Die iPhone 11 Kamera: wenig bekannte Funktionen

Die iPhone 11 Kamera: wenig bekannte Funktionen

Die iPhone 11 Kamera: wenig bekannte Funktionen

Das iPhone 11 Kamera unterwegs wie eine ‚richtige‘ Kamera zu nutzen ist für alle normal – außer für Fotografen. Sie wissen um die technischen Unterschiede zu einer großen Kamera sehen das iPhone eher als Notlösung. Wie oft hört man (auch in Videos) Entschuldigungen dafür, dass die Aufnahmen ’nur‘ mit dem iPhone entstanden sind. Als ob jemand das bei einem Youtube-Video gemerkt hätte. Oder bei Bildern für Sozialen Medien. Mit diesen fünf Tipps gibt es keine Entschuldigungen mehr. Nicht dafür, dass irgendetwas mit der Bildqualität nicht stimmen würde. Und auch nicht dafür, dass man ’nur‘ die iPhone 11 Kamera nutzt.

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ND-Filter für das iPhone 11

ND-Filter am iPhone helfen bei Videoaufnahmen.

ND-Filter am iPhone helfen vor allem bei Videoaufnahmen.

ND-Filter für das iPhone braucht man zum Filmen und Fotografieren, wenn man die Belichtungswerte von Zeit, Blende und ISO beeinflussen möchte. Die verschieden starken Graufilter dunkeln das Bild ab und erlauben zum Beispiel beim Fotografieren eine offenere Blende (für schönes Bokeh) oder beim Filmen eine Anpassung der Verschlusszeiten (für einen cinematischen Look oder das Verhindern von abgehackten Bewegungen). Warum aber sollte man auf einem iPhone diese Graufilter verwenden? Und was macht man, wenn das iPhone 11 zwei Objektive hat, die man beide nutzen möchte?

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Bessere iPhone-Videos – von den Profis lernen

Bessere iPhone-Videos brauchen nicht viel Zubehör oder Einarbeitung. Für einen professionelleren Look hilft es, auf die Arbeitsweise der Profis zu schauen.

Bessere iPhone-Videos brauchen nicht viel Zubehör oder Einarbeitung. Für einen professionelleren Look hilft es, auf die Arbeitsweise der Profis zu schauen.

Bessere iPhone-Videos erfordern keine professionelle Ausrüstung und Zubehör. Auch eine grundlegende Ausbildung oder technische Versiertheit ist nicht unbedingt nötig, um professionell aussehende iPhone-Videos zu bekommen. Im Prinzip genügen ein paar Arbeitsweisen und Grundregeln, an die sich auch viele Profis halten. Ein nicht verwackeltes Bild durch ein Stativ zum Beispiel, guter Ton und brauchbares Licht.

In diesem iPhone-Video zeige ich Dir, was mit dem iPhone möglich ist. Fast das gesamte Video wurde mit einem iPhone 6s gefilmt. Außer denjenigen Clips, in denen das iPhone selbst dargestellt wird. Die stammen von einer Canon EOS M6. Selbst das B-Roll Material, also diejenigen Szenen, die das rund 10minütige Video etwas auflockern sollen, wurden mit dem iPhone gefilmt. Die Möglichkeiten für Zeitraffer-Aufnahmen oder Zeitlupen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde sind ideal, um stimmungsvolle Bilder auch in eher dokumentarische iPhone-Videos oder Tutorials einzubauen. Weiterlesen…

Neuer Leitfaden: Langzeitbelichtungen

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone - dazu gibts einen kostenlosen Leitfaden bei der Annmeldung zum Newsletter.

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone – dazu gibts einen kostenlosen Leitfaden bei der Annmeldung zum Newsletter.

Je nachdem wo man mitliest, bekommt man das vielleicht nicht mit: Es gibt einen neuen Leitfaden als kleine Belohnung für die Anmeldung zu meinem Newsletter. Das Video und der Blogpost zum Thema Langzeitbelichtung mit dem iPhone stieß auf großes Interesse. Und ich selbst finde die Methoden genial und einfach, und die Ergebnisse bestechend.

Und deswegen habe ich die wichtigsten Infos noch einmal ganz knapp in einem PDF zusammengefasst.

Natürlich gibts noch andere gute Gründe für die Anmeldung zum Newsletter: Es gibt monatlich eine kleine Zusammenfassung und einige Infos, die es nicht ins Blog geschafft haben.

Natürlich kann man sich jederzeit wieder vom Newsletter abmelden. Hinweise zum Newsletter auch in meiner Datenschutzerklärung.

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Timelapse Aufnahmen mit dem iPhone

[Es gibt übrigens auch einen neueren Artikel mit Video zum Thema Timelapse. Er ist zwar nicht speziell auf das iPhone bezogen, deckt aber andere, allgemeinere Fragen ab. ]

Timelapse-Aufnahmen sind der Hingucker: In jedem Video, auf jeder Webseite, in jedem Social Media Account ziehen die Zeitraffer-Aufnahmen die Aufmerksamkeit auf sich. Es gibt ungezählte Anleitungen, wie man Timelapse Aufnahmen am besten macht, welche Ausrüstung man braucht, wie man die Aufnahmen weiter verarbeitet.

Aber selbst Profis geben zu, dass es kaum einen einfacheren Weg zu guten Timelapse Aufnahmen gibt, als die eingebauten Funktionen des iPhone. Wenn Du nur weinge, einfache Dinge beachtest, kommst Du damit zu guten Ergebnissen, die Du oft und vielseitig verwenden kannst. Ich mache meine Timelapse-Aufnahmen sowohl mit einem älteren iPhone 6s als auch mit einem iPhone 11. Aber jedes aktuell auf dem Markt befindliche iPhone funktioniert genauso.

[DOWNLOAD: PDF-Leitfaden für Timelapse-Aufnahmen mit dem iPhone (kostenlos)]

Die Basics für Timelapse Aufnahmen

Der deutsche Name Zeitraffer-Aufnahme für Timelapse Aufnahmen sagt es schon: Es sind Aufnahmen, über einen längeren Zeitraum (von etwa einer Minute Aufnahmedauer bis zu fast drei Stunden), in der die Zeit in der Wiedergabe ‚gerafft‘ ist. Jedes iPhone kann das automatisch für Dich machen und (!) optimieren. Damit fällt zwar die ganze Berechnung von Intervallen und Dauer sowie  Nachverarbeitung der Aufnahmen für Dich weg. Aber auf etwas kannst Du nicht verzichten: einen festen und unveränderlichen Halt für Dein iPhone für die gesamte Aufnahmedauer.

Nun kannst Du erfinderisch an die Sache dran gehen, Dein iPhone gegen ein Fenster legen, auf die Scheibenwischer an der Frontscheibe Deines Autos oder es mit Klebeband irgendwo befestigen. Aber wenn Du ein wenig Geld in die Hand nimmst, und Dir ein Ministativ oder ein Reisestativ gönnst, wirst Du das nicht bereuen.

 

iPhone Stativ-Haleterungen für Timelapse Aufnahmen

iPhone Stativ-Haleterungen für Timelapse Aufnahmen

Und weil man das iPhone nicht so ohne weiteres auf einem Stativ befestigen kannst, brauchst Du für Deine Timelapse Aufnahmen noch eine Halterung für das iPhone. Ich verwende auf Reisen diese, aber es gibt sie in vielen Variationen und Preisklassen.

Komfortabler und stabiler (dafür auch schwerer) sind solche, bei denen sich das Smartphone besser fixieren lässt und solche, bei denen man fixieren und vom Querformat ins Hochformat wechseln kann. Sie sind meistens auch problemlos an alle Geräte und Variationen (mit / ohne Bumper / Hülle / Zusatzobjektiv) verwendbar.

Wichtig bei Timelapse Aufnahmen: Das "Verriegeln" von Fokus, Belichtung und Weißlichtabgleich.

Wichtig: Das „Verriegeln“ von Fokus, Belichtung und Weißlichtabgleich.

Die Aufnahme (Kamera-App)

Gleich kanns losgehen. Zu den minimalen Vorbereitungen gehört noch, dass Du in den Einstellungen Benachrichtigungen deaktivierst und den Flug-Modus aktivierst. Wenn eine Drei-Minuten-Aufnahme abgebrochen wird, weil Du ans Telefon gehst, mag das noch angehen. Aber falls die Aufnahme nach einer halben Stunde abgebrochen wird, ist das ärgerlich.

Wenn Du die Kamera montiert und ausgerichtet hast, öffnest Du die Kamera-App, die zu den Bord-Werkzeugen jedes iPhone gehört. Es gibt zahlreiche andere Apps, kostenpflichtig und gratis. Aber mit den Ergebnisse dieser vorinstallierten App kannst Du schon ziemlich gute Ergebnisse produzieren.

Hältst Du Dein iPhone im Querformat, dann ist neben dem roten Aufnahmeknopf standardmäßig die Einstellung „FOTO“ aktiviert. Du streichst mit dem Finger in der Bildfläche nach unten, bis nach Video und Slo-Mo die Einstellung „ZEITRAFFER“ erscheint.

Eine zweite wichtige Sache ist der AE/AF-Lock. Wenn Du an einem bildwichtigen Teil Deines Bildes den Finger auflegst, erscheint nach kurzer Zeit das kleine gelbe Quadrat, in dem Belichtung, Fokus und Weißabgleich eingestellt werden. Dazu der Hinweis: AE/AF-SPERRE. Damit sind diese drei genannten Einstellungen fixiert und ändern sich nicht mehr, über die gesamte Zeitraffer-Aufnahme hinweg. Das ist in fast allen Fällen richtig so, denn diese Einstellungen sollen sich bei Zeitraffer-Aufnahmen auch dann nicht ändern, wenn sich das Licht ändert.

Timelapse Aufnahmen mit dem iPhone: Einfach und immer erfolgreich, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Timelapse-Aufnahmen mit dem iPhone: Einfach und immer erfolgreich, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Der Rundum-Sorglos-Prozess

Das wars auch schon. Du startest die Aufnahme über den roten Knopf und beendest sie damit. Aber erst dann, wenn Du meinst, Du hast genügend Bewegung und Veränderung in Deinem Clip festgehalten. Denn das ist natürlich die Magie in dieser Geschichte. Du brauchst langsame Bewegungen, die entweder kaum wahrnehmbar sind (zum Beispiel Wolkenbewegungen). Oder einfach unspektakulär wirken (zum Beispiel Autoverkehr) zu beschleunigen.

Oben im Fenster wird Dir die gesamte Aufnahmedauer angezeigt. All die Kleinigkeiten wie Intervall, Belichtungszeiten, Blende, Zeit, Dauer, steuert das iPhone selbsttätig. Und das bedeutet, dass automatisch auch die Einstellungen je nach länge des Clips verändert werden. So wird eine kurze Aufnahmen beispielsweise um das 15fache beschleunigt wiedergegeben, eine 30minütige Aufnahme wird auf das 60fache Tempo beschleunigt. Und eine Aufnahme von bis zu zwei Stunden 40 Minuten (das Maximum), wird um den Faktor 240 beschleunigt.

Diese Automatik hat viele Vorteile. Wenn ich bei einer normalen Zeitraffer-Aufnahme an meiner Kamera alle Einstellungen für fünf Minuten Aufnahme einstelle, habe ich meist kurze Intervalle und damit vergleichsweise viele Bilder.  Verlängere ich das nun auf zwei Stunden, dann erzeuge ich eine gigantische Datenmenge. Und der Clip wird dann auch noch in der beschleunigten Version sehr lang.

Ein schöner Standort und ein Motiv mit Bewegung sind wichtig für Timelapse Aufnahmen: zB Wolken.

Ein schöner Standort und ein Motiv mit Bewegung sind wichtig: zB Wolken.

Nachbearbeiten?

Und das wars. Das iPhone speichert nicht die Einzelbilder, sondern nur den Zeitraffer-Clip. Das geschieht mit einer akzeptablen Datenmenge und einer für meinen Geschmack „runden“ und weichen Wiedergabe. Wer noch etwas verbessern will, der kann in iMovie oder FCPX (als Mac-Benutzer) die Länge und Geschwindigkeit beeinflussen. Besser investiert wäre die Arbeitszeit nach meiner Ansicht – wenn überhaupt – ggf. in eine Farb-Korrektur.

Was geht noch?

Nichtsdestotrotz gibt es noch immer Möglichkeiten, auch diesen Prozess zu verbessern. Man kann andere Apps nutzen, die erweiterte Einstellungen ermöglichen, wie zum Beispiel Filmic Pro. Damit kann ich auch 4K-Aufnahmen erzeugen oder ich kann eine Bewegungsunschärfe erzeugen durch längere Belichtungszeiten. Und wenn ich ein Gimbal nutze für eine Stablisierung des iPhones, dann sind auch bewegte Aufnahmen drin und es wird ein Hyperlapse draus. Dazu bewege ich entweder das Gimbal oder es steuert selbsttätig die Ausrichtung der Kamera.