Snapseed für den Mac als Schnäppchen

Die Elbe bei Hamburg - Testbild für Snapseed

[Auf das kleine Bild klicken für eine größere Ansicht]

Zufällig gestern im App Store vorbeigeschaut und einen Blick auf die Snapseed App für den Mac geworfen, nachdem mich die iPad-Version schon glücklich gemacht hat. Und siehe da: Statt 16 nur noch acht Euro. Ich weiß nicht, ob das eine Valentinstag-Aktion war oder ob der Preis dauerhaft gesenkt wurde (wie das ja oft wenige Wochen nach Neuerscheinung der Fall ist).

Auf jeden Fall habe ich nun auch die Desktop-Version und bin auch von dieser angetan: Zwar nicht ganz so „schön” zu bedienen wie beim Wischen auf dem iPad, aber auch mit der Maus ist die Steuerung noch genial einfach und sorgt für verblüffend schnelle und gute Ergebnisse (siehe oben).

Die Kunst bei Snapseed liegt (wie bei HDR-Software oder Lightroom und Konsorten) wohl eher darin, dass man nicht zu viel des Guten tut. Ein Blick auf gängige Foto-Portale zeigt, dass das ein Problem sein kann. Ob das fürs Frühjahr angesagte Lightroom 4 eine Alternative zu Snapseed ist, wage ich zu bezweifeln: Dafür ist Snapseed zu einfach und zu schnell, Lightroom liegt ist wohl eher zwischen Snapseed und Photoshop angesiedelt, wo es ja auch preislich beheimatet ist.

iPad 2 als Notebook-Ersatz?

Das iPad2 von AppleDas iPad2 von Apple

Ich gebe zu, ich bin ein Fan der Apple-Produkte. Nichtsdestotrotz überlege ich mir sehr genau, ob ich eines der schicken neuen Geräte aus der Apfel-Fabrik brauche. Fürs iPad hatte ich ehrlich gesagt lange Zeit keinen richtigen Bedarf erkannt. Lust drauf ja, konkreter Nutzen?

Nach meinen Plänen sollte das iPad dann auf der Einkaufsliste stehen, wenn das Medienangebot dafür parat ist. Sprich: Wenn Tageszeitungen und Zeitschriften dafür bereit stehen, zu vernünftigen Kosten, gut bedienbar, interaktiv und multimedial.

Zweiter Punkt für mich war der Einsatz im Bereich Fotografie und Video: Da wiederum interessiert mich weniger die Bildbearbeitung auf dem recht kleinen Bildschirm, als vielmehr die Möglichkeit, Foto- und Video-Projekte vor Ort vorzustellen und zu diskutieren.

Und drittens konnte ich mir gut vorstellen, das iPad für organisatorische Dinge zu nutzen – ähnlich wie das iphone, nur eben mit einem besseren Display. Also E-mails kontrolliere und beantworten, kurze Texte und Notizen festhalten, To-do-Listen führen.

Auch wenn das iPad für mich frühestens im Laufe des Jahres 2012 auf der Liste stand, im Dezember lief mir dieses iPad2 von Apple quasi zu und ich konnte über die Feiertage die ersten Erfahrungen damit sammeln. Gut, wenn man dafür ein paar Tage freie Zeit hat!

In Zukunft werde ich hier also auch gelegentlich und kurz über iPad-Themen schreiben, passend zu Mac- und iPhone-Geschichten. Schon jetzt kann ich sagen, dass sich aus meiner Sicht die Anschaffung gelohnt hat. Ich habe die 16-GB-Version ohne 3G, die genügt mit vorläufig auch völlig.

Alle drei Bereich – Lektüre auf dem Mac, Fotos und Videos und auch Organisatorisches – klappen hervorragend, es gibt viele neue Möglichkeiten, die einen auch voran bringen.

Das Überraschendste für mich nach den ersten Tagen im Einsatz ist die Gewissheit, dass das iPad auch die Nutzung des Internet, sprich: die Gestaltung der Webseiten verändern wird. Ob das über responsive Layouts geschehen wird, über eigene Apps, bessere Website-Gestaltung im klassischen Sinn, einfachere Navigation oder wie auch immer: Je mehr Menschen das iPad in die Hand nehmen, umso mehr werden voll gepackte und unübersichtliche Webseiten verschwinden. Was sich – auch im übertragenen Sinn – nicht mit zwei Daumen navigieren lässt, wird es schwer haben in Zukunft.

Und so anregend das auch ist, für die eigene Arbeit heißt das auch, dass (mal wieder) alles ganz anders werden wird.

Fotogeschichten: The burning house

Fotogeschichten: the-burning-house.com

The burning house:

If your house was burning, what would you take with you?

Schöne Idee, nicht ganz neu, aber doch immer wieder sehenswert: Wenn morgen Dein Haus abbrennen würde, was würdest Du schnell noch mitnehmen wollen? Sicher ist die Frage arg hypothetisch und die ERgebnis nicht ganz korrekt: Wer sich damit gedanklich beschäftigt kommt sicher zwangsläufig zu einem anderen Ergebnis als derjenige, der in 30 Sekunden aus den brennenden Hütte flüchten muss.

Aber das Thema ist ebenso schön, wie jenes, wo Leute den Inhalt ihrer Taschen fotografieren. Da machen dann meistens die Kreativen mit, die auch halbwegs stylische / moderne Dinge dabei haben (und zeigen wollen?).

Es gibt schon jetzt jede Menge Einträge und jedes Bild erzählt eine kleine Geschichte über denjenigen, der fotografiert hat.

Camera+: Bildbearbeitung auf Knopfdruck

Clarity-Effekt der Camera+ App

[Auf das kleine Bild klicken für eine größere Ansicht ]

Wenn man sich als Fotograf einige Routine im Umgang mit digitalen Fotos und dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop angeeignet hat, dann ist man skeptisch gegenüber den kleinen, oft billigen, manchmal sogar kostenlosen Apps für das iPhone, die dort bei den Fotos aus dem Handy ungeahnte Effekte erzielen sollen. Vieles davon ist mir entweder zu einfach, oberflächlich oder wirkt übertrieben, künstlich: Farbstiche und bunte Rahmen reißen mich nicht vom Hocker.

So war ich denn auch skeptisch als ich auf den Clarity-Effekt der iPhone-App Camera+ stieß. Einmal ausprobiert muss ich zugeben, dass das für eine automatische Bildbearbeitung auf Knopfdruck ziemlich in Ordnung ist. Oder besser: sehr in Ordnung. Nicht dass man das mit einer normalen Bildbearbeitung nicht auch hinbekäme. Aber den Effekt an digitalen Fotos auf diese Weise zu erzielen ist schon unschlagbar: Sieht professionell aus, kostet wenig.