Neuer Leitfaden: Langzeitbelichtungen

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone - dazu gibts einen kostenlosen Leitfaden bei der Annmeldung zum Newsletter.

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone – dazu gibts einen kostenlosen Leitfaden bei der Annmeldung zum Newsletter.

Je nachdem wo man mitliest, bekommt man das vielleicht nicht mit: Es gibt einen neuen Leitfaden als kleine Belohnung für die Anmeldung zu meinem Newsletter. Das Video und der Blogpost zum Thema Langzeitbelichtung mit dem iPhone stieß auf großes Interesse. Und ich selbst finde die Methoden genial und einfach, und die Ergebnisse bestechend.

Und deswegen habe ich die wichtigsten Infos noch einmal ganz knapp in einem PDF zusammengefasst.

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Lightroom Basics in drei Schritten

Lightroom Basics - verhelfen zu schnellen Ergebnissen.

Lightroom Basics – verhelfen zu schnellen Ergebnissen.

Lightroom Basics sind die Grundlagen für meine Bildbearbeitung, die ich immer wieder so oder ähnlich einsetze. Diese kurze Bearbeitung ist als Grundlage auch gut brauchbar für die Fotos für Deine Webseite, in Deinen Social Media Kanälen und natürlich auch, wenn Du etwas zu verkaufen hast und einen Online-Shop einrichtest.

Das hier ist kein umfassendes Tutorial für all die Arbeiten in der Rubrik ”Entwicklung”. Die gibt es für Photoshop und für Lightroom in großer Zahl und Vielfalt. Aber das Problem für Einsteiger liegt ja oft darin, dass man sich nicht wochenlang in eine Software einarbeiten möchte. Du willst schnelle Ergebnisse und die rudimentären Schritte (Import, ordnen, aussortieren) hast Du schon gelernt. Jetzt mit den Lightroom Basics ein paar sichere Schritte zu ansehnlichen Ergebnissen, und Du bist wieder motiviert, Dich weiter damit zu beschäftigen und in die Tiefe zu gehen.

Die drei Lightroom Basics Tipps sind also keine professionelle Empfehlung, sondern mein ganz persönlicher Tipp für Einsteiger. Damit, so ist zumindest meine Erfahrung, nutzt man die wesentlichen Werkzeuge und sieht auf Anhieb deutliche Verbesserungen.

Lightroom Basics – drei Schritte

Beim Bearbeiten der ersten paar Bilder wird es Dir vielleicht noch nicht auffallen. Bei einer größeren Anzahl Bilder sind aber immer einige dabei, die etwas unaufgeräumt wirken. Manchmal hat man den Sucher nicht richtig kontrolliert, hat zu schnell aus der Hüfte geschossen oder vielleicht auch die Tools der Kamera, wie eine eingeblendete waagrechte Horizontlinie, nicht beachtet. Auf jeden Fall sind einige Bilder mehr oder weniger schief.

In anderen ragt der eigene Schatten ins Bild oder irgendein anderes störendes Detail. Bevor man sich an grundlegende Retusche und Manipulation macht, greift man besser zu den einfachsten Mitteln. Man richtet das Bild – möglichst an der sichtbaren Horizontlinie, sonst nach Gefühl – so aus, dass es ”gerade” wirkt.

Manchmal bekommt man zum Beispiel bei Weitwinkelaufnahmen, nicht alle schiefen Linien (vor allem in der Vertikalen) in den Griff. Dann ist es wichtig, eine markante Linie herauszugreifen, und die auszurichten. Wenn also ein Haus, ein Kirchturm oder ein anderes senkrechtes Element bildwichtig ist (das muss nicht in der Bildmitte sein), richtest Du am besten dieses aus. Und nimmst billigend in Kauf, dass eine weitwinklige Aufnahme eben auch verzeichnet und andere Linien nicht exakt senkrecht und waagrecht ausgerichtet sind. Diese Verzeichnungen entstehen vor allem bei kleinen Brennweiten, wie mit dem Tokina und einer Brennweite ab 11mm.

Den Horizont gerade rücken ist oft mühselig, weil die Abweichungen bei jeder Aufnahme minimal anders sind.

Den Horizont gerade rücken ist oft mühselig, weil die Abweichungen bei jeder Aufnahme minimal anders sind.

Ausrichtung und Zuschnitt

Durch einen Klick auf die Wasserwaage erhältst Du ein Werkzeug, das Du per Mausklick zum Beispiel am linken Ende des Horizonts in Deinem Bild ansetzt und am rechten mit einem weiteren Klick abschließt. Lightroom richtet das Bild dann automatisch so aus, dass diese Linie waagrecht ist. Dasselbe funktioniert mit senkrechten Linien.

Die schnelle Variante ist, nicht in die Wasserwaage zu klicken, sondern in den grauen Rahmen neben der Arbeitsfläche mit Deinem Bild. Dann wird Dein Cursor neben dem Bild zu einem halbrunden Doppelpfeil. Wenn Du klickst und die Maus leicht bewegst, dann rotiert Dein Bild und es erscheint gleichzeitig ein Gitterrahmen mit wesentlich kleinerer Maschengröße. Diese kleinen Karos sind perfekt dazu geeignet, auch kleinere Details zur Ausrichtung des Bildes zu benutzen.

Ein Ausschnitt entfernt störende Details.

Ein Ausschnitt entfernt störende Details.

Gleichzeitig kannst Du Dein Bild damit auch beschneiden und dabei das Seitenverhältnis des Bildes bewahren. Dazu sollte rechts neben dem Werkzeug als Seitenverhältnis Original ausgewählt sein. Das ist wichtig, wenn Du mehrere Bilder nebeneinander oder untereinander stellst. Haben alle unterschiedliche Seitenverhältnisse, sieht das aus wie Kraut und Rüben…

Wie einige andere Abreiten im Entwicklungs-Modus kannst Du auch diese (Zuschnitt und Ausrichtung) auf mehrere ausgewählte Bilder gleichzeitig übertragen. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn Du beispielsweise alle Aufnahmen mit dem Stativ gemacht hast. Dann haben alle den gleichen Neigungswinkel und störende Details am Rand. Bei Freihand-Aufnahmen wird das nie komplett übereinstimmen und Du musst jedes Bild einzeln korrigieren.

Farbe, Kontrast, Dynamik

Hier ist wesentlich mehr Fingerspitzengefühl gefragt. In der Rubrik Behandlung bei den Entwicklungs-Werkzeugen, gehe ich immer sehr behutsam vor. Finger weg von der Weißabgleichauswahl, von Temperatur und Tönung. Dafür macht dieser Schritt der Lightroom Basics auch mehr Spass, als Ausrichtung und Zusschnitt, finde ich.

Zuerst passe ich eventuell mit dem Schieberegler die Belichtung an. Dann schaue ich mir, wieviele Details noch in den Schatten und Lichtern stecken. Also ziehe ich den Schieberegler für Lichter ganz nach links, den für Tiefen ganz nach rechts. Wenn ich jetzt den Regler für Weiß anklicke und die Alt-Taste drücke, dann sehe ich ein schwarzes Bild, dem die zu hellen Teile farblich hervortrete. Also behutsam gegensteuern, bis die so markierten Bildteile verschwinden.

Dasselbe macht man in Gegenrichtung bei Schwarz. Auf diese Weise haben wir den Dynamikumfang verändert und auch den Kontrast beeinflusst. Im nächsten Schritt kann man durch geringe Änderungen an den unteren Schiebereglern Klarheit (erfahrungsgemäß bis 20 / 25) und und Dynamik (10 / 15) noch etwas nachregeln kann.

Der Grat zwischen natürlichen und übertriebenen Farben ist oft schmal.

Der Grat zwischen natürlichen und übertriebenen Farben ist oft schmal.

Wer sich jetzt das Bild mit und ohne Nachbearbeitung ansieht, der stellt oft fest, dass die Farben etwas unnatürlich, übertrieben wirken. Das ist der Punkt, an dem man die extremeren Ausschläge der sechs genannten Schieberegler wieder etwas zur Mitte rücken sollte, bis man ein natürlich wirkendes Bild erhält. Wenn Farben zu knallig werden, kann man das mit der Einstellung Sättigung etwas abmildern.

Gleiche Einstellungen lassen sich leicht auf ähnliche Aufnahmen übertragen.

Gleiche Einstellungen lassen sich leicht auf ähnliche Aufnahmen übertragen.

Sammeln und übertragen

Die so erzeugten Einstellungen lassen sich kopieren mit Befehlstaste C kopieren und auf weitere, ausgewählte  Aufnahmen übertragen. Sinnvollerweise umfasst eine solche Auswahl Bilder, die in der gleichen Situation gemacht wurden, das gleiche Motive zeigen, unter ähnlichen Lichtverhältnissen entstanden (Befehlstaste V). Das Übertragen auf einzelne nachfolgende Bilder geht am schnellsten mit der Taste Vorherige in der rechten Sidebar unten.

Eventuell nimmt man an diesen Bildern noch kleinere Veränderungen vor. Grundsätzlich neu muss man das festlegen, wenn sich die Aufnahmesituation grundsätzlich geändert hat.

Bokeh: mit Tiefenschärfe und Licht zaubern

Bokeh zaubert reizvolle Reflexe ins Bild - und braucht keine teuere Ausrüstung.

Bokeh zaubert reizvolle Reflexe ins Bild – und braucht keine teuere Ausrüstung.

Bokeh ist für viele Fotografen die Krönung. Wenn durch geringe Tiefenschärfe und vielleicht noch ein paar Lichtreflexe stimmungsvolle Bilder entstehen, bekommt man echte Hingucker. Und wann könnte man diesen Effekt besser brauchen, als in der Vorweihnachtszeit? Dunkle Tage, viele Lichter, besondere Stimmung. Die Profis, die es wirklich auf diesen Bokeh-Effekt anlegen, haben meistens spezielles Werkzeug in ihrer Foto-Tasche. Dazu gehören teure, lichtstarke Objektive für Vollformat-Kameras und / oder lange Brennweiten.

Der Unschärfebereich, wie er vor allem bei Aufnahmen mit offener Blende entsteht, funktioniert aber auch mit weniger finanziellem und technischem Aufwand. Wer noch mehr rausholen möchte, als partielle Unschärfe und Lichtflecken, der achtet besonders auf die Gestaltung der Lichtreflexe. Hier gibt es große Unterschiede.

Auch ohne teure Objektive und Kameras

Um zu zeigen, dass auch mit relativ wenig Aufwand und sogar mit einer älteren Ausrüstung der Bokeh-Effekt ganz gut funktionieren kann, habe ich hier einmal verglichen. Zum Einsatz kamen die Canon 550D (ein Uralt-Modell), sowie die Canon EOS M mit weitestgehender gleicher Technik, aber anderen Objektiven. Beide haben einen vergleichsweise großen APS-C-Sensor, das ist sozusagen die nächst kleinere Sensorgröße nach einem Vollformat. Außerdem kamen zum Einsatz die etwas neuere Lumix LX100 (eine Micro-Four-Thirds-Kamera mit kleineren Sensor) und einem Smartphone (iPhone 6s, mit noch kleinerem Sensor).

Alle Bilder entstanden ohne zusätzliches Licht, außer bei der Weitwinkel-Aufnahme der Lumix LX100. Da wars zu dunkel für das Bäumchen im Vordergrund und ich habe hier mit einem LED-Licht für den Vordergrund nachgeholfen. Alle Aufnahmen entstanden mit offener Blende, das bedeutet immerhin eine Spannbreite von 1,5 bis 6,3.

Bokeh mit der DSLR: Canon 550D

Hier gibt es aufgrund der Sensorgröße gute Ergebnisse. Angenehm ist, dass man hier am besten (auch manuell) scharf stellen kann. Generell ist zu sagen, dass der Bokeh-Effekt am besten gelingt, wenn der Sensor relativ groß ist. Anders ausgedrückt sind kleine Kameras mit kleinem Sensor eher auf Schnappschüsse ausgelegt, bei denen möglichst alles scharf abgebildet werden soll. Bedeutet mehr Tiefenschärfe, weniger Effekt.

Bokeh mit einer Canon 550D mit Zoom-Objektiv

Die Aufnahme mit dem Standardzoom 17 bis 85 mm von Canon ist zwar noch nicht berauschend, aber ganz brauchbar. „Offene Blende” bedeutet bei diesem Objektiv in Tele-Einstellung von vorne herein mindestens Blende 5,6, das ist nicht besonders lichtstark. Die Effekte sind so naja.

Bokeh mit einer Canon 550D mit Wallimex-Video-Objektiv

Besser wird es mit einem lichtstarken Objektiv wie dem Wallimex 1,5 / 35 mm (nach meinem Wissen baugleich mit Rokinon, Samyang und einigen anderen). Diese Brennweite entspricht an einer APS-C-Kamera übrigens auch dem vielgeliebten, lichtstarken und preiswerten „Normal”-Objektiv. Das hat an einer Kleinbild- oder Vollformat-Kamera eine Brennweite 50 mm. Und die Ausführung mit größter Blende 1,8 gibts meistens schon für 100 € oder weniger. Bei APS-C-Sensor dagegen verlängert sich die Brennweite um den Faktor 1,6.

Das sind schon eher die Effekte, wie ich sie mir wünsche. Etwas schwierig zu handhaben, weil das Objektiv vollständig manuell funktioniert. Hilfreich, wenn mit Magic Lantern auch eine Fokussierhilfe zur Verfügung steht (Fokus-Peaking, Ausschnittvergrößerung). Das Bokeh ist sehr schön, die Naheinstellgrenze erlaubt auch Detailaufnahmen.

Canon 550D mit einem lichtstarken Zeiss-Objektiv

Lichtstarkes Vintage-Objektiv

Der nächster Kandidat ist ein sogenanntes Vintage Objektiv, also ein altes Objektiv aus analogen Zeiten. Dem Zeiss 1,7 / 50 mm, einem Festbrennweiten-Klassiker mit Contax-Anschluss, werden beste optische Qualitäten nachgesagt. Und die Brennweite von 50 mm bedeutet bei APS-C Sensor gleichzeitig einen leichten Tele-Effekt.

Kurzum, ich hatte mehr erwartet. Die relativ große Naheinstellgrenze sorgt für einigen Abstand zum Objekt, was den Effekt schmälert. Mit einer zu großen Entfernung vom Objekt kann man kleine Motive nicht formatfüllend fotografieren. Der Abstand zum unscharf abgebildeten Hintergrund müsste dann noch größer sein – was bei Innenaufnahmen eher unpraktisch ist.

Demzufolge habe ich auf einen Test mit dem 1,8 / 85 mm Nikkor verzichtet. Da müssten die Abstände noch größer werden. Das 50 mm und das 85 mm sind also sicher praktikabel für Fotos und Videos im Freien, vor allem Beispiel Porträts. Bei Nahaufnahmen wie dieser zeigen sie ihre Stärke nicht.

Die spiegellose: Canon EOS M

Canon EOS M mit dem Kit-Objektiv 18-55 mm

Die EOS M hat den gleichen Sensor wie die DSLR. Man könnte deswegen mit einem Adapter auch die gleichen Objektive verwenden. Das Standardobjektiv für die EOS M, das 18-55 mm aufweist bei Lichtstärke 3,5 bis 5,6 fällt gegenüber der DSLR ab.

Canon EOS M mit Festbrennweite 2.0/22mm

Aber da gibts ja noch ein lichtstarkes Objektiv für die EOS-M, das  Weitwinkel-Objektiv 2,0/22mm. Aber auch hier trüben Weitwinkelcharakter und die Naheinstellgrenze das Ergebnis. Im Freien und für Porträts aber nach meiner Erfahrung sehr brauchbar.

Die spiegellose Lumix LX 100 mit MFT-Sensor

Lumix LX100 mit Teleeinstellung

Nun dachte ich mir, dass der kleinerer Sensor der Lumix einen noch geringeren Unschärfebereich bringt, spricht eine geringere Unschärfe und damit weniger Bokeh. Ein Hilfsmittel kann dann die höhere Brennweite im Telebereich des Zooms sein. Aber da habe ich mich wohl vertan. Im Telebereich sind die Ergebnisse wegen des Abstands weniger überzeugend.

Lumix LX100 mit Weitwinkel-Eeinstellung

Überraschend gut, wenn nicht sogar der Vergleichs-Sieger, ist der Bokeh-Effekt im Weitwinkelbereich. Mit Lichtstärke 1,7 und der Makro-Einstellung (die kein echtes Makro ist, aber eine gute Naheinstellung) stimmt wirklich alles. Das Bokeh zaubert kreisrunde Lichteffekte im Hintergrund, die hohe Lichtstärke von 1,7 bei Weitwinkel erlaubt auch Frei-Hand-Aufnahmen im Halbdunkeln.

Das ist übrigens einer der Gründe, warum die Lumix von mir nicht nur als 4K-Video-Kamera sehr geschätzt wird. Sie hat mittlerweile einen festen Platz als „Küchenkamera”. Da ich häufiger Food-Fotos für meine Webseite testschmecker.de mache, greife ich wegen der Lichtstärke und der geringen Tiefenschärfe meistens auf diese kompakte Kamera zurück.

Das Smartphone: iPhone 6s

iPhone 6s

Hier ist nix mit Blendensteuerung, auch wenn manche Foto-App etwas anderes versprechen will. Manuell lässt sich auch mit Fremdmitteln allerhöchstens die Verschlusszeit steuern. In diesem Fall ist das kaum weiter tragisch, denn die offene Blende von 2.2 reicht für ein bißchen Unschärfe. Und das ist für ein Smartphone ohne solche Dinge wie den Porträtmodus der neueren Kameras ganz ordentlich, aber nicht überzeugend. Bei anderen Abständen im Freien kann das besser werden.

Als Schnappschuss ist das Ergebnis ok, aber eine richtige Freistellung des Objekts oder gar ein schönes Bokeh der Lichter erreicht man hier nur schwer.

Fazit

Eine alte DSLR (Canon 550D) und ein gutes, lichtstarkes Objektiv (Wallimex 1,5/35mm) mit geringer Brennweite und Naheinstellgrenze sind für für einen guten Bokeh-Effekt schon sehr brauchbar. Damit ist man sozusagen schon in der Einsteigerklasse gut bedient. Und wers noch preiswerter will, der besorgt sich in einer Auktion billig ältere Teile. Die Lumix LX100 mit ihrem kleinen Four-Thirds-Sensor schlägt sich sehr gut gegen diesen Veteranen, vor allem in der Weitwinkel-Einstellung.

Und weil das Bokeh hier eine besonders schöne kreisrunde Form hat und die kompakte Kamera überall eingesetzt werden kann, ist sie mein heimlicher Vergleichs-Sieger.

Die Verwendung von älteren Prime-Linsen an einer DSLR für den Nahbereich brachten bei mir nicht das gewünschte Ergebnis, weil ich nicht nah genug ans Objekt kam. Die anderen Kandidaten (Canon EOS M und iPhone 6s) lassen sich für größere Objekte und Porträts oder auch im Freien gut einsetzen. Sie stoßen aber im Innenbereich und bei kleinen Motiven schnell an ihre Grenzen.

Wer jetzt stimmungsvolle Weihnachtsbilder zaubern will, braucht also nicht unbedingt die größte DSLR und die teuere, lichtstarke Linse. Sehr hilfreich dagegen sind ein Stativ und viele Lichter. Ideal sind vor allem Lichterketten für den Hintergrund.

Übrigens lassen sich die Ergebnisse dieses Vergleichs ganz gut auf Video-Aufnahmen übertragen. Ich halte aber das Bildrauschen bei schwachem Licht im Videobereich weitaus eher für ein Problem. Auf der anderen Seite bieten Aufnahmen im 4K-Modus mehr Reserven bei der Bildschärfe und für Ausschnitte.