Landschaftsfotografie – Ausrüstung für den Start

Kompakte Kamera, wenige Objektive und Zubehör: Sie macht Landschaftsfotografie Spass.

Kompakte Kamera, wenige Objektive und Zubehör: Sie macht Landschaftsfotografie Spass.

Landschaftsfotografie erscheint den meisten Fotografen als der einfachste, selbstverständlichste Themenbereich. Jeder hat aus dem Urlaub schon gute Fotos mitgebracht. Und jeder ist überzeugt, dass er mit etwas mehr Zeit und Gelegenheit noch bessere Ergebnisse vorweisen könnte. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, ein zumindest geübter Blick fürs Motiv, et voilà: tolle Ergebnisse in der Landschaftsfotografie scheinen sicher.

Richtig daran ist, dass man ohne große Ausrüstung gute Ergebnisse bekommen kann. Und neben Porträts ist die Landschaftsfotografie, vor allem von Reisen, am ehesten mit emotionalen und guten Erinnerungen verknüpft. Wer sich näher mit dem Thema beschäftigt, wer gute Aufnahmen unbedingt haben will oder dringend braucht, der sollte aber ein bißchen planen – und üben. Weiterlesen…

Podcast und / oder Youtube-Kanal?

Podcast oder Youtube-Kanal? Im Idealfall klappt beides.

Podcast oder Youtube-Kanal? Im Idealfall klappt beides.

Youtube-Kanal oder Podcast? Diese Frage stellen sich einige Youtuber in diesen Tagen, denn Podcasts sind ein neuer Trend, an dem kaum jemand vorbei kommt. Die Zuhörerzahlen sind selbst bei jüngeren Podcasts schon recht gut. Und auch lange Beiträge von mehr als einer Stunde werden von den Zuhörern offensichtlich gerne akzeptiert.

Aber abgesehen von der Frage, ob man seine Plattform wirklich nach aktuellen Trends und Publikums-Lieblingen ausrichten soll, ergeben sich viele andere Fragen. Beiden Medien, Podcast und Youtube-Videos, ist gemein, dass längere Geschichten erzählt werden können. Dabei finden Monologe genauso Anhänger wie Interviews, durchgeplante Vorträge sind ebenso vertreten wie eher spontane Gedankensammlungen.

Podcast-Set: Die Basis-Ausstattung gibts für kleines Geld als Set.

Podcast-Set: Die Basis-Ausstattung gibts für kleines Geld als Set.

Podcast: Einstiegsschwelle niedrig

Meiner Ansicht nach kann jeder, der ein Blog schreibt oder einen Youtube-Kanal hat, auch einen Podcast produzieren. Das Handwerkszeug ist dasselbe. Letztlich ist der eigene Geschmack, die eigene Vorliebe entscheidend dafür, ob man die Audio-Plattform auch noch bedienen möchte. Oder besser gesagt war das einmal so. Denn immer häufiger findet man Podcasts auch als Video auf Youtube. Und das ist der Punkt, wo selbst „Augen-Menschen” wie ich Gefallen finden an Podcasts.

Als Journalist faszinieren mich vor allem Interviews, und es müssen gar nicht mal die großen Namen sein, wie man sie in Magazinen oder auch in Interview-Zeitschrift findet. Während mir das Anhören längerer Podcasts eher schwer fällt, bin ich von einigen Youtube-Podcasts (zB von Matt D’Avella) sehr angetan.

Hier hilft mir, dass ich beide Gesprächspartner im Video sehen kann. Man erkennt leichter Emotionen und was ein der Sprecher ausdrücken möchte. Auch die eher reduzierte Körpersprache in Interviews sagt noch immer viel aus, und ich bin gefesselt von diesen Beiträgen.

Warum also das eine oder das andere wählen, wenn man mit gleichen Fähigkeiten, gleicher Ausrüstung und guten Ideen beides machen kann? Vielleicht entdeckt man so ja ganz neue Möglichkeiten für sich.

Die Ausrüstung

Egal ob man seine Podcasts nun filmt und auch bei Youtube einstellt oder ganz auf Audio-Plattformen setzt. Die Audio-Technik ist in weiten Teilen  gleich und lässt sich mit wenig Aufwand und Geld realisieren.

Mikrofone sind die Basis: Selbst wer einen Recorder oder das Smartphone für Aufnahmen verwendet, sollte sich ein externe Mikro anschaffen.

Mikrofone sind die Basis: Selbst wer einen Recorder oder das Smartphone für Aufnahmen verwendet, sollte sich ein externe Mikro anschaffen.

Mikrofone

Die Kernfrage bei Video-Podcasts ist: Dürfen die Mikrofone im Bild sichtbar sein, oder nicht? Als versteckte Mikros eigenen sich Lavalier-Mikrofone. Die kann man mit Recordern auch einfach mit seinem Smartphone für eine Aufnahme verwenden. Es gibt etliche gute Anleitungen, wie man die Mini-Mikros dezent versteckt. Größere Mikro können außerhalb des Bildes an sogenannten Galgen (Stativ-Konstruktionen, die es auch recht preiswert gibt) montiert werden. Natürlich braucht man die Mikros nicht zu verstecken, erst recht nicht für den reinen Audio-Podcast. Im Trend liegen gute, teure Mikrofone an Mikroständern (die man gerne zeigt) mit Pop-Schutz. Und auch dass der / die Sprecher Kopfhörer tragen, prägt die Atmosphäre der Video-Podcasts. Bei reinen Audio-Podcasts ist das natürlich komplett egal.

Wenn zwei oder mehr Mikros im Einsatz sind und wenn man den Ton nicht direkt in ein Aufnahmegerät speist, sollte man nach einem Vorverstärker suchen. Hier lassen sich mehrere Eingänge kombinieren und evt. auch der Pegel für Kamera oder Recorder anheben.

Für wenig Geld bekommt man auch eine Komplett-Lösung mit Mikro, Aufnahme-Stativ, Pop-Schutz etc.

Aufnahmen kann man direkt in den Mac oder PC. Besser ist preiswerter Recorder in der 100-Euro-Klasse.

Aufnahmen kann man direkt in den Mac oder PC. Besser ist preiswerter Recorder in der 100-Euro-Klasse.

Aufnahmegeräte

Im Video-Podcasts sind die Aufnahmegeräte eigentlich die Kameras. Ein zweiter Blickwinkel ist bei jedem Video schön, deswegen sollte man mit mindestens zwei Kameras arbeiten. Wer alleine arbeitet, der kann auch sein Mikro direkt in ein günstiges Aufnahmegerät wie das Zoom H1 einstöpseln oder das Tascam DR-05 einstöpseln (das verwende ich; ist etwas solider, trotzdem preiswerter). Fast noch einfacher geht es, wenn man ein preisgünstiges USB-Mikro ohne Umwege direkt in einen Mac speist. Dort zeichnet man den Ton auf und kann ihn direkt über  Garageband (kostenlos) weiterverarbeiten und schneiden.

Oberklasse: Ein Podcast als Video kann eindrücklichere Erlebnisse vermitteln.

Oberklasse: Ein Podcast als Video kann eindrücklichere Erlebnisse vermitteln.

Video-Podcasts

Wer als Youtuber zum Podcast kommt, der hat die Video-Ausrüstung dafür schon beisammen. Ideal sind zwei Kameras (zB von Canon die EOS M 10 ohne Mikrofoneingang oder die EOS M6 mit Mikrofoneingang) und zwei Lichtquellen. Lichtstarke Objektive, die ein schönes Bokeh erzeugen, lassen den oder die Sprecher besser zur Geltung kommen. Und falls der Raum akustisch so gar nicht taugt, kann man mit provisorischen Vorhängen oder Schaumstoff- oder Styropor-Platten etwas nachbessern.

Das Vorgehen

Hier haben es die Video-Anhänger wiederum leichter. In der Regel hat man nach einigen Videos ein Gespür dafür, wie man eine Geschichte entwickelt. Fesselnder Einstieg, ein lockerer, mehrfach aufgelockerter Hauptteil und ein Abschluss, der Lust macht auf mehr, sind ideal. Auch ein schriftliches Konzept hilft, während Ablesen vorbereiteter Texte mit und ohne Kamera immer heikel ist.

Wer jetzt bereits eine knackige Idee für seine ersten Podcast hat, der sollte nochmal innehalten. Podcasts und Videos leben vom Seriencharakter. Ich rate dazu, mindestens für drei Themen und Projekte Material und Ideen zu sammeln, und dann erst loszulegen. Sich eng an seinem Lieblingsthema entlang zu hangeln ist ebenfalls ratsam. Vom Blog bis zum Youtube-Kanal finden vor allem Angebote mit einem knackscharfen Profil Anhänger. Statt über alles zu sprechen, ist es für die meisten von uns besser, sich auf ein Thema zu konzentrieren, wo wir uns wirklich zuhause fühlen.

Das Publikum

Die üblichen Kanäle zum Bekanntmachen eigener Angebote wirken auch hier. Blog, Social Media und fleißige Kommunikation mit allen, die in Deinem Themenbereich unterwegs sind, helfen sehr. Und wenn man es schafft einen der etablierten Podcasts / Youtuber auf sich aufmerksam zu machen, ist das wie ein Hauptgewinn.

Mein Fazit

Die Anschaffungen und der Aufwand für Podcasts sind sehr überschaubar. Wer Erfahrungen mit Videos hat, wird sich schnell einfinden, auch in die Audio-Bearbeitung. Langes freies Reden ist nicht jedermanns Sache, da entdeckt man seine eigenen Schwächen oft erst beim Ausprobieren. Spannender als Monologe finde ich Interview-Podcasts, die die Planung und Organisation freilich auf Dauer erschweren. Wer schon immer Lust hatte auf so etwas: Jetzt ist sicher ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen.

Urlaubs-Fotos: sinnvolle Minimalausrüstung

Wer will das nicht: Schöne Urlauubs-Fotos - ohne dauernd viel Gepäck mit sich herumzuschleifen.

Wer will das nicht: Schöne Urlaubs-Fotos – ohne dauernd viel Gepäck mit sich herumzuschleifen.

Wer im Urlaub fotografieren will, der steht schnell vor der Qual der Wahl. Nehme ich den großen Foto-Rucksack mit, meinem Lieblingsgehäuse, eine Zwei-Gehäuse für Notfälle, ein paar Objektiven, Blitz und Stativ. Oder komme ich mit weniger aus – und bekomme genauso eindrucksvolle Urlaubs-Fotos? Ich habe so ziemlich alle Varianten schon durch und für mich ist eine sinnvoll zusammengestellte Minimalausrüstung ausreichend.

Wer seine Foto-Ausrüstung nur einmal vom Auto ins Hotel transportiert, der wird sich darum kaum Gedanken machen. Wer dagegen campen geht, mit dem Wohnmobil unterwegs ist oder wandert, der  freut sich über das eingesparte Gewicht und Volumen. Doch zuerst die grundlegenden Überlegungen, damit man zu guten Urlaubs-Fotos kommt.

Minimalausrüstung für Urlaubs-Fotos: Kompakte Kamera und als Backup das Smartphone.

Minimalausrüstung: Kompakte Kamera und als Backup das Smartphone.

Urlaubs-Fotos absichern

Die wertvollsten Wochen des Jahres, wie es so passend heißt, bergen für jeden Fotografen auch ein gewisses Risiko. Es kann immer etwas schief gehen, kaputt gehe oder verloren gehen. Zuhause deckt man das zum Beispiel damit ab, dass man ein zweites Gehäuse dabei hat, diverse Objektive. Das wäre zwar auch auch mit meinen Canon EOS M Gehäusen möglich. Aber ich bevorzuge für meine Urlaubs-Fotos eine einfachere Lösung. Meine Backup-Camera ist das Smartphone. Mit ausreichend Speicher und guter Bildqualität (ein schon älteres iPhone 6s) sind die Ergebnisse durchaus ausreichend. Auch eine Vorsatzlinse wie die Weinwinkel-Linse von Moment-Lens wäre noch transportabel. Aber es geht auch ohne. Erfahrungsgemäß sind die iPhone-Bilder im Nachhinein qualitativ kaum zu unterscheiden von denen einer Kompaktkamera.

Die Erst-Kamera für die Reise ist eine Lumix LX100, mit einem Zoomobjektiv und einer Lichtstärke von 1,7. Das erlaubt ein schönes Bokeh und Aufnahmen in Innenräumen. Ebenfalls eine gute Lösung für eine Backup-Kamera ist in meinen Augen eine Gopro, erst recht, wenn es eine neuere mit Display ist. Die Bilder sind nur auf den ersten Blick grausig verzerrt und lassen sich in der Nachbearbeitung leicht zurechtschneiden und entzerren. Erst recht, wenn man nicht von vorneherein mit der Einstellung ultraweit fotografiert.

Praktischerweise sind alle drei Kameras auch für 4k-Video-Aufnahmen geeignet. Für eine hochwertige Video-Dokumentation wird die Qualität nicht so prickelnd sein. Aber für gute Urlaubsfotos und mit etwas Erfahrung und Kenntnis über Stärken und Schwächen aller Kameras ist man ganz gut dabei, finde ich.

Wieviel Licht?

Der Blitz (oder die Blitzgeräte) waren am Ende einer Reise immer das, von dem ich im Nachhinein wusste, das sie verzichtbar gewesen wären. Eine Kompaktkamera als Erst-Kamera hat meist einen eingebauten Blitz oder einen Mini-Aufsteckblitz. Damit kann man zwar keine Kirchen ausleuchten (wer will das schon?), aber man hat einen guten Aufheller dabei. Blitzlösungen für die Zweitkamera sind in meinen Augen verzichtbar.

Nicht missen möchte ich dagegen ein Mini-Stativ, in diesem Fall auch mit einer Halterung fürs Smartphone. Hat schon manches Urlaubs-Foto gerettet.

Datenspeicher für die Urlaubs-Fotos gibts für Smartphone und zum Übertragen der Inhalte von der SD-Karte.

Datenspeicher gibts für Smartphone und zum Übertragen der Inhalte von der SD-Karte.

Speicherfragen

Eine zweite Speicherkarte gehört auf jeden Fall ins Gepäck, notfalls auch eine ältere, kleinere. Und zwar für jede Kamera. Auch wenn man denkt, da kann kaum was kaputt gehen, geben doch etliche Speicherkarten einfach mal den Geist auf. Luft nach oben ist ebenfalls wichtig: eine 64 GB-Karte kostet heute nicht die Welt und hat Platz für jede Menge Fotos (damit bekommt sie wahrscheinlich nicht voll), Timelapse-Aufnahmen (damit schon ) und 4k-Video (damit gehts dann doch erstaunlich schnell).

Während zwei oder vier oder auch mehr Speicherkarten sprichwörtlich kaum ins Gewicht fallen, wird es mit einem Backup schon schwieriger. Alle par Tage sollte man seine Daten von der Karte auch einen Speicher wie einen USB-Stick, eine andere Karte oder eine kleine Festplatte übertragen. Wer kein Notebook dabei hat, der muss auf verhältnismäßig teure Lösungen zurückgreifen.

Für das iPhone gibt es USB-Sticks als Speicherweiterung, die sich für diesen Zweck nutzen lassen. Mit Geräten wie diesem lassen sich die Inhalte von SD-Karten auf kleine externe Festplatten übertragen. Das bedeutet, man hat zwei weitere kleine Kistchen im Gepäck, was aber immer noch weniger wiegt als ein Notebook. Einfacher geht es mit einer Festplatte mit SD-Karten-Slot. Das ist preiswerter, man ist aber auf diese Festplatte festgelegt.

Energie kann ein wichtiges Thema werden für Urlaubs-Fotos.

Energie kann ein wichtiges Thema werden auf Reisen.

Energie-Nachschub

Was einem jetzt noch zum Verhängnis werden kann, ist mangelnde Energie. Also die technische für die Geräte. Für Kameras jeder Art haben sich bei mir drei Akkus gut bewährt. Oft kommt man nicht gleich zum Aufladen des Reserve-Akkus, dann ist ein dritter hilfreich. An Stecker-Adapter für das Netz des Urlaubslandes denkt man sicher oder kann vor Ort einen Adapter kaufen.

Wichtig und hilfreich finde ich, wenn man neben der Landstrom-Variante mit 11o / 220 V auch eine mobile Lösung für das 12-V-Netz von Autos (Schiffen) parat hat. Die Original-Ladegeräte für die Original-Akkus sind da eher sparsam ausgerüstet. Kann man Fremd-Akkus nutzen, dann findet man oft auch Ladeschalen für sein Modell, die über einen USB-Adapter verfügen. Das braucht auch nicht mehr Platz und bietet zusätzliche Sicherheit.

Eine Powerbank ist ebenfalls hilfreich – wenn man sie denn für Foto-Zwecke nutzen kann. Wenn also wie oben beschrieben das Ladegerät einen USB-Anschluss hat (was nicht selbstverständlich ist). Oder wenn die Kamera intern den Akku laden kann (was ziemlich selten der Fall ist). Andernfalls kann eine Powerbank natürlich noch immer für die Backup-Kamera im Smartphone genutzt werden.

Die großen Powerbanks haben eine Kapazität von rund 20.000 mAh, das ist eine ganze Menge und reicht für mehrere Smartphone-Ladungen. Allerdings sind diese Dinger auch schwer,wenn man sie zB im Rucksack herumträgt. Für eine Wanderung nur Smartphone und eine kleine Powerbank mitzunehmen, ist durchaus sinnvoll.

Was kann jetzt noch schief gehen?

Erfahrungsgemäß kann immer etwas schief gehen. Ein Diebstahl, die Kamera fällt einem aus der Hand, man verwendet einen ganzen Urlaub lang eine falsche Einstellung… In dem Fall hilft nur ausreichende Erholung, damit man ruhig bleiben kann. Schön ist, wenn man zu zweit oder mehreren unterwegs ist und jeder selbst Aufnahmen macht. Auch das ist eine Art Absicherung für die Urlaubs-Fotos.

Überhaupt bleiben mir eher weniger technische Pannen in Erinnerung, als menschliche Unarten. Dazu gehören Menschen, die sich und ihre Urlaubsfotos wichtiger nehmen als andere Reisende. Die mit stundenlangem Posen schöne Orte ”verhunzen”, Denkmale erklettern oder auf andere Art dafür sorgen, dass sie unerwünscht auf tausenden anderer Urlaubsfotos verewigt sind. Und generell natürlich Leute, die sich und ihre Fotografiererei etwas zu ernst, zu wichtig nehmen.

Am Ende des Urlaubs entscheidet oft nicht die Menge der Aufnahmen oder die Zahl der fotografieren Highlights über den Erinnerungswert und das nachträgliche Bilder-Erlebnis. Sondern ob man die schönen Momente einfangen konnte, das was einen persönlich bewegt, woran man sich auch nach Jahren noch gerne erinnert.

 

Eine Krux: Ladegeräte…

Ladegeräte

Jedes neue technische Spielzeug vom Smartphone bis zur Kamera bringt diese schwarze Kästchen mit sich: Ladegeräte stapeln sich bei technik-affinen Menschen in großen Kartons oder Schubladen und vermengen sich nur allzu gerne mit einem Gewirr von Kabeln. Dabei sind fast alle diese Ladegeräte ziemlich tumbe Gesellen: Sie laden schlicht und einfach vor sich hin, oft stundenlang. Um zu wissen, wann sie fertig sind, muss man immer wieder einen Blick drauf werfen.

Keine Anzeige über Ladedauer oder den Ladezustand, keine weiteren Anschlüsse für USB und Auto-Strom mit 12 Volt. Keine zusätzliche Buchse, um am gleichen Gerät wiederum ein Ladekabel fürs Smartphone oder andere Geräte anzuschließen, wenn man schon eine Steckdose belegt. Keine verschiedenen Lade-Modi, keine auswechselbaren Platten für die gängigsten Akkus, schon gar nicht zu reden von Halterungen für Akku-Doppelpacks. Also muss man bei jeder Kamera das entsprechende schwarze Gehäuse suchen, Netzkabel rausfischen, aufladen, dann den zweiten Akku aufladen (mindestens drei sind bei meinen Kameras in der Regel vorhanden).

LadestationDas höchste der Gefühle scheint so ein Vierfach-Lader zu sein, wie es ihn für Smartphones und Tablets gibt. Eher schlicht, wenn auch optisch ansprechend gelöst, wegen der Geräte-Halterung. Dieses Modell (Avantree Powerhouse USB Ladegerät
), mit dem ich schon länger ganz zufrieden bin, berücksichtigt auch den unterschiedlichen Bedarf von iPhone und iPad.

Ist das das 21. Jahrhundert? Dass die Gerätehersteller nach der billigsten Lösung suchen ist mir klar. Was ist mit all den anderen Technikanbietern? Ist das wirklich Raketenwissenschaft, so ein Ding zu entwickeln, das zumindest für 90 % der mobilen Geräte unserer Zeit einzusetzen ist? Ist ja nicht so, dass wir Nutzer dafür kein Geld ausgeben würden. In Zeiten, als man Geräte noch vorwiegend mit Akkus im AA-Format betrieb, durfte eine komfortable Ladestation ja auch was kosten.

Immerhin haben die Fremdhersteller der Kamera-Akkus ja schon den Weg geebnet: Sie verkaufen für gefühlt tausend Kamera-Akkus das immer gleiche Gerät mit jeweils einem anderen Aufsatz (wohlgemerkt nicht mit verschiedenen zusätzlichen Aufsätzen). Wenn man Glück hat, kann dieses Teil dann schon neben 220 V auch 12 V und USB. Die Welt kanns nicht kosten: Meistens kostet ein 2er-Pack mi Ladegerät weniger als das Doppelte von einem Akku.

Ich finde solche Lösungen wie sie Casey Neistat in seinem New Yorker Studio zeigt ja auch witzig: Eine große Platte mit fest installierten Ladegeräten, alles fest verkabelt und verschraubt. Andere präsentieren stolz in Videos ähnliche Nachbauten oder ihre mobilen DIY-Lösungen: in Transportkoffer eingebaut, die garantiert nicht umsonst im Flieger mit dürfen.

Mir schwebt da eher so ein kleines Kästchen vor, etwa so groß wie zwei Kamera-Akkus, mit austauschbaren Akku-Platten / Halterungen und einem informativen Display. Also was, das auch ins Handgepäck passt. Statt meines Nylon-Beutels mit Kästchen und Kabeln, der mit jeder Reise größer wird. Na? Macht mal!

Reingefallen: Mattebox

Mal wieder auf eine gute Rezension auf einer scheinbar renommierten Website (cultofmac) und ein gut gemachtes Demo-Video hereingefallen. Cultofmac lobt die Mattebox App für die iPhone-Kamera als die vielleicht beste Kamera-App und schildert – ebenso wie das Video – ein paar nette Features. Große Kamerabeispiele werden zitiert, an denen man sich was bei der Bedienung abgeguckt hat, Kameraklassiker eben.

Ist aber nicht: Die Anzeige von ISO und Verschlusszeit, die ja auch bei Aufnahmen mit dem iPhone sinnvoll sein kann, erscheint zwar auch im Video vor dem Auslösen – aber eben nicht auf der Kamera. Dort ist lediglich nach (!) der Aufnahme diese Info zu sehen. Auch die Einblendung der Entfernungsanzeige funktioniert nicht: Die steht bei mir immer auf unendlich – nicht sehr aussagekräftig.

Kostete zwar „nur“ 3,59 Euro, trotzdem ärgert man sich natürlich, wenn man reingefallen ist: Auf den Anbieter, der im Video Sachen zeigt, die es nicht gibt. Und über den Rezensenten, der munter drauf los schwadroniert und das Ding offensichtlich gar nicht selbst getestet hat.