Multimedia kompakt: SF Dok – 360° Langstrasse Zürich

360° Langstraße Zürich

Ansprechend und informativ, ohne lange Ladezeiten und unnötigen Schnickschnack: SF Dok – 360° Langstrasse Zürich. Diese Webdokumentation (irgendwie scheint mir die richtige Bezeichnung dafür noch nicht vorhanden zu sein) führt durch eine Züricher Straße – mit allem, was dazu gehört.

Vorwärts bewegt man sich durch Scrollen mit der Maus (was am Mac besonders viel Spaß macht), eingebettet sind Videos (meistens Interviews) und 360-Grad-Panoramen, die man ebenfalls durch Scrollen bedient.

Witzigerweise ist die Fortbewegung entlang der Straße dadurch sehr realistisch, dass auch alles um einen herum in Bewegung ist: Man scrollt quasi eine Videoaufnahme vorwärts, was wieder ein ganz anderer Effekt ist als die Street View unseres Suchmaschinen-Giganten.

Die Website hat bereits einige Awards eingeheimst.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

iPhone Film Festival

iPhone Film Festival

Was alles im Bereich Video mit dem neuen iPhone 4 möglich ist, davon bekommt man schnell einen Eindruck, wenn man die gängigen Videoportale nach diesem Stichwort absucht.

Noch treffender zeigt es der Wettbewerb des iPhone Film Festival (IFF). Die Prämierungen des ersten Festivals 2010 zeigen, dass man sich doch eher an den „großen” Videos orientiert: Musik, Mode und ein mit viel Aufwand gepushtes App machten das Rennen. Ein für das iPhone typisches Format oder einen entsprechenden Stil sucht man vergebens.

Dennoch ist die Entdeckungsreise durch die eingereichten Videos ganz ergiebig.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

Emphas.is – Crowdfunding für Foto-Journalismus-Projekte

Emphas.is - crowdfund visual journalism

Es gab zwar schon immer wieder mal einzelne Beispiele, in denen das vorgestellt wurde, aber jetzt gibt es die Internet-Plattform dafür: Crowdfunding für Journalismus (genauer: visual journalism, gemeint ist Fotojournalismus im weitesten Sinn). Der Reiz dieser Wortschöpfung erschließt sich sicher vor allem den (freiberuflichen) Journalisten.

In Kurzform: Man entdeckt das spannende Projekt schlechthin, das sich für eine Darstellung in multimedialer Form eignet. Eine Reportage mit Bildern, ein Buch, ein Plakat, ein Videoprojekt, was auch immer. Und man hat keine Lust, seine Ansprechpartner in den Redaktionen um das entsprechende Budget anzugehen oder zu einer Zusage zu bewegen, die Geschichte auch dementsprechend zu honorieren (oder man hat Lust, aber keinen Erfolg damit).

Dann sucht man sich – wie für andere Crowdfunding-Projekte auch – eine zahlungswillige Gemeinschaft, die groß und stark genug ist, das Projekt durch Zahlung von kleinen Beiträgen zu ermöglichen. Nach dem Motto: Wenn 1000 Leute nur jeweils 10 Dollar geben…. Die Plattform dafür ist (zumindest für den englischsprachigen Raum): Emphas.is.

Geboten werden für den finanziellen Beutrag der „Spender” (neben gutem Karma) eigentlich nur eher symbolische Gegenleistungen: Das beginnt beim Zugang zur „Making-of”-Zone (10 US-Dollar) und geht über ein handgeschriebenes Dankeschön (!) bis zur Einbindung des eigenen Logos oder einer Privataudienz beim Künstler (5.000 Dollar dafür?).

Die meisten Projekte aus dem Bereich Bildjournalismus sollen sich natürlich später selbst tragen. Da gibt es Plakataktionen und Websites, manchmal geht es auch einfach nur darum, das Projekt irgendwie zu verwirklichen. Ganz wichtig: Es gibt eine Art Jury, die die Projekte vor Annahme auf der Plattform überprüft.

Beispiel: „Using text, pictures and video I will provide you with a personal and exclusive account of what it feels like to be a photojournalist working in Afghanistan today.”

Mehr als ein Hintergedanke ist dabei aber in der Regel, dass renommierte Medien auf das Projekt aufmerksam werden und eine Veröffentlichung anstreben.

Nach der ersten Woche (am 14. März) vermeldete man im angeschlossenen Blog prompt, das innerhalb der ersten sieben Tage bereits 15.000 Dollar eingesammelt werden – ein Beleg auch dafür, dass das Interesse der Leser / Zuschauer auch an sehr speziellen Themen (ich will nicht sagen Nischenthemen) doch entsprechend groß ist. Und damit ist das vielleicht auch eine Ermutigung für all die Verlage und Redaktionen, die sich ins digitale Zeitalter aufgemacht haben, ihren Content aber lieber für umsonst zusammenklauben, statt in tolle Geschichten zu investieren.

Generell sind die Summen, die bei den einzelnen Projekten bereits als gesichert angezeigt werden, sehr beeindruckend. Aber ich werde das Gefühl nicht los, das so etwas in England und den USA weitaus eher möglich ist, als in Deutschland.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

Großes Kino: Pictory

PictoryUnd hier noch ein Tipp für die Feiertage und all diejenigen, denen das TV nicht das passende Programm bietet: Pictory bietet großes Kino mit feinsten Bildern, die Geschichten erzählen. Großformatige Fotos, kurze Texte, spannende Themen. Das alles ist kinderleicht mit den Pfeiltasten zu bedienen, spart Mauskilometer.

Das ist einer der Momente, in denen ich manchmal noch an die Zeit vor DSL denke: undenkbar mit einer langsamen Verbindung.

Frohe Weihnachten!

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

„Sorgenlos im Schwarzwald” – Audio Slideshow zum Thema Zeitung

Audioslideshow zum Thema Zeitung

Schon die neuesten Nachrichten übers Handy abgerufen? Oder die aktuellen Zeitungen und Magazine am iPad überflogen. Dann wird es jetzt Zeit für etwas Besinnliches: Sorgenlos im Schwarzwald heißt ein Beitrag in der Online-Ausgabe des medium magazin. Autor Jan Söfjer berichtet hier in einer Audioslideshow über seinen Besuch bei den Zeitungsmachern der „Schwarzwälder Post” in Zell am Harmersbach. Nostalgie pur, aber auch schön.

Schönste Nachricht darin: Abonenntenzahlen sind stabil, auch das Anzeigengeschäft läuft auf dem Niveau der Vorjahre.

Ich finde das Modell gut. Und wem es antiquiert vorkommt, der schaue mal in die Schweiz. Dort gibt es im Mikrokosmos Jungfrauregion mit dem Brienzer Boten ein ähnliches Modell. Erscheinungsweise 3 mal wöchentlich, die Produktion vielleicht etwas moderner, als sie hier dargestellt wird. Aber der Markt für lokale Nachrichten ist meiner Meinung nach noch immer vorhanden und durch das lokale Anzeigengeschäft auch in kleinere Städtchen zu finanzieren.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!