Weihnachtsfotos – für die schönste Zeit des Jahres

Weihnachtsfotos mit Lichtern und einem schönen Bokeh gelingen am besten bei offener Blende.

Weihnachtsfotos mit Lichtern und einem schönen Bokeh gelingen am besten bei offener Blende.

Weihnachtsfotos haben in der Jahressammlung unserer Bilder immer einen besonderen Stellenwert. Wir erinnern uns gerne an die vergangenen Weinhachtsfeste, wir schauen nach, was es zu essen gab und welche Geschenke verteilt wurden. Und weil gerade alle beisammen sind machen wir viele Porträts und Gruppenfotos zur Erinnerung. Viele Bilder werden nach zwölf Monaten wieder herausgekramt, etliche landen als Abzüge bei Freunden, Bekannten und Verwandten. Und einige sollen es auch die inzwischen weit verbreiteten Jahrbücher schaffen, die in vielen Familien als kleine Familienchronik geführt werden.

Mit etwas Vorbereitung und Planung werden die wichtigsten Bilder dieses Mal echte Hingucker! Weiterlesen…

Außenaufnahmen: Produktfotos draußen

Außenaufnahmen: Produktfotografie draußen macht oft nicht nur mehr Spass, sondern bietet auch viel mehr Möglichkeiten.

Außenaufnahmen: Produktfotografie draußen macht oft nicht nur mehr Spass, sondern bietet auch viel mehr Möglichkeiten.

Gute Produktfotos braucht heute fast jeder irgendwann – für die Webseite, einen Shop, ein Angebot bei Ebay oder für die Sozialen Medien. Deswegen hatte ich hier schon mal beschrieben, wie Du ohne großen Aufwand zuhause zu guten Bildern kommst.

Hier gehts zum Video: Weiterlesen…

Produktfotos innen und ohne Blitz

Gute Produktfotos brauchen nicht immer die große Ausrüstung.

Gute Produktfotos brauchen nicht immer die große Ausrüstung.

Produktfotos braucht fast jeder irgendwann, der eine Webseite hat oder Social Media-Accounts. und erst recht natürlich all diejenigen, die im Internet etwas zum Verkauf anbieten. Viele nähern sich dem Thema nach Motto Versuch und Irrtum. Etliche scheitern und sind selbst unzufrieden, weil die Ergebnisse so gar nicht professionell wirken.

Wer jetzt seine Ausrüstung dafür verantwortlich macht, der hat nur teilweise recht. Natürlich kann man mit mehr und besserer Ausrüstung oft auch bessere Ergebnisse erzielen. (Und wer will nicht seine Ausrüstung verbessern?) Aber es gibt zwei Aufnahmesituationen, in denen man auch mit der Normalkamera und einen Kit- oder Standard-Objektiv gute Ergebnisse erzielen kann.

Das Video dazu gibt es hier:

Gleich vorneweg: Wer nach einer Anleitung für sogenannte Freisteller-Aufnahmen sucht, der wird hier nicht fündig. Ich mache das zwar selbst auch oft. Aber einerseits ist das keine sehr befriedigende oder kreative Arbeit, zumindest nach meinem Empfinden. Und zweitens geschieht der Hauptteil der Arbeit in der Bildbearbeitung am Computer. Hier gehts jetzt in erster Linie ums selber fotografieren, in Innenräumen und ohne Blitz.

Eine Mini-Hohlkehle verhilft zu softem Licht, die Umgebung ist ”störungsfrei”.

Eine Mini-Hohlkehle verhilft zu softem Licht, die Umgebung ist ”störungsfrei”.

Produktfotografie Variante 1: Wie im Studio

Profis fotografieren Objekte so ziemlich jeder Art und Größe am liebten vor einer sogenannten Hohlkehle. Dieser geschwungene weiße Hintergrund, der von der waagrechten Unterlage in weichem Bogen in den senkrechten Hintergrund übergeht, zeigt keine harten Schatten, wenn man weiches Licht verwendet. Und er zeigt auch nicht die typischen Kante zwischen weißer Unterlage und weißem Hintergrund.

Solche Hohlkehlen gibt es zwar relativ preiswert von diversen Anbietern auch für den Amateur. Die meisten werden aber für einen Shop oder Ebay kleinere Produkte anbieten, und hier kann man sich gut behelfen mit einem weißen Karton oder – wie im Video gezeigt – sogar mit einem DIN A 3 Blatt.

Weich ausgeleuchtet wird das am besten durch eine diffuse Lichtquelle. Das kann eine Lampe mit einem großen weißen Schirm sein, ein Nordfenster oder ein Dachfenster. Auch ein Strahler oder eine LED, die man gegen die Decke richtet, tut gute Dienste. Selbst wer in dieser Variante automatisch belichtet und den Weißlichtabgleich vornimmt, erhält meistens gute Bilder. Denn beu Aufnahmen in Innenräumen ist die Blende meist weit geöffnet und auch mit einem Kit-Objektiv wird eine geringe Schärfentiefe erzeugt.

Wer mit der Lichtführung unzufrieden ist, sucht mach einer weitere Lichtquelle. Auch wenn man Lichtfarben mischt, entstehen für die meisten Produkte brauchbare Ergebnisse durch den automatischen Weißabgleich. Wer zum Beispiel Glühlampenlicht und Neon-Licht mischt und schon mit bloßem Auge feststellt, dass sich der Grün- und der Rotstich beißen, der sollte versuchen, zwei gleichartige Leuchte einzusetzen. Da heute in den meisten Fälle LED-Leuchtmittel verwendet werden, sollte aber eine Lösung in fast jedem Haushalt verfügbar sein.

Wichtig ist es, viele Variationen zu fotografieren, damit man später mehrere Ansichten präsentieren kann. Der Freistellungs-Effekt kommt hier wenig zum Tragen, ist aber wegen des störungsfreien weißen Hintergrundes auch nicht zwingend. Etwas auf die Sprünge helfen kann man der Schärfentiefe, wenn man offene Blenden benutzt und sein Standardzoom eher im Telebereich benutzt. Reicht das Licht nicht für verwacklungsfreie Aufnahmen, muss man auf eine Stativ zurückgreifen. Oder auf einen Stapel (Bücher zB), auf dem man seine Kamera platziert.

Tableaus zeigen alles scharf und ein Arrangement, das Appetit machen soll.

Tableaus zeigen alles scharf und ein Arrangement, das Appetit machen soll.

Produktfotografie Variante 2: Tableau

Diese Variante macht etwas mehr Spass, finde ich. Hier macht man sich die Schwächen einer einfachen, preiswerten Ausrüstung mit wenig Licht und einem Standardobjektiv zu nutze. Generell sind Kit-Objektive ja eher so berechnet, dass auch Amateure durchgehend scharfe Aufnahmen erzielen. Sprich: Es gibt keine ausgesprochene Schärfentiefe, die meisten Bilder sind in einem Bereich von nah bis fern scharf.

Wir machen uns da zunutze, indem wir senkrecht von oben fotografieren und beispielsweise ein paar passende Objekte rings um unser Produkt arrangieren. Bei dieser Aufnahmetechnik sind alle Objekte in einer Ebene arrangiert, also gleichweit vom Objektiv entfernt. Und dass alle scharf abgebildet sind, ist hier ebenfalls nicht hinderlich. Der Reiz liegt vielmehr darin, wie wir unser Produkt arrangieren.

Die beste Wirkung auf den Betrachter hat man, wenn sich eine schlüssige „Will-Haben”-Reaktion ergibt. Wir kennen das aus viele Instagram-Posts von digitalen Nomaden, Travellern.  Da liegen dann schicke Accessoire wir das Macbook, ein Smartphone zusammen mit anderen passenden Artikeln dekorativ verstreut, auf dem Boden, auf einem Kaffeehaus-Tisch etc. Der Effekt ist, dass der Betrachter sein „Wunsch-Objekt”, für das er sich interessiert, auch gleich in der Umgebung sieht, wie er es auch gerne nutzen möchte.

Man kann sich also kreativ etwas mehr austoben und in diesem Fall auch mit Licht von einem Nordfenster oder einer Balkontür an der Seite experimentieren. Wem das zu einseitig, zu krass ist, der platziert auf der lichtabgewandten Seite einen Reflektor. Es gibt preiswerte im Versand mit Oberflächen in weiß, silber, gold, schwarz. Oder man nimmt eine Styropor-Platte aus dem Baumarkt. Oder einen großen weißern Karton.

 

Produktfotos: 5 Tipps für gute Ergebnisse

Auch für Produktfotos gilt: Brennweite, Lichtstärke, Verschlusszeit und das sogenannte Bokeh gehören zusammen .

Auch für Produktfotos gilt: Brennweite, Lichtstärke, Verschlusszeit und das sogenannte Bokeh gehören zusammen .

Produktfotos waren lange Zeit Profisache. Neben der Studio-Blitzanlage waren Vorrichtungen wie große Reflektoren im Einsatz, Hohlkehlen für eine schattenlose Ausleuchtung und leichtere Freistellung. Und natürlich ging ohne Mittelformatkameras gar nichts. In Zeiten von Ebay, Foodblogs und Online-Shops beschäftigen sich offensichtlich zigtausende mit dem Thema. Und sehr sehr viele bringen tolle Ergebnisse hervor. Wer durch Foodblogs stöbert muss sich wundern, wie viele Blogger zuhause Aufnahmen hinbekommen, die man in dieser Qualität noch vor kurzer Zeit nur in Zeitschriften gesehen hat.

Da Herbst und Winter ja auch Ebay-Saison sind, hier in paar allgemeine Tipps, wie man mit vergleichsweise wenige Aufwand zu brauchbaren Produktfotos kommt. Für spezielle Aufgaben wie Flaschenfotos oder Food-Fotografie kann man sicher noch zwei Dutzend weitere Tipps geben (hier sind zum Beispiel welche für ein schönes Bokeh), aber für den Alltagsgebrauch sollte eigentlich jeder mit Digitalkamera und einem PC / Mac damit hinkommen.

Das Schöne an der digitalen Fotografie ist ja, dass man das Prinzip Versuch und Irrtum ausreizen kann. Auch bei diesen Tipps kann man nachjustieren, bis man das gewünschte Ergebnis erzielt.

1. Produktfotos mit natürlichem Licht

Ein erschreckendes Anfänger-Erlebnis ist ja oftmals, dass die Produktfotos, die man auf dem Wohnzimmertisch gemacht hat, total verwackelt und körnig sind. Was uns hell vorkommt, ist für die Kamera oftmals – trotz bunt strahlendem Display – graue Soße. Wenig Licht führt zu langen Belichtungszeiten und / oder hoher Empfindlichkeit. Beide stellt die Kamera oftmals automatisch ein. Und wo wir soeben im Freien noch tolle Ergebnisse bekamen, siehts im Wohnzimmer dagegen sprichwörtlich dunkel aus.

Also gehen Sie ans Fenster. Selbst das Nordfenster sollte tagsüber ausreichen, wenn draußen nicht totales Schietwetter ist. Die Fenster mit direkter Sonneneinstrahlung sollten Sie dagegen meiden: Die hässlichen Kontraste sind kaum auszugleichen. Ein gleichmäßiges Licht ohne zu starke Schlagschatten ist ideal. Einzige Ausnahme ist eine sehr tiefstehende Sonne, die schon durch die Atmosphäre abgemildert ist. Aber warten Sie besser nicht darauf.

2. Vergessen Sie den eingebauten Blitz

Blitze sind tolle Lichtspender. Erst recht, wenn man sie individuell / manuell steuern kann, die Reflektoren gegen die Decke richten kann oder andere Aufheller nutzt. Der kleine Blitz über der Linse ihrer Kamera dagegen hat nur von vorne viel Licht auf das Objekt, das im Gegensatz zur Umgebung überstrahlt. Das kommt bei Produktfotos eher schlecht an.

3. Stative oder Auflagen

Ein Stativ ist hilfreich, wenn man in der Wohnung fotografiert. Auch wenn Ihnen eine 30stel Sekunde ziemlich kurz vorkommt: Ob das Bild verwackelt ist, sehen Sie erst später am Bildschirm. Wenn kein Stativ zur Hand ist, behelfen Sie sich mit einem Bücherstapel oder anderen Stützen, auf die Sie die Kamera platzieren können. Und damit es beim Auslösen nicht doch noch verwackelt, benutzen Sie den Selbstauslöser. (Mit dem hat man früher Selfies gemacht, Sie erinnern sich?)

4. Tiefenschärfe

Manche Dinge sollen von vorne bis hinten knackscharf sein. Das macht Ihre Digitalkamera wahrscheinlich ganz automatisch so. Aber Sie kennen den Effekt, dass in einem guten Foto nur der bildwichtige Teil scharf ist, und der Rest etwas verschwommen. Das bekommen Sie für ein gutes Produktfoto mühelos mit einer DSLR und einem lichtstarken Normal-Objektiv hin. Ideal ist das klassische 50-mm-Objektiv mit Lichtstärke 1,8. Sie fotografieren dazu mit offener Blende (also zum Beispiel 1,8).

Wenn ihre kompakte Digitalkamera nur ein Objektiv mit geringerer Lichtstärke hat (vielleicht 5,6), dann können Sie vielleicht das eingebaute Zoom nutzen. Festbrennweiten sind ja sowie eher selten geworden. Und eine geringere Tiefenschärfe können Sie auch erzeugen mit einer längeren Brennweite. Also gehen Sie auf die Tele-Einstellung. Und dann entfernen Sie sich gerade so weit von Ihrem Objekt, dass es an der Naheinstellgrenze leigt (einfach ausprobieren). Den Nachteil, dass dann automatisch eine langsamere Verschlusszeit gewählt wird, können Sie ausgleichen. Sie setzen einfach das Stativ oder die Buchauflage ein und benutzen den Selbstauslöser.

5. Flat-Style: senkrecht von oben

Sie sind im Internet schon auf die flat-style Aufnahmen gestoßen? Da werden ein malerisches Sammelsurium drapiert, gerne irgendwelchen stylischen Objekte. Also das Smartphone neben dem Laptop, dazu eine Sonnenbrille und die dampfende Kaffeetasse. (Fragen Sie nicht, warum es auf Ihrem Schreibtisch nie so stylisch aussieht.) Im Prinzip können Sie das ohne technische Aufwendung zuhause nachstellen. Wichtig ist, dass Sie nicht schräg, sondern senkrecht von oben fotografieren.

Deswegen ist es eher knifflig, dafür den Schreibtisch zu nehmen. Denn dann müssen Sie zum Fotografieren auf Stuhl oder Leiter steigen. Ideal ist der Fußboden vor Ihrer Balkontür, wenn dort nicht gerade die Sonne direkt hineinscheint. Wenn Sie keinen schönen Holz- oder Steinfußboden haben, nehmen Sie eine andere glatte Platte oder Fläche. Vielleicht haben Sie auch noch Dielen übrig oder einen anderen großen Karton von einer Verpackung. Es geht auch Zeichenkarton, vorzugsweise in weiß oder lichtgrau. Und wenn durch die Balkontür noch immer zu viel Licht hereinkommt, stellen Sie gegenüber, also vor sich, einen anderen weißen Karton, der das Licht reflektiert. Versuchen Sie besser nicht, mit einem Blitz aufzuhellen, das ist eher schwierig.

Normalerweise hat Ihre Kamera einen automatischen Weißlichtabgleich. Der sorgt dafür, dass Sie statt der Balkontüre auch Lampen benutzen können. Eine Stehlampe links, eine rechts, beide möglichst mit indirektem Licht, also keine Strahler. Funktioniert der Weißlichtabgleich nicht, werden die Bilder unter Glühlampenlicht rotstichig, bei Neonlampen grünstichig.

Ein Lichtzelt oder Reflektoren können das vorhandene Licht für Produktfotos wesentlich verbessern.

Ein Lichtzelt oder Reflektoren können das vorhandene Licht für Produktfotos wesentlich verbessern.

Für wenig Geld…

Die bisherigen Tipps haben keine zusätzlichen Kosten verursacht. Wenn Sie allerdings öfters gute Produktfotos brauchen, lohnt sich vielleicht ein kleines Lichtzelt oder ein paar günstige Reflektoren. Beide ergeben ein weiches, ziemlich gleichmäßiges Licht und liegen in der Preisklasse unter 50 Euro.

Natürlich können Sie noch viel mehr Aufwand treiben. Aber mit diesen Tricks sollten Sie die Situation so meistern, dass Sie klare Darstellungen für einen bestimmten Zweck hinbekommen – ohne dass Sie größere Einkäufe für Zubehör tätigen. Denn egal ob Sie für Ebay, das Foodblog oder Ihren Shop fotografieren: bessere Bilder erzeugen mehr Aufmerksamkeit und auch Vertrauen in das Produkt.

Lichtzelt: Retter in der (Zeit)-Not

Lichtzelt und Beleuchtung im Set - eine preisgünstige Lösung

Lichtzelt und Beleuchtung im Set – eine preisgünstige Lösung

Lichtzelte sind für Amateure und Profis oft ein schneller Weg, um Fotos mit akzeptabeler Beleuchtung zu machen. Und das ist dringend notwendig, denn an Produktfotos werden heute hohe Anforderungen gestellt. Wo vor einigen Jahre noch als Foto der Schnellschuss mit dem Handy reichte, um ein Produkt im privaten Verkauf zu illustrieren, so sind die Verbraucher heute verwöhnt. Auf Instagram und Facebook, bei Ebay und in Kleinanzeigen sind gut ausgeleuchtete Fotos und Freisteller eher die Regel als die Ausnahme. Ein guter Verkäufer ist hier meist auch ein guter Fotograf. Ein Fotostudio muss es dennoch nicht sein, schon ein Lichtzelt kann hier gute Dienste leisten.

Eigentlich habe ich mir mein kleines Lichtzelt nur spasseshalber und zum Experimentieren zugelegt. Und, na gut, auch weil es bei einem Elektronik-Versender unverschämt billig zu haben war. Seitdem ist es ab und zu mal in Gebrauch. Und weil ich es relativ selten benutze brauche ich fast mehr Zeit zum Zusammenlegen als zum Fotografieren.

Nein, stimmt nicht, ein Scherz. Die Dinger lassen sich ähnlich wie die runden Reflektoren auf ein Mini-Maß zusammenlegen. Nur das die Zelte etwas kniffliger zu falten sind. Aber wenn man sich dann mal gemerkt hat, wo zu Beginn die Hände angesetzt werden müssen, ergibt sich die Drehbewegung fast von selbst.

Lichtzelt, Leuchten oder Blitz

Mein Favorit bei Produktfotos ist eine Multiblitz-Anlage sowie zwei transparente / nicht-transparente Hohlkehlen von Novoflex. Das ist praktisch, wenn man zum Beispiel hintereinander zwei Dutzend Weinflaschen fotografiert (was schon mal vorkommt).

Ein Lichtzelt mittlerer Größe. Sicher für die meisten Haushalts-Gegenstände ausreichend. Im Zweifelsfall lieber eine Nummer größer kaufen.Fast genauso oft kommt es dann vor, dass eine Weinflasche hinterher-tröpfelt, mit ein paar Tagen Verspätung kommt. Also alles noch einmal aufbauen, eine Flasche fotografieren, Dateien bearbeiten. Fertig. Dauert nur insgesamt nicht ein Vierundzwanzigstel der Zeit, die man für die ersten 24 Flaschen gebraucht hat. Sondern gefühlt die Hälfte.

Dann kommt das Lichtzelt zum Einsatz. Weil es inzwischen ja neben der Blitzanlage auch eine Beleuchtungsanlage mit zwei relativ billigen Standleuchten gibt. Zelt auf, Leuchten daneben, Flasche ins Zelt, fertig.

Blitz oder Dauerlicht?

Besonders schön ist, dass bei diesen Fotos die Lichter und Reflexe sehr weich sind, ohne dass man besonders herumkniffelt. Und die Schatten recht gut aufgehellt.

Warum sich dieses Verfahren bei mir dann nicht als Standard durchsetzen wird?

Das Zelt ist klasse für das schnelle Foto. Kann ich mir auch gut vorstellen, wenn man viele Dinge in unregelmäßigen Abständen bei Ebay verkauft oder auf anderem Wege. Aber es ist natürlich hier nicht alles besser.

Nachteile meiner Lichtzelt-Lösung

– Beim Vordergrund stört mich zum Beispiel, dass das Fenster – also die nach vorne zeigende Seite des Würfels – nicht total offen ist. Den Rand muss man irgendwie herunterdrücken.

– Der Innenraum ist nicht so glatt und glänzend wie meine Hohlkehle. Die aber bekomme ich nicht ins Zelt. Das bedeutet etwas mehr Aufwand bei der Nachbearbeitung.

– Und ein Nachteil geht auf meine eigene Dummheit zurück: Mein erstes Lichtzelt war zu klein. Also genauso groß, dass zum Beispiel eine Weinflasche gut darin Platz hat. Das macht auch die Fensteröffnung nach vorne kleiner und behindert das Hantieren im Innenraum. Im Zweifelsfall also lieber ein paar 10-Zentimeter zugeben.

Set aus Lichtzelt und BeleuchtungInzwischen gibts die Lichtzelte auch in sinnvollen Kombinationen günstig, wie hier mit zwei (nicht sehr schönen) Leuchten. Da man die Leuchte nicht sieht, zählt hier vor allem der Vorteil, dass sie recht kompakt sind.

Bei diesem Preis lohnt es sich meiner Ansicht nach auch nicht mehr, ein Lichtzelt oder einen anderen Kubus für diesen Zweck selbst zu basteln. Wer sparen möchte, der kann ja bei den Leuchten auf das zurückgreifen, was der Haushalt so bietet. Über den Weißabgleich der Kamera sollte sich ein Farbstich vermeiden lassen.

Wann lohnt sich die Mini-Lösung?

Lohnend ist die Investition aus meiner Sicht schon dann, wenn man auch für begrenzte Zeit ein paar Dinge fotografieren muss, die möglichst gut zur Geltung kommen sollen. Wer also einen Ebay-Handel hat oder über seine Website ab und zu Dinge verkauft (oder wer ein Weingut hat), ist damit gut beraten. Im Gegensatz zur Blitzlösung muss man sich auch über Synchronisation keine Gedanken machen. Und die Beurteilung der Lichtsituation ist ebenfalls einfacher, als beim Blitzen. Ein Stativ ist praktisch, aber nicht zwingend: Über die ISO-Einstellung kann man die Empfindlichkeit hochsetzen. Das sollte reichen, wenn man die Leuchten nahe am Lichtzelt platziert (und ich meine: sehr nahe).

Verzichtbar ist dagegen nach meiner Auffassung der Hintergrundstoff: Wer so fotografiert, der will in der Regel einen Freisteller haben. Da kann man den buntenStoff eher weniger gut nutzen. Eine manuelle Einstellung an der Kamera ist auf jeden Fall hilfreich und – wie so oft- auch ein bißchen Grundwissen über die Zusammenhänge von Lichtstärke und Entfernung, Blende und Verschlusszeit.