Self-Promotion mit dem Mini-Fotografen

Die Zeiten für Fotografen sind hart, die Konkurrenz ist groß, die Preise werden oftmals gedrückt. Da macht sich pfiffige Eigenwerbung schon mal bezahlt. Jens Lennartsons Video über dieses Projekt beschreibt er selbst als die The most epic self-promotion ever made in the history of photography. Naja.

Pfiffig ist die Idee aber schon, auch die Umsetzung: Über AliBaba suchte er chinesische Dienstleister, die ihm ein paar hundert Figuren erstellten („And no, they are not 3D-printed, this is old-school.”). Ähnliche Dienste bei uns in Deutschland setzen auf einen Rundum-Scan und 3D-Drucker und kosten pro Figur schon mal ein paar hundert Euro. Ich vermute mal, seine Lösung war deutlich preisgünstiger.

The Pixel Trade – Foto-Tausch-Handel

Pixel Trade

Wer in der Akquise so schlecht ist wie ich, dem muss dieses Projekt ziemlich phantastisch vorkommen:

I am travelling around the world without using money.
How am doing this?
Trade.
As a professional photographer I’m trading my services for a few days, photographing any subject, in return for the necessities:
Food
Shelter
Transport

Auf der Website The Pixel Trade werden alle ‚Trades‘ festgehalten, dazu auch die geografischen Daten. Eine spannende Geschichte, dazu eine übersichtliche, leicht zu navigierende Website.

Foto-Website eines Profis: Paul Sveda

Fotografen-Website von Paul Sveda

Fotografen-Website von Paul Sveda

Schön gemacht, die Foto-Website des kanadischen Fotografen Paul Sveda. Alle wichtigen Infos sind dabei, die Bilder sind gut und kommen groß und schön zur Geltung. Und dazu gibts nicht nur die technischen Daten sondern meistens auch ein paar persönliche Sätze.

Nicht fehlen darf auch der Link, wo man den Fotografen „anheuern“ kann, bei der gut klingenden Adresse pointandshoot.ca. Soweit, so schön. Bis ich mir den RSS-Feed des Profi-Fotografen in meinen Newsreader Netnewswire lud und feststelle, dass dort nur ein dürrer Texteintrag ankommt – ohne Bilder. Schade…

So wird aus dem profitlichen Versuch, Interessenten auf die Website zu ziehen, ein Rohrkrepierer. Denn wenn ich mir die Mühe machen wollte, alle interessanten Websites „direkt“ zu besuchen (und auch die Zeit dafür hätte), dann bräuchte ich ja keinen Feed-Reader.