Lightroom Workflow für Instagram Fotos und Stories beschleunigen

Lightroom Workflow für Instagram Fotos und Stories schneller machen

Den Lightroom Workflow für Instagram Fotos und Stories schneller machen

Der Lightroom Workflow ist ganz entscheidend dafür, ob man dauerhaft Zeit und Lust hat, seine Fotos für den Instagram Account und für die Stories etwas aufzupolieren. Und ohne diesen Feinschliff haben Fotos auf der Plattform mit der gigantischen alltäglichen Bildermenge kaum noch eine Chance. Ich zeige dir, wie Du möglichst schnell zu qualitativ guten Ergebnissen kommst. Angefangen vom Import der Bilder über die Bearbeitung in verschiedenen Formaten bis zur Übertragung auf Instagram. Weiterlesen…

Timelapse-Aufnahmen – schnell und einfach

Timelapse-Aufnahmen wecken Aufmerksamkeit und sind relativ leicht zu erstellen.

Timelapse-Aufnahmen wecken Aufmerksamkeit und sind relativ leicht zu erstellen.

Timelapse-Aufnahmen sind das Salz in der Suppe vieler Videos. Es sind kleine Auflockerungen, Unterbrechungen, die die Aufmerksamkeit wecken und Deine Zuschauer bei der Stange halten. Wenn Du zulange redest in Deinem Video, wenn Du zu lange gleiche Einstellungen zeigst, dann brauchst Du B-Roll-Material dieser Art. Aber auch dann, wenn Du einfach möchtest, dass Deine Zuschauer etwas mehr Spass haben beim Betrachten Deiner Videos. Also: Eigentlich brauchst Du diese Aufnahmen fast immer.

Hier gehts zum Video! Weiterlesen…

Hochformat-Videos für IGTV

Hochformat-Videos für IGTV

Hochformat-Videos für IGTV

Videos im Hochformat wurden ja oft belächelt. Vielleicht ändert sich das jetzt, nachdem der Instagram-Ableger IGTV mit eigener App das bislang ungeliebte Format hoffähig macht. Natürlich – und das ist ja auch Sinn und Absicht der ganzen Aktion – kann man wie bisher auch bei allen anderen Sozialen Medien mit seinem Smartphone problemlos Hochformat-Videos erstellen und hochladen.

Dieses Mal ist aber tatsächlich auch einiges anders. Das fängt schon damit an, dass Instagram bisher eben die reine Smartphone-Geschichte war. Auch die Instagram-Stories, für die Hochformat-Videos verwendet werden konnten, mussten vom Smartphone kommen. Nun kann man über seinen Desktop-Rechner Videos auf IGTV hochladen. Das zeigt auch ein bißchen die Richtung, in die die Macher von IGTV schielen. Youtuber nämlich filmen kaum mit dem Smartphone für die Videos auf ihrem Kanal. Sie nutzen Kameras, gerne die großen, teuren mit den tollen neuen Features. Und sie arbeiten am Rechner, um aus ihren Aufnahmen tolle Videos zu machen.

Deswegen an dieser Stelle ganz kurz die Anleitung, wie man mit geringer Youtube- und Video-Erfahrung auf dem eher konservativen Weg zu Hochformat-Videos kommt. Die Clips müssen länger als 15 Sekunden sein (das ist die Obergrenze bei Stories) und können derzeit maximal 10 Minuten lang sein.

Hochformat-Videos: Fast alle Aufnahmen sind brauchbar

Das ist die gute Nachricht. Fast alles, was man an Aufnahmen in seinem Archiv hat ist brauchbar, um daraus beispielsweise mit FCPX neue Hochformat-Videos zu erstellen. Am besten sind natürlich neue Hochformat-Aufnahmen mit dem Smartphone. Sie haben von vorneherein das ideale Maß von 1080 x 1920. Man kann sie einfach in die Timeline ziehen und fertig.

Mindestens genauso gut brauchbar sind alle Fotos, auch die im Querformat. Hier ist die Auflösung nämlich schon von Hause aus so groß, dass man ohne weiteres einen Ausschnitt mit 1080 x 1920 Pixeln bei Bildschirmauflösung 72 dpi herausschneiden kann. Beim iPhone 6s sind 4032 x 3024 Pixel. Da kann man bestenfalls sogar verschiedene Bildteile einzeln verwerten.

Nicht ganz so gut sieht es bei den herkömmlichen Video-Aufnahmen aus, die man im Querformat gemacht hat. Die müssen deutlich vergrößert werden und verlieren damit eindeutig an Qualität. Besser sieht es mit 4K-Videos aus. Die haben eine Auflösung von 3840 x 2160.

Hochformat-Videos sind mit jedem Schnittprogramm am Desktop recht einfach zu erstellen.

Hochformat-Videos sind mit jedem Schnittprogramm am Desktop recht einfach zu erstellen.

Die Arbeitsweise

Wer schon einiges mit FCPX oder anderen Schnitt-Programmen gemacht, für den ist das nicht grundlegend neu. Man legt ein neues Projekt an und wählt als Video-Format „Angepasst“. Die Auflösung ist jetzt standardmäßig mit 1920 x 1080 angegeben, das ändert man von Hand in 1080 x 1920. Und bei der Framerate behält man am besten den Wert bei, den die Kamera hat, von der das meiste Material kommt.

Zieht man einen Querformat-Clip in die Timeline passt alles, wie gehabt.

Wenn man nun einen Querformat-Clip in die Timeline zieht, sieht man im Vorschaufenster, dass der im Querformat erscheint und nur einen Teil des Hochformat-Fensters ausfüllt. Man wählt den Befehl transormieren und kann den Clip vergrößern, bis er den ganzen Rahmen ausfüllt. Mit Anfassern in der Mitte kann man den Clip so verschieben, dass man den richtigen Ausschnitt sieht.

Zieht man ein Bild in die Timeline, muss man auch hier wieder vergrößern, hat aber deutlich mehr Reserven wegen der besseren Auflösung. Wenn man Bewegung ins Bild bringen möchte und den Ken-Burns-Effekt auswählt, ist das Ergebnis aber sehr bescheiden. Hier muss man bei der verkleinerten Darstellung bleiben und in dem kleinen Querformatfenster die beiden passenden Rahmen wählen.

Export der Hochformate

Idealerweise exportiert man die Hochformat-Clips aus FCPX mit Compressor, dabei erhält man gute Qualität bei geringer Dateigröße. Auch wenn man in Compressor schon das passende Hochformat angelegt hat, muss man nachher noch einmal im Reiter Video die Bildgröße korrigieren. Bei mir springt das automatisch auf einen größeren Wert.

Wichtig ist auch, gleich ein passenden Thumbnail / Titelfoto zu erstellen, vorzugsweise im Bildbearbeitungsprogramm seiner Wahl.

Die Clips auf dem Mac auswählen und per AirDrop aufs iPhone ziehen. Von dort über die App IGTV veröffentlichen und dabei auch das Titelbild nicht vergessen.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile sind die leichtere Bearbeitung an einem größeren Bildschirm. Inklusive Korrekturen, Ausschnitten, Color-Grading. Auch die Anpassung der Geschwindigkeiten der Clips vom Zeitraffer bis Slomo lassen sich leicht erledigen. Und ggf. kann man da auch nachhelfen, etwas schneller, langsamer machen und mit Optical Flow auch qualitativ verbessern. Auch das Stabilisieren ist bei vielen Clips hilfreich. Es gibt wohl nur wenige, die längere Arbeiten am Mini-Bildschirm erledigen wollen.

Ebenfalls hilfreich ist, dass man alle Clips in seiner Ordnerstruktur am Schreibtisch-Rechner ablegen kann und damit später leichter wieder drauf zugreifen kann.

Vorteilhaft ist sicher auch, dass man im derzeitigen IGTV-Angebot mit solchen „handgemachten” Hochformat-Videos einen Bonus hat gegenüber all denjenigen, die ihre alten Querformat-Filme dort einstellen und hoffen, dass die Nutzer ihr Smartphone eben quer halten.

Der einzige Nachteil ist in meinen Augen der erhöhte Zeitaufwand. Aber wer Videos für Youtube gemacht hat (oder Clips für die Instagram Stories), der findet sich schnell in eine Routine ein und wird mit besserer Qualität belohnt.

Lightroom Basics in drei Schritten

Lightroom Basics - verhelfen zu schnellen Ergebnissen.

Lightroom Basics – verhelfen zu schnellen Ergebnissen.

Lightroom Basics sind die Grundlagen für meine Bildbearbeitung, die ich immer wieder so oder ähnlich einsetze. Diese kurze Bearbeitung ist als Grundlage auch gut brauchbar für die Fotos für Deine Webseite, in Deinen Social Media Kanälen und natürlich auch, wenn Du etwas zu verkaufen hast und einen Online-Shop einrichtest.

Das hier ist kein umfassendes Tutorial für all die Arbeiten in der Rubrik ”Entwicklung”. Die gibt es für Photoshop und für Lightroom in großer Zahl und Vielfalt. Aber das Problem für Einsteiger liegt ja oft darin, dass man sich nicht wochenlang in eine Software einarbeiten möchte. Du willst schnelle Ergebnisse und die rudimentären Schritte (Import, ordnen, aussortieren) hast Du schon gelernt. Jetzt mit den Lightroom Basics ein paar sichere Schritte zu ansehnlichen Ergebnissen, und Du bist wieder motiviert, Dich weiter damit zu beschäftigen und in die Tiefe zu gehen.

Die drei Lightroom Basics Tipps sind also keine professionelle Empfehlung, sondern mein ganz persönlicher Tipp für Einsteiger. Damit, so ist zumindest meine Erfahrung, nutzt man die wesentlichen Werkzeuge und sieht auf Anhieb deutliche Verbesserungen.

Lightroom Basics – drei Schritte

Beim Bearbeiten der ersten paar Bilder wird es Dir vielleicht noch nicht auffallen. Bei einer größeren Anzahl Bilder sind aber immer einige dabei, die etwas unaufgeräumt wirken. Manchmal hat man den Sucher nicht richtig kontrolliert, hat zu schnell aus der Hüfte geschossen oder vielleicht auch die Tools der Kamera, wie eine eingeblendete waagrechte Horizontlinie, nicht beachtet. Auf jeden Fall sind einige Bilder mehr oder weniger schief.

In anderen ragt der eigene Schatten ins Bild oder irgendein anderes störendes Detail. Bevor man sich an grundlegende Retusche und Manipulation macht, greift man besser zu den einfachsten Mitteln. Man richtet das Bild – möglichst an der sichtbaren Horizontlinie, sonst nach Gefühl – so aus, dass es ”gerade” wirkt.

Manchmal bekommt man zum Beispiel bei Weitwinkelaufnahmen, nicht alle schiefen Linien (vor allem in der Vertikalen) in den Griff. Dann ist es wichtig, eine markante Linie herauszugreifen, und die auszurichten. Wenn also ein Haus, ein Kirchturm oder ein anderes senkrechtes Element bildwichtig ist (das muss nicht in der Bildmitte sein), richtest Du am besten dieses aus. Und nimmst billigend in Kauf, dass eine weitwinklige Aufnahme eben auch verzeichnet und andere Linien nicht exakt senkrecht und waagrecht ausgerichtet sind. Diese Verzeichnungen entstehen vor allem bei kleinen Brennweiten, wie mit dem Tokina und einer Brennweite ab 11mm.

Den Horizont gerade rücken ist oft mühselig, weil die Abweichungen bei jeder Aufnahme minimal anders sind.

Den Horizont gerade rücken ist oft mühselig, weil die Abweichungen bei jeder Aufnahme minimal anders sind.

Ausrichtung und Zuschnitt

Durch einen Klick auf die Wasserwaage erhältst Du ein Werkzeug, das Du per Mausklick zum Beispiel am linken Ende des Horizonts in Deinem Bild ansetzt und am rechten mit einem weiteren Klick abschließt. Lightroom richtet das Bild dann automatisch so aus, dass diese Linie waagrecht ist. Dasselbe funktioniert mit senkrechten Linien.

Die schnelle Variante ist, nicht in die Wasserwaage zu klicken, sondern in den grauen Rahmen neben der Arbeitsfläche mit Deinem Bild. Dann wird Dein Cursor neben dem Bild zu einem halbrunden Doppelpfeil. Wenn Du klickst und die Maus leicht bewegst, dann rotiert Dein Bild und es erscheint gleichzeitig ein Gitterrahmen mit wesentlich kleinerer Maschengröße. Diese kleinen Karos sind perfekt dazu geeignet, auch kleinere Details zur Ausrichtung des Bildes zu benutzen.

Ein Ausschnitt entfernt störende Details.

Ein Ausschnitt entfernt störende Details.

Gleichzeitig kannst Du Dein Bild damit auch beschneiden und dabei das Seitenverhältnis des Bildes bewahren. Dazu sollte rechts neben dem Werkzeug als Seitenverhältnis Original ausgewählt sein. Das ist wichtig, wenn Du mehrere Bilder nebeneinander oder untereinander stellst. Haben alle unterschiedliche Seitenverhältnisse, sieht das aus wie Kraut und Rüben…

Wie einige andere Abreiten im Entwicklungs-Modus kannst Du auch diese (Zuschnitt und Ausrichtung) auf mehrere ausgewählte Bilder gleichzeitig übertragen. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn Du beispielsweise alle Aufnahmen mit dem Stativ gemacht hast. Dann haben alle den gleichen Neigungswinkel und störende Details am Rand. Bei Freihand-Aufnahmen wird das nie komplett übereinstimmen und Du musst jedes Bild einzeln korrigieren.

Farbe, Kontrast, Dynamik

Hier ist wesentlich mehr Fingerspitzengefühl gefragt. In der Rubrik Behandlung bei den Entwicklungs-Werkzeugen, gehe ich immer sehr behutsam vor. Finger weg von der Weißabgleichauswahl, von Temperatur und Tönung. Dafür macht dieser Schritt der Lightroom Basics auch mehr Spass, als Ausrichtung und Zusschnitt, finde ich.

Zuerst passe ich eventuell mit dem Schieberegler die Belichtung an. Dann schaue ich mir, wieviele Details noch in den Schatten und Lichtern stecken. Also ziehe ich den Schieberegler für Lichter ganz nach links, den für Tiefen ganz nach rechts. Wenn ich jetzt den Regler für Weiß anklicke und die Alt-Taste drücke, dann sehe ich ein schwarzes Bild, dem die zu hellen Teile farblich hervortrete. Also behutsam gegensteuern, bis die so markierten Bildteile verschwinden.

Dasselbe macht man in Gegenrichtung bei Schwarz. Auf diese Weise haben wir den Dynamikumfang verändert und auch den Kontrast beeinflusst. Im nächsten Schritt kann man durch geringe Änderungen an den unteren Schiebereglern Klarheit (erfahrungsgemäß bis 20 / 25) und und Dynamik (10 / 15) noch etwas nachregeln kann.

Der Grat zwischen natürlichen und übertriebenen Farben ist oft schmal.

Der Grat zwischen natürlichen und übertriebenen Farben ist oft schmal.

Wer sich jetzt das Bild mit und ohne Nachbearbeitung ansieht, der stellt oft fest, dass die Farben etwas unnatürlich, übertrieben wirken. Das ist der Punkt, an dem man die extremeren Ausschläge der sechs genannten Schieberegler wieder etwas zur Mitte rücken sollte, bis man ein natürlich wirkendes Bild erhält. Wenn Farben zu knallig werden, kann man das mit der Einstellung Sättigung etwas abmildern.

Gleiche Einstellungen lassen sich leicht auf ähnliche Aufnahmen übertragen.

Gleiche Einstellungen lassen sich leicht auf ähnliche Aufnahmen übertragen.

Sammeln und übertragen

Die so erzeugten Einstellungen lassen sich kopieren mit Befehlstaste C kopieren und auf weitere, ausgewählte  Aufnahmen übertragen. Sinnvollerweise umfasst eine solche Auswahl Bilder, die in der gleichen Situation gemacht wurden, das gleiche Motive zeigen, unter ähnlichen Lichtverhältnissen entstanden (Befehlstaste V). Das Übertragen auf einzelne nachfolgende Bilder geht am schnellsten mit der Taste Vorherige in der rechten Sidebar unten.

Eventuell nimmt man an diesen Bildern noch kleinere Veränderungen vor. Grundsätzlich neu muss man das festlegen, wenn sich die Aufnahmesituation grundsätzlich geändert hat.