Normalobjektive zum Fotografieren verwenden

Fotografieren mit dem Normalobjektiv bedeutet viel Spass und gute Bilder, aber auch ein bisschen Beinarbeit. Statt dem Drehen am Zoomring musst Du Dich selbst in Bewegung setzen, um den idealen Ausschnitt und die beste Perspektive zu finden.

Fotografieren mit dem Normalobjektiv bedeutet viel Spass und gute Bilder, aber auch ein bisschen Beinarbeit. Statt dem Drehen am Zoomring musst Du Dich selbst in Bewegung setzen, um den idealen Ausschnitt und die beste Perspektive zu finden.

Normalobjektive sind spannender, als der Name vermuten lässt. Ihren Namen haben Sie aus Zeiten, in denen das Standardobjektiv zu Spiegelreflexkamera klassischerweise ein Objektiv mit etwa 50 Millimetern Brennweite und einer Lichtstärke von 1,8 war. Der Hauptgrund für diese Lösung war zumindest damals, dass die Brennweite an einer Kleinbildkamera beim Fotografieren am ehesten dem menschlichen Blickwinkel entspricht. Und dass die hohe Lichtstärke auch Aufnahmen unter schlechten Lichtbedingungen erlaubte. Genau das und dazu noch ein schöner Unschärfeffekt oder Bokeh sind auch die Hauptgründe, warum Du Dich (zumindest zeitweise) auch heutzutage mal mit einem Normalobjektiv beschäftigen solltest. Hier findest Du auch das ausführlichere Video zum Thema Fotografieren mit dem Normalobjektiv, das es natürlich auch auf meinem Youtube-Kanal gibt.

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Building a $100 Cinema Camera

Cinema Camera

Hier beschreibt Eric Escobar, wie er für rund 100 Dollar eine filmtaugliche Kamera zusammengestellt hat: Building a $100 Cinema Camera. Wobei das mit den 100 $ nicht so wörtlich zu nehmen ist: Die gebrauchte Lumix GF2 gab es zwar für deutlich weniger, aber eine alte Nikon Festbrennweite samt Adapter, ein Mini-Rig mit Rails, ein Follow Focus und eine videotaugliche SD-Card kommen halt noch dazu.

Nichtsdestotrotz eine brauchbare und attraktive Lösung für wenig Geld.

Nacht-Videos mit der Canon 550D

Nachtvideos mit der Canon 550D

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Nachdem ich das Thema Nachtaufnahmen in der Fotografie hier schon zweimal kurz angetippt hatte (hier und hier), habe ich nun auch meine Neugier bezüglich nächtlichen Video-Aufnahmen befriedigt: Mit Stativ und Kamera sowie einem 1,7/50 mm Zeiss-Objektiv im abendlichen Emmendingen.

In erster Linie wars ein Beitrag zur Verkehrsberuhigung, denn in der Tempo-30-Zone verlangsamten schlagartig alle vorbeifahrenden Fahrzeuge bei Ansicht meines Stativs mit Kamera. Also schon mal eine gute Tat getan.

Die Videoaufnahmen sind noch nicht bearbeitet und sie sind für das Auge eines Fotografen natürlich etwas körnig. Für ein Video finde ich sie allerdings erstaunlich gut, ziemlich scharf und farblich angesichts der nicht zu beeinflussenden Beleuchtung ganz ok. Nächtliche Szenerien mit Lichtquellen sind wohl einer der wenigen Anlässe, wo sich zum Beispiel auch der Einsatz eines Picture Style Flat wirklich lohnt, den ich allerdings bislang nicht ausprobiert habe.

Zwei Tipps kann ich an dieser Stelle jetzt schon geben. Der für Fotografen allzeit empfohlene UV-Filter als ständiger Schutz vor dem Objektiv ist des Teufels: Er verursacht wirklich störende Reflexe. Und ich rede hier nicht von netten Nebenerscheinungen oder dem angenehmen Bookeh des Objektivs. Allerdings hätte ich schon ganz gerne einen Schutz auf der Frontlinse meines Zeiss, ich weiß noch nicht, wie ich das löse.

Und die manuelle Einstellung, die bei Verwendung eines Fremdobjektivs mittels Adapter eh zwingend notwendig ist, sollte man auch im Wortsinne betreiben: Die von mir aus Faulheit gewählte Einstellung der automatischen ISO-Einstellung sorgt zwar für Aufnahmen ohne viel Aufwand: auch diese manuelle Einstellung wird somit zur Automatik, weil zur feststehenden Zeit und der ganz offenen Blende eben die ISO-Zahl angepasst wird. Vorbeifahrende Autos allerdings bringen die Belichtung zum Einsturz.

Die vorgewählte Begrenzung auf maximal 3200 ASA genügt übrigens in der Stadt vollkommen. Man kann von Hand auch bis auf 6400 ASA gehen, was die Sache aber nicht wirklich besser macht.