Wer liest mit auf meinem iPad?

Lesen auf dem iPad

Nein, das ist keine Einladung zum gemeinsamen Lesen auf meinem iPad. Es ist vielmehr die kritische Frage in einem Artikel von Cult of Mac, die sich auf einen Artikel im Wall Street Journal bezieht.

Dort hatte man wohl stolz berichtet, welche neuen Daten man von den Lesern beziehen könne, die ein iPad nutzen. Unter anderem die Lesezeit und Dauer, welche Anmerkungen und Markierungen sie hinterlassen.

Nun kann man das meiste wohl in den Voreinstellungen seinen Gerätes konfigurieren. Aber die Möglichkeiten erscheinen für Verlage und Werbeindustrie wohl zu verlockend, um die Daten-Fundgrube einfach zu ignorieren.

Ich nutze derzeit zum Lesen auf dem iPad neben den unvermeidlichen PDFs aus dem Netz die Apps iBooks, iTunes U, den Kindle-Reader und den Bluefire Reader, das ist die Lese-App für Bücher aus dem Onleihe-Programm. Dazu kommt ein umfangreicher Zeitungs- / Zeitschriftenkiosk und solche Apps wie Readability und Zeitschriften und Magazine, die man eigenständig aus dem Netz laden und kaufen kann.

Da kommt schon eine stattliche Menge an Lesedaten zusammen. Und neben den reinen Lese-Daten lässt sich das ja vielleicht auch mit Zeit und Ort verknüpfen. Ganz zudrehen kann man die Datenleitung wohl nicht: zumindest die ausgeliehenen und gekauften Bücher werden wohl immer erfasst werden müssen, auch die zu Zeitschriften gehörenden Apps werden wohl „nach Hause telefonieren”. Inwiefern das Leseverhalten der Benutzer ausgeforscht werden kann und darf und soll, das werden nicht zuletzt die Benutzer entscheiden.

Skoobe: Die Flatrate fürs E-Book-Lesen

Skoobe- Flatrate fürs E-Book-Lesen

Als mir Skoobe das erste Mal aufgefallen ist, war die Website noch eher mysteriös, kein Geschäftsmodell erkennbar. „Tausende Leseproben kostenlos…” hieß es dort unter anderem. Inzwischen ist dort ein Angebot entstanden, das man wohl am ehesten als Flatrat fürd E-Book-Lesen bezeichnen kann. Auch das Preismodell ist recht übersichtlich: Für 9,99 Euro pro Monat könne man soviel lesen, wie man wolle, aktuelle Bücher von mehr als 70 Verlagen werden versprochen.

Und: „Synchronisiertes Lesen auf bis zu drei Geräten”. Das ist vor allem auch deswegen sinnvoll, weil man ja normalerweise nicht am Computer liest, sondern an einem E-Book-Reader und / oder dem iPad. Bislang, so ergibt ein Blick auf die FAQ-Seite, werden iPhone, iPad und iPod touch unterstützt.

Spegel Online hat das Angebpt bereits getestet (App-Test Skoobe: Das taugt die E-Book-Flatrate und vergleicht das Angebot mit Onleihe. Dort findet man auch einen Verbgleich mit Titeln aus der Spiegel-Bestsellerliste (Skoobe – Kindle – Libreka – Onleihe).

Mein Favorit wird vorerst das Angebot von Onleihe bleiben, selbst das wird aber relativ wenig genutzt. Mein Bücherhunger ist zwar groß, aber die Lesekapazitäten schwanken je nach Arbeitsanfall. Und kombiniert mit dem Angebot meiner Bücherei und Einzelkäufen bei Amazon, „richtigen” gedruckten Büchern (ja, auch die muss ich manchmal haben) sowie Hörbüchern von Audible plus einer ziemlich umfangreichen Lektüre von Online-Seiten, Zeitungen, Zeitschriften und Apps müsste ich erst mal meine Arbeitszeiten reduzieren (oder aufgeben?), um mehr lesen zu können…