Canon EOS M: Aus der kleinen Kamera eine große machen

Aus der Canon EOS M kann man für Foto und Video ziemlich viel rausholen.

Aus der Canon EOS M kann man für Foto und Video ziemlich viel rausholen.

Die Reihe der Canon EOS M Kameras erlebt so etwas wie eine Hassliebe unter den Fotografen. Zumindest diejenigen, die schon vorher mit Canon Modellen fotografiert haben, finden das Konzept der kompakten APS-C-Kameras gut. Andererseits ärgern sich viele über fehlende Features und eine vergleichsweise kleine Zubehörpalette der Canon EOS M Kameras. Das schränkt auch den Einsatzbereich der kleinen und doch ziemlich preiswerten Kameras ein. Hier meine Tipps, wie Du aus der kleinen Canon EOS M Kamera (bei mir ist es aktuell eine Canon EOS M6), die ich wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses auch für 2020 empfehlen kann) eine ‚große‘ machen kannst. (Anmerkung: Ich berichte von meine Erfahrungen, werden von niemandem bezahlt oder bekomme Sachen ‚zur Verfügung gestellt‘. Ich habe alle meine Ausrüstungsteile selbst gekauft.)

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Building a $100 Cinema Camera

Cinema Camera

Hier beschreibt Eric Escobar, wie er für rund 100 Dollar eine filmtaugliche Kamera zusammengestellt hat: Building a $100 Cinema Camera. Wobei das mit den 100 $ nicht so wörtlich zu nehmen ist: Die gebrauchte Lumix GF2 gab es zwar für deutlich weniger, aber eine alte Nikon Festbrennweite samt Adapter, ein Mini-Rig mit Rails, ein Follow Focus und eine videotaugliche SD-Card kommen halt noch dazu.

Nichtsdestotrotz eine brauchbare und attraktive Lösung für wenig Geld.

Ist der süß: Fifty Dollar Follow Focus

Mikro Follow Focus

Man könnte ihn auch einen Mico-Follow-Focus nennen, den Fifty Dollar Follow Focus. Mal abgesehen davon, dass er mit den angebenen 50 Dollar wirklich sehr preiswert ist (in einer vollständigeren Ausstattung aber mehr als 80 Dollar kostet) hat das Ding auch etliche weitere Vorteile, finde ich.

Zu Beginn des Filmens mit einer DSLR spielten geringes Gewicht und die Größe für mich kaum eine Rolle, im Gegenteil: Schwerer hieß für mich stabiler, robuster, besser handhabbar. Erst wenn man dann einige Erfahrungen mit einem schweren Schulterstativ gesammelt hat und man den Flyer mit der Kamera nicht mehr lange still halten kann, ohne tattrig zu werden, sieht man das etwas anders.

Inzwischen besitze ich mit der Canon EOS M ja auch eine spiegellose Kamera zum Filmen. Und auch wenn ich mich im Augenblick noch sträube, sie durch diverse Zubehörteile aufzurüsten (Rods, Follow Focus, Viewwfinder,,,) – auf lange Sicht gesehen kann das nicht nur praktisch sein, sondern auch die Ablösung der DSLR bedeuten.

Rods gibt es kürzere und leichtere, als die von mir verwendeten, dazu der kleine Follow Focus und ein Griff oder ein Stativ, schon wäre man reisefertig. Wer weiter aufrüstet, der müsste statt der Sucherlupe einen elektronischen Viewfinder oder Monitor benutzen, weil sonst der praktische Touch Screen der EOS M seinen Reiz verliert.

Sony: flexibler Zusatzmonitor für DSLR

Sony Zusatzmonitor für DSLR

Normalerweise hätte ich ja darauf gesetzt, dass die beiden DSLR-Platzhirsche Nikon und Canon am ehesten erkennen, wann sich ein Markt gut entwickelt und dann die entsprechenden Produkte anbieten. In diesem Fall scheint mal Sony die Nase vorn zu haben.

Sony bietet jetzt einen flexiblen Zusatzmonitor für Systemkameras und Camcorder vor – ein Zubehörteil, das bei der ständig wachsenden Schar der HDSLR-Filmer sicher Anklang findet.

Schon bislang gehörten die Zusatzmonitore zu den beliebtesten Zubehörteilen beim Filmen. Noch haben die meisten mit dem Schönheitsfehler zu kämpfen, dass die digitalen Spiegelreflexkameras im Augenblick der Aufnahme den Ausgang drosseln und die Bildqualität auf externen Monitoren stark nachlässt.

Anbringung an der Kamera und Beweglichkeit scheinen bei dem Sony-Modell gut gelöst, auch der Preis von rund 400 Euro und die Zubehörpalette machen das Teil interessant.

Ein Zusatzmonitor gehört zu denjenigen Teilen, die ambitionierte Filmer auf Ihr Rig schrauben, meist zusammen mit einem Follow Focus, einem externen Mikrofon und einem digitalen Audio-Aufnahmegerät. Die Anbringung des Sony-Monitors auf der Kamera erleichtert die Unterbringung der übrigen Teile auf dem Rig – oder man kann eben auch ganz auf das sperrige Rig verzichten.