Mehrere Lead-Magneten für den Newsletter

Lead-Magneten für den Newsletter

Lead-Magneten für den Newsletter

Ein Newsletter gilt heute als unverzichtbar für all diejenigen im Netz, die eine große Reichweite wollen, die etwas zu verkaufen haben, die sich einen Nebenerwerb über das Internet aufbauen wollen. Voraussetzung dafür, dass Dir die Besucher deiner Webseite ihre email-Adresse anvertrauen, ist eine Gegenleistung. Im Idealfall sind das die Artikel Deines Blogs, die Informationen Deiner Webseite. Sie sind so gut, das keiner Deiner Besucher auch nur einen Beitrag vermissen möchte.

Lead-Magnet: Vertrauenssache

Durch ehrliche und nützliche Informationen hast Du Dir in diesem Fall das Vertrauen Deiner Besucher erarbeitet, das wird belohnt. Aber die Konkurrenz ist groß. Sehr wahrscheinlich bearbeiten etliche andere Blogger, Unternehmer die gleichen Themenbereiche wie Du. Hier kommt der sogenannte Lead-Magnet ins Spiel. Diese kostenlose Dreingabe ist so wertvoll für Deine Besucher, dass sie Deinen Newsletter abonnieren. Der Lead-Magnet kann ein PDF mit einem kleinen Leitfaden sein, ein E-Book oder jedes andere nützliche Ding, das sich digital verschicken lässt.

Bis hierhin helfen Dir WordPress, ein Newsletter-Anbieter wie Mailchimp (oder viele andere, das hier ist keine Werbung) und vielleicht das eine oder andere Plugin. Zum Beispiel kannst Du Pop-Ups mit der Newsletter-Anmeldung öffnen, wenn Dein Besucher die Seite verlassen möchte, oder wenn er länger als 30 Sekunden hier ist. Bis hierhin ist das ein gut eingespieltes System, es gibt viele Anleitungen dazu. Jetzt ist ”nur” noch Deine Kreativität gefragt.

Mehrere Lead-Magneten

Kniffliger wird es, wenn Du vielleicht nicht auf Anhieb „den” tollen Lead-Magneten entwickelt hast. Oder wenn Du denkst, es gibt noch so viele weitere handfeste Informationen, dass Du weitere Leitfäden, Tutorials, Anleitungen entwickelst. Dann gibt es für Deine Besucher bald ein Problem. Sie können sich kein zweites Mal zu Deinem Newsletter anmelden. Sie könnten freilich eine weitere Email-Adresse verwenden. Aber das ist nicht in Deinem Interesse.

Denn Du zahlst für die Menge verwendeter Emails. Und wenn Abonnenten mit zwei, drei oder vier Emails angemeldet sind, dann kostet Dich das mehr Geld. Ein anderer Nebeneffekt ist, dass treue Abonnenten vielleicht verärgert sind, wenn es weitere tolle Angebote für die Newsletter-Anmeldung gibt, die ihnen vielleicht viel besser gefallen hätten, als das Angebot, das sie genutzt haben.

Ich kenne nicht alle Newsletter-Systeme und Anbieter. Es soll auch welche geben, die eine mehrmalige Anmeldung erlauben. Aber die sind wohl teurer, als die einfachen Standard-Angebote. Und die Einarbeitung in die englischsprachigen Systeme soll auch knifflig sein. Hier stelle ich Dir meine Lösung vor, die für kleinere Abonnenten-Zahlen ganz gut funktioniert. Mit vielen Abonnenten spricht dann natürlich auch nichts gegen die Nutzung aufwändigerer Systeme.

Mehrere Listen kombinieren

Zunächst einmal lege ich für die verschiedenen Lead-Magneten neue Newsletter-Listen an. Das sind sozusagen Nebenlisten zu meiner Hauptliste. Das erscheint aufwändiger als es ist. Denn mein Anbieter erlaubt das „Kopieren” der Listen-Einstellungen. Logischerweise werden dabei die Abonnenten nicht mit kopiert. Der Aufwand für die jeweilige Anpassung hält sich in Grenzen.

Vor dem Versenden des nächsten Newsletters exportiere ich die neuen Einträge der Nebenlisten und importiere sie dann in die Hauptliste.  Falls sich jemand aus der Nebenliste schon wieder abgemeldet hat, sehe ich das bei einer übersichtlichen Anzahl noch ganz gut, und übernehme diese Adresse natürlich nicht.

Der Newsletter wird von mir dann ausschließlich über die Hauptliste versendet. Erfahrungsgemäß melden Sie Abonnenten nur noch mit einem Abmelde-Klick aus dem aktuellen Newsletter ab. Damit funktioniert die Verwaltung über die Hauptliste ganz gut. Natürlich behalte ich die Nebenlisten dennoch im Auge.

In der Hauptliste sind die Anmeldungen der Nebenlisten denn auch in jeweiligen Gruppen zusammengefasst. So weiß ich, wofür sich der einzelne Abonnent angemeldet hat.

Was kommt gut an?

Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man mit mehreren Lead-Magneten recht schnell erkennt, welche dieser Goodies besser ankommen und welche weniger gut angenommen werden. Natürlich ist es dann sinnvoll, auf das Leser-Interesse einzugehen. Weitere Lead-Magneten in der Machart der erfolgreicheren Angebote können sinnvoll sein.

Was sind die Nachteile? Die Methode ist aufwändiger und man muss seine Listen im Auge behalten. Ab einer bestimmten Größe der Listen ist das sicher nicht mehr praktikabel. Außerdem wünscht sich natürlich jeder Newsletter-Dienstleister, dass Du mit genau einer Liste arbeitest.

Da die Daten Deiner Listen auch zu anderen Anbietern übernommen werden können, kannst Du irgendwann auch zu einem System wechseln, das dieses Problem eleganter löst. Oder das mehr kostet und mehr Einarbeitung verlangt. Für den Einstieg halte ich diese Methode aber für ganz praktikabel.

Rechtliche Vorgaben

Wichtig ist, dass Du die rechtlichen Bedingungen einhältst: Double-Opt-In bei der Anmeldung garantiert, dass Du keine Fake-Anmeldungen aufnimmst. Und der Abmelde-Link in jeder Mail ist ebenfalls enorm wichtig. Da bei mir keine Versendung über die Nebenlisten erfolgt, ist ausgeschlossen, dass jemand nach seiner Abmeldung noch eine unerwünschte Mail von mir erhält.

Gehts noch einfacher? Naja, ein bißchen schon. In jedem Newsletter findet sich ein Hinweis, wenn es neue „Goodies” für die Newsletter-Anmeldung gibt. Am Fuß des Newsletters gibts auch einen Link mit Angabe des Passworts zu einer Seite, auf der alle Goodies heruntergeladen werden können. Diese Seite ist passwortgeschützt, falls sie doch zufällig von irgend jemandem entdeckt wird.

Theoretisch könntest Du auch darauf setzen, dass die bisherigen Abonnenten ausschließlich über diese Material-Sammlung versorgt werden. Du wechselst auf der Hauptseite einfach den Lead-Magneten aus. Die bisherigen Abonnenten können sich dort bedienen. Meiner Ansicht nach wollen Abonnenten aber den neu entdeckten Lead-Magneten möglichst gleich – und nicht erst mit dem Link im nächsten Newsletter.

Alternativen?

Wie handhabst Du das? Mit dauerhaft nur einem Lead-Magneten? Gibt es ein anderes, einfacheres System, um mehrere Goodies anbieten zu können? Ich freue mich auf Rückmeldungen in den Kommentaren.

Newsletter fürs Blog

Brauche ich einen Newsletter für mein Blog?

Brauche ich einen Newsletter für mein Blog?

Ein Newsletter fürs eigene Blog wird als das heiße Ding empfohlen. Man könnte reich und glücklich dadurch werden – diesen Eindruck hat man zumindest, wenn man diverse Artikel im Netz verfolgt. Welchen Stellenwert hat ein Newsletter und der sich daraus vielleicht ergebende Verkauf eigener Produkte (wie zum Beispiel E-Books oder Fotos)? Oder sollte man besser auf Affiliate-Links und Werbung zu setzen? Oder sollte man sich ein Standbein als professioneller Blogger aufbauen und auf den Verkauf eigener Dienstleistungen abzielen?

Im Detail muss das jeder für sich herausfinden. Aber wenn man einige Anhaltspunkte kennt, kann man schon früh die Weichen richtig stellen.

Newsletter als Universalgenie

Dass der eigene Newsletter und noch vielmehr der Aufbau einer treuen Leserschaft so gelobt wird, hat etliche gute Gründe. Der Newsletter stärkt zunächst mal das eigene Blog. Investiere ich die gleiche Zeit in Facebook, Twitter & Co. bin ich deren Änderungen unterworfen. Man denke nur an Einführung und Änderungen des Algorithmus.

Wenn man aber weiß, dass der Aufbau eines Newsletters am besten und schnellsten über Facebook-Anzeigen erfolgt, dann bekommt auch dieses System bei vielen ein Fragezeichen. Der Aufbau eines Newsletters wird vor allem für all diejenigen so gelobt, die etwas über das Internet zu verkaufen haben. Wer kein Produkt hat, mit dem er diese Kosten wieder herein bekommt, der kann schnell ins Rechnen kommen. Ein paar hundert Euro für einige tausend Newsletter-Abonnenten – wofür? Damit ich ein größeres Publikum habe?

Spätestens hier wird deutlich, dass die Aufbauarbeit nur eine Seite der Medaille ist. Die andere ist die Arbeit an den Inhalten. Um die Leser bei der Stange z halten, brauche ich auch immer frische und sehr gute Inhalte. Auch das kostet Zeit, Geld und Arbeit.

Die Alternative: Werbung

Noch vor nicht allzu langer Zeit konzentrierten sich die eisten Blogs darauf, möglichst viele Besucher zu bekommen, um die eingeblendeten Anzeigen nutzen zu können. Ein durchaus akzeptabler Weg, der allerdings einiges ändert.

Als untere Grenze für nutzbare Werbelinks wird oft eine Reichweite von 20.000 Lesern angegeben. Dieses Limit ist nicht so leicht zu erreichen. Hinzu kommt, dass das eigene Blog auf diese Weise nur die Zwischenstation auf dem Weg zum Versandhändler wird. Die Konsequenzen daraus bekommt man nur allzu oft mit.

Da wird aus engagierten und sachverständigen Bloggern auch gerne Mal ein Verkaufs-Genie, das heute dies anpreist und morgen das. Und schon ist der Ruf als Authorität in einem Themenbereich verspielt. Die Grenze zwischen ehrlicher Beurteilung und Beschreibung und dem nahe liegenden Schön-Reden von Produkten für die man wirbt, ist  ein schmaler Grat.

Alternative: Auftragswerbung

Bleibt als weitere Alternative, für sich und seine Leistungen zu werben. Das ist zwar ziemlich nahe an Variante 1, dem newsletter für eigene Produkte. Aber während ein Ebook für 10 € schnell eine größere Kundschaft finden kann, ist das mit Dienstleistungen schwieriger. Zum Einen lässt sich diese Leistung im Netz oft nur unzureichend vermitteln. Zum anderen werden gleich Honorare in ganz anderen Größenordnungen fällig.

Mein Fazit

Das Newslettersystem ist eine empfehlenswerte Strategie – wenn man sein Blog und seine Position zu Ende denkt. Ich sollte also zuerst die Produkte schaffen, die ich später meinen Abonnenten verkaufen möchte.

Natürlich kann man auch die drei beschriebenen Wege der Refinanzierung eines Blogs kombinieren. Dann verwendet man eben die Affiliate-Links in seinem Newsletter und nutzt so Werbung in einem kleineren Kreis. Das kann mit dem passenden Konzept genauso gut funktionieren, wie mit den an der 20.000er-Grenze orientierten Online-Ads. Oder man nutzt einen Newsletter mit genügender Reichweite für die Bewerbung der eigenen Dienstleistungen.

Nicht aus den Augen verlieren sollte man bei allen Varianten, dass Leser sowohl des Blog als auch des Newsletter von reinen Werbe-Angeboten schnell genervt sind. Die Uralt-Weisheit, dass man mit seinen Inhalten zuallererst einen konkreten Nutzen für seine Leser anbieten sollte, ohne jedes Mal auf einen Verkauf abzuzielen, gilt noch immer.

 

Newsletter: Top oder Flop

Newsletter-Dienste wie Mailchimp erleichtern die Arbeit - und die Auswertung.

Newsletter-Dienste wie Mailchimp erleichtern die Arbeit – und die Auswertung.

Newsletter können ein Geschäft in Gang bringen. Wenn man etwas zu verkaufen hat. Da ich online bislang wenig anzubieten habe, was man per Mausklick kaufen könnte, werde ich an dieser Stelle über die Websites berichten, die ich betreue. Und deren Newsletter ich verwalte oder andere, die ich bekomme.

Newsletter teilen dasselbe Schicksal wie Website und Facebook. Etliche Betriebe, die man darauf anspricht entgegnen: „Hab ich schon.” Und damit ist die Sache für sie erledigt. Das ist etwas traurig. Denn in vielen Fällen beschränkt sich das Engagement wirklich auf „Hab ich schon.” Dass eine Website von aktuellen Inhalten lebt (um nicht das strapazierte Wort ‚Content‘ zu bemühen). Dass Facebook etliche Posts pro Woche braucht und einiges an Interaktion. Dass Newsletter nicht nur zweimal im Jahr erscheinen sollten, wenn man etwas verkaufen will: schwierig zu vermitteln.

Das schlüssige Gegenargument lautet meist, man habe genug andere Dinge zu tun. Nun sind aber die meisten Betriebe, die ich kenne, auf private Kunden angewiesen. Zu denen sollte man Kontakt halten. Und weil der Newsletter, auch als einfache Mail direkt vom PC, jetzt wieder Hochkonjunktur hat, hier ein paar Tipps.

Newsletter – Neustart jetzt?

Newsletter sind mit Sicherheit nicht die Gelddruckmaschine, als die sie von etlichen Web-Spezialisten öfters dargestellt werden. Aber wie die meisten Dinge, hat auch diese überspitzte Aussage einen wahren Kern. Wer viele Kundenkontakte hat und ein Produkt anbietet, das er online verkaufen kann, der profitiert von einem Newsletter. Und zwar nicht erst, wenn er Anmeldungen im 5stelligen Bereich hat. Wer sein Produkt in ein Paket stecken kann, sollte sich hier einarbeiten.

Beliebte Fehler

Ich lass mal die gängigsten und offensichtlichsten Fehler weg: Unregelmäßigkeit, keine direkten Links zum Shop, falsche Termine, Preise etc. Gestaltungsfragen sind schwierig, aber die Mailservice-Anbieter machen es einem heute relativ leicht mit fertigen Templates und kostenloses Bildmaterial, das man nicht klauen muss, gibt es auch reichlich. Hier stehen weitere, allgemeine Tipps.

Grundhaltung: never change…

Ein eher grundlegendes Dilemma ist, dass viele Anbieter von den eigenen Bedürfnissen ausgehen. Sie wollen jetzt verkaufen. Der Kunde aber reagiert auf zwei Reize mit einem Spontankauf. Und nur das ist der, der zählt. Wenn die Mail nach hinten rutscht, ist der Kaufentschluss aufgeschoben und oftmals aufgehoben.

Die zwei wichtigsten Anreize sind zum einen der Preis. Das andere sind begrenzte Angebote von Dingen, die ich unbedingt haben möchte. Mit beidem tun sich vor allem Anbieter schwer, die tagein, tagaus in ihrem Betrieb Produkte zu einem festen Preis anbieten und dort auch nicht feilschen wollen.

Beides ist verständlich. Und ein Newsletter, der lediglich den Kontakt zum Kunden aufrecht erhält, der informiert und Vertrauen aufbaut, ist auch eine tolle und wichtige Sache. Dennoch wollen viele die Bestätigung durch zusätzliche Verkäufe. Wer jetzt nicht mit fetten Prozent-Angaben locken möchte, der muss sich was einfallen lassen. Originelle und ‚wertvolle‘ Dreingaben, die man anderswo nicht bekommt. Einen besonderen Service, wie Online-Beratung mit Telefon und Video. Oder konkrete praktische Tipps und Insiderwissen, das man anderswo nicht bekommt.

Die Grundhaltung ’never change a winning team‘ bezieht sich auf ihre Offline-Vermarktung. Im Online-Bereich sollten Sie durchaus einige Dinge anders handhaben, wenn Sie auch hier Erfolg haben wollen.

Weihnachtspost

Warum erscheint dieser Artikel über Newsletter jetzt? Kurz vor Weihnachten setzen (fast) alle auf die digitale Schiene. Wer noch ein paar Email-Adressen findet, der schickt jetzt ein Angebot raus. Egal ob zu früh oder zu spät, egal ob mit einem Konzept für Kundenbindung oder Online-Marketing oder nicht.

Aber immerhin ist das ein guter Zeitpunkt um über diese Dinge nachzudenken. Um jetzt mal etwas anders zu machen, vielleicht auch was Neues auszuprobieren. Oder um Konzepte, die sich nicht bewährt haben, zu überarbeiten. Und wenn es nur der Entschluss ist, die vom PC versendeten Emails jetzt über einen Mailservice zu verschicken, damit man nachher eine statistische Auswertung hat.

To-Do-Liste

Bevor der Weihnachts-Newsletter rausgeht, schauen Sie einfach mal, wieviel Sie von diesen Dingen abhaken können (oder schon abgehakt haben):

  • Nutzen Sie einen Mailservice statt die Mailsoftware auf Ihrem PC: Dann erhalten Sie statistische Aussagen.
  • Wählen Sie gute Bilder aus, die man überall (!) nutzen darf. Ihr Newsletter sollte auch in den Sozialen Medien geteilt werden können. Das kollidiert mit manchen Nutzungslizenzen.
  • Wenn Sie verkaufen wollen: Packen Sie das ultimative, wünschenswerte Angebot dazu. Es soll einen echten konkreten Nutzen bringen.
  • Und machen Sie zumindest ein Angebot, bei dem Sie Ihren Kunden preislich deutlich entgegenkommen.
  • Planen Sie den Zeitraum für Ihren nächsten Newsletter und legen Sie sich jetzt fest: Weniger als vier Mal im Jahr sollten Sie sich nicht zu Wort melden.
  • Überlegen Sie, wie Sie die Zahl der Newsletter-Anmeldungen erhöhen können, offline und online.

instaFreebie – Geschenke für Leser

freebies

Wer kennt sie nicht, die fast schon unabwendbaren Popup-Fenster, die beim ersten Besuch einer Website schon nach wenigen Sekunden ein Geschenk versprechen – wenn man den Newsletter abonniert oder ein Gratisbuch herunterlädt. Die Reihenfolge ist beliebig, aber meistens gibt es den Zweier-Pack: Emailadresse gegen ein „Freebie“.

Gibt es „Kundengewinnung“ auch bei Blogs?

Während man diese Lösung durch diverse Plugins oder andere Konstruktionen zum Beispiel relativ leicht bewerkstelligen kann, gibt es jetzt auch eine professionellere, ausbaufähige Lösung (die in größeren Rahmen dann auch freilich was kostet): instaFreebie.

Das der Deal Email-Adresse gegen Geschenk aktuell so hoch im Kurs steht, hat seinen Grund: Wer eine Website hat, will meistens auch etwas verkaufen. Und verkaufen gelingt einfacher durch einen direkten draht zu seinen Lesern: Wer erst einmal die Erlaubnis hat, seinen Lesern Emails zu schicken, der kann recht viel damit anfangen.

Natürlich kann man zu allererst den Service für seine Leser verbessern: Sie regelmäßig auf dem Laufenden halten, auch wenn sie das eigene Blog nicht besucht haben. Noch reizvoller ist es dagegen, seinen Lesern früher oder später Kauf-Angebote zu machen, an denen man mit verdient.

Oder besser vorsichtig sein mit Lock-Angeboten?

Aus meiner Sicht sprechen allerdings auch ein paar Dinge gegen diese Lösung (mit oder ohne den Service eines Dritten):

Erstens finde ich die aufpoppenden Fenster mit der Email-Anmeldung etwas nervig. Natürlich ist die einfachste Lösung, das jedem Leser nach 20 oder 30 Sekunden zu zeigen. Wer im Netz unterwegs ist und auf der Suche nach einem Thema mehrere Websites besucht, der ist schnell ziemlich angefressen von dieser Aufforderung, die man gerne etwas später erhalten hätte: Wenn man die Website öfters besucht, weil man sie interessant findet. Aber technisch ist das wohl kaum möglich.

Zweitens muss ich gestehen, dass ich einige der verlockend klingenden Angebote angenommen habe – und oft enttäuscht wurde: Die versprochenen Ratgeber und E-Books erwiesen sich als nicht sehr hilfreich.

Und drittens hat man nach dem ersten Besuch einer Website oft nicht erkannt, wo das eigentliche Interesse des Betreibers liegt: Hat er zum Beispiel ein trendiges Thema nur aufgegriffen, um potenzielle Kunden auf seine Seite zu locken?

Generell gilt ja auch, dass man nichts versprechen soll, was man nicht halten kann: Dauerhaft wichtige Tipps und wertvolle Artikel, täglich ein Rezept, zweimal die Woche ein Video: So mancher Blogger wurde durch seine hochfliegenden Pläne auch schon bald aus der Kurve getragen. Weil ein Projekt oftmals ambitionierter startet, als es der Alltag später zulässt.

Sympathischer finde ich da die eher unauffälligen Anmeldeboxen für den Newsletter – ganz ohne Geschenk-Versprechen. Wenn mich eine Seite interessiert suche ich beim wiederholten Besuch ganz von selbst nach Möglichkeiten, mich über Facebook, Instagram oder einen Newsletter auf dem Laufenden zu halten.