Externes iPhone Mikrofon für Videos

Ein externes iPhone Mikrofon verbessert die Tonqualität Deiner iPhone-Videos deutlich.

Ein externes iPhone Mikrofon verbessert die Tonqualität Deiner iPhone-Videos deutlich.

Ein externes iPhone Mikrofon, diese Idee wirkt jetzt auf den ersten Blick nicht wie eine naheliegende Lösung. Schließlich setzt man das Smartphone zum Filmen ein, weil man den Aufwand gering halten möchte. Also wirkt jedes Drumherum erst einmal wie eine Beeinträchtigung. Aber auch wenn die Videoqualität von Smartphones heute ziemlich gut ist und sich in manchen Fällen sicher nicht von der einer kompakten Kamera oder einer DSLR unterscheiden lässt, so ist der Ton doch oft genug eine Schwachstelle. Und dazu eine, die sich mit wenig Geld und Aufwand für ein externes iPhone Mikrofon beseitigen lässt. Hier sind meine Tipps für gute Tonqualität bei Videoaufnahmen mit dem iPhone. Weiterlesen…

Podcast und / oder Youtube-Kanal?

Podcast oder Youtube-Kanal? Im Idealfall klappt beides.

Podcast oder Youtube-Kanal? Im Idealfall klappt beides.

Youtube-Kanal oder Podcast? Diese Frage stellen sich einige Youtuber in diesen Tagen, denn Podcasts sind ein neuer Trend, an dem kaum jemand vorbei kommt. Die Zuhörerzahlen sind selbst bei jüngeren Podcasts schon recht gut. Und auch lange Beiträge von mehr als einer Stunde werden von den Zuhörern offensichtlich gerne akzeptiert.

Aber abgesehen von der Frage, ob man seine Plattform wirklich nach aktuellen Trends und Publikums-Lieblingen ausrichten soll, ergeben sich viele andere Fragen. Beiden Medien, Podcast und Youtube-Videos, ist gemein, dass längere Geschichten erzählt werden können. Dabei finden Monologe genauso Anhänger wie Interviews, durchgeplante Vorträge sind ebenso vertreten wie eher spontane Gedankensammlungen.

Podcast-Set: Die Basis-Ausstattung gibts für kleines Geld als Set.

Podcast-Set: Die Basis-Ausstattung gibts für kleines Geld als Set.

Podcast: Einstiegsschwelle niedrig

Meiner Ansicht nach kann jeder, der ein Blog schreibt oder einen Youtube-Kanal hat, auch einen Podcast produzieren. Das Handwerkszeug ist dasselbe. Letztlich ist der eigene Geschmack, die eigene Vorliebe entscheidend dafür, ob man die Audio-Plattform auch noch bedienen möchte. Oder besser gesagt war das einmal so. Denn immer häufiger findet man Podcasts auch als Video auf Youtube. Und das ist der Punkt, wo selbst „Augen-Menschen” wie ich Gefallen finden an Podcasts.

Als Journalist faszinieren mich vor allem Interviews, und es müssen gar nicht mal die großen Namen sein, wie man sie in Magazinen oder auch in Interview-Zeitschrift findet. Während mir das Anhören längerer Podcasts eher schwer fällt, bin ich von einigen Youtube-Podcasts (zB von Matt D’Avella) sehr angetan.

Hier hilft mir, dass ich beide Gesprächspartner im Video sehen kann. Man erkennt leichter Emotionen und was ein der Sprecher ausdrücken möchte. Auch die eher reduzierte Körpersprache in Interviews sagt noch immer viel aus, und ich bin gefesselt von diesen Beiträgen.

Warum also das eine oder das andere wählen, wenn man mit gleichen Fähigkeiten, gleicher Ausrüstung und guten Ideen beides machen kann? Vielleicht entdeckt man so ja ganz neue Möglichkeiten für sich.

Die Ausrüstung

Egal ob man seine Podcasts nun filmt und auch bei Youtube einstellt oder ganz auf Audio-Plattformen setzt. Die Audio-Technik ist in weiten Teilen  gleich und lässt sich mit wenig Aufwand und Geld realisieren.

Mikrofone sind die Basis: Selbst wer einen Recorder oder das Smartphone für Aufnahmen verwendet, sollte sich ein externe Mikro anschaffen.

Mikrofone sind die Basis: Selbst wer einen Recorder oder das Smartphone für Aufnahmen verwendet, sollte sich ein externe Mikro anschaffen.

Mikrofone

Die Kernfrage bei Video-Podcasts ist: Dürfen die Mikrofone im Bild sichtbar sein, oder nicht? Als versteckte Mikros eigenen sich Lavalier-Mikrofone. Die kann man mit Recordern auch einfach mit seinem Smartphone für eine Aufnahme verwenden. Es gibt etliche gute Anleitungen, wie man die Mini-Mikros dezent versteckt. Größere Mikro können außerhalb des Bildes an sogenannten Galgen (Stativ-Konstruktionen, die es auch recht preiswert gibt) montiert werden. Natürlich braucht man die Mikros nicht zu verstecken, erst recht nicht für den reinen Audio-Podcast. Im Trend liegen gute, teure Mikrofone an Mikroständern (die man gerne zeigt) mit Pop-Schutz. Und auch dass der / die Sprecher Kopfhörer tragen, prägt die Atmosphäre der Video-Podcasts. Bei reinen Audio-Podcasts ist das natürlich komplett egal.

Wenn zwei oder mehr Mikros im Einsatz sind und wenn man den Ton nicht direkt in ein Aufnahmegerät speist, sollte man nach einem Vorverstärker suchen. Hier lassen sich mehrere Eingänge kombinieren und evt. auch der Pegel für Kamera oder Recorder anheben.

Für wenig Geld bekommt man auch eine Komplett-Lösung mit Mikro, Aufnahme-Stativ, Pop-Schutz etc.

Aufnahmen kann man direkt in den Mac oder PC. Besser ist preiswerter Recorder in der 100-Euro-Klasse.

Aufnahmen kann man direkt in den Mac oder PC. Besser ist preiswerter Recorder in der 100-Euro-Klasse.

Aufnahmegeräte

Im Video-Podcasts sind die Aufnahmegeräte eigentlich die Kameras. Ein zweiter Blickwinkel ist bei jedem Video schön, deswegen sollte man mit mindestens zwei Kameras arbeiten. Wer alleine arbeitet, der kann auch sein Mikro direkt in ein günstiges Aufnahmegerät wie das Zoom H1 einstöpseln oder das Tascam DR-05 einstöpseln (das verwende ich; ist etwas solider, trotzdem preiswerter). Fast noch einfacher geht es, wenn man ein preisgünstiges USB-Mikro ohne Umwege direkt in einen Mac speist. Dort zeichnet man den Ton auf und kann ihn direkt über  Garageband (kostenlos) weiterverarbeiten und schneiden.

Oberklasse: Ein Podcast als Video kann eindrücklichere Erlebnisse vermitteln.

Oberklasse: Ein Podcast als Video kann eindrücklichere Erlebnisse vermitteln.

Video-Podcasts

Wer als Youtuber zum Podcast kommt, der hat die Video-Ausrüstung dafür schon beisammen. Ideal sind zwei Kameras (zB von Canon die EOS M 10 ohne Mikrofoneingang oder die EOS M6 mit Mikrofoneingang) und zwei Lichtquellen. Lichtstarke Objektive, die ein schönes Bokeh erzeugen, lassen den oder die Sprecher besser zur Geltung kommen. Und falls der Raum akustisch so gar nicht taugt, kann man mit provisorischen Vorhängen oder Schaumstoff- oder Styropor-Platten etwas nachbessern.

Das Vorgehen

Hier haben es die Video-Anhänger wiederum leichter. In der Regel hat man nach einigen Videos ein Gespür dafür, wie man eine Geschichte entwickelt. Fesselnder Einstieg, ein lockerer, mehrfach aufgelockerter Hauptteil und ein Abschluss, der Lust macht auf mehr, sind ideal. Auch ein schriftliches Konzept hilft, während Ablesen vorbereiteter Texte mit und ohne Kamera immer heikel ist.

Wer jetzt bereits eine knackige Idee für seine ersten Podcast hat, der sollte nochmal innehalten. Podcasts und Videos leben vom Seriencharakter. Ich rate dazu, mindestens für drei Themen und Projekte Material und Ideen zu sammeln, und dann erst loszulegen. Sich eng an seinem Lieblingsthema entlang zu hangeln ist ebenfalls ratsam. Vom Blog bis zum Youtube-Kanal finden vor allem Angebote mit einem knackscharfen Profil Anhänger. Statt über alles zu sprechen, ist es für die meisten von uns besser, sich auf ein Thema zu konzentrieren, wo wir uns wirklich zuhause fühlen.

Das Publikum

Die üblichen Kanäle zum Bekanntmachen eigener Angebote wirken auch hier. Blog, Social Media und fleißige Kommunikation mit allen, die in Deinem Themenbereich unterwegs sind, helfen sehr. Und wenn man es schafft einen der etablierten Podcasts / Youtuber auf sich aufmerksam zu machen, ist das wie ein Hauptgewinn.

Mein Fazit

Die Anschaffungen und der Aufwand für Podcasts sind sehr überschaubar. Wer Erfahrungen mit Videos hat, wird sich schnell einfinden, auch in die Audio-Bearbeitung. Langes freies Reden ist nicht jedermanns Sache, da entdeckt man seine eigenen Schwächen oft erst beim Ausprobieren. Spannender als Monologe finde ich Interview-Podcasts, die die Planung und Organisation freilich auf Dauer erschweren. Wer schon immer Lust hatte auf so etwas: Jetzt ist sicher ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen.

Besseres Audio – die Basis für gute Videos

Besseres Audio für die Video-Aufnahme entsteht in der Vorbereitung, während der Aufnahme und in den Nachbearbeitung. Und braucht nicht immer große Investitionen.

Besseres Audio für die Video-Aufnahme entsteht in der Vorbereitung, während der Aufnahme und in den Nachbearbeitung. Und braucht nicht immer große Investitionen.

Besseres Audio ist wichtig. Also zumindest besser als das, was ohne weiteres Zutun als Kamerasound zum Video geliefert wird. Vielleicht fällt einem das bei den Videos anderer Leute mehr auf, als bei den eigenen. Aber die Zahl der Fehler, die man hier machen kann, ist verhältnismäßig hoch. Andererseits muss man eigentlich nur wenig beachten, um guten Ton für seine Videos zu haben. Und das alles, ohne viel Geld auszugeben.

Was brauche ich für besseres Audio?

Kamera ohne AGC

Egal, wie gut die Kamera ist. Mit einem externen Mikrofon wird der Ton besser, wenn man einige Dinge beachtet. Für den schlechten Ton in der Kamera sind ein paar wenige Dinge verantwortlich. Das unsägliche AGC ist an erster Stelle zu nennen. Automatic gain control bedeutet automatische Aussteuerung. Und das bedeutet wieder, dass in Sprech- oder Musikpausen der Level angehoben wird, um das hörbar zu machen, was gar nicht zu hören ist: Stille.

Die Folge ist ein Rauschen in den stillen Passagen. Und eine Übersteuerung, sobald der Ton wieder einsetzt. Klingt ziemlich schlecht. Was kann man tun? Wenn man AGC nicht im Menü der Kamera abschalten kann hilft nur ein externes Mikro mit einer externen Aufnahmemöglichkeit (Recorder). In der Nachbearbeitung lässt sich da nicht mehr viel machen.

Ich habe bei meiner alten Canon 550D Magic Lantern installiert, das löst das Audio-Problem ebenfalls. Ist aber nicht jedermanns Sache. Meine Lumix LX100 hat keinen Mikrofoneingang, aber für meinen Geschmack ein gutes eingebautes Mikrofon, das sich manuell aussteuern lässt.

Recorder wirken zwar unhandlich, haben aber einen großen Einsatzbereich und sind erschwinglich.

Recorder wirken zwar unhandlich, haben aber einen großen Einsatzbereich und sind erschwinglich.

Lavalier-Mikro plus evt. Recorder

Stoßseufzer der Filmer: Was das wieder kostet. Ist aber gar nicht so schlimm. Sinn der Sache ist nicht nur die Umgehung der automatischen Aussteuerung mit externem Mikro und einem Recorder. Auch wenn eine manuelle Aussteuerung möglich ist, kommt man mit einem externen Mikro näher an die Tonquelle oder den Sprecher heran und erhält damit automatisch bessere Tonqualität.

Das Lavaliermikrofon, von den einen geliebt (wegen des klaren Sounds), von den anderen gemieden (weil in jeder Aufnahme unübersehbar).

Das Lavaliermikrofon, von den einen geliebt (wegen des klaren Sounds), von den anderen gemieden (weil in jeder Aufnahme unübersehbar).

Ein gutes Lavalier-Mikro mit langem Kabel (ich verwende das Audio-Technica ATR3350 für ca. 35 €) ist die billigste Möglichkeit und mit einem Recorder die beste Ausstattung für Interviews. Diese Lösung sieht aber nicht gut aus. Denn das Mikro ist in jedem Fall im Bild, das Kabel zumindest sollte möglichst unter dem Hemd versteckt werden. Das den Männern und Frauen vor der Kamera nahe zu bringen, ist manchmal etwas knifflig, weil man ihnen sprichwörtlich an die Wäsche muss. Meistens hilft eine freundliche Erklärung und die Möglichkeit, dass der Aufzunehmende an einem Stillen Ort Kabel und Wäsche arrangieren kann.

Ein externer Recorder (ab 100 €) löst die Tonaufnahme von der Kamera und ist in der Praxis sehr hilfreich. Ich verwende das Tascam DR-05, viel im Einsatz ist aber auch das Zoom H1. So kann man leichter die Kameraposition wechseln,ohne sich um das Kabel zu kümmern. Oder man kann aus der Ferne Aufnahmen mit dem Tele machen und hat trotzdem den Ton in bester Qualität.

Eine Funkstrecke erleichtert das Arbeiten. Vorsicht bei der Frequenzwahl.

Eine Funkstrecke erleichtert das Arbeiten. Vorsicht bei der Frequenzwahl.

Funkstrecke

Am schönsten gelöst ist das Tonproblem mit einer Funkstrecke. Dabei funkt das dezente Lavalier-Mikrofon über einen kompakten Sender (meist am Hosenbund angebracht) zum Aufnahmegerät, das an der Kamera angebracht ist. Kann man die Kamera nicht manuell aussteuern, sollte der Empfänger statt dessen mit einem Recorder verbunden werden, möglichst nahe an der Kamera. So hat man im Blick, ob beides noch funktioniert.

Lange Zeit waren die Sennheiser Mikros Standard. Jetzt ändert sich einiges bei den benutzbaren Frequenzen. Die Rode Funklösung (Rode RodeLink Filmmaker Kit für rund 350 €) scheint da eher auf der sicheren Seite zu sein und bekommt gute Rezensionen.

Gute Video-Mikros gibts in allen Preisklassen.

Gute Video-Mikros gibts in allen Preisklassen.

Richtmikrofon

Muss eigentlich heißen Mikrofon mit Richtcharakteristik, wie das kompakte Rode Video Mikro. Erhältlich für unter 50 € inklusive Windschutz. Richtcharakteristik bedeutet nichts anderes, als dass das Mikrofon besonders gut und zielgenau das aufnimmt, was vor einem liegt. Das ist nicht selbstverständlich, weil für Interviews mit mehreren Leuten eben Mikros verwendet werden, die quasi nach oben oder unten weisen, aber ringsherum aufnehmen.

Das fängt bei 50 € an und endet im höheren dreistelligen Bereich. Sehr beliebt bei Videofilmern ist das Rode Video Mikro Pro Rycote, das aber schon an die 200-€-Grenze heranreicht (ohne den unentbehrlichen Windschutz). Rode hat da ziemlich viel anzubieten, auch wenn manche mit der Klangcharakteristik der Video-Mikrofone nicht glücklich sind. Dann hilft nur, andere Modelle ausprobieren, möglichst mit Rückgaberecht.

Nachbearbeitung

In der Schnittsoftware kann man den Ton auch nachbearbeiten. Leichter gehts, wenn man mit der richtigen Audio-Software die Aufnahmen schneidet, sortiert, bearbeitet. Mac-Benutzer sind fein raus. Mit Garageband kommt man schnell zurecht und das Programm reicht völlig aus. PC-Nutzer finden in Audacity eine kostenlose Lösung.

Wenn die Datei nicht schon bei der Aufnahme immer wieder unterbrochen wurde, sollte man sie am besten gleich in Häppchen je nach Einstellung zerlegen. Die Off-record-Passagensind diejenigen Passagen, wenn die Kamera nicht oder nicht mehr lief. Dann sind viele Leute plötzlich viel entspannter.  Auch die sollte man sichten und ggf. auch miteinbeziehen.

Kleinigkeiten…

Und dann sind da noch ein paar Kleinigkeiten, die einem das Leben leichter machen können.

  • Köpfhörer-Anschluss an Kamera oder Recorder nutzen und zumindest eine Probeaufnahme machen, wenn das „live” mithören zu Kontrollzwecken nicht möglich ist.
  • Nebengeräusche und Hall bekämpfen. Fenster zu, ratternde Festplatten oder Lüfter abstellen, Handy aus. Beim Hall wirds etwas kniffliger. Andere location suchen, Orte mit viel Stoff und Vorhängen. Oder im Zweifelsfall für ein eigenes, als Studio genutztes Zimmer, Schaumstoffmatten oder ähnliches verwenden.
  • Batterien / Akkus am Tag vor der Aufnahme prüfen, immer ausreichend Ersatzbatterien mitnehmen. Nicht vergessen, das Mikro mit Batteriespeisung auch an- und abzuschalten. Das klingt jetzt sehr banal, hat aber schon viele Aufnahmetermine zunichte gemacht.
  • Beste Aussteuerung zuhause mit Tests ermitteln, anstatt vor Ort. Gerade fürs Lavaliermikrofon mit dem immer gleichen Abstand geht das gut.

Noch eine Anmerkung. Es wird immer kritisiert, dass viele Kameraas (gerade die günstigeren) keinen Kopfhörer-Eingang haben, oftmals nicht einmal einen für eine externes Mikro. Deswegen muss man sich aber keine teurere oder gar eine Profi-Kamera kaufen. Die nachträgliche Synchronisierung ist zwar ein Arbeitsschritt mehr. Aber sie macht gute Aufnahmen mit externem Sound noch lange nicht unmöglich.

 

Shotgun Mikrofon oder Lavalier bei Video-Aufnahmen?


Choosing a Microphone

Shotgun oder Lavalier für Video-Aufnahmen? Bislang war für mich der klare Favorit das Lavalier: einmal anheften und dann vergessen. Der Ton läuft durch, ist immer in bester Qualität, auch wenn sich der Porträtierte bewegt.

In dem oben verlinkten Video ist jemand ganz anderer Meinung: Der Ton ist in dem dortigen Beispiel zwar vom Shotgun Mikro deutlich besser (so schlecht ist mein Ton mit Lavalier aber eindeutig nicht). Die Hauptargumente aber sind, dass man das störende Mikro samt Kabel nicht immer im Bild hat, den Leuten nicht an die Wäsche gehen muss. Und dass – das spielt bei mir keine Rolle – sich so etwas samt Stativ und Ausleger auch fest installieren lässt, so dass man verschiedene Leute ohne größeren Aufwand zum Interview holen kann – oder selbst mal öfters vor die Kamera tritt.

Die gezeigte Lösung mit dem Zoom H1 oder dem iPhone finde ich nicht so prickelnd, aber ein Shotgun als zusätzliche Lösung scheint mir durchaus attraktiv – und wenns anfangs auch nur als Absicherung für andere Tonquellen dient.

Tatsache ist und bleibt, dass im Laufe der Zeit die Audio-Ausstattung doch ganz beträchtlich wächst und guter Ton zunehmend wichtiger wird: Was man vielleicht beim Start ins Thema Video noch akzeptiert hat, jagt einem heute kalte Schauer über den Rücken….

Neues Audio-Gerät für Video-Vertonung: Der Zoom H1

Zoom H1Es war schon seit einiger Zeit angekündigt, nun ist es da und es wurde wohl auch schon getestet: Der Zoom H-1 Handy Recorder ergänzt die Reihe seiner größeren Kollegen Zoom H2 und Zoom H4N, die oft und gerne zusammen mit HDSLR-Kameras (also Spiegelreflexkameras, die für HD-Video-Aufnahmen geeignet sind) eingesetzt werden.

Bei meiner Canon 550D gibt es noch den kleinen Haken, dass sie nur einen Mono-Eingang besitzt. Aber im Gegensatz zu einem „echten“Video-Mikrofon, das oben auf der Kamera auf den Blitzschuh montiert wird, ist das wohl eher ein Gerät, das solo zum Einsatz kommt (oder mit einem Lavalier-Mikrofon) und dessen Daten nachher mit den Video-Clips synchronisiert werden.

Getestet hat es wohl bereits von Roman Mischel, der – wie immer – recht konkret berichtet und nützliche Tipps gibt (r73.net |€“ Weblog über Videojournalismus » Der Zoom H1). Das größte Manko in meinen Augen ist, dass es wohl bereits Griffgeräusche mitaufzeichnet. Das größte Plus ist sicher die Handlichkeit und der Preis von knapp 100 Euro.

Das dämpft meine Euphorie etwas, so dass ich wohl (vorerst) bei meiner derzeitigen Praxis bleiben und ein Olympus WS-300M einsetze, wahlweise mit einem guten externen Mikrofon (Sony) oder einem kleinen Lavalier-Mikrofon.

.