iPhone Film Festival

iPhone Film Festival

Was alles im Bereich Video mit dem neuen iPhone 4 möglich ist, davon bekommt man schnell einen Eindruck, wenn man die gängigen Videoportale nach diesem Stichwort absucht.

Noch treffender zeigt es der Wettbewerb des iPhone Film Festival (IFF). Die Prämierungen des ersten Festivals 2010 zeigen, dass man sich doch eher an den „großen” Videos orientiert: Musik, Mode und ein mit viel Aufwand gepushtes App machten das Rennen. Ein für das iPhone typisches Format oder einen entsprechenden Stil sucht man vergebens.

Dennoch ist die Entdeckungsreise durch die eingereichten Videos ganz ergiebig.

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Emphas.is – Crowdfunding für Foto-Journalismus-Projekte

Emphas.is - crowdfund visual journalism

Es gab zwar schon immer wieder mal einzelne Beispiele, in denen das vorgestellt wurde, aber jetzt gibt es die Internet-Plattform dafür: Crowdfunding für Journalismus (genauer: visual journalism, gemeint ist Fotojournalismus im weitesten Sinn). Der Reiz dieser Wortschöpfung erschließt sich sicher vor allem den (freiberuflichen) Journalisten.

In Kurzform: Man entdeckt das spannende Projekt schlechthin, das sich für eine Darstellung in multimedialer Form eignet. Eine Reportage mit Bildern, ein Buch, ein Plakat, ein Videoprojekt, was auch immer. Und man hat keine Lust, seine Ansprechpartner in den Redaktionen um das entsprechende Budget anzugehen oder zu einer Zusage zu bewegen, die Geschichte auch dementsprechend zu honorieren (oder man hat Lust, aber keinen Erfolg damit).

Dann sucht man sich – wie für andere Crowdfunding-Projekte auch – eine zahlungswillige Gemeinschaft, die groß und stark genug ist, das Projekt durch Zahlung von kleinen Beiträgen zu ermöglichen. Nach dem Motto: Wenn 1000 Leute nur jeweils 10 Dollar geben…. Die Plattform dafür ist (zumindest für den englischsprachigen Raum): Emphas.is.

Geboten werden für den finanziellen Beutrag der „Spender” (neben gutem Karma) eigentlich nur eher symbolische Gegenleistungen: Das beginnt beim Zugang zur „Making-of”-Zone (10 US-Dollar) und geht über ein handgeschriebenes Dankeschön (!) bis zur Einbindung des eigenen Logos oder einer Privataudienz beim Künstler (5.000 Dollar dafür?).

Die meisten Projekte aus dem Bereich Bildjournalismus sollen sich natürlich später selbst tragen. Da gibt es Plakataktionen und Websites, manchmal geht es auch einfach nur darum, das Projekt irgendwie zu verwirklichen. Ganz wichtig: Es gibt eine Art Jury, die die Projekte vor Annahme auf der Plattform überprüft.

Beispiel: „Using text, pictures and video I will provide you with a personal and exclusive account of what it feels like to be a photojournalist working in Afghanistan today.”

Mehr als ein Hintergedanke ist dabei aber in der Regel, dass renommierte Medien auf das Projekt aufmerksam werden und eine Veröffentlichung anstreben.

Nach der ersten Woche (am 14. März) vermeldete man im angeschlossenen Blog prompt, das innerhalb der ersten sieben Tage bereits 15.000 Dollar eingesammelt werden – ein Beleg auch dafür, dass das Interesse der Leser / Zuschauer auch an sehr speziellen Themen (ich will nicht sagen Nischenthemen) doch entsprechend groß ist. Und damit ist das vielleicht auch eine Ermutigung für all die Verlage und Redaktionen, die sich ins digitale Zeitalter aufgemacht haben, ihren Content aber lieber für umsonst zusammenklauben, statt in tolle Geschichten zu investieren.

Generell sind die Summen, die bei den einzelnen Projekten bereits als gesichert angezeigt werden, sehr beeindruckend. Aber ich werde das Gefühl nicht los, das so etwas in England und den USA weitaus eher möglich ist, als in Deutschland.

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Großes Kino: Pictory

PictoryUnd hier noch ein Tipp für die Feiertage und all diejenigen, denen das TV nicht das passende Programm bietet: Pictory bietet großes Kino mit feinsten Bildern, die Geschichten erzählen. Großformatige Fotos, kurze Texte, spannende Themen. Das alles ist kinderleicht mit den Pfeiltasten zu bedienen, spart Mauskilometer.

Das ist einer der Momente, in denen ich manchmal noch an die Zeit vor DSL denke: undenkbar mit einer langsamen Verbindung.

Frohe Weihnachten!

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„Sorgenlos im Schwarzwald” – Audio Slideshow zum Thema Zeitung

Audioslideshow zum Thema Zeitung

Schon die neuesten Nachrichten übers Handy abgerufen? Oder die aktuellen Zeitungen und Magazine am iPad überflogen. Dann wird es jetzt Zeit für etwas Besinnliches: Sorgenlos im Schwarzwald heißt ein Beitrag in der Online-Ausgabe des medium magazin. Autor Jan Söfjer berichtet hier in einer Audioslideshow über seinen Besuch bei den Zeitungsmachern der „Schwarzwälder Post” in Zell am Harmersbach. Nostalgie pur, aber auch schön.

Schönste Nachricht darin: Abonenntenzahlen sind stabil, auch das Anzeigengeschäft läuft auf dem Niveau der Vorjahre.

Ich finde das Modell gut. Und wem es antiquiert vorkommt, der schaue mal in die Schweiz. Dort gibt es im Mikrokosmos Jungfrauregion mit dem Brienzer Boten ein ähnliches Modell. Erscheinungsweise 3 mal wöchentlich, die Produktion vielleicht etwas moderner, als sie hier dargestellt wird. Aber der Markt für lokale Nachrichten ist meiner Meinung nach noch immer vorhanden und durch das lokale Anzeigengeschäft auch in kleinere Städtchen zu finanzieren.

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Deutscher Reporterpreis: Die besten Reportagen

Reportagen

Im Reporterforum haben die Vorjuroren die Auswahl für Reportagen, Interviews und Essays nominiert. Matthias Eberl war Mitglied dieser Vorjury und stellt auf seiner Website Rufposten – Nominiert für die beste Web-Reportage eben diejenigen Beiträge vor, die in den Bereich Multimedia-Reportage fallen. Und im Gegensatz zur Seite des Reporterforums gibts hier auch jeweils einen direkten Link zu den Beiträgen.

Vorwiegend sind Audio-Slideshows vertreten, also vertonte Diaschauen, die als Flash abgespielt werden. Ich finde diese Art der Darstellung noch immer sehr vielseitig und angenehm zu „konsumieren”, wenn ich das mal so nennen darf. Vor allem für Websites von Tageszeitungen und Magazinen eignet sich diese Darstellung meiner Ansicht nach, weil dort die erfahrenen Fotografen sitzen und mit wenig Aufwand selbst aus ihren Fotos gute Beiträge machen können. Videos, die ohne Zweifel bessere Zukunftschancen haben, werden nach meiner Einschätzung dagegen oft „zugekauft” oder von Leuten produziert, die – vorsichtig ausgedrückt – nicht die Erfahrung und den Blick für Motive und / oder die Eignung zum „Geschichtenerzählen” haben, wie sie eben erfahrene Fotoreporter meist besitzen.

Die Beiträge seien also jedem ans Herz gelegt, der sich für Multimedia, Storytelling, Reportagen interessiert.

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