Canon EOS M für Videos

Die Canon EOS M hat einige technische Features, die beinahe professionelle Videoaufnahmen ermöglichen.

Die Canon EOS M hat einige technische Features, die beinahe professionelle Videoaufnahmen ermöglichen.

Das schon ältere Canon EOS M Basismodell (2013) bietet sich als ein preiswerter Einsteig für HD-Video an. Dieses erste EOS M Modell ist als Gehäuse für rund 100 bis 150 Euro gebraucht zu haben, bietet solide Technik und gute Bedienung. Zum Einstieg bietet sich neben der Software Magic Lantern ein einfaches, manuelles Objektiv mit einem preiswerten Objektiv-Adapter an. Damit kommt man in den Genuss einer sehr feinfühligen manuellen Fokus-Einstellung und kann Fokus-Peaking und Zebra nutzen. Die Bedienung über den Touchscreen ist komfortabel und die Lupen-Einstellung für das Display ermöglicht ebenso wie der Mikrofonanschluss und manuelle Video-Einstellungen professionelles Arbeiten.  Weiterlesen…

Mikrofone für Videos: besser externe Aufnahme

Mikrofone für Kameras: die externen sind meist die bessere Lösung

Mikrofone für Kameras: die externen sind meist die bessere Lösung

Mikrofone und das ganze Audio-Equipment sind nicht ganz so sexy, wie das Thema Kameras. Ständig werden neue Kamera-Modelle vorgestellt, von Bloggern beworben, den Youtubern der Mund wässrig gemacht. Aber Audio steht bei vielen Video-Filmern nicht ganz vorne auf der Liste. Dabei kann jeder aus leidvoller Erfahrung berichten, das schlechter Ton ein ansonsten gutes Video unbrauchbar machen kann.

Die Kameras und auch die Smartphones haben heute in der Regel recht gute eingebaute Mikrofone. Qualitativ ist nach meiner Erfahrung aber selbst ein richtig eingesetztes 10-Euro-Mikrofon diesen internen Lösungen überlegen. Welche Ausrüstung brauche ich wirklich, wieviel Aufwand ist nötig? Eine kurze Übersicht.

Mikrofone müssen nicht teuer sein

Natürlich bemerkt man den Unterschied zwischen sehr hochwertigen, teuren Mikrofonen und den billigen Lösungen. Aber dieser Unterschied ist bei weitem nicht so gravierend zwischen „keiner Lösung” (also der Verwendung des eingebauten Mikrofons) und einem preiswerten Mikrofon.

Sieht man mal von Umgebungsgeräuschen ab, liegt das gesprochene Wort an erster Stelle. Wer Leute vor der Kamera zu Wort kommen lässt oder selbst berichtet, der ist nach meiner Ansicht am besten mit einem preiswerten Lavalier-Mikrofon bedient. Wer einen Audio-Eingang an der Kamera hat und sich ein externes Aufnahmegerät sparen möchte, der kauft sich ein preiswertes Lavalier-Mikrofon mit längerem Kabel.

Lavaliermikrofone sind am dichtesten an der Schallquelle und liefern deswegen gute Ergebnisse.

Lavaliermikrofone sind am dichtesten an der Schallquelle und liefern deswegen gute Ergebnisse.

Lavaliermikrofone

Ich verwende das Audio-Technica ATR3350 entweder direkt an der Kamera, oder einem externen Recorder. Für Kameras aber auch speziell für Smartphones gedacht ist das BOYA BY-M1. Beide haben ein langes Kabel, so dass man vom Sprecher direkt zu Kamera / Smartphone verbinden kann. Vorteil dieser Lösung ist, dass der Ton zum Video schon synchronisiert ist. Nachteil ist, dass man keine Kontrolle über die Audioqualität hat, weil die meisten Kameras keinen Kopfhörer-Anschluss haben.

Die ganz billigen Lavalier-Mikrofone in der 10-Euro-Klasse haben meist ein kurzes Kabel, was den Einsatzbereich deutlich einschränkt. Sie sind aber noch immer besser als die internen Mikrofone.

Audiorecorder sind universell nutzbar und deswegen eine gute Investition.

Audiorecorder sind universell nutzbar und deswegen eine gute Investition.

Audio-Recorder

Sicherer, aber etwas umständlicher ist die Lösung, einen externen Recorder einzusetzen und den Ton später bei der Nachbearbeitung zu synchronisieren (was man automatisch und ziemlich exakt machen kann). Zwei gute Recorder in der 100-Euro-Klasse sind der sehr verbreitete Zoom H1 N oder das etwas preiswertere Vorgängermodell Zoom H1.Beide kann man übrigens auch wegen der geringeren Größe direkt auf die Kamera montieren, wenn man keine direkten Sprachaufnahmen macht. Aber dann ist man mit dem Mikrofon eben nicht so dicht an der Schallquelle.

Ebenfalls in dieser Preisklasse bewegt sich der Tascam DR 05. Er ist nicht ganz so kompakt, dafür aber etwas massiver und nach meinem Geschmack gut bedienbar.

Noch ein Wort zu Diktiergeräten: In der Regel haben diese Geräte eine automatische Aussteuerung und sind deswegen nicht geeignet für Audio-Aufnahmen zu Videos.

Auch Smartphone-Videos kommen durch ein externes Mikrofon zu besserer Tonqualität.

Auch Smartphone-Videos kommen durch ein externes Mikrofon zu besserer Tonqualität.

Video-Mikrofone

Die bessere Alternative zum Montieren eines Aufnahmegerätes auf der Kamera ist es, gleich ein Video-Mikrofon auf der Kamera zu benutzen. Auch hier gilt, es gibt keine direkte Kontrolle. Dafür ist diese Lösung sehr kompakt. Rode bietet eine breite Auswahl von Video-Mikrofonen und es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte dazu.

Ich benutze das Rode Videomicro (um die 50 Euro), das bereits mit einem Windschutz kommt. Wer nach vergleichbaren Lösungen sucht, der wird bereits bei 20 bis 30 Euro fündig, allerdings meistens ohne Windschutz. Nachteil dieser Rode-Lösung: Für die Verwendung am Smartphone braucht man ein spezielles (austauschbares) Kabel.

Und damit zum letzten, aber nicht unwichtigsten Thema. Wer Aufnahmen im Freien macht, der wird um einen Windschutz (Deadcat) nicht umhin kommen. Nichts ist ärgerlicher, als zuhause festzustellen, dass die Windgeräusche den Ton fast unbrauchbar machen. Und dass sich dieses Rauschen im Nachhinein nicht entfernen lässt.

Diese witzig aussehenden Fellbündel mit dem bezeichnenden Namen haben aber durchaus ihren Preis. Selbst die kleinsten und billigsten kosten schnell mal 10 Euro, für die größeren zahlt man auch mal 30 Euro. Ganz verzichten würde ich darauf auf keinen Fall. Es gibt übrigens sogar Lösungen für die eingebauten Mikrofone in den Kameras. Aber angesichts der Tatsache, dass diese Tonquelle sowieso schon nicht besonders gut ist, würde ich dafür auch nicht weiter investieren.

Mikrofon-Funkstrecke RodeLink im Frequenzbereich 2.4GHz

Rodelink

Mikrofon-Finkstrecken sind eine feine Sache, dachte ich immer. Als ich mich dann mit meinem Favoriten, der G3-Linie von Seenheiser näher beschäftigte, stellte ich fest, dass es da einen Haken gibt: Aufgrund von Gesetzesänderungen ist der größte Teil der bisher genutzten Frequenzen seit Jahresanfang nicht mehr nutzbar. Da selbst die Ebay-Preise nicht allzu weit vom Neupreis (rund 600 Euro) entfernt waren, erschien mir das nicht mehr besonders attraktiv.

Meine bisherige Methode: Ich synchronisiere den Ton eines extern aufgenommenen Lavaliers-Mikrofon mit dem (zugegeben eher schwachen) Ton meiner Kamera. Der Aufwand hält sich in Grenzen, aber kofortabler wäre eine Funkstrecke schon.

Jetzt hat Rode eine Lösung angekündigt, die diese beiden Probleme lösen soll: Den hohen Preis (voraussichtlich eher rund 400 statt 600 Euro). Und die Nutzung eines Frequenzbereiches, bei dem man nicht lange recherchieren muss: RodeLink

Auch auf Cinema5D wurde darüber schon berichtet: RodeLink 2.4GHz wireless system

Shotgun Mikrofon oder Lavalier bei Video-Aufnahmen?


Choosing a Microphone

Shotgun oder Lavalier für Video-Aufnahmen? Bislang war für mich der klare Favorit das Lavalier: einmal anheften und dann vergessen. Der Ton läuft durch, ist immer in bester Qualität, auch wenn sich der Porträtierte bewegt.

In dem oben verlinkten Video ist jemand ganz anderer Meinung: Der Ton ist in dem dortigen Beispiel zwar vom Shotgun Mikro deutlich besser (so schlecht ist mein Ton mit Lavalier aber eindeutig nicht). Die Hauptargumente aber sind, dass man das störende Mikro samt Kabel nicht immer im Bild hat, den Leuten nicht an die Wäsche gehen muss. Und dass – das spielt bei mir keine Rolle – sich so etwas samt Stativ und Ausleger auch fest installieren lässt, so dass man verschiedene Leute ohne größeren Aufwand zum Interview holen kann – oder selbst mal öfters vor die Kamera tritt.

Die gezeigte Lösung mit dem Zoom H1 oder dem iPhone finde ich nicht so prickelnd, aber ein Shotgun als zusätzliche Lösung scheint mir durchaus attraktiv – und wenns anfangs auch nur als Absicherung für andere Tonquellen dient.

Tatsache ist und bleibt, dass im Laufe der Zeit die Audio-Ausstattung doch ganz beträchtlich wächst und guter Ton zunehmend wichtiger wird: Was man vielleicht beim Start ins Thema Video noch akzeptiert hat, jagt einem heute kalte Schauer über den Rücken….

Nikon D3200 – Konkurrenz für die Canon-Modelle

Nikon D3200

Nikon hat ein neues, preiswertes DSLR-Modell für Foto und HD-Video herausgebracht und es ist das erste Mal, dass ich das für eine akzeptable Alternative zu den erfolgreichsten Canon-Modellen im Video-Bereich halte (Canon 550 D, 600 D) Die hier vorgestellte Nikon D3200 hat eine höhere Auflösung von 24 MP und einige andere nette Verbesserungen, die sie auch gegenüber dem Schwestermodell der D3100 hervorheben.

Chip Online hat hier heute schon einen ersten Test im Video veröffentlicht. Und auch engadget.com hat sich bereits eine Meinung zur D3200 gebildet und sie hier veröffentlicht.

Während alle einschlägigen Medien seit Wochen die Top-Modelle von Canon und Nikon in den kleinste Details widerkäuen, wird das hier wohl die Brot-und-Butter-Variante, die tatsächlich gute Umsätze bescheren wird. Bei einem Preis von derzeit geschätzten 600 Euro für den Body scheint mir das ein wirklich gutes Einsteigermodell. Sicher einige Zeit zu spät für die meisten derjenigen Fotografen, die in HDSLR-Video einsteigen wollten und bei Canon eine neue Heimat gefunden haben.

Alleine der Stereo-Ton mit manueller Aussteuerung und der Anzeige im Display hätte viele Nikon-Fans bei der Stange gehalten, unabhängig davon, ob nun beim einen oder anderen – eher unbedeutenderen – Feature Konkurrenzmodelle die Nase vorn hätten.