicht. In dem Augenblick, wo ich als Unternehmen oder Dienstleister auftrete, komme ich auf die Höflichkeitsform zurück. Auf joachimott.de, testschmecker.de u.a. wird ab jetzt geduzt. Wichtig finde ich, dass man bei einer Linie bleibt (auch wenn man sie einmal gewechselt hat). Das bedeutet, dass nicht nur in Blogs sondern auch bei Facebook, Twitter & Co. entweder durchgehend geduzt oder gesiezt wird.

Auf Unternehmens-Websiten würde ich immer Sie verwenden, übrigens auch im Support und den sozialen Netzwerken. Schwedische Möbelhäuser sind eine Ausnahme, weil das in Skandinavien eben so ist und manchmal auch ein Markenzeichen.

 

 

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