2019: 4K-Video oder noch immer HD?

Die Lumix G81 kann 4K-Video uund bietet mit dem Schwenk-Display viele Möglichkeiten.

Die Lumix G81 kann 4K-Video und bietet mit dem Schwenk-Display viele Möglichkeiten.

4K-Video steht bei vielen Videofilmern und Youtubern schon seit Jahren am Horizont – ohne dass sie den Umstieg geschafft haben. Tatsächlich bietet 4K-Video in den meisten Fällen fast nur Vorteile. Und dennoch halten viele an der HD-Qualität fest. Was steckt dahinter? Lohnt sich das Upgrade auf neue Technik? Und verliere ich den Anschluss, wenn weiterhin mit der Full-HD Auflösung 1920 x 1080 Pixel arbeite?  Weiterlesen…

Canon EOS M: gute Kamera zum Filmen

Die Canon EOS M verfügt über etliche technische Feinheiten, die sie für Video-Aufnahmen prädestinieren.

Die Canon EOS M verfügt über etliche technische Feinheiten, die sie für Video-Aufnahmen prädestinieren.

Eine ältere Canon EOS M bietet sich als preiswerter Einsteig für HD-Video an. Dass Foto-Experten selbst an den neueren Modellen bis zur EOS M50 neben den Stärken auch einige Schwächen diskutieren, sollte einen nicht vom Einstieg mit diesem „Oldtimer” abhalten. Für viele Youtube-Videos reicht die Basis-Aussattung einer betagten EOS M für qualitativ gute Videos und Ton. Wer Youtube auch als Suchmaschine bemüht, der findet viele engagierte Videofilmer und Youtuber, die die kleinen EOS M Kameras mit Begeisterung einsetzen und die Vorteile beschreiben.  Weiterlesen…

Mix-it, Baby: Videomaterial verschiedener Kameras mischen

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Dieser Artikel entspringt einer etwas vorauseilenden Neugier. Nachdem ich mir eine Panasonic Lumix LX100 bestellt hatte, um auch 4K-Videos machen zu können, wollte ich wissen, wie ich das 4K-Material verarbeiten kann und warf die Suchmaschine an. Die Suche für mein Programm Final Cut Pro X (FCPX) erbrachte jedoch fast nur Treffer auf kostenpflichtige Software, die es mir ermöglichen sollte, das 4K-Material aus der Kamera in FCPX zu laden.

Als die Kamera dann da war, stand schnell fest, dass man 4K-Material ohne weitere Umstände (und Software) importieren kann und auch als 4K bearbeiten kann: reinzoomen, wenn man in 1080 arbeitet oder eben wirklich 4K-Videos machen und ausgeben. Ich weiß nicht, ob zusätzliche Software dafür jemals notwendig war, heute braucht man sie offenkundig nicht und ich mixe munter HD und 4K aus verschiedenen Quellen

(Hier gibts dazu auch ein schönes Youtube-Video.)

Deswegen jetzt ein kurzer Überblick, was bei mir wie verarbeitet wird.

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Canon EOS 550D und EOS M

Liefern beide das Standardmaterial, normales HD. Die mitgelieferte Software von Canon erlaubt hier (und nur hier) sorgenfreien Import: Importiert wird nur das neue Material an einen voreingestellten Ort. Die Bearbeitung erfolgt dann ausschließlich in FCPX. Das Material aus beiden Kameras unterscheidet sich nach meinem Empfinden (und nach den technischen Daten) qualitativ nicht, die Güte hängt nur vom verwendeten Objektiv ab.

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[Beide Kameras sind inwzischen natürlich ‚Oldtimer‘. Nachfolger für die 550D ist am ehesten das Modell Canon EOS 700D mit Touchscreen und für die EOS M gibts jetzt eine Canon EOS M3 mit immerhin 24 Megapixel und WiFi, NFC, in Kürze soll eine presiwertere EOS M10 erscheinen.]

Panasonic Lumix LX100

Kann normales HD und 4K, und auch wenn die Kamera toll ist, hat die Bedienung der Panasonic DMC-LX100 Lumix doch einige Schwächen. Das fängt schon bei der Aufnahme an: Hier muss man von Hand das Dreh-Rädchen von 4:3 für Fotos auf 16:9 für Videos umstellen. Was man oft genug vergisst. Zumindest für den Mac wird keine Software mitgeliefert, die sorgenfreien Import mit einem Klick erlaubt. Statt dessen Karte einschieben oder Kamera anschließen und Dateien, deren Inhalt man nicht sieht (keine Vorschaubilder in den Verzeichnissen) von einem Ordner in einen anderen schieben.

Auch Apples Dienstprogramm Digitale Bilder ist nur unwesentlich besser: Hier gibts Vorschaubilder aber natürlich weiß diese Software auch nicht, was bereits importiert wurde. Also Dateien aussuchen und verschieben. Mühsam. Dafür gibts qualitativ gute Videos und Bilder in HD und 4K.

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GoPro Hero 3

Die inzwischen auch schon etwas älteres GoPro Her 3 Black Edition kann als Video bestenfalls eine 1440er Auflösung, normal und brauchbar ist die HD-Auflösung. Das Handling zunächst ähnlich mühsam: Dateien auswählen und verschieben, dann möglichst gleich händisch am Mac auf der Karte löschen, denn die Bedienung der Gopro über das Mini-Menü ist [Inzwischen gibts die bessere GoPro Actionkamera HERO4 Black Adventure 4k, wie der Name schon sagt auch in 4K.]

Ihre Stärken zeigt die Gopro, wenn es um Timelapse-Aufnahmen geht: Zum einen bei der Aufnahme, die wirklich einfach ist, sofern man auch nur ein Mini-Stativ zur Hand hat. Richtig gut wirds dann, wenn man die Fotos in das mitgelieferte GoPro-Studio importiert: Dort lassen sich die Bilder schnell und einfach und mit vielen Einstellmöglichkeiten zum Timelapse-Video weiterverarbeiten: Horizont gerade rücken, Fisheye-Effekt ausgleichen, ein- und ausblenden, Farben und Belichtung verändern. Geht alles schnell und einfach.

Man kann sich das Timelapse-Video gleich als normales HD ausgeben lassen oder die etwas größeren Einzel-Bilder zu einem ”großen“ Video verarbeiten und erst in FCPX einzoomen.

Die normalen Videoaufnahmen aus der GoPro sind eher was für Actionsportler. Alle anderen werden die Qualität der normalen Kameras höher einschätzen. Aber als zweite oder dritte Kamera auf einem kleinen Stativ ist sie eine echte Bereicherung und natürlich erst recht für Timelapse.

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iPhone 6s

Die Kamera des iPhone 6skann auch 4K Video und kann qualitativ ohne Probleme mit meinen Canon-Kameras und der Lumix LX100 mithalten. Zum Filmen gibt etliche Extra-Apps, aber die Bordmittel reichen. Nur als Stativlösung muss man sich etwas einfallen lassen, der Joby Grip tight Gorillapod Stand ist eine gute Sache dafür. Der Import geht normalerweise über iPhoto, was ich aber schon lange nicht mehr mache. Da alle meine Foto- und Video-Dateien in Ordern sortiert sind, musste ich nach dem Import in iPhoto alle Dateien wieder in die Ordner exportieren.

Jetzt nutze ich das Dienstprogramm des Mac ‚Digitale Bilder‘, anstatt das ansonsten von mir nicht genutzte iPhoto weiter mit Daten aufzublähen.

Fazit: Das Bildmaterial aus diesen fünf Quellen lässt sich gut mischen, einzig die Clips mit GoPro-Qualität lassen sich später klar erkennen. Wenn über kurz oder lang die DSLR wegfällt bleiben vier recht kompakte Kameras übrig, eine davon mit Wechsel-Objektiven. Alle mit brauchbarer Qualität und zwei von vier mit der Möglichkeit, 4K-Material zum Einzoomen zu benutzen. Das Schöne ist, dass man eine Kamera immer dabei haben kann, selbst eine zweite Kamera (wenn es eine der kleineren ist) belastet das Gepäck noch nicht spürbar. Wenn die Uralt-Canon mal durch eine gute spiegellose Kamera mit Wechselobjektiven ersetzt wird, dürfte der Gewichtsverlust deutlich sein – aber nicht so gewaltig, weil dann ja immer noch Wechsel-Objektive im Gepäck sind.

FocusMaker: einfache und schnelle Lösung für DSLR-Video

focusmaker

Nee, was war das am Anfang alles aufregend: Man brauchte für die HD-Video SLR ja unbedingt ein sehr gutes Objektiv und einen Follow Focus. Und den Follow Focus kauft man dann nicht alleine, sondern braucht Rods und eine Kamerahalterungen und überhaupt, ein besseres Stativ etc.

Eigentlich braucht man das nicht unbedingt. Es gibt inzwischen etliche billige Fokussierhilfen, wie zum Beispiel den Dosenöffner (Jar Opener) aus buntem Kunststoff, den man auf sein Objektiv draufschanllt. Oder den LensStrap, über den ich hier auch schon berichtet habe.

Allen diesen billigen Lösungen fehlt es an präzisen, reproduzierbaren Einstellmöglichkeiten. Da ist der FocusMaker schon eine komfortablere Lösung: Er ist präziser handhabbar, er lässt Einstellungen zu, die man wieder herstellen kann. Und er ist mit 79 Euro (jawohl, in Euro, ohne Ärger mit Zoll und Umsatzsteuer) zwar nicht ganz so billig, aber nach meiner Einschätzung doch recht brauchbar.

Bleibt die Tatsache, dass gegenüber den Anfängen von DSLR-Video die Follow Focus immer billiger geworden sind (ab 120 Dollar ist man dabei) und das trifft auch für die anderen Zubehörteile zu. Ein Nachteil des Fokusmaker ist aus meiner Sicht, dass man ihn komplett abmontieren muss (es wäre hilfreich, wenn der Zahnkranz zumindest auf dem Objektiv verbleiben könnte, wenn man denn mehere davon hat). Und dass er, naja, vor Ort vielleicht einen nicht ganz so professionellen Eindruck macht. Aber da muss man halt drüber stehen, die Ergebnisse zählen.

Nikon Coolpix AW100 Outdoor-Digitalkamera 3 Zoll

Nikon AW 100

Weil ja bald Weihnachten ist. Und da kauft man(n) sich gerne auch mal Dinge, die man eigentlich nicht unbedingt haben muss. Zum Beispiel eine Nikon Coolpix AW100 Outdoorcamera: wasserdicht, kälteresistent, bildstablisiert, mit GPS.

Ist vielleicht eine gute Alternative für Leute, die mit der GoPro liebäugeln, aber selbst keine Abenteuersportarten betreiben oder sich scheuen, mit einer Helmkamera durch die Gegend zu fahren. Immerhin hat man dann auch ein richtiges Display, auf dem man sehen kann, was man aufnimmt bzw. was man aufgenommen hat. HD-Movie-Funktion (1080p), Stereoton, HDMI-Ausgang – das ist doch was für einen Gegenwert von rund 270 Euro, also in etwa die Preisklasse der GoPro (die alte gibts billiger, die neue Hero2 ist teurer). Die Nikon AW 100 gibts auch in orange oder – wenn man sie nach dem Verlieren im Wald partout nicht wiederfinden möchte – mit dem Tarn-Design Camouflage.

Nikon Coolpix AW100 Outdoor-Digitalkamera 3 Zoll: Amazon.de: Kamera & Foto.