Kurze Texte fürs Internet: Bildtexte, Untertitel, Videobeschreibungen

Bildtexte sind wichtig, auch wenn sie etwas Mehrarbeit erfordern.

Bildtexte sind wichtig, auch wenn sie etwas Mehrarbeit erfordern.

Bei Texten schauen wir immer auf das Große und Ganze. Blogposts sollten eine bestimmte Mindest-Länge haben, das ist suchmaschinenfreundlicher. Und was ist mit allen anderen Texten? Größtenteils unnötig könnte man denken. Bildtexte und Bildunterschriften spielen allenfalls noch im Print eine wichtige Rolle. Dabei können die kurzen Prosa-Werke zum Bild der Funke sein, der die Begeisterung für Deine Bilder und Beiträge erst entzündet.

Bildtexte in vielen Variationen

WordPress gibt es ja in idealer Form vor. Hier kann man nicht nur eine alt-Beschreibung für jedes Bild als möglichen Bildtext hinterlegen. Sondern auch eine Beschreibung und eine Beschriftung. Was ist was?

Am wichtigsten ist der Alternativtext. Er ist für den Besucher nicht sichtbar, steht aber im Quelltext und kann von Suchmaschinen gelesen werden. Die erkennen nicht, was auf dem Bild ist, können aber den alt-Text lesen. Sinnvoll wäre in diesem Zusammenhang noch, der Bilddatei selbst auch einen „sprechenden” Namen zu geben: Meine Bilder haben zum Beispiel erst einen Datumscode, dann einen Unterstrich, dann einen bezeichnenden Namen: DDMMYY_Name.jpg heißt beim entsprechenden Bild dann konkret: 180118_bildtexte.jpg.

Besser wäre dagegen bildtexte.jpg. (Das passt aber nicht in mein Ordnungssystem. Sorry, da bin ich etwas spießig.) Ob meine Version bei den Suchmaschinen auch gut ankommt, weiß ich nicht.

Alternative zu den Bildtexten: Ins Bild schreiben. Diese Information kann aber nicht von Suchmaschinen erkannt werden.

Alternative zu den Bildtexten: Ins Bild schreiben. Diese Information kann aber nicht von Suchmaschinen erkannt werden.

Der Titel bei den WordPress-Bildern wird oft angezeigt, wenn man mit der Maus übers Bild fährt. Eine elegante Art, Infos zu vermitteln, finde ich. Manchmal wird er auch in Galerien angezeigt.

Die Bildunterschrift ist genau das, was der Name verheißt und damit auch der eigentliche Bildtext. In meinen Augen ziemlich wichtig. Ist aber auch eine Berufskrankheit: In Redaktionen gilt: Kein Bild ohne Bildtext. Und manchmal sitzt man den Bildtexten fast genauso lange, wie an der Geschichte selbst.

Die Bildbeschreibung bekommt meistens niemand zu sehen. Die wird vor allem innerhalb von WordPress verwendet. Außer man zeigt seinen Besuchern eine Dateianhang-Seite, was ich aber nicht so toll finde. In den meisten Fällen kann man sich das sparen. Aber weil ich keinen Nerv für verschieden Angaben habe, kopiere ich in alle vier Felder den gleichen Text, also das, was nachher auch in der Bildunterschrift zu sehen ist.

Soziale Netzwerke

Was im eigenen Blog schon oft als überflüssig erachtet wird, das fehlt dann oft auch in den Sozialen Medien. Ein tolles Bild bei Facebook und Google+ ist gut. Ein tolles Bild mit einem pfiffigen Bildtext kann den Unterschied machen.

Ich mache die besten Erfahrungen mit Bildtexten auf Instagram. Sprich: Hier gibts die beste Belohnung, die meisten Rückmeldungen für gute Bildtexte. Denn es kommen auf einen guten, beschreibenden oder auch launigen Text mehr Kommentare, als auf eine knappe Kurzbeschreibung. Und mit den Besuchern meines Profils ins Gespräch zu kommen, ist meines Erachtens einer der schönsten Erfolge guter Bilder.

Für die Verwendung auf Pinterest spielen wohl meisten die SEO-Kriterien eine Rolle. Pfiffige oder besonders aussagekräftige Texte sind hier eher selten.

Bildtexte können auch knapp sein, sollten aber die wichtigsten Infos und evt. auch wichtige Suchbegriffe enthalten.

Bildtexte können auch knapp sein, sollten aber die wichtigsten Infos und evt. auch wichtige Suchbegriffe enthalten.

Die Wiederholungen…

Was zu guten Bildtexten und Facebook-Posts auch nicht passt, sind die Wiederholungen. So posten viele einen Beitrag oder Link auf ihrem Profil. Und den gleichen Text mit gleichem Bild auf ihrer Facebook-Seite. Dasselbe dann auch noch bei Google+ und bei Twitter. Und das, um möglichst alle Follower zu erreichen, auch gleich drei bis fünf Mal an unterschiedlichen Tagen und zu verschiedenen Tageszeiten. Immer das gleiche Bild, immer der gleiche Text.

Daraus kann man niemandem einen Vorwurf machen. Wer will schon Stunde um Stunde in solche Kleinigkeiten investieren, wenn schon das Verfassen des Beitrags aufwändig war? Allerdings steigt der Anreiz, die wieder erkannten Posts anzuklicken dadurch nicht. Wenn ich dagegen mehrmals ein interessantes Thema in Variationen vorgesetzt bekomme, klicke ich schon eher.

Videos mit Text

Bei Youtube-Videos ist der Raum der Bildbeschreibung meistens mit Affiliate-Links gefüllt. Das ist aus meiner Sicht in Ordnung. Kaum jemand will den Inhalte eines Videos unten im Text mitlesen.

Dagegen haben die im deutschsprachigen Raum unterschätzten Untertitel, die man direkt im Video einschalten kann, mehr Beachtung verdient. Gar nicht so selten ist der Ton abgeschaltet, zum Beispiel in Bus und Bahn, oder am Arbeitsplatz. Dann helfen gute Untertitel enorm viel.

Allerdings gibt es nach meiner Kenntnis nur für englischsprachige Videos relativ elegante und kostengünstige Möglichkeiten, sich die Untertitel individuell erstellen zu lassen. Ansonsten bleibt noch die automatische Variante, die fast so lustig ist, wie die automatischen Übersetzungsmöglichkeiten. Oder eben die dröge Handarbeit.

Mein Fazit

Wie so oft im Leben entscheiden meist Kleinigkeiten über den Erfolg. So wie man an seinen Bildern und Blogposts feilt, so sollte idealerweise auch den kurzen Texten gearbeitet werden. Manchmal ist das verzichtbar. Aber wer zum Beispiel auf Instagram bei einem guten Food-Fotos nichts dazu schreibt, der erhält oft viele Anfragen, was das ist, wie das zubereitet wird. Man sieht also, das Interesse ist da. Genauso bei Landschaftsaufnahmen. Da ärgere ich mich oft selbst, wenn ich ein Bild interessant finde, aber keinerlei Infos bekomme, wo das aufgenommen wurde.

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Sofort die eigenen Videos verbessern

Professionelle Elemente werten das eigene Video auf, und es bleibt dennoch authentisch.

Bessere Videos sofort: Professionelle Elemente werten das eigene Video auf, und es bleibt dennoch authentisch.

Bessere Videos zu erhalten ist ein Kinderspiel. Das suggerieren uns zumindest viele Ratgeber im Internet. Und die Aussage hat einen wahren Kern: Nie war es einfacher und erschwinglicher, sein eigenes Video zu machen und ins Netz zu stellen. Handys können heute 4K-Videos aufnehmen, fast jede DSLR und Kompaktkamera bietet gute Videoqualität und hohe Auflösung. Und die Software für den Schnitt gibt es vielfach kostenlos. Dennoch stoßen viele ambitionierte Videofilmer schnell an ihre Grenzen und scheitern oft an ihren eigenen Ansprüchen.

Die Fähigkeit, eine Geschichte mit bewegten Bildern zu erzählen lässt sich sicher nicht von heute auf morgen erlernen. Aber mit wenigen Kniffen lassen sich die eigenen Videos so aufwerten, dass sie besser rüberkommen und damit auch die Chance erhalten, ein größeres Publikum anzusprechen.

Bessere Videos durch professionelle Elemente

Der große Teil des professionellen Looks von Videos lässt sich heute einkaufen. Und damit meine ich nicht das Stock-Material, mit dem viel Schaden angerichtet wird. So gut diese Archiv-Aufnahmen auch sein mögen: oft erkennt auch der Laie auf den ersten Blick, dass diese Aufnahmen nicht selbst gemacht wurden. Das Video wirkt nicht authentisch, wenn Bilder aus fernen Ländern dazwischen geschnitten werden. Oder Stock-Videos die erkennbar nichts mit dem Inhalt zu tun haben, sondern wegen der schönen Optik eingebunden werden.

Titel-, Intro- und Logo-Animationen einkaufen statt selber machen

Einfacher integrieren lassen sich grafische Elemente, wie sie sowieso in unseren Schnitt-Programm enthalten sind. Zum Beispiel animierte Titel oder Intros. Während diese Elemente im kostenlosen iMovie von Apple etwas altbacken wirken und die Auswahl eher gering ist, finden sich auf Plattformen wie Videohive.net die moderneren, aufwändigeren Geschichten. Und das meist für wenig Geld.

Verwendung in gängigen Schnittprogrammen

Für die Einbindung braucht man in der Regel nicht die Programme, mit denen diese Animationen erstellt wurden: After Effects von Adobe ist hier Marktführer, hierfür finden sich auch die meisten Elemente, die man in Adobe Schnittprogramm Premiere verwenden kann. Bei Apple heißt das Programm für Video-Animationen Apple Motion, die Elemente können im Schnittprogramm FCPX eingesetzt werden.

Auf beiden Plattformen lassen sich die Anpassungen aber auch im Schnittprogramm vornehmen, ohne weitere Kenntnisse und ohne das Motion-Programm selbst zu besitzen. Also: Adobe Premiere oder Final Cut Pro X genügen vollauf.

Stolperfalle Lizenz

Aber Vorsicht: In der Regel sehen die Lizenzbestimmungen die Verwendung in einem (!) End-Produkt vor. Offensichtlich ist sich die kreative Gemeinde aber darüber einig, dass die Verwendung in mehreren Videos des eigenen Youtube-Kanals nicht verfolgt wird. Anders ist das, wenn man für Kunden Videos erstellt und sich diese bezahlen lässt. Dann will freilich auch der Entwickler seinen Anteil, was ich nur richtig finde.

Wer im Zweifel ist, sollte in der Rubrik Support nachsehen, ob der Entwickler hier schon einmal entsprechende Fragen beantwortet hat. Oder eben selbst anfragen. Ohne diese Duldung würde sich für einen Youtube Kanal die Anschaffung von beispielsweise 99 Titeln für 33 US-Dollar kaum lohnen – wenn man diese Gebühr bei jedem neuen Video für eine neue Lizenz zahlen müsste. Das würde dann ja zum Beispiel auch die Ableger betreffen, also kurze Ausschnitte, die man als 1-Minuten-Videos verwendet.

Qual der Wahl

Wenn man die Suchergebnisse nach Bestsellern oder besten Bewertungen sortiert, erfährt man schnell, was gut ankommt. Vor allem beim Marktführer, also den After-Eeffects-Paketen ist die Auswahl schier unüberschaubar. Die Zahl der FCPX-Lösungen war lange Zeit marginal, holt aber in letzter Zeit deutlich auf. Da Anpassungen bei den Schriften und Farben, der Größe und der Platzierung möglich sind, braucht man nicht befürchten, dass man ein Allerwelts-Produkt kauft, das jeder auf den ersten Blick wieder erkennt.

Ratsam ist es, gleich zu Beginn Anpassungen für den eigenen Stil vorzunehmen und die Anzahl der verwendeten Elemente von vornherein zu begrenzen. Also zum Beispiel zwei Lösungen für große Titel anzupassen und zwei für die oft verwendeten „Bauchbinden”, also die sogenannten „Lower Thirds”. Denn auch die kann man durch die Anpassungen selbst erzeugen und muss kein weiteres Paket kaufen.

Wer was für sein Geld haben will und versucht, zum Beispiel alle Titel- oder Logo-Varianten eines Pakets zu „verbrauchen”, wird ziemlich gruselige Ergebnisse bekommen: Weniger ist mehr.

 

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