Drei Foto-Projekte für besondere Urlaubsfotos

Foto-Projekte für den Urlaub: Zum Beispiel Langzeitbelichtungen oder Milchstraßenfotografie.

Foto-Projekte für den Urlaub: Zum Beispiel Langzeitbelichtungen oder Milchstraßenfotografie.

Fotoprojekte und Urlaub, das schließt sich bei vielen ja aus. Weil man die große Kamera-Ausrüstung nicht auf Urlaubsreisen mitschleppen möchte. Weil PartnerIn und Familie genervt sind, wenn man statt gemeinsamer Unternehmungen seine eigenen Foto-Projekte durchziehen möchte. Oder einfach, weil man sich vorher darüber keine Gedanken gemacht hat und im Urlaub denkt: „Hätte ich mal nur xy mitgenommen, dann könnte ich jetzt…” Hier sind drei Projekte für besondere Urlaubsfotos, die nicht viel Vorbereitung erfordern und kein großes Foto-Gepäck nötig machen.

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Moment Pro Camera – App für Fotos und Videos

Moment Pro Camera: Die App taugt zur Alltagslösung für Fotografen, die manuelle Einstellungen bei Foto und Video bevorzugen.

Moment Pro Camera: Die App taugt zur Alltagslösung für Fotografen, die manuelle Einstellungen bei Foto und Video bevorzugen.

Die Moment Pro Camera bietet manuelle Einstellmöglichkeiten für Fotos und Videos. Besondere Apps für Fotos und Videos gibt es wie Sand am Meer. Und jeder hat im Laufe der Zeit Vorlieben für einen Favoriten entwickelt. Die meisten bleiben wohl an der Camera App hängen, die Apple von Hause seinen iPhone mit gibt. Daran ist nichts verkehrt.

Die Moment Pro Camera von Moment, dem Hersteller von Vorsatzlinsen für Smartphones, habe ich ehr als kostenlose Dreingabe verstanden. Dabei war und ist mir nicht klar, wo der Vorteil im Zusammenspiel mit den gleichnamigen Linsen des Herstellers liegen sollen. Man kann das zwar in den Einstellungen auswählen, aber nach meiner Einschätzung ändert das nichts an den Funktionen.

App auch alleine sinnvoll

Nach meiner Überzeugung gibt es mit dem iPhone 6s (mein derzeitiges Modell) keine Vorteile mit oder ohne Kombination von Linse und App. Das ändert sich wahrscheinlich bei den neueren Modellen mit zwei eingebauten Aufnahme-Objektiven.

Die relativ einfache und übersichtliche App hat sich bei mir in der letzten Zeit als Favorit für manuelle Einstellungen entwickelt. Auch wenn sie heute als Moment Pro Camera rund vier Euro kostet (die kostenlose Version mit eingeschränkten Funktionen gibt es aber auch noch.) Ich besitze von Moment die Weitwinkel-Linse und (logischerweise) die Hülle, die man zur Befestigung der Linsen braucht. Die App nutze ich zunehmend auch ohne Vorsatzlinse.

Wie alles andere, was ich in meinen Artikeln beschreibe, habe ich Linse und App selbst gekauft. Weiterlesen…

Produktfotos innen und ohne Blitz

Gute Produktfotos brauchen nicht immer die große Ausrüstung.

Gute Produktfotos brauchen nicht immer die große Ausrüstung.

Produktfotos braucht fast jeder irgendwann, der eine Webseite hat oder Social Media-Accounts. und erst recht natürlich all diejenigen, die im Internet etwas zum Verkauf anbieten. Viele nähern sich dem Thema nach Motto Versuch und Irrtum. Etliche scheitern und sind selbst unzufrieden, weil die Ergebnisse so gar nicht professionell wirken.

Wer jetzt seine Ausrüstung dafür verantwortlich macht, der hat nur teilweise recht. Natürlich kann man mit mehr und besserer Ausrüstung oft auch bessere Ergebnisse erzielen. (Und wer will nicht seine Ausrüstung verbessern?) Aber es gibt zwei Aufnahmesituationen, in denen man auch mit der Normalkamera und einen Kit- oder Standard-Objektiv gute Ergebnisse erzielen kann.

Das Video dazu gibt es hier:

Gleich vorneweg: Wer nach einer Anleitung für sogenannte Freisteller-Aufnahmen sucht, der wird hier nicht fündig. Ich mache das zwar selbst auch oft. Aber einerseits ist das keine sehr befriedigende oder kreative Arbeit, zumindest nach meinem Empfinden. Und zweitens geschieht der Hauptteil der Arbeit in der Bildbearbeitung am Computer. Hier gehts jetzt in erster Linie ums selber fotografieren, in Innenräumen und ohne Blitz.

Eine Mini-Hohlkehle verhilft zu softem Licht, die Umgebung ist ”störungsfrei”.

Eine Mini-Hohlkehle verhilft zu softem Licht, die Umgebung ist ”störungsfrei”.

Produktfotografie Variante 1: Wie im Studio

Profis fotografieren Objekte so ziemlich jeder Art und Größe am liebten vor einer sogenannten Hohlkehle. Dieser geschwungene weiße Hintergrund, der von der waagrechten Unterlage in weichem Bogen in den senkrechten Hintergrund übergeht, zeigt keine harten Schatten, wenn man weiches Licht verwendet. Und er zeigt auch nicht die typischen Kante zwischen weißer Unterlage und weißem Hintergrund.

Solche Hohlkehlen gibt es zwar relativ preiswert von diversen Anbietern auch für den Amateur. Die meisten werden aber für einen Shop oder Ebay kleinere Produkte anbieten, und hier kann man sich gut behelfen mit einem weißen Karton oder – wie im Video gezeigt – sogar mit einem DIN A 3 Blatt.

Weich ausgeleuchtet wird das am besten durch eine diffuse Lichtquelle. Das kann eine Lampe mit einem großen weißen Schirm sein, ein Nordfenster oder ein Dachfenster. Auch ein Strahler oder eine LED, die man gegen die Decke richtet, tut gute Dienste. Selbst wer in dieser Variante automatisch belichtet und den Weißlichtabgleich vornimmt, erhält meistens gute Bilder. Denn beu Aufnahmen in Innenräumen ist die Blende meist weit geöffnet und auch mit einem Kit-Objektiv wird eine geringe Schärfentiefe erzeugt.

Wer mit der Lichtführung unzufrieden ist, sucht mach einer weitere Lichtquelle. Auch wenn man Lichtfarben mischt, entstehen für die meisten Produkte brauchbare Ergebnisse durch den automatischen Weißabgleich. Wer zum Beispiel Glühlampenlicht und Neon-Licht mischt und schon mit bloßem Auge feststellt, dass sich der Grün- und der Rotstich beißen, der sollte versuchen, zwei gleichartige Leuchte einzusetzen. Da heute in den meisten Fälle LED-Leuchtmittel verwendet werden, sollte aber eine Lösung in fast jedem Haushalt verfügbar sein.

Wichtig ist es, viele Variationen zu fotografieren, damit man später mehrere Ansichten präsentieren kann. Der Freistellungs-Effekt kommt hier wenig zum Tragen, ist aber wegen des störungsfreien weißen Hintergrundes auch nicht zwingend. Etwas auf die Sprünge helfen kann man der Schärfentiefe, wenn man offene Blenden benutzt und sein Standardzoom eher im Telebereich benutzt. Reicht das Licht nicht für verwacklungsfreie Aufnahmen, muss man auf eine Stativ zurückgreifen. Oder auf einen Stapel (Bücher zB), auf dem man seine Kamera platziert.

Tableaus zeigen alles scharf und ein Arrangement, das Appetit machen soll.

Tableaus zeigen alles scharf und ein Arrangement, das Appetit machen soll.

Produktfotografie Variante 2: Tableau

Diese Variante macht etwas mehr Spass, finde ich. Hier macht man sich die Schwächen einer einfachen, preiswerten Ausrüstung mit wenig Licht und einem Standardobjektiv zu nutze. Generell sind Kit-Objektive ja eher so berechnet, dass auch Amateure durchgehend scharfe Aufnahmen erzielen. Sprich: Es gibt keine ausgesprochene Schärfentiefe, die meisten Bilder sind in einem Bereich von nah bis fern scharf.

Wir machen uns da zunutze, indem wir senkrecht von oben fotografieren und beispielsweise ein paar passende Objekte rings um unser Produkt arrangieren. Bei dieser Aufnahmetechnik sind alle Objekte in einer Ebene arrangiert, also gleichweit vom Objektiv entfernt. Und dass alle scharf abgebildet sind, ist hier ebenfalls nicht hinderlich. Der Reiz liegt vielmehr darin, wie wir unser Produkt arrangieren.

Die beste Wirkung auf den Betrachter hat man, wenn sich eine schlüssige „Will-Haben”-Reaktion ergibt. Wir kennen das aus viele Instagram-Posts von digitalen Nomaden, Travellern.  Da liegen dann schicke Accessoire wir das Macbook, ein Smartphone zusammen mit anderen passenden Artikeln dekorativ verstreut, auf dem Boden, auf einem Kaffeehaus-Tisch etc. Der Effekt ist, dass der Betrachter sein „Wunsch-Objekt”, für das er sich interessiert, auch gleich in der Umgebung sieht, wie er es auch gerne nutzen möchte.

Man kann sich also kreativ etwas mehr austoben und in diesem Fall auch mit Licht von einem Nordfenster oder einer Balkontür an der Seite experimentieren. Wem das zu einseitig, zu krass ist, der platziert auf der lichtabgewandten Seite einen Reflektor. Es gibt preiswerte im Versand mit Oberflächen in weiß, silber, gold, schwarz. Oder man nimmt eine Styropor-Platte aus dem Baumarkt. Oder einen großen weißern Karton.

 

Sachen packen…

Ausrüstung sammeln und einpacken

So geht doch ein beliebtes Spiel, bei dem jeder in der Runde die Sachen seines Vorgängers aufzählt und dann noch was eigenes hinzufügt: Ich mache eine Reise und in meinen Koffer packe ich…

So ähnlich geht es mir beim Packen der Sache für Foto- und Video-Termine: nur nix Wichtiges vergessen. Und wenns nur der Puschel (Deadcat, Mini-Deadcat?) für Lavalier-Mikrofon ist: So klein und doch manchmal ziemlich wichtig.

Die oben gezeigten Sachen gehen in meine Fototasche, irgendwie. Eine größere Fototasche ist auch keine Lösung, muss man ja noch tragen können.

Ausrüstung sammeln und einpacken

Die Dinge aus dem mittleren Bild landen dann schon in einem extra Rucksack / Koffer etc.

Kniffliger wirds dann beim „Blech” auf dem untersten Bild: Alles in eine Tasche? Jedes einzeln verpacken? Sachen gar erst noch auseinandernehmen, wie den Follow Focus oder das Mini-Flycam? Schön, dass man bei den meisten Aufnahmen die ich mache mit dem Auto ganz nah drankommt.

Ausrüstung sammeln und einpacken

Wieder da: Das Klapp- und Schwenk-Display von Canon, jetzt an der 60D

Canon 60D mit Klapp- und Schwenk-DisplayDas Klapp-Display ist wieder da. Was mich seinerzeit schon bei der Canon G3 fasziniert hatte, gibt es nun auch bei der brandneuen Canon EOS 60D SLR-Digitalkamera. Seinerzeit zum Fotografieren war das schon praktisch, weil man in fast jeder Haltung und Lebenslage einen guten Blick aufs Display hatte.

Dann wünschte man sich das lange Zeit zurück, erst recht, als die ersten HDSLRs kamen, die Spiegelreflexkameras für HD-Video-Aufnahmen. Nun haben sich die Fotografen arrangiert, die meisten haben bessere Lösungen gefunden. Viele bauen ein ganz eigenes Display auf ein Rig, andere setzen einen Sucher auf die Rückwand, der das 3-Zoll-Display noch einmal vergrößert.

Und nun also kommt Canon auf das Klapp- und Schwenk-Menü zurück.

Aktuell muss ich sagen: Leider zu spät. Für die ernsthafteren unter den Videofilmern ist das kaum eine akzeptable Lösung. Den anderen ist es wahrscheinlich egal. Zumal das Modell von der Preisgestaltung ziemlich weit oben angesiedelt ist. Ich würde mich wahrscheinlich aktuell wieder zwischen der Canon 7D und der Canon 550D entscheiden.

Die ersten Reviews und Berichte sind bereits im Internet veröffentlicht, hier eine der interessanteren: Canon 60D first impressions and side by side with all Canon HDSLRs | planet5D-Canon HDSLR news