Shop-Umzug: manchmal muss es sein

Shop-Umzug: für die Daten-Migration zu einer neuen Shop-Software gibt es Helfer. Foto: Kai Oberhäuser @ unsplash.com

Shop-Umzug: für die Daten-Migration zu einer neuen Shop-Software gibt es Helfer. Foto: Kai Oberhäuser @ unsplash.com

Wer einen Shop im Internet betreibt, der betrachtet den wahrscheinlich noch kritischer als eine eigene Website ohne Verkauf. Ist das Design noch aktuell, ist die Darstellung der Produkte noch ansprechend? Und stimmt die Technik? Oder gibt es da nicht schon längst bessere Alternativen?

Gründe für einen Shop-Umzug gibt es viele. So sind die Angebote an responsiven Designs für Shops je nach System höchst unterschiedlich entwickelt. Auch das Argument, mit WooCommerce einen Shop unter dem Dach des Redaktionssystems WordPress mit all dessen Vorteilen (Vielfalt der responsiven Designs zum Beispiel ) nutzen zu können, ist verlockend. Auch die Administration erscheint bei einem System vielleicht deutlich angenehmer als bei einem anderen.

Ein Shop-Umzug mit dem Wechsel auf eine andere Software erscheint zunächst einmal als mittlere Katastrophe: Da müssen Datenbanken angepasst werden, manchmal muss auch der Shop komplett neu aufgesetzt werden. Sind dann alle Kunden weg?

Ich kann hier nicht für alle Shops sprechen. Aber die beruhigende Nachricht ist, man kann prinzipiell mit seinem Shop umziehen. Auf einen anderen Server, zu einer anderen Software, zu einem neuen Layout. Wer von OS-Commerce über den XT Shop zu Modified Shop gewandert ist, der braucht vielleicht einige besondere Anpassungen. Denn die deutschsprachige Shop-Software hat zwar hierzulande viele Vorteile, ist aber von internationale Dienstleistern offensichtlich noch nicht so gut angenommen worden.

Hier ein paar eigene Erfahrungen und Tipps für den Shop-Umzug. Aber vorneweg: Man sollte sich darauf einstellen, dass man alle Eigenheiten des neuen Shopsystem (und deren Schwächen) wahrscheinlich erst dann entdeckt, wenn man umgezogen ist. Dann heißt es Augen zu und durch.

Cart2cart: Schon der Name weist auf einen Helfer für den Shop-Umzug.

Cart2cart: Schon der Name weist auf einen Helfer für den Shop-Umzug.

Helfer für den Shop-Umzug

Wem wie mir die technischen Details eines Shop-Systems eher ein Gräuel sind, der sucht sich Helfer. Beim Thema Shop-Umzug hat man die schnell gefunden. Meine Fundstücke waren diese Dienste:

cart2cart

litextension.com

Beide bieten einen Umzug der Daten von so ziemlich jedem Shopsystem zu so ziemlich jedem anderen Shopsystem an. Die Unterschiede liegen eher in der Handhabung.

Litextension bietet ebenfalls Unterstützung bei einem Wechsel der Shop-Software an.

Litextension bietet ebenfalls Unterstützung bei einem Wechsel der Shop-Software an.

Die Gemeinsamkeiten:

  • Beide bieten eine Kostenschätzung für den Umzug an, die von der Menge der Daten abhängt (nicht vom Shopsystem).
  • Bei beiden ist man mit unter 100 € schon dabei. Aber einige Dinge, wie die Password-Migration kosten extra. Und die halte ich für ziemlich wichtig, damit die bestehenden Kunden ohne Verzögerung gleich weiter einkaufen können.
  • Beide geben eine Art Zufriedenheitsgarantie bzw. eine Geld-zurück-Garantie.
  • Und beide bieten Hilfe während und nach dem Umzug an. Nach meinen Erfahrungen ist der Support gut, ohne dass zwingend Kosten anfallen.

Die Unterschiede:

cart2cart wickelt den Umzug einmal selbstätig ab. Man kann hier im Voraus die genauen Kosten ermitteln und sogar einen kostenlosen Demo-Durchlauf machen. Nötigenfalls kann man dann die Daten seines alten Shops noch in Ordnung bringen bzw. anpassen. Das verkürzt die Zeit des „Nacharbeitens”, die bei mir mit beiden Versionen angefallen ist.

Wer freilich Vorsorgen möchte und einen zweiten Versuch für die Migration haben möchte, der muss eine Versicherung abschließen und kann dann in einem begrenzten Zeitraum evt. ein weiteres Mal umziehen.

Litextension dagegen versorgt den Kunden mit einem Plugin, der damit dann so oft umziehen kann, wie er möchte. Ggf. muss man dafür seine Datenbank nochmal löschen, aber man hat auf diese Art mehrere Versuche. Interessant ist das für all diejenigen, die den neuen Shop parallel entwickeln und einrichten. Sie können dann, bevor der neue Shop online geht, eine weitere Migration durchführen. Auch wenn das erst Wochen später erfolgt.

Es gibt übrigens auch noch einige andere Dienste. Die meisten dieser Angebote funktionieren wohl so, dass sie nicht frei für alle Wechsel verfügbar sind. Sie dienen vielmehr dem Wechsel zur Shop-Software des einen Anbieters der neuen Shop-Software. Also meistens auch für kostenpflichtige Shops, während Modified Shop, WooCommerce und einige andere ja keinen Kauf notwendig machen.

Mein Fazit:

Die beiden Dienste funktionierten bei mir in mehreren Shops zuverlässig. Nacharbeiten musste ich bei beiden. Einmal sind Daten auf eine andere Art übernommen, einmal hat das neue Shopsystem eine andere Datenstruktur. Und in allen Fällen müssen – weil man ja wahrscheinlich gleich ein neues Layout mit responsivem Inhalt und größeren Bildern nutzen wird – die Bilder überarbeitet werden. Was aber im Zweifelsfall mit einem Plugin auch automatisch gehen kann, wenn vorher schon die Basis-Bilder groß genug waren.

In meinen Fällen waren die Artikelbestände der Shops recht überschaubar, so dass auch dieses Nacharbeiten relativ zügig vonstatten ging. Wer einen großen Shop umzieht, der muss Testläufe nutzen oder im Nachhinein mehrere Versuche anhängen bis es klappt.

Die Kosten von rund 100 bis 200 € haben sich in jedem Fall gelohnt. Und sind im Vergleich zu den anderen Anpassungen (Layout, Shopstruktur) vergleichsweise gering.

iMac-Umzug: kleine Freuden…

Typeit4me

Und noch eine kleine Sammlung mit Dingen, die mir beim iMac-Umzug begegnet sind.

– Die neue Tastatur ist kabellos und kleiner und ohne Ziffernblock. Das wird sich bei mir wohl nicht bewähren und ich muss wohl zur kabelgebundenen Tastatur mit Ziffernblock zurückkehren (Apple MB110D/B Keyboard (deutsches Tastaturlayout, QWERTZ)), die praktischerweise auch zwei USB-Anschlüsse in Reichweite hat. Dort wird dann ggf. über einen kleinen Adapter auch die SD-Card eingestöpselt.

– Von Microsoft habe ich mich ja verabschiedet, damit auch von Entourage. Apple Mail kannin einigen Punkten dann aber doch weniger als Entourage: Die Einstellung ‘später senden’ fehlt komplett. Es gibt nur eine Signatur pro Account, die man praktisch verwalten kann. Zum Wechseln muss man in die Einstellungen rein.

Meine Lösung: Für 4,49 Euro gibts die kleine App Typeit4me – und die ist tatsächlich noch praktischer als die Signaturen in Entourage: Über Tastaturkürzel lassen sich damit in jedes Programm Textbausteine einsetzen, was besonders für meinen Email-Verkehr praktisch ist, aber auch für einige andere Programme. (Die gibts auch im App-Shop, da habe ich aber keinen Link).

Öfters vermisst habe ich zB auch schon eine automatische Datumsangabe, auch das geht damit. Mein Favorit war zuerst ein Programm des Anbieters Smile, die haben seinerzeit auch Pagesender gemacht. Das Programm wurde aber eingestellt und die Textbausteine-App war um ein Mehrfaches teurer.

Faxen ist tot und das ist gut so. Solange ich aber Kunden habe, denen ich Faxe schicken muss… Bei Amazon gabs für 22 Euro dieses USB-Modem (Longshine LCS-8156C1 USB Modem 56K), das bei mir gut mit Mountain Lion funktioniert. Jetzt muss ich noch über Serien-Faxe grübeln, vielleicht geht das auch.

– Schon früher eingekauft: Dieses Apple MD464ZM/A Thunderbolt auf FireWire 800 Adapter. Für meine FW-Festplatten für TimeMachine und die Videos. Aber noch nicht getestet. War bei Amazon per Prime billiger als bei Apple plus Versandkosten…

iMac Zubehör

iMac-Umzug: etwas Frust

Altbekannt und dennoch immer wieder gefürchtet: Beim Umzug von einem alten Mac auf einen neuen Mac hilft einem Apples Migrationsassistent ganz vorbildlich. Damit sind 90 Prozent der Arbeit frustfrei erledigt. Aber die restlichen 10 Prozent…

Zuerst mal wollte mein Migrationsassistent nicht direkt vom alten auf den neuen iMac per Ethernet umziehen. Vielleicht lag das auch an der Datenmenge. Mit der TimeMachine hats schließlich funktioniert, am nächsten Morgen war alles da.

Dummerweise legt man dann wegen Konflikten im Netzwerk einen neuen Benutzer mit anderem Namen an. Ich weiß nicht mehr, wie ich beim letzten Umzug aus der Nummer wieder raus, sprich zu meinem alten Benutzernamen zurückgekommen bin.

Reihenweise Programme zu löschen, die unter OS-X 10.8 nicht mehr funktionieren ist gar nicht so tragisch: Da ist schließlich Mac-Ballast aus vielen Jahren dabei und ein Wechsel war in einigen Fällen überfällig.

Error “Licensing has stopped working” | Mac OS

Etwas frustrierend ist der Umzug von Adobe CS4: Zunächst ist alles da, dann kommt eine Fehlermeldung und man lädt von Adobe eine Aktualisierungssoftware für die Übernahme der Lizenz. Aber die App von einem fremden Anbieter wird natürlich im neuen Mac erst mal nicht angenommen (geht dann aber doch). Dann findet man die Library nicht mehr, die wurde zum Schutz vor den Benutzern versteckt, und dann lässt sich die App nicht öffnen.

Also App übers Terminal ansteuern und mit mehreren Anläufen hat das dann funktioniert. Ich vermute, mein anfänglicher Fehler war, dass ich als Benutzer und nicht als der ursprüngliche Admin angemeldet war.

Apple iMac 27 neu

Der neue iMac 27

Tja, Schwein gehabt: Da beobachte ich nun schon ziemlich lange, wann der neue iMac 27 in Deutschland lieferbar ist. Und: Nur Frust. Erst vor Weihnachten, dann zum Jahreswechseln, dann drei bis vier Wochen Jahreszeit, jetzt vier bis sechs Wochen Lieferzeit. Und vor Anfang April soll ja mein alter iMac noch zum Service, weil Apple freundlicherweise angeboten hat, die Festplatte zu ersetzen.

Dann aber mal zufällig beim Buchversender vorbeigeschaut und siehe da: Lieferbar, per Prime am nächsten Tag bei Ihnen (Apple iMac 27. Und so wars dann auch.

Jetzt kommt die schlimme Krisenzeit mit zwei 27-Zoll-Rechnern auf meinem Schreibtisch, der eine soll nicht mehr, der andere kann noch nicht richtig. Immerhin habe ich heute Adobes CS4 zum Laufen gebracht, was doch kniffliger war als ich dachte. Microsoft fliegt raus, Parallels vorläufig auch, von den übrigen wichtigen Programmen funktioniert nur Transmit nicht mehr. Aber das hat schon so viel Freude bereitet, dass ich klaglos wieder 35 Dollar ausgeben werde. Ach ja, und noch ein neues Modem und ein Thunderbolt-auf-Firewire-Adapter müssen her.

Dann sollte es aber auch schon wieder gut sein. Bis neue Wünsche kommen.

2 x iMac 27 alt und neu

Neuer, schöner, größer: Apples Imac 27

Neuer Imac 27 neben dem alten 20-Zöller

Neuer Imac 27 neben dem alten 20-Zöller

Der alte hatte 20 Zoll, der neue hat 27 Zoll: Das reicht schon für größere Flyer und Broschüren. Und für einige Fenster verschiedener Programme. Mein neuer Imac ist ausgepackt und in Betrieb genommen. Apples Migrationsassistent hat alles brav hinüber geschaufelt, nur ein Firewirekabel von 400 auf 800 musste ich erst noch express ordern.

Ein paar Feinheiten müssen noch angepasst, ein paar Programme upgedatet oder neu gekauft werden, dann kann es richtig losgehen. Und die Frage, ob das denn nicht doch zu groß ist, kann ich ruhigen Gewissens verneinen: 27 Zoll erscheinen mir sehr angenehm zum Arbeiten. Und wie immer geht mit dem Neuen auch erst mal wieder alles viel schneller…

Technische Anmerkungen für alle, die es interessiert:

  • Umzug auch von OS-X 10.4 direkt auf 10.6 ist kein Problem
  • Das Firewirekabel 400/800 kaufen und bereit legen, bevor man den Mac das erste Mal startet
  • Rosetta mit installieren für alte PowerPC-Programme
  • Photoshop 7 läuft definitiv nicht mehr, CS3 und CS4 sollen keine Probleme machen
  • Indesign 2 lässt sich unter Snow Leopard auch nicht mehr zum Leben erwecken
  • Beim Umzug kann man Programme nur pauschal übernehmen – auch wenn man schon weiß, von was man sich trennen wird nach dem Umzug
  • Aufräumen also erst nach dem Umzug. Noch ungetestet: AppCleaner soll alte Programm rückstandsfrei entfernen
  • Es empfiehlt sich ein Update von 10.6 unmittelbar nach dem Umzug.