Lange Videos: die wichtigsten Tipps

Lange Videos haben ein paar Eigenheiten, auf die man sich möglichst frühzeitig einstellen sollte.

Lange Videos haben ein paar Eigenheiten, auf die man sich möglichst frühzeitig einstellen sollte.

Lange Videos (ab 30 Minuten) haben gerade Hochkonjunktur. In Zeiten von Corona versuchen sich immer mehr an Tutorials und Anleitungen im Internet. Und die beste und am besten angenommene Form dafür ist immer noch ein Video. Doch was man sich an Studio-Videos der größeren Youtube-Kanäle abgeguckt hat, lässt sich zuhause, im Büro oder in der Praxis oft nicht so leicht umsetzen. Mit diesen Tipps ersparst Du Dir und Deinen Zuschauern ein paar Enttäuschungen. Weiterlesen…

Mikrofone für Video: guter Ton macht jedes Video besser

Video-Mikrofone für Kameras: externe Mikrofone sind meist die bessere Lösung

Video-Mikrofone für Kameras: externe Mikrofone sind meist die bessere Lösung

Mikrofone für Videoaufnahmen sind nicht ganz so sexy, wie das Thema Kameras und Aufnahmetechnik. Neuen Kamera-Modellen gilt immer unsere volle Aufmerksamkeit. Aber das Thema Audio steht nunmal  nicht ganz oben auf der Liste der Filmemacher und Youtuber. Dabei weiß jeder aus eigener leidvoller Erfahrung, dass schlechter Ton viele ansonsten sehr attraktive Videos „ungenießbar” machen kann.

Dabei hat ja schon jede Kamera, jedes Smartphone heute ein recht brauchbares eingebautes Mikrofon. Dennoch ist nach meiner Erfahrung  ein preiswertes, aber richtig eingesetztes Mikrofon diesen internen Lösungen überlegen. Weil es näher an der Tonquelle dran ist, weil Raumgeräusche oder auch Hall hier keine so große Rolle spielen. Welche Ausrüstung brauche ich wirklich für guten Ton in meinen Videos, wieviel Aufwand ist nötig? Nach diesem Artikel weißt Du es.

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Die Mini-Video-Ausrüstung fürs iPhone

Mini-Video-Ausrüstung - für den professionellen Look.

Mini-Video-Ausrüstung – für den professionellen Look.

Die Mini-Video-Ausrüstung fürs iPhone ist eigentlich das iPhone selbst. Die Kamera liefert gute Qualität, die Einstellmöglichkeiten reichen aus und iMovie ist auch schon installiert. Und auch wenn alle Experten gebetsmühlenartig wiederholen, dass die Ausrüstung nicht entscheidend ist für gute Videos, will niemand auf sinnvolles und preiswertes Zubehör verzichten. Schließlich hat man für sein iPhone auch schon einen ordentlichen Betrag hingelegt, da soll es an „Kleinigkeiten” für optimale Ergebnisse nicht scheitern.

Hier meine Erfahrungen und Tipps für eine sinnvolle Mini-Video-Ausrüstung.

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Smartphone-Tasche: immer reisefertig

Smartphone-Tasche mit Platz und Fächern für den Kleinkram.

Smartphone-Tasche mit Platz und Fächern für den Kleinkram.

Eine Smartphone-Tasche ist ja eigentlich widersinnig: wieso ein extra Gepäckstück? Dafür hat man doch ein Smartphone, dass mein keine Fototaschen und Behältnisse mit sich herumschleift, oder? Die Antwort lautet (zumindest nach meiner Erfahrung): Ja, aber… Denn im Laufe der Zeit sammeln sich ein paar Utensilien an, die man nicht missen möchte. Und wieder andere, die man nur ab und zu dabei haben will. Also kann eine Smartphone-Tasche lohnend sein.

Die Methode, kurz vor der Abfahrt noch ein paar Utensilien in den Rucksack zu werfen, hat sich bei mir nicht bewährt. Seit einiger Zeit liegen die Sachen nicht nur an einem bestimmten Platz beisammen, sondern zum Teil auch schon in einer kleinen Tasche parat. Vielleicht hilft diese Methode dem einen oder anderen.

Smartphone-Tasche kompakt

Das Problem ist ja wie so oft nicht die eine fehlende Tasche fürs Handy. Sondern die passende Smartphone-Tasche, die auch das Zubehör aufnimmt. Als Fan von hochwertigen Taschen von Lowepro, Crumpler oder Dakine war das Ergebnis meiner früheren Recherche etwas überraschend. Ich bin bei einem Billig-Teil von Amazon Basic gelandet (um die 10 Euro). Das war 2015. Aber es gibt mittlerweile in dieser Machart ziemlich viele Variationen von Smartphone-Taschen auch von anderen Herstellern. Was sicher auch daran liegt, dass Powerbanks eine immer größere Rolle spielen und die ja auch irgendwo zusammen mit Kabeln verstaut werden sollen. Die meisten Taschen liegen in der Preisspanne zwischen 10 und 30 Euro.

Kostet wenig, bringt aber Ordnung in Zubehör von Ohrhörer bis zur Powerbank.

Kostet wenig, bringt aber Ordnung in Zubehör von Ohrhörer bis zur Powerbank.

Unabhängig von meiner Ausstattung gilt für die meisten, die mit dem iPhone fotografieren oder Videos machen, dass es oft eine Grund-Ausrüstung gibt. Dazu gehören neben der Powerbank und Kabeln und Ohrhörern oft auch kleine Vorsatzlinsen, Stativ-Halterungen und ein Mini-Stativ. Bei mir kommt für noch ein kleiner Bluetooth-Fernauslöser dazu sowie ein Lavalier-Mikrofon.

Das deckt bei mir mehr als 90 Prozent aller Situationen ab, in denen ich auch für ein paar Tage mit dem Smartphone unterwegs sein kann. Und anstatt jedes Mal im Rucksack herumzukramen komme ich in der kompakten und aufgeräumten Smartphone-Tasche schnell an das, was ich haben will.

Gut für drei bis vier Tage

Die meiste Zeit verzichte ich auf Netzteile oder auch auf das Ladegerät für die Powerbank. Das Smartphone ist meistens nicht da drin, sondern in meiner Hosentasche. Ich finde eine dezente Hülle ganz praktisch, die nicht auf den ersten Blick nach Wertsachen aussieht. Und inzwischen ist die Vielfalt bei dieser Art von Taschen so groß, dass man auch bei der Inneneinteilung für alle Eventualitäten vorsorgen kann.

Von den Produktfotos sollte man nicht leichtfertig auf die Größe schließen. Die genauen Maße sind recht hilfreich um festzustellen, ob die einzelnen Teile auch Platz finden.

Mikrofone für Videos: besser externe Aufnahme

Mikrofone für Kameras: die externen sind meist die bessere Lösung

Mikrofone für Kameras: die externen sind meist die bessere Lösung

Mikrofone und das ganze Audio-Equipment sind nicht ganz so sexy, wie das Thema Kameras. Ständig werden neue Kamera-Modelle vorgestellt, von Bloggern beworben, den Youtubern der Mund wässrig gemacht. Aber Audio steht bei vielen Video-Filmern nicht ganz vorne auf der Liste. Dabei kann jeder aus leidvoller Erfahrung berichten, das schlechter Ton ein ansonsten gutes Video unbrauchbar machen kann.

Die Kameras und auch die Smartphones haben heute in der Regel recht gute eingebaute Mikrofone. Qualitativ ist nach meiner Erfahrung aber selbst ein richtig eingesetztes 10-Euro-Mikrofon diesen internen Lösungen überlegen. Welche Ausrüstung brauche ich wirklich, wieviel Aufwand ist nötig? Eine kurze Übersicht.

Mikrofone müssen nicht teuer sein

Natürlich bemerkt man den Unterschied zwischen sehr hochwertigen, teuren Mikrofonen und den billigen Lösungen. Aber dieser Unterschied ist bei weitem nicht so gravierend zwischen „keiner Lösung” (also der Verwendung des eingebauten Mikrofons) und einem preiswerten Mikrofon.

Sieht man mal von Umgebungsgeräuschen ab, liegt das gesprochene Wort an erster Stelle. Wer Leute vor der Kamera zu Wort kommen lässt oder selbst berichtet, der ist nach meiner Ansicht am besten mit einem preiswerten Lavalier-Mikrofon bedient. Wer einen Audio-Eingang an der Kamera hat und sich ein externes Aufnahmegerät sparen möchte, der kauft sich ein preiswertes Lavalier-Mikrofon mit längerem Kabel.

Lavaliermikrofone sind am dichtesten an der Schallquelle und liefern deswegen gute Ergebnisse.

Lavaliermikrofone sind am dichtesten an der Schallquelle und liefern deswegen gute Ergebnisse.

Lavaliermikrofone

Ich verwende das Audio-Technica ATR3350 entweder direkt an der Kamera, oder einem externen Recorder. Für Kameras aber auch speziell für Smartphones gedacht ist das BOYA BY-M1. Beide haben ein langes Kabel, so dass man vom Sprecher direkt zu Kamera / Smartphone verbinden kann. Vorteil dieser Lösung ist, dass der Ton zum Video schon synchronisiert ist. Nachteil ist, dass man keine Kontrolle über die Audioqualität hat, weil die meisten Kameras keinen Kopfhörer-Anschluss haben.

Die ganz billigen Lavalier-Mikrofone in der 10-Euro-Klasse haben meist ein kurzes Kabel, was den Einsatzbereich deutlich einschränkt. Sie sind aber noch immer besser als die internen Mikrofone.

Audiorecorder sind universell nutzbar und deswegen eine gute Investition.

Audiorecorder sind universell nutzbar und deswegen eine gute Investition.

Audio-Recorder

Sicherer, aber etwas umständlicher ist die Lösung, einen externen Recorder einzusetzen und den Ton später bei der Nachbearbeitung zu synchronisieren (was man automatisch und ziemlich exakt machen kann). Zwei gute Recorder in der 100-Euro-Klasse sind der sehr verbreitete Zoom H1 N oder das etwas preiswertere Vorgängermodell Zoom H1.Beide kann man übrigens auch wegen der geringeren Größe direkt auf die Kamera montieren, wenn man keine direkten Sprachaufnahmen macht. Aber dann ist man mit dem Mikrofon eben nicht so dicht an der Schallquelle.

Ebenfalls in dieser Preisklasse bewegt sich der Tascam DR 05. Er ist nicht ganz so kompakt, dafür aber etwas massiver und nach meinem Geschmack gut bedienbar.

Noch ein Wort zu Diktiergeräten: In der Regel haben diese Geräte eine automatische Aussteuerung und sind deswegen nicht geeignet für Audio-Aufnahmen zu Videos.

Auch Smartphone-Videos kommen durch ein externes Mikrofon zu besserer Tonqualität.

Auch Smartphone-Videos kommen durch ein externes Mikrofon zu besserer Tonqualität.

Video-Mikrofone

Die bessere Alternative zum Montieren eines Aufnahmegerätes auf der Kamera ist es, gleich ein Video-Mikrofon auf der Kamera zu benutzen. Auch hier gilt, es gibt keine direkte Kontrolle. Dafür ist diese Lösung sehr kompakt. Rode bietet eine breite Auswahl von Video-Mikrofonen und es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte dazu.

Ich benutze das Rode Videomicro (um die 50 Euro), das bereits mit einem Windschutz kommt. Wer nach vergleichbaren Lösungen sucht, der wird bereits bei 20 bis 30 Euro fündig, allerdings meistens ohne Windschutz. Nachteil dieser Rode-Lösung: Für die Verwendung am Smartphone braucht man ein spezielles (austauschbares) Kabel.

Und damit zum letzten, aber nicht unwichtigsten Thema. Wer Aufnahmen im Freien macht, der wird um einen Windschutz (Deadcat) nicht umhin kommen. Nichts ist ärgerlicher, als zuhause festzustellen, dass die Windgeräusche den Ton fast unbrauchbar machen. Und dass sich dieses Rauschen im Nachhinein nicht entfernen lässt.

Diese witzig aussehenden Fellbündel mit dem bezeichnenden Namen haben aber durchaus ihren Preis. Selbst die kleinsten und billigsten kosten schnell mal 10 Euro, für die größeren zahlt man auch mal 30 Euro. Ganz verzichten würde ich darauf auf keinen Fall. Es gibt übrigens sogar Lösungen für die eingebauten Mikrofone in den Kameras. Aber angesichts der Tatsache, dass diese Tonquelle sowieso schon nicht besonders gut ist, würde ich dafür auch nicht weiter investieren.